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Frederic Funk Triathlon-Blog: Triathlon Bundesliga Runde 2

Ein Wochenende Rennpause war nach meinen Wettkampfblock schon wieder mehr als genug, so ging es weiter nach Düsseldorf zur zweiten Runde der 1. Triathlon-Bundesliga. Düsseldorf war eigentlich schon immer ein ganz gutes Pflaster für mich, wahrscheinlich wegen der technisch anspruchsvolleren Radstrecke, so freute ich mich sehr auf das Rennen. Dieses Jahr sollte dort auch wieder die Deutsche Meisterschaft der U23/Elite über die Sprintdistanz stattfinden, jedoch ist es für mich persönlich einfach keine Deutsche Meisterschaft, wenn dort internationale Athleten an den Start gehen, die das Rennen „verzerren“. So ging ich auch nicht so vorbereitet in den Wettkampf wie vielleicht manch anderer deutscher Athlet und für mich persönlich war die Bundesligaplatzierung und vor allem die Teamplatzierung deutlich wichtiger.

Da ich zwei Tage vor dem Rennen noch beim Abiball meiner Schwester war, flog ich am nächsten Tag von München nach Düsseldorf, so war die Reise deutlich entspannter als es eine 7 stündige Autofahrt gewesen wäre.

Wieder hatten wir ein starkes Team an der Startlinie: Laszlo Tarnai und Bence Lehmann, beide aus Ungarn, Niklas Rössner aus Dänemark und Marius Güths und ich hielten die deutsche Quote hoch. Viele andere Teams waren geschwächt, da am selben Wochenende die Deutschen Meisterschaften der Jugend/Junioren in Grimma stattfanden und das Rennen in Düsseldorf somit ohne die meisten Junioren stattfand. Dennoch gab es auch einige, die sich einen Doppelstart zumuteten.

Die Wassertemperatur im Hafenbecken betrug knapp 22°C, also war der Neo verboten, was ich in Düsseldorf eindeutig bevorzuge, da der Weg von Schwimmausstieg zur Wechselzone sehr lange ist und im Vergleich zu den anderen Athleten kann ich sowas ohne einfach deutlich schneller laufen und mit Neo verliere ich Zeit.

Da wir in der Tabelle nach erst einem Rennen auf Rang 4 waren, wurden wir auch schon als vierter aufs Pontoon gerufen und stellten uns auf die linke Seite zu den ersten drei Teams aus Buschhütten, Saarbrücken und Potsdam. Nachdem alle Teams und die zusätzlichen DM Starter bereit standen, waren es immer noch 4min bis zum Start. Gott sei Dank waren es fast 30°C Außentemperatur, so frierte man wenigstens nicht.

Dann ging es endlich los. Ich kam erst richtig gut weg, hatte kaum Körperkontakt und fand gleich einen schnellen Wasserschatten. Leider blieb dies nur bis zur ersten Boje so, denn da ich nicht schnell genug war, konnte ich nicht vor den von rechts kommenden Athleten um die 90° Richtungsboje schwimmen und wurde nach außen gedrängt. Auch wenn man außen entspannt schwimmen kann, muss man halt leider einen weiteren Weg zurücklegen und verliert Plätze. So war es bei allen vier Bojen. Ich verstehe allerdings nicht wieso man noch 90° Richtungswechsel beim Schwimmen einbaut. Das macht vielleicht bei Lang- und Mitteldistanz Sinn oder allgemein bei Wettkämpfen, wo die Leistungsdichte nicht so hoch ist, aber in der Bundesliga?? Selbst bei der World Triathlon Series findet man so etwas nicht mehr und es ist auch ganz einfach zu lösen, man braucht nur mehr Bojen, die man als Kurve aufreiht. Das ist deutlich leichter zu schwimmen, es gibt weniger Geprügel und es ist einfach fairer. Aber die Bundesliga braucht ja auch noch Entwicklungsspielraum 😉 Auch wenn im French Grand Prix vielleicht mehr Geld fließt und bessere Athleten unterwegs sind, sind die Rennen der deutschen Triathlon-Bundesliga deutlich besser organisiert.

Nun zurück zum Wettkampf. Kurz vor dem Schwimmausstieg sah ich einen Namen die steile Treppe hochflitzen: Murray. Ich wusste, dass ich da hin muss, wenn ich auf dem Rad ganz nach vorne will. Das Laufen in die Wechselzone lief richtig gut und ich konnte auch da schon einige Plätze gutmachen. Die Spitze war circa 40s vorweg. Zusammen mit dem Niederländer und späteren Sieger Jorik van Egdom sprang ich aufs Rad und sofort wurde losgepresst. Die Lücke zur Radgruppe um Richard Murray war relativ schnell geschlossen, allerdings gingen auf dem Weg dorthin schon einige Athleten verloren, die das Tempo auf dem Rad nicht mitgehen konnten.

Es gab keine Zeit, um sich mal im Windschatten auszuruhen, denn als wir die Gruppe erreichten wurde gleich weiter ordentlich Druck gemacht, um die Spitzengruppe einzuholen. Die Strecke war technisch sehr anspruchsvoll und ich hatte viele Spitzen von über 1000 Watt und nach zwei der vier Radrunden über 400 Watt Normalized Power. Das war selbst für ein Windschattenrennen extrem viel und ich spürte es auch. Ohne meine Radstärke wäre ich wie viele andere Athleten auch einfach weggeplatzt. Nach zwei Runden holten wir dann auch die Spitze ein und nun waren wir circa 20-25 Athleten und hatten eine gute Minute auf die Verfolgergruppe. Laut dem Bericht der Deutschen Triathlon Union und dem Zielinterview von Lasse Lührs waren wir ja ein großes Hauptfeld vorne. Meiner Meinung nach sind 20 Athleten kein großes Hauptfeld, aber ja 😉 Ich muss zugeben, dass es das härteste Radfahren war, dass ich bis jetzt hatte und selbst Richard Murray hat dies später in seinem Instagram Post geschrieben und der war auch schon bei vielen WTS Rennen unter anderem in Leeds, wo er sogar gewonnen hat.

In der Spitzengruppe stieg ich dann vom Rad. Von meinem Team war noch Bence in der Gruppe. Niklas und Laszlo in der Verfolgergruppe. Ich war gespannt, was beim Laufen jetzt noch übrig war. Wie gewöhnlich nach einem harten Radfahren ging der erste Kilometer gar nicht, noch dazu war es sehr heiß und auch der Wind erschwerte die Laufbedingungen. Dann kam ich aber langsam in Tritt und begann Plätze gutzumachen. Das Tempo ganz vorne war natürlich sehr hoch. Da kann ich selbst mit frischen Beinen (noch) nicht mitlaufen. Leider gab es nur eine Verpflegungsstation auf der 2,5km Runde. Ich hätte mir gerne noch mindestens eine weitere gewünscht.

In der zweiten Runde wachten meine Beine erst so richtig auf und ich konnte die Lücke zu Bence und dem Italiener Steinwandter schließen. Gemeinsam mit den beiden und einen weiteren Italiener (Bader) ging es auf die letzten paar hundert Meter. Steinwandter erhöhte das Tempo, aber ich konnte mitgehen, Bader auch, Bence nicht. Auf der Zielgeraden holte ich nochmal alles aus mir raus, musste mich aber Steinwandter sehr knapp geschlagen geben (das Photo Finish würde ich gerne mal sehen). Platz 15. Mein bisher bestes Bundesligaergebnis, so kann es weitergehen. Ergebnisse hier.

Bence kam auf Platz 17 ins Ziel, Niklas und Laszlo konnten auf die Plätze 20 und 22 vorlaufen, somit wurden wir im Team erneut vierter! Das ist ein super Ergebnis, da die ersten drei Teams schon deutlich überlegen waren.

In der Wertung der Deutschen Meisterschaften wurde ich 9ter in der Elite und 6ter in der U23.

Insgesamt bin ich mit meinem Rennen sehr zufrieden, vor allem da ich wirklich alles aus mir rausgeholt habe, dennoch gibt es noch die ein oder andere Stellschraube zu drehen.

Nun ist mal eine etwas längere Wettkampfpause von 3 Wochen bevor es in Münster, der dritten Runde der Bundesliga, wieder zur Sache geht.

Bis dahin
Frederic

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Simon Henseleit Triathlon-Blog: Zwangspause durch Radunfall

Noch eine Woche bis zur deutschen Meisterschaft in Grimma und wieder mal muss ich mir das Rennen von der Seitenlinie aus ansehen…

Gestern noch freute ich mich auf eine entspannte Woche, nachdem ich zur finalen Vorbereitung mit dem Bayernkader fünf Tage in Ingolstadt trainiert hatte. Dieser Traum nahm ein jähes Ende als mich eine Frau -am Ende der gestrigen Radausfahrt- vom Rad herunterfuhr. Die folgende Rettungskette funktionierte gut und im Krankenhaus stellte sich heraus, dass außer ein paar Muskelquetschungen „nur“ mein linker Mittelhandknochen gebrochen ist.

Das tut natürlich umso mehr weh, da ich einen top Saisonstart hatte und mich außerdem keine Schuld bei dem Zusammenprall traf. Nach meinem Schienbeinbruch letztes Jahr muss ich nun also schon wieder eine Zwangspause einlegen -auch wenn diese mit den diagnostizierten vier Wochen noch relativ kurz ausfällt. Jetzt heißt es mal wieder Kopf hoch und stärker zurückzukommen als ich ging…

Vielen Dank für all die Genesungswünsche und ich hoffe, dass ich in Thübingen für die 1. Bundesliga wieder an der Startlinie stehen kann!

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Michelle Braun Triathlon-Blog: Deutsche Meisterschaften Nürnberg

Vom 22. – 24. Juli fanden die Deutschen Meisterschaften der Jugend und Junioren in Nürnberg statt. Es hat mich sehr gefreut, in meiner Heimatstadt starten zu können. Los ging es am Freitag mit der üblichen Länderparade, bei der jeder Landesverband aufgerufen wird und dann aufläuft. Die Bayern traditionell in Tracht. Anschließend ging es zur Pasta Party und früh ins Bett für den morgigen Wettkampf.
Die weiblichen Junioren gingen zusammen mit der Jugend A an den Start, sodass wir 70 Athletinnen im Startfeld waren. Vor uns waren schon die Jungs dran gewesen, bei denen einer meiner Kaderkollegen, Frederic Funk, sich den Deutschen Meistertitel sichern konnte.
Geschwommen wurde im großen Dutzenteich, der leider etwas algig war. Am Start stellte ich mich ganz nach rechts zu einer anderen Athletin, von der ich wusste, dass sie ungefähr mein Tempo schwimmt. Diese wählte jedoch leider genau eine Position vor einem Algenteppich. Dramatisch war dies allerdings nicht, denn nach 5 m konnte ich ganz normal schwimmen und kam gut um die erste und zweite Boje. Am Rückweg lag ich an dritter Stelle und konnte diesen Platz auch aus dem Wasser retten. Ein wenig zum Verhängnis wurde mir der lange Weg über 400 m in die Wechselzone, wobei ich meinen Rückstand aber durch einen schnellen Wechsel wieder wettmachen konnte. So befand ich mich in einer zehn Frauen starken Führungsgruppe, bei der jedoch nicht bei allen der Wille zur Führungsarbeit vorhanden war. Der technisch anspruchsvolle Kurs über das Messegelände und der Großen Straße führte trotzdem dazu, dass wir unseren Vorsprung auf die zweite Gruppe weiter ausbauen konnten. Nach einem nicht so guten Wechsel meinerseits, ging ich als Fünfte auf die Laufstrecke. Da in meiner Radgruppe alle starken Läuferinnen vertreten waren, war für mich an dem Tag leider nicht mehr viel drin und ich verlor taktisch unklug auch noch den Zielsprint gegen die letztjährige Deutsche Meisterin der Juniorinnen, so dass ich letztendlich Siebte wurde. Trotz allem ein zufriedenstellendes Ergebnis und ich weiß, dass ich nächstes Jahr noch härter an meiner Laufform arbeiten muss.
Das sollte es jedoch noch nicht gewesen sein. Am Sonntag, dem zweiten Wettkampftag ging es noch einmal um den Deutschen Meistertitel im Team Relay. Zwei Jungs und zwei Mädchen bilden eine Mannschaft und absolvieren nacheinander einen Triathlon. Auf Grund der nicht optimalen Wasserbedingungen im Dutzenteich wurde erst eine 4 x 200 m Schwimmstaffel im Stadionbad absolviert. Nach einer Stunde Pause ging es dann im Jagdstart mit den Abständen vom Schwimmen für jeden Athleten zum 4,8 km Radfahren und 1,2 km Laufen mit der Übergabe an den nächsten Athleten seiner Mannschaft. Beim Schwimmen begann ich gleich als Startschwimmerin und verpatzte direkt den Start, konnte aber trotzdem fast zeitgleich mit Mecklenburg-Vorpommern an den zweiten Schwimmer übergeben. Dieser hielt meiner Position, aber wir mussten dann mit dem 3. und 4. Starter etwas Plätze hergeben. Somit ging ich erneut als erste Starterin der Staffel an sechster Position auf die Radstrecke. Vorne weg fuhr die Athletin aus Mecklenburg-Vorpommern, danach versuchte dann eine sechsköpfige Radgruppe, in der ich mich befand, den Abstand zu der vor uns fahrenden zuzufahren. Doch es bestand erneut kein großes Interesse der meisten anderen Fahrerinnen in der Verfolgungsgruppe Führungsarbeit zu leisten und so schafften wir es nicht, die Lücke nach vorne zu schließen. Nach einem guten Lauf übergab ich als vierte und legte somit das Schicksal in die Hände der anderen, die alle ein sensationelles Rennen ablieferten und wir uns damit den dritten Platz sichern konnten. Das zweite Team aus Bayern erreichte mit einigem Abstand zu uns den vierten Platz, worüber wir uns alle freuten.
Wie immer war die Deutsche Meisterschaft das Saison-Highlight und dieses Jahr war sie zusätzlich noch etwas ganz besonderes, weil sie hier in Nürnberg stattfand. Nun ist das Wettkampfjahr schon fast zu Ende für mich es steht nur noch der Europacup in Tabor aus und dann starte ich in die Saisonpause.

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