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Frederic Funk Triathlon-Blog: Challenge Walchsee

Noch nie zuvor habe ich mich so auf ein Rennen gefreut wie auf die Challenge Walchsee. Dies hatte mehrere Gründe: Das Rennen war direkt vor unserer Haustür, da wir ja nahe der Grenze zu Österreich leben (ja, jetzt wohne und studiere ich in Nürnberg, aber da ich in den Bergen aufgewachsen bin, würde ich dies als meine absolute Heimat bezeichnen), somit kannte ich die Strecken schon aus zahlreichen Trainingsausfahrten und konnte es kaum erwarten, da bei Vollsperrung mal ordentlich drüberzuheizen. Ein weiterer Grund war die Meldung des zweimaligen 70.3 Weltmeister und Ironman Weltmeister Sebastian Kienle. Zwar hatte ich etwas Magengrummeln, als ich erfahren habe, dass er am Walchsee starten wird, aber mir wurde schnell klar, dass dies eine super Gelegenheit ist. Einerseits um mich mit einem der Weltbesten direkt messen zu können und andererseits gab Kienle dem Rennen gleich eine ganz andere (mediale) Aufmerksamkeit, sonst wäre es evtl. komplett untergegangen, da am selben Tag auch noch die 70.3 WM in Port Elizabeth stattfand.

Zu meiner Vorfreude wurde ich zwei Tage vor dem Rennen auch noch zur Pressekonferenz eingeladen, wo Kienle mein Können bereits lobte und meinte, wenn ich eine Aktie wäre, dann würde er mich jetzt kaufen 😀 Der Spruch machte danach gleich mal die Runde. So etwas motiviert natürlich unheimlich! Ein Video dazu findet ihr hier.

Auch habe ich endlich mal wieder 100% getapert, was ich nun wirklich nicht sehr oft mache, um hoffentlich auch meine allerbeste Leistung abrufen zu können. So eine Taperwoche ist allerdings gar nicht so einfach. Man ist abends nicht müde genug, um einschlafen zu können, man isst die ganze Zeit, weil man durchgehend Hunger hat und auch aus Langeweile… aber es hat natürlich auch seine Vorteile 😉

Als meine Eltern, die auch beide an den Start gingen, und ich am Tag vor dem Rennen unsere Räder eincheckten, sprangen wir auch nochmal kurz in den 20°C warmen Walchsee bevor es dann zum Carboloading ging. Es ist auf jeden Fall der größte Luxus bei einem Wettkampf zu Hause essen und schlafen zu können und dann nur eine 20 minütige Anreise zu haben.

Meine Schwester hat ein richtig gutes Video über meine Vorbereitung in der Rennwoche zusammengeschnitten: Link dazu hier (unbedingt ansehen). Ein weiteres Video vom Renntag selbst kommt noch nach.

Dann stand endlich der Renntag an. Spätestens zum Frühstück meldet sich immer die Aufregung und in dem Moment zahlt es sich aus, gut abendgegessen zu haben, denn man bekommt kaum etwas herunter, auch wenn es sich bei mir noch in Grenzen hielt, weil die Vorfreude definitiv überwiegte. Später allerdings hatte ich Magenschmerzen und war mir nicht sicher, ob dies nun von der Aufregung ist oder ich irgendetwas nicht vertragen habe und dann kam auch die Angst, dass dies im Rennen schlimmer werden sollte.

Vor Ort machte ich noch die letzten Erledigungen in der Wechselzone und wärmte mich anschließend etwas auf, 10 Minuten sollten reichen und kurz vor dem Start ein paar Meter schwimmen. Mein Magen war dann Gott sei Dank auch wieder in Ordnung.

Der Neoprenanzug war erlaubt. Eine Woche vorher wäre dieser noch verboten gewesen, aber die Tage vor dem Rennen hat es neben viel Niederschlag auch ordentlich abgekühlt. Die Außentemperatur am Renntag betrug morgens gut 11°C, aber es gab keinen Regen, nur die Straßen waren noch nass.

Pünktlich um 9 Uhr fiel dann der Startschuss für die 12 Profimänner. Ein kleines aber doch sehr feines Starterfeld. Das Schöne bei einer Mitteldistanz ist, dass man sich im Wasser nicht gegenseitig verprügelt und einfach schwimmt. Ich startete auf der linken Seite, sah aber wie rechts vom Dänen Daniel Baekkegard ordentlich Tempo gemacht wurde und versuchte mich dahinter mit dem Briten Thomas Davis einzureihen. Es war ganz schön hart dort dranzubleiben und kurz vor der ersten Boje nach knapp 600m nahm ich Tempo raus und ließ die Beiden ziehen, da ich mich nicht schon beim Schwimmen abschießen wollte. Hier muss man ja keine Radgruppe erreichen. Von hinten schwamm dann der Schweizer Manuel Küng auf und ich reihte mich dort in den Wasserschatten. Ab da war das Schwimmen ziemlich entspannt und so stieg ich als vierter mit 50s Rückstand auf die Spitze aus dem Wasser. Fabian Reuter und mein Vereinskollege und Kumpel Julian Erhardt waren auch in unserer Schwimmgruppe.

Bei meinem ersten Wechsel stresste ich mich nicht wirklich und ging als 6ter auf die Radstrecke. Gemeinsam mit Manuel Küng und Julian bewältigten wir die ersten 15km, immer mit sehr fairen Abständen von 12m PLUS (nicht minus). Am ersten längeren Berg stellten wir den Briten Thomas Davis und auch Manuel Küng ließ abreißen, so ging es mit Julian in die längere Abfahrt und zum ersten Wendepunkt nach Kössen, wo man sich den ersten Überblick verschaffen konnte. So schaute ich bei der Wende auf die Uhr und eine Minute später kam Sebastian Kienle entgegen, mal zwei, also ungefähr zwei Minuten Vorsprung.

Danach ging es auf einem leicht ansteigenden „Drückerstück“ zurück nach Walchsee und der Rückstand auf den Führenden Dänen wurde immer kleiner. Die zweite Hälfte der Radrunde war technisch noch etwas anspruchsvoller als der erste Teil und hatte auch noch ein paar Höhenmeter mehr. Insgesamt hatte eine Radrunde knapp 600hm und 43km.

Nach der technisch sehr anspruchsvollen, aber nicht all zu langen Abfahrt in Rettenschöss ging es in die längste Steigung. Circa 3km mit 5% auf einer sehr breiten Straße, die aber nur zur Hälfte für den Wettkampf gesperrt war. Dort entschied ich mich zu attackieren und wollte die Lücke zu Platz 1 endgültig schließen, so fuhr ich den Berg mit knapp 400 Watt im Schnitt hoch, wo Julian nicht mehr folgen konnte/wollte.

Nachdem ich die Lücke zu Baekkegard schließen konnte, gab es kurz vor Ende der ersten Radrunde nochmal einen Wendepunkt. Der Vorsprung lag noch bei circa 1,5 Minuten auf Kienle.

Es war dann gar nicht so leicht das Tempo des Dänen mitzugehen, da er vorallem in den leicht fallenden Passagen ordentlich Druck machte. Die zweite Radrunde war deutlich härter als die erste und ich fuhr auch nochmal mehr Watt abgesehen von der längeren Steigung, die ich dieses mal im „normalen Bereich“ hochfuhr. Die 86km mit 1200hm gingen vorbei wie im Flug. Die Strecke ist so schön abwechslungsreich und auch landschaftlich ein Traum, selbst bei dem bewölkten Wetter wie gestern. Gut, dass die Sonne nicht geschienen hat, denn dann wären viele von dem Alpenpanorama abgelenkt von den Straßen runtergefahren oder in Stürze verwickelt worden 😉

Die letzten 15km fuhr ich in der Führung. Am Ende der Radstrecke verpflegte ich mich nochmal und bemerkte nach dem Wendepunkt, dass Kienle ordentlich näher gekommen war, so stiegen Baekkegard und ich mit knapp 40s Vorsprung vom Rad. Hier geht es zu meiner Stravadatei vom Radfahren.

Nach einem guten zweiten Wechsel ging ich als erster auf die Laufstrecke. Das Loslaufen gestaltete sich allerdings sehr schwer und mein komplettes rechtes Bein krampfte und ich fand keinen „normalen“ Laufstil und -rhythmus. Der Halbmarathon teilte sich in vier Runden um den Walchsee mit insgesamt 250hm und wechselnden Untergünden mit halb Schotter, halb Asphalt. Keine schnelle Strecke, aber wie auch schon beim Radfahren einfach richtig schön.

Nach zwei Kilometern holte mich der Däne und ich konnte nicht dranbleiben. Weitere zwei Kilometer später holte mich dann Kienle und ich konnte ganz sicher nicht dranbleiben. Ich war schon echt am Zweifeln und fragte immer wieder am Streckenrand nach den Vorsprung auf Platz 4, der aber knapp 6 Minuten betrug.

Nach dem ersten Gel, was ich nach einer Laufrunde nahm, wurden meine Beine etwas besser und ich konnte das selbe Tempo aufnehmen, was auch Baekkegard lief, der circa 200m vor mir auf Platz zwei lag. Kienle lief ab diesem Zeitpunkt sein eigenes Rennen ungefährdet zum Sieg.

Es war Wahnsinn wie viele Zuschauer auf der Strecke meinen Namen riefen. So etwas macht den Schmerz um einiges erträglicher. Nach meinen zweiten Gel nach der Hälfte des Laufens wachte ich so richtig auf. Ich fand endlich einen sehr schnellen Schritt und konnte richtig an Frequenz zulegen. Somit schloss ich nicht nur auf den Dänen auf, sondern lief gleich an ihm vorbei und baute meinen Vorsprung sehr schnell aus. Meine dritte Runde war sicher auch meine Schnellste. Da fing es dann auch wieder an unglaublich viel Spaß zu machen wissend, dass es auch bald vorbei sein wird.

In der letzten Runde baute ich meinen Vorsprung auf Platz 3 noch deutlich aus. Kienle war mit 2,5 Minuten zu weit weg, um dort noch irgendetwas machen zu können, was wahrscheinlich auch nicht möglich gewesen wäre. So lief ich als zweiter voller Freude ins Ziel am Walchsee! Zweiter hinter Sebastian Kienle und vor dem Dänen Daniel Baekkegard. Wahrscheinlich mein bisher größter Erfolg und auf jeden Fall mein bisher geilstes Rennen! Eine wahnsinns Erfahrung bei einer richtig guten Veranstaltung, die ich nur weiter empfehlen kann (Nächstes Jahr findet die Challenge Kaiserwinkl-Walchsee am 30. Juni statt). Ergebnisse findet ihr hier. Meine Eltern konnten beide ihre Altersklasse gewinnen und wir qualifizierten uns alle für „The Championship“ (Challenge Samorin), die am 02. Juni 2019 stattfindet und wir werden auch alle dort teilnehmen.

Ich bin mehr als zufrieden mit meinem Rennen und hab mein Ziel erreicht besser als meine Startnummer #3 zu sein 😉 Von der Strecke kann ich nicht genug schwärmen und ich hoffe, dass das Rennen nächstes Jahr in meine Saisonplanung passt, dann bin ich sicher wieder dabei! Wie Sebastian Kienle in seinem Interview bei der Siegerehrung schon meinte: „Ich mag so Radstrecken, wo nicht nur auf dem Parkplatz rumgefahren wird“ Hier findet ihr auch ein Video zu diesem Interview, wo es auch wieder lobende Worte des dreimaligen Weltmeisters gab. Sebi ist einfach ein super sympathischer Typ mit immer wieder sehr unterhaltsamen Interviews und ich würde niemanden einen Hawaii-Sieg mehr gönnen als ihm, auch wenn man nach gestern seine Wetten vielleicht woanders platzieren sollte, ich sag nur 1:06. Aber auf Hawaii werden die Karten sowieso immer ganz neu gemischt und scheinbar bringt es ja Glück, wenn man mich in seiner Hawaiivorbereitung schlägt wie Patrick Lange letztes Jahr beim Frankfurt City Triathlon 😉

Nun heißt es schnell erholen, um am Samstag wieder fit zu sein, denn ich starte beim Elite Europa Cup im spanischen Valencia über die Olympische Distanz. Ich bin gespannt, was da so gehen wird nach dem harten Rennen gestern.

Bis dahin
Frederic

(Bilder: 1. Ingo Kutsche
2+3. Anna Marie Funk
Rest Michael Rauschendorfer)

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Frederic Funk Triathlon-Blog: Deutscher Meister!

Bis 10 Tage vor dem Rennen war überhaupt noch nicht klar, ob ich bei den Deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz in Ingolstadt überhaupt an den Start gehen werde. Grund dafür war der Europa Cup in Weert, welcher zugleich der Qualifikationswettkampf für die Elite EM in Glasgow Anfang August war. Auch dieser fand am 10. Juni statt und da es auch noch eine Olympische Distanz war hat es mich schon sehr gereizt dort zu starten. Zwar hatte ich mich etwas zu spät gemeldet und war erst auf der Warteliste, wäre aber mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit mit der letzten Aktualisierung sieben Tage vor dem Rennen noch auf die Startliste gerutscht und wenn man auf der Startliste ist, muss man starten, sonst gibt dies Sanktionen sowohl seitens der DTU, als auch der ITU. Letztendlich bin ich alles mal mit einem klaren Kopf durchgegangen und hab mich endgültig dazu entschieden in Ingolstadt an den Start zu gehen, was sich als die richtige Entscheidung herausstellen sollte. Kurz zu meinem Gedankengang: Sagen wir an einem sehr guten Tag könnte ich das EM Ticket in Weert lösen, zur EM fahren und dort an einem sehr guten Tag sagen wir Platz 15 erreichen (ist alles nur hypothetisch). Was hab ich nun von einem 15. Platz bei der EM? An demselben sehr guten Tag könnte ich in Ingolstadt Deutscher Meister werden und davon habe ich einfach deutlich mehr.

Nun aber zum Rennen. Am Mittwoch vorher wurde ich zu meiner ersten Pressekonferenz eingeladen, was eine super neue Erfahrung für mich war. Dort konnte man schon feststellen wie professionell die bereits neunte Austragung des Triathlons in Ingolstadt organisiert ist. Moderiert wurde das ganze von Sport1 Moderator Hartwig Thöne.

Der Wettkampf selber fand dann am Sonntag statt. Da die Anreise von Nürnberg nicht all zu weit ist, entschieden meine Freundin und ich erst am Wettkampftag selber anzureisen, auch wenn der Wecker bereits um 4 Uhr klingelte.

Vor Ort trafen wir uns mit meinen Eltern, die auch beide über die Mitteldistanz an den Start gingen und um die Deutschen Meistertitel der Altersklassen kämpften. Das ganze Vorstartprocedere vor einer Mitteldistanz ist wesentlich stressfreier als vor kürzeren Distanzen, da man sich nicht ganz so viel erwärmen muss.

Die Wassertemperatur betrug 24°C, also war der Neo für die Elite verboten. Da dies zu erwarten war, besorgte ich mir vorher noch einen Speedsuit von KIWAMI, eine Art zweite Schicht, vergleichbar mit den Schwimmanzügen der Schwimmer. Vielen Dank an dieser Stelle an KIWAMI für die schnelle Lieferung!

Pünktlich um 8 Uhr fiel der Startschuss für die Elite. Mein Plan für das Schwimen war so lange wie möglich an den Vorjahressieger Lukasz Woijt dranzubleiben. Dieser war Schwimmprofi und bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Nun ja, gute 100m kam ich mit. Ab da wurde es ein einsames und gefühlt sehr langes Schwimmen, aber ich war gut unterwegs und stieg mit knapp 1:20min Rückstand und 40s Vorsprung auf Platz 3 aus dem Wasser. Das Wichtigste war nun Ruhe bewahren.

Die Ruhe konnte ich beim Radfahren mehr oder weniger bewahren, die ersten 20km fuhr ich deutlich über meiner Schwelle bis ich Woijt endlich wenigstens auf Sichtweite hatte. Dann konnte ich etwas konstanter und ruhiger fahren. Eins war klar: Beim Radfahren ging heute was! Den einzig längeren Berg bei der Hälfte der Radrunde genoss ich regelrecht, da die Strecke größtenteils flach war und man viel liegen musste, allerdings bin ich das Zeitfahrrad dafür noch nicht genug gewohnt und war froh über jeden auch nur kleinen Hügel bei dem ich mal im Wiegetritt hochfahren konnte.

Nach circa 35 Kilometern war ich dann hinter Woijt und hatte selbst bei 20m Abstand einige Ersparnisse. Gut fünf Kilometer ruhte ich mich etwas aus bevor ich ihn kurz vor dem Wendepunkt in die zweite Radrunde überholte. Ich versuchte vorne den Druck hochzuhalten, und meinen Vorsprung so schnell es geht auszubauen. So fuhr ich bis Mitte der zweiten Runde wieder ziemlich hart und war mir gar nicht sicher, ob Woijt mir vielleicht folgen konnte. Beim Wendepunkt an der Spitze des Berges sah ich dann, dass ich eine Lücke von fast 2min rausfahren konnte. Meine Beine ließen nicht nach und in der Führung macht es unglaublich Spaß. Beide meine Eltern kamen mir auf dem Rückweg in die Wechselzone nochmal entgegen und feuerten mich an, was mich zusätzlich motivierte.

2:01h brauchte ich für die 86,5km, also ziemlich genau ein 43er Schnitt. 315 Watt und 327 Watt Normalized. 4,4 Watt/kg. Knapp 3min Vorsprung vor Woijt und über 7min Vorsprung vor Patrick Reger auf Platz 3. Ursprünglich war Niclas Bock auf Platz 3, allerdings vergaß er in der zweiten Runde die kleine Extraschleife zu fahren. Sein Blog dazu hier. Sehr schade, da er auch super im Rennen lag. Viel Erfolg für Roth, Niclas!

Das Loslaufen gestaltet sich nach einem 90km Soloritt natürlich als besonders schwer und ich brauchte einige Kilometer bis ich meinen Rhythmus fand. Nach der ersten von vier Runden um den Baggersee ging es mir dann deutlich besser und ich hörte, dass ich meinen Vorsprung von drei auf fünf Minuten ausbauen konnte, allerdings machte mir mein Magen etwas
Probleme und da ich dies nicht ausreizen wollte, nahm ich das Tempo etwas raus und der Vorsprung wurde nicht wirklich kleiner. Auf Woijt baute ich aus, Reger lief dann auf Platz 2.

Man darf sich nie zu früh sicher sein, aber in der letzten Runde war mir klar, dass es reichen wird. Auch wenn es mental und bei der Hitze nicht ohne war, vier mal um den Baggersee zu laufen, haben mich vor allem die Zuschauer mega motiviert. Vielen Dank an alle, die mich angefeuert haben!

Dann war es soweit und ich konnte die letzten 100m im Zielkanal richtig genießen. Deutscher Meister über die Mitteldistanz! Nach meinem Juniorentitel 2016 mein zweiter Meistertitel und mein erster in der Elite.

Im Ziel nahm ich dann das drei Liter Bierglas entgegen und nach einem großen Schluck schüttete ich, koordinativ am Ende, den Rest, statt über mich, eher hinter mich. Das muss ich noch üben 😉

Patrick Reger lief auf Platz 2 ins Ziel und Lukasz Woijt konnte den dritten Platz noch knapp vor Dominik Sowieja ins Ziel retten. Meine Mutter wurde zweite in ihrer AK, mein Vater dritter und meine Freundin gewann ihre AK über die Sprintdistanz!

Alle Ergebnisse findet ihr hier.

Nochmal vielen Dank an alle für die Unterstützung, vor allem an meine Sponsoren und meine Eltern für das geliehene Material 😀 Und ein großes Dank an Gerhard Budy und sein Team, die mal wieder eine top Veranstaltung auf die Beine gestellt haben. Nun habe ich es endlich mal als Athlet selber miterlebt. Ich kann den Triathlon in Ingolstadt nur jedem empfehlen, nicht jede Mitteldistanz muss Challenge oder Ironman sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich bin super zufrieden mit meinem Rennen und wenn sich das Radfahren noch weiter so entwickelt bin ich sehr zuversichtlich. Nun freue ich mich auf den Rothsee Triathlon am kommenden Sonntag, wo das Ziel ist den Titel vom letzten Jahr zu verteidigen!

Bis dahin
Frederic

Hier noch mein Zielinterview mit Tri2b.com

(Bilder: 1. Melanie Schoch/inxmedia.de
2, 4, 5, 6, 7. Harald Eggebrecht/ Tri2b.com
3. Ingo Kutsche)

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Frederic Funk Triathlon-Blog: Meine erste Mitteldistanz (Vorbericht)

Um mich selber auch wieder ein bisschen in den Rennmodus zu bringen, schreibe ich mal hier ein kurzes Update bzw. einen kleinen Vorbericht zu meiner ersten Mitteldistanz am kommen Sonntag.

Die letzten 2,5 Wochen seit dem Europa Cup in Melilla waren nahezu perfekte Trainingswochen. Weder mein gesundheitliches Befinden noch das Wetter machten mir bei irgendeiner Trainingseinheit einen Strich durch die Rechnung. Dazu war ich nie so müde und oder demotiviert, dass ich mal eine Einheit freiwillig weggelassen habe. Außerdem konnte ich bei einem 5000m Laufwettkampf komplett aus dem Training eine neue persönliche Bestzeit von 15:17min aufstellen. Ganz zufrieden war ich damit nicht mal, aber beschweren kann ich mich sicher nicht, hätte davor ja auch weniger trainieren können 😉

Ich bin sehr glücklich über diese zwei harten, aber dennoch nicht zu harten Trainingswochen und auch meine Trainingsergebnisse zeigen, dass die Form immer besser wird. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich bereit bin für meine erste Mitteldistanz, aber das ist wohl eher dem Respekt vor der Länge geschuldet. Die 1,9km Schwimmen im Mittelmeer werden für mich sicher keine Probleme darstellen, die 90km werde ich hoffentlich auch noch in einer respektablen Leistung hinbekommen, aber danach noch einen Halbmarathon? Ins Ziel bringen? Ja, gar kein Problem! Schnell ins Ziel bringen? Genau das ist die Frage. Wie schnell kann ich wohl noch laufen nachdem ich 90km auf dem Rad hart gearbeitet habe? Zu dem allen kommt auch noch die Ernährung, was bei meinen bisherigen Distanzen von unter zwei Stunden Rennzeit noch nie eine große Rolle gespielt hat. Da bin ich allerdings ganz zuversichtlich und denke mit meinem Unterstützer Muscle Milk Protein bzw. Cytosport eine gute Lösung gefunden zu haben, die ich auch schon in harten Trainingseinheiten erfolgreich getestet habe.

Das Feld bei der Challenge Riccione ist sicher auch kein schlechtes und es sind einige Athleten am Start, die ich selbst sehr bewundere und nun habe ich die Gelegenheit mich mit ihnen zu messen. Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf das Rennen und war noch nie selber so gespannt auf mein Endergebnis. Drückt mir die Daumen!

Bis dahin
Frederic

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