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Taliso Engel Schwimmblog: Vereinsmeisterschaft 1.FCN Schwimmen + TSV Altenfurt

Nach meinem endlich bestandenen Realschulabschluss, hatte ich auch mal wieder einen kleinen Wettkampf 😉

Die Vereinsmeisterschaft des 1.FCN Schwimmens und TSV Altenfurts fand wie in jedem Jahr im Clubbad, dem Freibad des 1.FCN Schwimmen statt. Leider war das Wetter an diesem Wochenende ziemlich schlecht und es war sehr kalt im Freibad. 
Ein paar Tage vorher hat mich zudem noch ein Magen-Darm-Infekt leicht lahm gelegt.

Allerdings waren meine Zeiten für diese ganzen widrigen Umstände, trotzdem ganz zufriedenstellend.

Ich ging in allen vier 100m Strecken an den Start und schaffte es überall knapp an meine Bestzeiten ranzuschwimmen (naja außer über 100m Rücken).

Am 21. Juli geht es dann für mich nach Lanzarote ins Trainingslager.  Wovon ich euch natürlich auch berichten werde.

Bis dann

Euer Taliso 

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Zimmermann Lisa – Freeski Sportblog

Eine meiner Lieblingsübungen in Pilates. Diese ist für die Kopfposition und HWS Stabi sehr hilfreich 🙂

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Triathlonblog Simon Henseleit: Junioren Europacup Tiszaujvaros

Was für ein Wochenende! Nach ein paar ruhigen Tagen nach der Deutschen Junioren Meisterschaft, stand der nächste Wettkampf an – einer der berühmtesten und ältesten Triathlons der Welt. Auch wenn ich noch nicht den Elite Weltcup, sondern „nur“ den Junioren Europacup starten durfte, kann ich den Hype um das Rennen auf jeden Fall verstehen!

Los gings am Donnerstag mit dem Flugzeug von Nürnberg nach Budapest um 10:40 Uhr. Die Reise war ziemlich entspannt und mit insgesamt 5 Stunden inkl. Shuttle nach Tiszaujvaros, auch ziemlich kurz. Nach den standartmäßigen Streckenbesichtigungen und dem Wettkampf-Briefing am Freitag, stieg langsam auch die Anspannung. Das besondere in Tiszy ist, dass es am Samstag erst einmal die Halbfinalrunden gibt, bevor man ins Finale vorrücken darf. Dafür qualifizieren sich aus jedem der drei Semifinals die besten neun und die drei Zeitschnellsten, sodass 30 Athleten im Finale am Start stehen.

Aufgrund einer Unwetterwarnung wurde die Distanz dann unerwartet auf 250m Schwimmen, 6km Radfahren und 1,6km Laufen verkürzt. Dadurch erfolgte der Start aller fünf Startgruppen (3*Männer+2*Frauen) innerhalb einer halben Stunde, was für uns Athleten enormen Stress bedeutete. Ich befand mich in der zweit-letzten Startgruppe und rechnete mir gute Chancen auf das Finale aus. Kurz vor dem Start wurde der Himmel allerdings schon schwarz und der Donner kam immer näher. Doch dann ertönte schon das Startsignal und ich machte mir erst einmal keine Gedanken mehr über das Wetter, sondern das Rennen rückte in den Vordergrund. Ich konnte mich gleich vom Feld lösen und kam als Vierter aus dem Wasser. Auf dem Rad formierte sich schnell eine kleine Spitzengruppe und wir arbeiteten gut zusammen und fuhren einen kleinen Vorsprung auf die Verfolger heraus. Nach einem Kilometer auf dem Rad fing es aber so stark zu regnen und hageln an, dass man fast die Hand vor Augen nicht sehen konnte und wir äußerst vorsichtig fahren mussten. Unseren Vorsprung konnten wir aber ausbauen und so musste ich beim Laufen nicht viel investieren um Platz acht zu verteidigen und konnte meine Beine für den nächsten Tag schonen.

Die Distanz im Finale war auch kürzer als eine normale Sprintdistanz (500m/12km/3,5km), allerdings aus Tradition. Ich fühlte mich schon beim aufwärmen sehr gut und wusste, dass ich es in der Hand hatte, ein gutes Rennen abzuliefern. Das Schwimmen lief dann aber alles andere als gut und ich fand mich mitten im Geprügel an der ersten Boje wieder und verlor wertvolle Sekunden auf die Führenden. Auf der zweiten Schwimmrunde konnte ich dann noch ein paar Platze gutmachen und so kam ich mit 25sek Rückstand an Position 20 aus dem Wasser. Beim Wechsel und den ersten Radmetern konnte ich meine Stärke ausspielen und wieder aufholen. In der zweiten von fünf Runden gelang es mir dann, Kontakt zur Spitze herzustellen. Von da an hielt ich das Tempo hoch und konnte ein paar Athleten loswerden, bis wir uns schließlich nur noch zu acht in der ersten Gruppe befanden. Auf den letzten Metern fuhr ich dann eine Attacke und ging mit fünf Sekunden Vorsprung auf die Laufstrecke.

Ich fand schnell meinen Laufrythmus und verteidigte meinen kleinen Vorsprung bis ins Ziel! Mit dem Sieg bin ich mehr als zufrieden, da auch viele Athleten, gegen die ich bei der Junioren WM starten werde am Start standen und vor allem mit den Wattwerten und der Laufzeit, blicke ich zuversichtlich auf die Deutsche Elite Meisterschaft in Berlin, am 03./04. August.

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Es hat mich auch sehr für Chris Ziehmer gefreut, dass er den Sprint um den dritten Platz gewonnen hat und wir für Deutschland ordentlich abgeräumt haben!

Die nächsten zwei Wochen bin ich in Saarbrücken zur Vorbereitung auf die JWM und um nochmal Grundlagenkilometer zu sammeln. Danach stehen bereits wie erwähnt, die Finals in Berlin an. Diese könnt ihr sogar live im ARD/ZDF mitverfolgen! Also nicht verpassen!

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Sportblog Freeski – Zimmermann Lisa

7 1/2 Monate nach OP

Wir haben endlich mit echtem Krafttraining beginnen können, da die Muskelansteuerungen langsam besser werden. Zudem ist mittlerweile genug Zeit seit der OP vergangen um die Beinstrecker Maschine zu benutzen, die mir aus eigener Erfahrung extrem mit dem Muskelaufbau am Oberschenkel hilft. Mein Zwischenziel ist es bis September Joggen zu können 🙂

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Katrin Gottwald Schwimmblog: durchwachsene Zeit

Hallo,

nachdem der Start nach meiner Pause wieder sehr gut begonnen hat, hatte ich im Training einen kleinen Unfall bei Treppenläufen, bin umgeknickt und habe einen Bluterguss zwischen Gelenk und Kapsel. Es dauert ca. 4-8 Wochen bis es komplett verheilt ist, das bedeutete auf Krücken und mit Bandage laufen… Mittlerweile kann ich wieder normal laufen, habe aber ab und zu bei manchen Bewegungen noch Schmerzen.

Da ich jetzt im Training einiges verpasst habe, haben mein Trainer und ich beschlossen, die Deutschen Meisterschaften anfang August nicht zu schwimmen. Ich werde mit einem kompletten Aufbautraining wieder richtig einsteigen.

Bis bald,

Eure Kaddy


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Frederic Funk Triathlon-Blog: Challenge Kaiserwinkl Walchsee

Es gibt wahrscheinlich kein Rennen auf das ich mich so freue wie die Challenge Walchsee. Nicht nur, weil es mein Heimrennen ist und ich die abwechslungsreiche Strecke in- und auswendig kenne, sondern auch weil das Rennen in dem idyllischen Ort Walchsee wahnsinnig professionell organisiert ist und so macht es umgeben von dem schönsten Bergpanorama einfach nochmal umso mehr Spaß.

Dieses Jahr sparten wir uns noch ein bisschen Fahrerei und Stress indem meine Freundin Zsanna und ich in Walchsee in einem Hotel statt zuhause übernachteten. Zsanna startete am Walchsee über ihre allererste Mitteldistanz.

Der Tag vor dem Rennen war geprägt mit einer kleinen Lauf- und Radeinheit, der Pressekonferenz, einem langen Mittagsschlaf, dem Bike Check in und natürlich der legendären Kaiserschmarrn Party. Das Ganze bei knapp 35°C und am Renntag sollte es sogar noch etwas heißer werden. Meine Form ist derzeit ziemlich gut, wie ich es auch schon in Erding beweisen konnte, also war die Hitze meine einzige Sorge, aber da mussten ja alle durch.

Abgesehen von der Challenge Samorin war Walchsee auf jeden Fall das bestbesetzte Profirennen, in dem ich je gestartet bin. Allein aus Deutscher Sicht waren mit Nils Frommhold, Maurice Clavel, die auch beide schon für den Ironman Hawaii dieses Jahr qualifiziert sind, und Boris Stein, der nach einer langen Verletzungspause wieder ins Renngeschehen einsteigt, einige Hochkaräter am Start. Dazu kamen noch der Italiener Gulio Molinari, der Walchsee auch schon einige Male gewinnen konnte und mit der Startnummer 1 an den Start ging, die Neuseeländer Mike Philipps (Athlet mit dem schnellsten Ironman Debüt: 7:52h) und Matt Burton und noch einige andere sehr starke Athleten. Es sollte also ein heißes Rennen werden, nicht nur wegen der Temperatur.

Der Start am Rennmorgen war erst um 10:30Uhr. Früher wäre vor allem bei der Hitze natürlich schöner gewesen, aber die Bauern brauchen in der Früh noch die Straßen, um ihre Milch zu transportieren. So konnte man dann wenigstens bis 7 Uhr schlafen und dann in Ruhe frühstücken bevor es für die letzten Erledigungen in die Wechselzone und dann zum Einlaufen ging. Der Walchsee hatte über 25°C Wassertemperatur, also sollte es mein erstes Rennen der Saison ohne Neo werden und endlich konnte ich mal meinen Sailfish Rebel Pro Swimskin auspacken und auch im Wettkampf benutzen.

Pünktlich fiel der Startschuss und ich kam mit ein paar schnellen Zügen gleich gut weg. So etwas ist mir im letzten Jahr nie gelungen und ich bin sehr froh, dass meine Schwimmform in dieser Saison so viel besser geworden ist. Sofort bildete sich eine kleine Führungsgruppe, die mein Erdinger Teamkollege Nils Frommhold anführte. Ich sparte in seinem Wasserschatten ein paar Körner. Wir waren zügig unterwegs und viel änderte sich dann auch nicht mehr bis zum Schwimmausstieg, außer dass circa 400m vor Ende der Brite Thomas Davis von hinten neben mich schwamm und wir uns um den Wasserschatten streiten mussten. Da wurde es dann doch nochmal ziemlich anstrengend.

Auch mein erster Wechsel war endlich mal zufriedenstellend und ich konnte gleich nach dem Radaufstieg die Führung übernehmen. Die ersten paar Kilometer gingen leicht bergab und ich wollte die Führungsgruppe so schnell wie möglich verkleinern, also drückte ich gleich ziemlich in die Pedale.

Schon bevor es in den ersten technischen Teil der Strecke ging, waren wir nur noch zu dritt. Maurice Clavel, Nils Frommhold und ich, also ein deutscher Express. Ich spielte meine Streckenkenntnisse aus und drückte im technischen Teil, im ersten längeren Berg und in der Abfahrt weiter aufs Gaspedal. Es machte richtig Spaß und nach nur 15km hatten wir bereits 1,5min Vorsprung auf unsere Verfolger. Maurice und Nils hielten immer sehr fairen Abstand (mehr als 10m), so dass ich vorne einfach weiter mein Ding fuhr und es ging sowieso ständig auf und ab.

Bei einer Abfahrt rutschte mir in einer Kurve mein Hinterrad mal weg und ich sah mich schon im Graben liegen, konnte es aber Gott sei Dank gerade so noch retten und mich von dem Schock auch schnell wieder erholen. Eine Abfahrt später, am Ende der ersten Radrunde, schaffte ich es eine kleine Lücke auf Maurice und Nils rauszufahren und nutze die Gelegenheit gleich für eine Attacke. Die Lücke vergrößerte sich auf 30 Sekunden, ein paar Kilometer später schaffte es Maurice wieder zu mir aufzuschließen, so waren wir nur noch zu zweit. In der zweiten Radrunde machte mir die Hitze ziemlich zu schaffen und ich musste auch im Hinblick aufs Laufen ein paar Watt rausnehmen, so übernahm bei Kilometer 60 Maurice die Führung. Ich konnte das Tempo leider nicht mehr mitgehen und fieberte einfach nur der nächsten Verpflegungsstation hin, bei der es kaltes Wasser gab. Immerhin ging ich nicht komplett hoch, so wie in Samorin, und konnte den Radpart noch einigermaßen gut zu Ende bringen, hatte aber trotzdem beim zweiten Wechsel 2,5min Rückstand auf Maurice. Auf Platz 3 waren es circa 4min. Mit meiner Radzeit von 2:05h war ich 2min schneller als im Vorjahr. Hier geht es zu meiner Strava Datei.

Sofort beim Loslaufen dachte ich mir: „Niemals bringe ich den zweiten Platz heute ins Ziel“. Die Sonne brannte richtig runter und von Schatten war auf der Strecke keine Spur. Das Thermometer zeigte bereits 38°C. Dementsprechend langsam lief ich dahin, obwohl die Laufbeine eigentlich ganz gut waren. Es war ein Kampf ums Überleben von der einen Verpflegungsstation zur nächsten und die ganze Zeit hatte ich den Drang aufzuhören und mich einfach nur in den See zu legen. Die Zuschauer riefen mir ständig den Rückstand nach vorne zu, der die ganze Zeit gleich blieb, aber nie den Vorsprung nach hinten, denn ich dachte bei dem Tempo muss eigentlich bald jemand kommen und mich überholen. Irgendwann erfuhr ich dann, dass ich meinen Vorsprung nach hinten sogar ausbaute, was mich immerhin motivierte. Der Ablauf der vier Laufrunden war dann immer derselbe: An der Verpflegungsstation trinken, kühlen, zwei Schwämme nehmen, diese nicht ausdrücken und unter den Anzug stecken. Sobald ich wieder trocken war, kurz mit den Schwämmen wieder etwas nass machen, so oft bis die Schwämme trocken waren und dann waren es noch circa 1,5km überleben bis zur nächsten Verpflegungsstation, wo das Spiel wieder von vorne losging. Ich erinnerte mich ständig an die Junioren WM in Cozumel 2016 und kann jetzt 3 Jahre später sagen, dass eine Sprintdistanz bei solch einer Hitze ein Witz ist. Andererseits wollte ich gar nicht daran denken, wie es dann wohl beim Ironman Hawaii ist oder beim Ironman Frankfurt, der am selben Tag stattfand.

Als zweiter hinter Maurice Clavel lief ich dann über die Ziellinie. Überglücklich es endlich geschafft zu haben, aber natürlich bin ich mit dem zweiten Platz in diesem Profifeld auch mehr als zufrieden. Mit einem 1:19er Halbmarathon hatte ich bei der Hitze sogar die schnellste Laufzeit im Feld. Boris Stein kam dann als dritter ins Ziel und komplettierte das deutsche Podium. Ergebnisse gibt es hier. Ich glaube, bei den Profis hat nur circa die Hälfte das Rennen gefinisht. Deshalb größten Respekt an alle Athleten, die dieses Wochenende bei den Bedingungen einen Triathlon gefinisht haben (nicht nur am Walchsee)! Mit Stolz durfte ich auch Zsanna ihre Finisher Medaille überreichen und sie wurde sogar ebenfalls zweiter in ihrer AK 😊

Danke Challenge Walchsee für ein gelungenes 10 Jähriges Jubiläum und da im nächsten Jahr dort die Europameisterschaften über die Mitteldistanz ausgetragen werden, streiche ich mir den Termin Ende Juni schon mal rot in meinem Kalender an.

Mein nächstes großes Rennen ist am 27. Juli die Challenge Prag und die Woche davor geht es mal wieder in der Bundesliga über die Sprintdistanz für mein Team aus Witten an den Start. Mal schauen, was da so geht 😊

Bis dahin

Frederic

Vielen Dank an meine Schwester Anna-Marie für die Bilder!

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Triathlonblog Simon Henseleit: Deutscher Meister Junioren

Wie bereits angekündigt fand vergangenes Wochenende ein weiterer Saisonhöhepunkt im sächsischen Grimma statt – Die Deutschen Junioren Meisterschaften!

Da ich ja eine Woche zuvor noch in der 1. Bundesliga in Düsseldorf gestartet bin, fühlte ich mich bis einschließlich Freitag überhaupt nicht erholt und befürchtete schon, dass ich am Samstag überhaupt nicht frisch ins Rennen gehen würde. Doch zum Glück kam alles anders und der Plan meiner Trainer ging ein weiteres mal auf!

Doch zunächst einmal zum Freitag… Wie es Tradition ist, treffen sich alle Landesverbände vor dem Wettkampftag zur Länderparade. Hier werden ein paar Interviews geführt, die Favoriten des Rennens vorgestellt und abschließend gibt es noch wie bei vielen Triathlons die „Pasta-Party“. Da meine Schwester und ich, uns das Ticket für die JWM in Lausanne schon in Weert gesichert hatten, waren wir diesmal diejenigen, die interviewt und vorgestellt wurden. Für mich ein ganz neues Gefühl, da ich in den letzten Jahren nie zu den Favoriten gezählt habe und daher vor dem Rennen noch nie so im Fokus gestanden bin. So langsam stieg dann auch die Nervosität, da ich natürlich den Erwartungen gerecht werden und am Samstag meine beste Leistung zeigen wollte. Wie es hier immer so ist, macht man sich selbst am meisten Druck und vor allem weil ich die letzten Jahre sehr oft – verletzungsbedingt – nicht an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen konnte, hatte ich mit diesem Rennen auf jeden Fall auch noch eine Rechnung offen!

Bei einem kleinen Auftaktlauf am Samstag morgen, merkte ich dann schon, dass sich mein Körper nun vom Bundesligarennen vollständig erholt hatte und wieder bereit war, in den Wettkampfmodus zu schalten. Der Start war erst um 18:10 und so blieb noch viel Zeit sich zu entspannen, in Ruhe die Rennen der Jüngeren Jahrgänge zu verfolgen und dann mit den unmittelbaren Wettkampfvorbereitungen zu beginnen. Zum Schwimmstart in Grimma muss man wissen, dass es ein Wasserstart ist und man zur Boje gegen die leichte Strömung im Fluss anschwimmt. Es bringt einfach einen enormen Vorteil, sich ganz links im Wasser zu platzieren, denn an Ufernähe fließt die Strömung immer langsamer als in der Mitte eines Flusses und außerdem ist der Weg zur ersten Boje hier etwas kürzer. Ich hatte allerdings keine Lust mich um vordere Startplätze zu prügeln und schwamm lieber noch etwas länger ein und suchte mir dann eine ruhige Startposition in der Mitte des Flusses. Meine Taktik war, unbehelligt vom Geprügel einen guten Start zu erwischen und dann links ans Ufer zu ziehen und mich hinter den schnellsten Startern einzureihen. Als der Startschuss dann fiel, ging mein Plan auch teilweise auf. Allerdings hatte ich unterschätzt wie viel besser die Position links war und konnte mich so nicht ganz vorne, sondern ca. an Position 15 einreihen. Auf dem Rückweg wechselte ich direkt in die Mitte des Flusses, um möglichst viel Kraft durch die Strömung von hinten zu sparen und machte noch ein paar Meter gut. Ich stieg an Position neuen aus dem Wasser und konnte durch einen guten Wechsel, direkt an Position aufs Rad springen. Die folgende Radstrecke war relativ anspruchsvoll und durch ein paar Kurven, kleinere Berge und Wendepunkte profiliert. Hier wollte ich meine volle Stärke ausspielen, hielt mich von Anfang an viel vorne auf und trieb die circa. 12 Mann starke Spitzengruppe an.

In der dritten Runde wollte ich nach dem Wendepunkt eine Attacke fahren und die Gruppe so über den längsten Berg hinweg, etwas dezimieren. Es kam aber ganz anders, da ich durch eine kurze Unaufmerksamkeit und meine mal wieder sehr hohe Risikobereitschaft, am Wendepunkt wegrutschte und stürzte. Anstatt nach vorne Auszureißen, musste ich erst einmal meinen Lenker gerade biegen, kurz meine Wunden checken (bis auf ein paar Abschürfungen spürte ich allerdings noch nichts) und wieder aufs Fahrrad springen. Auf einmal fand ich mich 10 sek hinter der ersten Gruppe wieder und musste die Lücke so schnell wie möglich wieder schließen, denn es waren nur noch sieben Kilometer zu fahren. Hinzu kam dann auch noch, dass mein Schaltauge durch den Sturz gebrochen ist und ich nicht mehr schalten konnte. Zum Glück konnte ich die Gruppe aber relativ schnell wieder einholen und mich kurz im Windschatten ausruhen. Am Ende des Radfahrens fand ich dann nochmal die Kraft um eine Attacke zu fahren und das Feld so etwas auseinander zu ziehen. Dennoch kam es jetzt auf das Laufen an und fast alle Mitfavoriten befanden sich nach dem zweiten Wechsel direkt neben mir. Ich beschloss daraufhin, mein Heil in der Flucht zu suchen und das Rennen von Anfang an schnell zu gestalten. Nach den ersten 500 Metern hatte ich mir einen kleinen Vorsprung erarbeitet, doch ich konnte meine Verfolger nicht final abschütteln.

Die folgenden vier Laufrunden waren mit die härtesten fünf Kilometer meines Lebens und der Vorsprung schwankte immer zwischen 10 und 20 Metern. Ich griff bei jeder Verpflegungsstation nach so viel Wasser wie möglich, um den Körper zu kühlen und das Tempo hoch zu halten. Doch Eric Diener und Alex Kull blieben mir dicht auf den Fersen. Von außen betrachtet war es wahrscheinlich ein sehr spannendes Rennen und erst auf den letzten 400 Metern, konnte ich meinen Vorsprung in einem langen Zielsprint auf 5 Sekunden ausbauen. Als ich dann die Ziellinie überquerte, war ich überglücklich aber ich konnte den Augenblick kaum genießen, da ich völlig erschöpft war und die nächsten 15 Minuten nur am Boden liegen konnte und mir kühles Wasser über den Kopf schütten ließ.

Für mich war der Deutsche Meistertitel auf jeden Fall der größte Erfolg meiner bisherigen Karriere und auch wenn der Moderator meinte, dass der Titel bei den Europameisterschaften doch höher einzuordnen sei, bedeutet mir der nationale Titel mehr! Es war das letzte Mal, dass ich als Junior für den Bayerischen Triathlonverband an den Start gehen durfte und ich freue mich riesig, dass ich dem Verband und den Trainern, die mich durch all die Jahre mit den vielen Rückschlägen und Verletzungen, immer unterstützt und immer an mich geglaubt haben, endlich etwas zurückgeben konnte! Nun fängt ein neuer Abschnitt in meiner Karriere an und eigentlich geht es jetzt erst so richtig los. In den nächsten Jahren muss ich mich bei den Profis etablieren, viel Zeit mit Reisen, Trainingslagern und Wettkämpfen in aller Welt verbringen und Sponsoren finden, die mich dabei finanzieren. Hier auch ein großes Dankeschön an alle die mich bis hierher, an diesen Punkt gebracht haben. Dabei an erster Stelle natürlich meine Eltern, die seit Kleinauf immer an meiner Seite waren aber auch an meine ersten Sponsoren wie dieser Blog hier von ipp. Vielen Dank Volker Klügl für deine Unterstützung und die Möglichkeit meiner Repräsentation über den Blog auf deiner Homepage! Auch ein großes Dankeschön an meinen neuen Hauptsponsor „hep“, der mich zwar schon länger über das hep Bundesligateam aus Neckarsulm, aber nun auch individuell fördert. Mit dieser Solarinvestment-Firma kann ich mich wirklich sehr identifizieren und gerade in diesen Zeiten des Klimawandels, setzten sie genau auf die richtige Energie und diese ist wie die Farbe der Frima – grün!

In diesem Sinne tschau von meiner Seite! ich bin jetzt erst einmal ein paar Tage auf meinem letzten Bundesfreiwilligendienst-Seminar, bevor es weiter mit dem Training und den nächsten Wettkämpfen geht!

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Taliso Engel Schwimmblog: KLD in Leipzig

Hey,

am 20. und 21. Juni war ich bei der 2. KLD (Komplexe Leistungsdiagnostik) in Leipzig.
Dieses Mal waren Elena Krawzow und ich die einzigen Sportler, da sich unsere dritte Teamkollegin leider kurz davor verletzt hatte.

Es war auch wie beim letzten Mal, als wir im Januar in Leipzig waren, wieder sehr interessant und ich konnte mich bei vielen Test steigern.

Vielen Dank an die Experten vom IAT. Sie konnten mir sehr viele Tips zur Verbesserung meiner Starts, Wenden und Technik geben.

Mittlerweile haben auch meine schriftlichen Prüfungen begonnen.
Deutsch und Englisch habe ich schon hinter mir. Jetzt fehlen noch drei und dann hab ich es endlich geschafft.

Bis bald,
Euer Taliso 

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Triathlonblog Simon Henseleit: 1. Bundesliga Düsseldorf

Letzten Sonntag startete ich bei meinem ersten Bundesligarennen der Saison in Düsseldorf. Da der Startschuss genau in der Mittagshitze fiel, war es von vornherein klar, dass es eine Hitzeschlacht werden würde. Die Lokation war allerdings mehr als sehenswert! Geschwommen wurde im Medienhafen – perfekt für die Zuschauer – auf dem Rad wurden vier Runden mit ein paar technischen Kurven und einer Brückenpassage über den Rhein gefahren und auf dem abschließenden Lauf, standen zwei Runden auf leicht welligem Terrain auf dem Programm.

Das Ziel meines Teams (hep Team Neckarsulm) war ganz klar die Top10 als Mannschaft zu erreichen. Hier werden nach jedem Rennen die Platzziffern der besten vier (von fünf) Athleten aus jedem Team zusammengezählt und so die 16 Bundesligateams der Reihe nach sortiert. Ich hatte die Woche zuvor zwar etwas im Training herausgenommen, allerdings liegt der Fokus klar auf der Deutschen Junioren Meisterschaft diese Woche in Grimma. Daher ging ich nicht komplett frisch ins Rennen und wusste nicht so richtig, was dabei herauskommen würde.

Am Schwimmstart konnte ich mich dann nicht direkt vom Feld lösen und so landete ich mitten im Gewühl kämpfte mich um die vier Bojen und verlor dabei immer etwas an Zeit. Der Weg in die Wechselzone war allerdings so lang (ca. 400m), dass es hier bereits eine kleine Vorentscheidung gab, was die Radgruppen betrifft. Mit der fünften Wechselzeit konnte ich mir hier auch eine gute Ausgangsposition verschaffen und mich nach harten ersten Metern auf der Radstrecke in der ersten Verfolgergruppe wiederfinden. Hier fuhr ich zusammen mit Stars der Szene, wie Richard Murray, viel im Wind und versuchte mich dadurch in einer Sturzsicheren Position aufzuhalten. Bereits im Schwimmen hatten sich Max Schwetz und Justus Nieschlag abgesetzt und verwalteten ihren Vorsprung auf dem Rad. Meine persönliche Motivation war allerdings nicht sehr hoch die beiden einzuholen, da ich wusste, dass ich in einem direkten Laufduell unterlegen war. Mein Plan nicht zu viele Körner auf dem Rad zu lassen ging auch auf und so stieg ich dann als einer der ersten Verfolger vom Rad. Auf den ersten Laufmetern musste ich gleich einmal sieben Leute passieren lassen und so lief ich ein einsames Rennen auf Platz 10 und sicherte meinen Platz nur nach hinten ab. Durch die Hitze wurde es trotzdem ein brutal hartes Rennen uns im Ziel war ich völlig erschöpft und konnte mich kaum auf den Beinen halten. (Dementsprechend auch mein Zielinterview;)).

Mit dem Platz bin ich aber mehr als zufrieden und im Vergleich zu meiner besten Platzierung letztes Jahr (21) habe ich mich auch gut entwickelt. Unser sehr gutes Teamergebnis rundete den Tag ab und wir landeten gegen alle Erwartungen sogar auf Rang vier!! Wer sich das Rennen noch einmal ansehen will kann das unter folgendem Link:

https://www.youtube.com/watch?v=0BsLFLqQfDY

Diese Woche nutze ich jetzt voll und ganz zur Regeneration um mich auf die Deutsche Meisterschaft am Samstag zu konzentrieren. es ist mein letztes Jahr als Junior und somit meine letzte JDM und daher werde ich alles geben um den Titel für mich zu gewinnen!

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Sportblog Freeski: Zimmermann Lisa

Heute im Training haben wir das erste Mal seit meiner Knieverletzung 2017 den vorderen Oberschenkel in normalen Übungen zum brennen bringen können. Das ist ein riesiger Fortschritt und sollte mein Kraftaufbau Training in Zukunft deutlich verbessern 🙂

(Bild ist nicht aus dem aktuellem Trainingsprogramm, das machen wir am Freitag)

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Frederic Funk Triathlon-Blog: Start-Ziel-Sieg mit Streckenrekord

Von guten Rennen gibt es meist weniger zu erzählen als von schlechten Rennen, da ja nicht viel schief gegangen ist und von schlechten Rennen lernt man einfach mehr. Dennoch will ich die Anzahl der schlechten Rennen auf jeden Fall so gering wie möglich halten.

Der Stadttriathlon Erding am vergangenen Wochenende war eins dieser guten Rennen, wenn nicht sogar eins meiner Besten. Ich versuche dennoch mal ein bisschen davon zu erzählen.

Ich war schon mehrmals in Erding am Start. Überwiegend beim Kindertriathlon, aber 2015 konnte ich auch schon die Sprintdistanz für mich entscheiden. Erstmals ging ich nun bei der sehr bekannten Olympischen Distanz an den Start, die meine Eltern beide schon einmal gewinnen konnten. Auch mein Ziel war es zu gewinnen, obwohl ich den Wettkampf voll aus dem Training machen würde, denn eine Woche später findet eins meiner wichtigsten Rennen, die Challenge Walchsee, statt.

Schon am Vortag des Rennens ging es für mich nach Erding, wo ich meine Teamkollegen vom Erdinger Alkoholfrei Perspektivteam traf und wir gemeinsam einen Vortrag über Social Media anhören durften, der von Niclas Bock gehalten wurde. Auch wenn ich persönlich mit meinen Social Media Aktivitäten sehr zufrieden bin, konnte ich einiges Neues dazu lernen. Am Abend speisten wir dann gemeinsam in der Erdinger Weißbräu Gaststätte und es gab Käsespätzle und Kaiserschmarrn als Carboloading und dazu natürlich Erdinger Alkoholfrei Zitrone (mein persönlicher Favorit).

Der Start am Tag darauf war erst um 11:10Uhr, also ging es mit Frühstück und Check in sehr entspannt zu. Das Wasser hatte leider knapp unter 22°C, also war der Neo erlaubt. „Leider“ nicht, weil ich nicht mit Neo schwimmen will, sondern weil es so knapp an der Grenze war, dass es mit Neo viel zu warm werden würde.

Pünktlich fiel der Startschuss und ich konnte mich gleich zu Beginn an die Spitze setzen mit meinem Trainingskollegen und Kumpel Marchelo Kunzelmann in meinem Wasserschatten. Es galt zwei Runden á 750m zu schwimmen, die von einem Landgang geteilt wurden. Wenn man die Schwimmzeiten anschaut, war eine Runde wohl eher zwischen 800 und 850m lang. Ich schwamm die erste Runde ziemlich hart an und fühlte mich im Neo sofort überhitzt, so dass ich mich beim Landgang erstmal sammeln musste. Da man bei diesem Landgang circa 100m zu laufen waren, gestaltete sich das erneute Losschwimmen als besonders schwer und ich brauchte ein paar Züge um wieder meinen Rhythmus zu finden. In der zweiten Runde konnte ich knapp 30s auf Marchelo rausschwimmen, von denen er aber 15s wieder beim ersten Wechsel reinholte. Zuerst kam ich gar nicht aus meinem Neo raus, dann waren die Riemen in meinem Helm komplett durcheinander und letztendlich bin ich beim Radaufstieg schön abgerutscht. Das waren dann aber auch die einzigen Makel bei diesem Rennen.

Die Radstrecke ähnelt dem Kurs von Samorin. 10,5km auf einer gut geteerten und komplett flachen Bundesstraße raus und zurück und das zwei mal. Nur am Anfang und Ende jeder Runde muss man durch ein Wohngebiet kurven, was den Schnitt etwas verschlechtert 😉

Gleich von Anfang an hielt ich das Tempo hoch und fuhr auf der Bundesstraße durchgehend nur knapp unter 50kmh, somit baute ich meinen Vorsprung auf meine Verfolger deutlich aus. Viel spannender wurde es dann auch nicht mehr, außer dass ich eine Kurve zu spät gesehen habe, nicht mehr rechtzeitig abbremsen konnte und einen U-Turn extra einlegen musste.

Nach 54min für die 42km erreichte ich wieder die Wechselzone. Dieses mal legte ich einen deutlich besseren Wechsel hin. Mein Vorsprung war zu diesem Zeitpunkt knapp 6min. Das war mir aber egal, denn mir ging es um mein eigenes Rennen und je schneller, desto besseres Training für Challenge Walchsee. Ich sah den Wettkampf als letzte sehr harte Einheit, bevor es wieder ans Tapern geht.

Dementsprechend schnell lief ich auch los und auf der Laufstrecke haben mich die vielen Zuschauer extrem gepuscht. Erstmals in dieser Saison konnte ich beim Laufen an meine Grenzen gehen. Die Laufstrecke ging erstmal vom See, wo sich die Wechselzone befand, in die Stadt und dann zwei sehr verwinkelte Runden unter anderem auf Kopfsteinpflaster bevor es auf dem Marktplatz ins Ziel ging. Keinesfalls eine Runde für neue Bestzeiten, aber dennoch konnte ich ein sehr ordentliches Tempo von Anfang bis Ende laufen. In 1:50:40h lief ich dann als Sieger über die Ziellinie und durfte mein erstes eigenes 3 Liter Erdinger Glas in Empfang nehmen. Sehr zufrieden mit meiner Performance. Außerdem konnte ich den Streckenrekord von Patrick Lange aus dem Jahr 2017 um gut 2min unterbieten. Acht Minuten später kam Marchelo dann als zweiter ins Ziel kurz vor Niclas Bock und dann der Stadttriathlon Erding Abonnement Sieger Michael Göhner als vierter. Glückwunsch Jungs und auch an alle anderen Finisher! Ergebnisse gibt’s hier. Vielen Dank an das Organisationsteam für eine top organisierte Veranstaltung und an all die freiwilligen Helfer, ohne die das natürlich gar nicht erst möglich wäre. Es hat super viel Spaß gemacht und ich komme gerne wieder 😊

Das Selbstbewusstsein kann ich für die Challenge Walchsee am Sonntag sehr gut gebrauchen. Es wird nach Samorin das zweit stärkste Profifeld sein, in dem ich je gestartet bin. Das Rennen hat für mich eine nochmal größere Bedeutung, da es sehr nahe meiner Heimat und auf meinen alltäglichen Trainingsstrecken stattfindet. Obwohl ich in den Alpen aufgewachsen bin, kann ich mich an Bergpanoramas nie satt sehen und für mich ist es nach wie vor die schönste Gegend der Welt. Und was wäre Challenge Walchsee ohne extreme Wetterbedingungen? Nur dieses mal nicht mit Kälte und Regen, sondern mit 35°C! Nachdem ich letztes Jahr hinter Sebastian Kienle zweiter werden konnte, möchte ich dieses Jahr mindestens wieder aufs Podium! Also alle Daumen drücken für die Startnummer 2!

Bis dahin

Frederic

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Lisa Zimmermann Freeski Blog: Neuigkeiten

Ich war Ende Mai in einer Neuroklinik in den USA um meine Nacken- & Kopfprobleme zu lösen.

Bei den Tests & Behandelungen kam herraus, dass mein Gehirn nicht mehr weiß, wann der Kopf gerade ist. Somit arbeiten Gehirn und Augenwahrnehmung ständig gegeneinander. Das verursacht Kopfdruck und viele andere Beschwerden.

Ich habe von der Klinik dann 6 Übungen für Zuhause mitbekommen, die ich nun 4Wochen lang gemacht habe.

Mittlerweile spüre ich leichte positive Veränderungen. Beim Sport als auch vor dem Laptop.

Zudem ist auch das Knie seit den USA deutlich besser geworden, da die Ansteuerungen nun wieder funktionieren.

Die nächsten Wochen und Monate wird es bei mir darum gehen, die richtigen Kettenansteuerungen zu festigen, Muskeln aufzubauen und dann Anfang Oktober endlich wieder auf den Schnee zu gehen 🙂

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Taliso Engel Schwimmblog: Internationale Deutsche Meisterschaften in Berlin

Foto: Ralf Kuckuck, DBS Akademie


Hey,

vom 6,-9. Juni fand in Berlin die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) statt.

Ich bin allerdings erst am 7. Juni angereist, da ich in der vorherigen Woche schon wegen der DJM eine ganze Woche in der Schule gefehlt habe und nicht noch mehr fehlen wollte.
Am Samstag dem 8. Juni startete ich dann über 50m Kraul und 50m Brust. Auf beiden Strecken kam ich ins Finale. Mit den 50m Kraul bin ich sehr zufrieden, was man von den 50m Brust nicht umbedingt sagen kann, da es in Brust zur Zeit nicht so gut läuft – aber das ist nun mal so.
Am zweiten Tag schwamm ich 200m Lagen, 50m Schmetterling und 200 Brust.
Auch hier sind die Brust nicht wirklich erwähnenswert. Über die anderen beiden Strecken bin ich ins Finale gekommen. Mit den 50m Schmetterling bin ich auch wieder sehr zufrieden. Allerdings musste ich diese Strecke leider abmelden, weil ich meinen Zug sonst nicht erwischt hätte.
Über 200m Lagen knackte ich zum ersten mal die 2:20 (2:19,41). Mit dieser Zeit bin ich jetzt nicht mehr weit vom deutschen Rekord in meiner Startklasse entfernt, welcher bei 2:18,96 liegt.
Vor den Finals schwamm ich außerdem noch als Startschwimmer die 4*50m Kraul mixed Staffel und konnte mich hier nochmal um 0,1 Sekunden steigern (26,18).
Allgemein kann ich sagen, dass ich mit dem Wettkampf zufrieden bin, aber hoffe, dass ich Brust bis zur Deutschen Offenen und der WM wieder in den Griff bekomme.
Derzeit befinde ich mich für zwei Tage in Leipzig zur KLD, wovon ich euch auf jeden Fall noch berichten werde.
Danach liegt mein Fokus erstmal auf meinen schriftlichen Prüfungen die nach den Ferien (am 26. Juni) mit Deutsch beginnen.
Bis dahin wünsche ich euch noch schöne Ferien, sofern ihr überhaupt welche habt.

Euer Taliso

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Elena Krawzow Schwimmblog: internationale Deutsche Meisterschaften in Berlin

Hallo Leute,

Vom 06.06.19 – 10.06.19 hatten wir unsere internationalen Deutschen Meisterschaften in Berlin. 

Die Quälerei in der Höhe hat sich definitiv gelohnt. Ganze vier Mal brach ich den Weltrekord: 

  • 100m Brust: 01:12:71
  • 200m Brust: 02:38:65
  • 50m Brust: 00:34:11
  • 50m Schmetterling: 00:29:46

Mit diesen tollen Ergebnissen haben wir zu diesem Zeitpunkt nicht gerechnet. Umso mehr freue ich mich. 

Nach dem Wettkampf habe ich erstmal 3 Tage Pause gemacht und meine Familie in Bamberg besucht. Nun geht es wieder los mit Training. 

Mein nächstes Trainingslager ist für zehn Tage Anfang Juli in Belek geplant. Da es dort Hammer geil ist, freue ich mich schon riesig drauf. 

Ich wünsche euch viele sonnige Tage. 

Bis bald,

Elena

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Elena Krawzow Schwimmblog: vierwöchiges Höhentrainingslager in den Bergen der Sierra Nevada

Hallo Leute,

das vierwöchige Höhentrainingslager liegt nun hinter mir.

Oft werde ich gefragt, warum müssen es immer mindestens 3-4 Wochen sein und warum in der Höhe? Nun in den Bergen der Sierra Nevada trainieren wir auf 2320m Höhe. Der Körper ist einem extremen Sauerstoffmangel ausgesetzt und muss dies kompensieren, in dem er mehr und größere rote Blutkörperchen bildet. Das braucht einfach diese lange Zeit, um sich an die Höhe anzupassen. Das Höhentraining ist sehr effektiv für die Verbesserung der Grundlagenausdauer, daher lohnt es sich sehr, die lange Zeit, Kraft und das Durchhaltevermögen zu investieren. 

Direkt nach dem Trainingslager ging es für mich zum Hoffest des Berliner Bürgermeisters.
Als Begleitung hatte ich meinen Manager Holger Drost und einen meiner wichtigsten Sponsoren, die Spielbank Berlin. Der Abend war sehr spannend. Ich konnte viele neue Leute kennenlernen und einige gute Kontakte knüpfen. Außerdem war es eine gut Gelegenheit sich herauszuputzen. 

Hier ein Bild von meinem Outfit:

Ich wünsche euch viele sonnige Tage. 

Bis bald,

Elena 

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Triathlonblog Simon Henseleit: Europameister!

Wie angekündigt hier noch der Blog über das Rennen am Sonntag. Anders als am Samstag startete ich hier nicht nur für mich, sondern für ein Team bestehend aus vier deutschen Athleten. Bei den nächsten Olympischen Spielen (Tokio 2020) ist das „Team Relay“ Format ebenfalls vertreten und das zu Recht, denn es ist sehr zuschauerfreundlich und immer äußerst spannend! Für diejenigen unter euch, welchen das Format noch unbekannt ist, hier ein kurzer Abriss.

Ein Team besteht aus vier Athleten – zwei Männer und zwei Frauen. Jeder Einzelne absolviert einen kurzen Triathlon, bestehend aus 300m schwimmen, sechs Kilometer Radfahren und abschließenden 1600m Laufen. Zuerst starten die Frauen (eine aus jedem Team) alle zusammen wie bei einem normalen Triathlon. Allerdings läuft die erste Frau dann nicht ins Ziel, sondern klatscht den ersten Mann des jeweiligen Teams ab, welcher daraufhin sein Rennen antritt. Danach folgt die zweite Frau, die wiederum auf den letzten Starter jedes Teams, den zweiten Mann, übergibt.

Es versprach also ein sehr spannendes Rennen zu werden! Meine Schwester Franca sollte die Staffel für Deutschland eröffnen, danach folgte Katharina Möller (im Einzelrennen Platz 15), dann Jonas Osterholt (Platz 22 Einzel) und ich hatte die Aufgabe, wenn möglich den Vorsprung zu verteidigen, oder noch ein paar Plätze gut zu machen. Von Anfang an lief alles nach Plan, alle drei Athleten vor mir konnten ihre beste Leistung abrufen und Deutschland befand sich bei jedem Wechsel mit an der Spitze.

Auch Katharina Möller schickte mich an Position eins, zwar dicht gefolgt von Ungarn und GBR, ins Rennen. Im Schwimmen fühlte ich mich nicht so gut wie am Vortag, konnte das Tempo aber hoch halten. Kurz nach der Wende, musste ich den starken Schwimmer aus Ungarn noch vorbeiziehen lassen, allerdings konnten wir den Briten dadurch gleich im Wasser abschütteln. So fanden wir uns zu zweit auf dem Rad wieder und hatten knapp zehn Sekunden Vorsprung auf ein Trio (Portugal, GBR, Italien). Schon nach dem ersten Kilometer merkte ich, dass der Ungar nicht lange in der Führung fahren konnte und unsere drei Verfolger immer näher kamen. Ich vertraute auf meine Radstärke und attackierte den Ungarn, der daraufhin aus meinem Windschatten fiel und von den Verfolgern aufgesammelt wurde. Von den vieren arbeiteten der Brite und der Portugiese sehr gut zusammen und so musste ich einiges investieren um mir einen Vorsprung für die Laufstrecke herauszufahren. Mein Plan ging allerdings auf und ich stieg mit sieben Sekunden Vorsprung vom Rad. Mein zweiter Wechsel klappte ebenfalls sehr gut und so rannte ich, mit dem Wissen darum, dass ich gerade um eine Goldmedaille und den Europameistertitel kämpfte, von Anfang an so schnell ich konnte.

Von den Anfeuerungsrufen des Publikums getragen, flog ich über die Strecke und nach knapp einem Kilometer war ich mir langsam sicher, dass die Verfolger nicht näher kommen würden und wir wirklich gewinnen würden! Die letzten Meter im Zielkanal konnte ich dann schon genießen und es war ein Wahnsinns Gefühl, das Zielbanner hoch zu reißen und mit meinen Teamkollegen zu feiern!

Mit meinen zwei Rennen am Wochenende habe ich mich auch für den U23 NK1 Kader qualifiziert (leider knapp den Olympia Perspektivkader verpasst) und somit für die Bundeswehrsportfördergruppe empfohlen. Damit kann ich mich noch besser auf den Sport fokussieren, denn die nächsten Jahre wird einiges an Kosten für Elite Europa- und Weltcups auf mich zukommen. Die zwei dicht aufeinander folgenden Wettkämpfe waren allerdings brutal hart und so habe ich die letzten zwei Tage zur Erholung genutzt. Am Freitag geht es bereits weiter ins Trainingslager nach Ingolstadt. Dort bereite ich mich noch einmal gezielt auf die Deutsche Meisterschaft in Grimma vor (29./30.06.). Auf dem Weg dahin starte ich allerdings auch noch einmal in der 1. Triathlon Bundesliga in Düsseldorf (22.06) und hoffe dort meine erste Top10 Platzierung gegen die Erwachsenen zu holen.

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Taliso Engel Schwimmblog: DJM 2019 in Berlin



 

Hey,

vom 27.5.-1.6. war ich zusammen mit meiner Mannschaft aus Nürnberg bei der Deutschen Jahrgangsmeisterschaft in Berlin.

Ich startete dort über alle Bruststrecken (50m, 100m und 200m Brust).

Über 50m und 100m schaffte ich es ins Finale und belegte den 8.und den 6. Platz. 

Auf den 200m Brust schaffte ich es knapp eine Sekunde Bestzeit zu schwimmen. Allerdings reichte das auch nur für Platz 12 und somit nicht für‘s Finale.

Insgesamt bin ich halbwegs zufrieden mit dem Wettkampf, allerdings hätte auf allen Strecken noch ein bisschen mehr geben können. Jedoch konnte ich im Vorfeld auch nicht ganz soviel trainieren, da bei mir schon ein Teil der Realschulprüfungen anstand.

Ich habe außerdem jede Menge Erfahrungen auf meinem bisher größten olympischen Wettkampf gesammelt und einige coole Menschen kennengelernt.

Als nächstes bin ich dann bei der IDM in Berlin (6.-9. Juni), worauf ich mich schon sehr freue.

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Frederic Funk Triathlon-Blog: The Championship

Endlich war wieder Rennwoche und mein erstes großes Saisonhighlight stand an: „The Championship“, die Challenge Samorin (sprich: Schamorin) in der Slowakei ein paar Kilometer östlich von Bratislava, nahe der ungarischen Grenze, direkt an der Donau. Ein Preisgeld von insgesamt 150.000€ lockt die Weltspitze unseres Sports in diese kleine Ortschaft und auch mich. Allerdings war die Location des Wettkampfes die „X-Bionic Sphere“. Ein riesiges Resort mit unzähligen Sportanlagen wie zum Beispiel auch einer Pferderennbahn. Ich war mehr als gespannt darauf mich mit so einem starkem Profifeld zu messen und freute mich vor allem auch auf eine Besonderheit des Rennens: Die 20m Windschattenregel. Anstelle der üblichen 10m, wo man nachweislich noch einen großen Windschattenvorteil hat, müssen hier beim Radfahren 20m zum Vordermann Abstand gehalten werden, womit man kaum mehr Windschatten hat. Dies macht „The Championship“ zum wahrscheinlich fairsten Rennen im ganzen Triathlonzirkus.

Für mich ging es am Donnerstag mit meiner Freundin von Nürnberg nach Samorin. Tatsächlich war es das erste mal, dass ich selber 6h am Stück Auto gefahren bin, allerdings war es nur halb so schlimm wie erwartet. Dort angekommen durften wir erstmal in unser luxoriöses Zimmer einchecken, bevor es nochmal für eine kleine Einheit in den beheizten 50m outdoor Pool ging.

Am nächsten Tag fuhr ich einen Teil der Radstrecke ab und hatte bei knapp 200 Watt fast einen 39er Schnitt mit dem Wettkampfmaterial. Eine brutal schnelle Strecke: Komplett flach und gute Straßenverhältnisse. Wovor ich aber unglaublichen Respekt hatte, war am Renntag 90km in der Aeroposition liegen zu müssen ohne sich mal für längere Zeit aufrichten zu können. Bisher war jede meiner fünf Mitteldistanzen relativ bergig und auch jetzt im Nachhinein kann ich sagen, bergig ist deutlich einfacher.

Das Pro Briefing fand am selben Tag im Kino des Resorts statt. Dafür wurden wir mit Popcorn versorgt und durften in großen Sitzkissen entspannen. Außerdem nahm ich mit Simon Müller von Triathlon Magazin noch einen Podcast auf, der in den kommenden Wochen erscheinen wird. Ich halte euch auf den Laufenden 🙂

Ein Tag vor dem Rennen ist der Ablauf immer derselbe: eine kurze Radeinheit, eine kurze Schwimmeinheit, alles für den Renntag herrichten, das Fahrrad einchecken und natürlich Pasta, Pasta, Pasta. Die Nervosität hielt sich wenigstens noch in Grenzen. Außerdem hab ich dann überraschend gut geschlafen, sonst wache ich in der Nacht vor einem großen Rennen oft auf und schlafe insgesamt sehr unruhig.

Aber spätestens als ich um 5:45Uhr vor meinem Frühstücksteller mit zwei Honigsemmeln saß, war klar, es ist Rennmorgen. Eigentlich ist Frühstück meine mit Abstand liebste Mahlzeit und bin deswegen auch großer Fan von „Frühstück zum Abendessen“, aber am Rennmorgen ist es die reinste Folter und sicherlich nicht nur für mich. Dennoch lief es schon mal besser als in Riccione. Auch das muss trainiert sein 😉

Kurz darauf wurden noch die letzten Vorbereitungen getroffen und das restliche Equipment in der Wechselzone deponiert. Nach meinem kurzen Warm up Programm, kam dann die erfreuliche Nachricht, dass das Wasser 14,4°C hat und die vollen 1,9km geschwommen werden. Erfreulich deswegen, weil bis 1h vor dem Rennen darauf spekuliert wurde, ob überhaupt die volle Distanz geschwommen wird oder nur 1500m oder sogar nur 750m. Zwei Tage vor dem Rennen war nicht mal sicher, ob überhaupt geschwommen wird, denn da hatte das Wasser 12°C. Meine Schwimmform ist im Moment sehr gut, also hatte ich keine Sorgen um diese Disziplin. Kalt sollte es trotzdem werden.

Das Schwimmen fand in der Donau statt und obwohl am Tag davor bereits eine Schleuse geschlossen wurde, merkte ich beim Einschwimmen die extrem starke Strömung, was aber wiederum den guten Schwimmern, zu denen ich mich auf der Mitteldistanz zählen würde, entgegen kommt.

Ich ging mit der Startnummer 6 ins Rennen und wurde beim Line-Up dementsprechend früh aufgerufen. Ins Wasser wurden wir dann aber alle gleichzeitig gelassen und wahrscheinlich etwas zu spät, denn es war eigentlich noch niemand richtig aufgereiht, als plötzlich das Startsignal ertönte. Ich war erstmal überrascht und befand mich zu dem Zeitpunkt noch gut 3m hinter der Startlinie. Erst als alle losgeschwommen sind, realisierte ich, dass dies der Start war. Es waren nur ein paar Sekunden und in dem Moment beunruhigte es mich nicht einmal. Also los ging’s!

Starke Gegenströmung → Sofort schwamm ich komplett an den rechten Rand und folgte zwei anderen Athleten, zu denen ich die Lücke schnell schließen konnte. Da ich beim Schwimmen nach links atme, hatte ich den Rest des Feldes gut in Blick, die allesamt an den Bojen entlang schwammen inklusive der vollen Gegenströmung. Ich frag mich, wieso nicht mehr als drei Athleten auf die Idee gekommen sind evtl. einen 50m weiteren Weg in Kauf zu nehmen und dafür so wenig Strömung wie möglich abzubekommen. Nach bereits 100m war ich auf der Höhe von Ben Kanute, der das Feld auf der linken Seite anführte und als einziger trotz extra Strömung dasselbe Tempo wie wir schwamm. Ich bin sicher nicht auf dem Schwimmniveau von Ben Kanute, der es auch in der World Triathlon Series immer wieder in die erste Radgruppe schafft, also schon mal alles richtig gemacht.

Bei den Wendebojen nach 950m mussten wir dann reinziehen und auf dem Rückweg schwamm Kanute mit einem anderen davon und wir konnten nicht folgen. Ich genoss den Wasserschatten eines weiteren Athleten und befand mich so an Position vier. Direkt hinter uns folgte eine größere Gruppe unter anderem mit dem Top Schwimmer und Erdinger Teamkollegen Florian Angert.

Ich fühlte mich sehr gut, auch wenn das Wasser echt kalt war. Mit knapp 45s Rückstand auf Kanute stieg ich dann als vierter aus der Donau. Ich hätte nicht erwartet in diesem Feld so weit vorne aus dem Wasser zu steigen und bin mit dieser Disziplin komplett zufrieden.

Für bessere Schulterfreiheit beim Schwimmen, hatte ich mich dazu entschieden den Anzug unter dem Neo bis zur Hüfte runterzurollen und erst auf dem Weg in die Wechselzone komplett anzuziehen. Dies hat im Training reibungslos funktioniert und auch im Wettkampf hatte ich ihn schnell an, als ich dann plötzlich bemerkt habe, dass der Reißverschluss ausgefädelt ist. Ich habe versucht diesen irgendwie wieder einzufädeln, aber vergebens. Dabei hab ich bereits eine Menge Zeit verloren und stieg als letzter der Gruppe aufs Fahrrad. Nun musste ich 90km auf einer Strecke, bei der jeder einzelne Watt zählt, mit komplett offenen Einteiler fahren. Dies hat mich natürlich geärgert und beunruhigt, aber mir blieb nichts anderes übrig als einfach mein Rennen zu machen.

Nach circa 5km musste ich dann erstmal wieder an der Gruppe komplett vorbeifahren. Es waren circa 12 Mann und jeder hielt 20m Abstand. So habe ich gut 5min und fast 400 Watt gebraucht, um nach ganz vorne zu fahren. An der Spitze des Feldes waren immer noch Kanute, ein Australier Max Neumann und nun auch der Belgier Pieter Heemeryck, der hinter mir aus dem Wasser gestiegen ist, aber mit einem schnellen Wechsel und schnellen ersten Radkilometern gleich vorne aufschließen konnte. Das wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht mal und dachte ich fahre an Position drei.

Mein Plan war… nein, ich hatte keinen Plan außer einfach klein machen und reindrücken. Das hat auch gut geklappt. Am Wendepunkt nach 45km hatte ich knapp 330Watt im Schnitt. Meine Mitstreiter, die bis dahin mitfahren konnten, wahrscheinlich circa 15 Watt weniger, die mich der offene Anzug kostete.

Kurz bevor wir auf Kanute und Neumann aufschlossen, überholten mich Angert und Maurice Clavel, ein weiterer Deutscher, der auch für seine Radstärke bekannt ist. Zu dem Zeitpunkt war jeder Überholvorgang ein Erlös für meinen Rücken, da ich mich kurz strecken konnte, um die 20m wieder herzustellen. Heemeryck war bereits vorne weg.

Auf dem Rückweg wurde die Lücke zu Angert und Clavel immer größer und nach circa 65km musste ich komplett reißen lassen. Mir tat alles weh, es wurde sehr heiß und ich wollte einfach nur noch ankommen und runter von dieser Aeroposition. Ich konnte kaum mehr 300 Watt treten und ging richtig hoch, obwohl ich mich bis dahin sehr gut verpflegt hatte. Wenigstens ging es Kanute genauso. 5km vor Ende kam mein Erdinger Teamkollege Andreas Dreitz mit einem brutalem Tempo an uns vorbei. Er stellte an dem Tag auch mit 1:54h die beste Radzeit auf. Für mich waren es am Ende sogar auch unter 2h: 1:58h, 45,6kmh im Schnitt, 308 Watt im Schnitt, 315 Watt NP, die 7t schnellste Radzeit und das mit einem komplett offenen Anzug. Eventuell hätte ich sonst mit den Anderen bis zum Ende mitfahren können, aber das sind halt nur Spekulationen und ich habe noch genug Rennen, um das zu beweisen.

Sebastian Kienle stieg direkt hinter mir vom Fahrrad und wir wechselten gemeinsam auf die Laufstrecke, aber da lief er dann auch gleich davon. Meine erste der drei Laufrunden hingegen war miserabel. Es war inzwischen extrem heiß und auf der Pferderennbahn, auf der wir einen Teil der Runde laufen mussten, staute sich die Hitze. Außerdem waren einige Passagen auf Gras dabei, was es nicht gerade einfacher machte. Bei den Verpflegungsstationen nahm ich alles, was ich kriegen konnte, sowohl zum Trinken, als auch zum Übergießen. Von hinten kamen dann nach und nach die schnellen Läufer: der Schweizer Ruedi Wild, die Briten Adam Bowden und David Mcnamee. Ich lief nun an Position 12 und hatte mich schon damit abgefunden, dass ich jetzt einfach nur noch finishen will.

In der zweiten Laufrunde wachte ich dann aber so langsam wieder auf und konnte ordentlich Tempo zulegen. Ich hatte die Hoffnung wieder zurück in die TOP 10 laufen zu können. Leider liefen die Jungs direkt vor mir alle sehr schnell und ich konnte lediglich dasselbe Tempo laufen, aber den Abstand nicht verringern.

In der letzten Runde konnte ich noch Ben Kanute einholen, der ordentlich hochging. Als 11ter lief ich dann über die Ziellinie mit einem Mix aus Enttäuschung, Wut und Zuversicht.

Ich hatte 5:31 Minuten Rückstand auf den Sieger Sebastian Kienle und war damit 11ter. Ein extrem knappes Rennen. 14s auf Platz 10 und nur knapp über zwei Minuten (die mich der Anzug insgesamt wahrscheinlich gekostet hat) auf Platz 7. Ärgerlich. Dennoch will ich mir nichts vorwerfen. Ich bin 21 Jahre jung und es war ein Weltklasse Feld. Beim Schwimmen und auch beim Radfahren bin ich sehr gut dabei und ich bin sehr zuversichtlich, dass ich die paar Minütchen beim Laufen in den nächsten Jahren auch noch schaffe und dann kann ich auch bei solchen Rennen ganz vorne mitspielen! Ergebnisse gibt es hier.

So nutzte ich immerhin den einzigen Vorteil eines 11ten Platzes: Ich konnte gleich die 6h Heimfahrt zurück nach Nürnberg antreten und musste nicht auf die Siegerehrung warten. Immer das Positive sehen 😉

Meine nächsten Rennen sind der Erdinger Stadttriathlon am 22. Juni und eine Woche später das nächste große und für mich wichtige Mitteldistanzrennen die Challenge Walchsee. Das Rennen in Samorin hat mich nur noch hungriger gemacht und ich freue mich schon auf „The Championship“ 2020, wo das Material dann halten wird und ich um die vorderen Platzierungen mitkämpfen kann!

Nun stehen ein paar Tage Ruhe an bevor es mit dem Bayrischen Triathlon Kader zu einem kleinen Trainingslager nach Ingolstadt geht, wo ich mal wieder etwas an meinem Speed arbeiten werde 😉

Bis dahin

Frederic

(Danke an meine Schwester Anna-Marie für die Bilder)

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Triathlonblog Simon Henseleit: JEM Weert Platz 7!

Was für ein Wochenende! Wie angekündigt fanden am Samstag und Sonntag die Europameisterschaften der Junioren und Elite in Weert (NL) statt. Wir reisten bereits am Mittwoch an, um uns optimal auf die Rennen vorzubereiten. Der erste Programmpunkt war am Donnerstag: die bike und swim-familiarization. Hier besichtigen alle Starter zusammen die Strecken und der Anlass eignet sich auch immer hervorragend, sich mit den anderen Athleten zu unterhalten und auszutauschen.

Am Abend fand dann noch das Wettkampf breefing statt, in welchem alle Information über Zeitabläufe, Strecken oder sonstigen Besonderheiten des Rennens präsentiert wurden. Im Grunde ist es aber sowieso immer das Gleiche aber zum Glück gab es Donuts für alle ;-).

Am Freitag wurde es dann bereits ernst für unsere Mädels. Wie bei den Jungs hatten sich vier Athletinnen für das Rennen qualifiziert und ich legte mein Training so, dass ich das Juniorinnen- und Eliterennen mitverfolgen konnte. Meine Schwester erreichte hier einen starken achten Platz! Am Samstag stieg dann meine Anspannung im Laufe des Vormittags an, denn der Start war erst um 16:00 Uhr und es wurde immer heißer. Es war meine erste internationale Meisterschaft und so wusste ich noch nicht genau, wie meine Konkurrenten in Form waren und wie meine Chancen standen. Mein Ziel war es auf jeden Fall unter die Top10 zu laufen und mir ein Ticket für die JWM in Lausanne zu sichern.

Nachdem ich dann aber am Wettkampfort angekommen war und die übliche Vorbereitung (einchecken, Anzugcheck, einlaufen etc.) beendet hatte, konnte ich mich noch einmal entspannen und auf das bevorstende Rennen konzentrieren. Um 15:50 startete dann der line up und wir reihten uns der Startnummer nach am Strand in unseren Startboxen auf.

Als das Startsignal ertönte, war ich sofort unterwegs und konnte mich gleich zu Beginn an die Spitze des Feldes setzten. Das ganze Schwimmen über konnte ich mich aus dem Geprügel heraushalten und so kam ich an Position sechs, mit nur knapp fünf Sekunden Rückstand auf den ersten Athleten, aus dem Wasser.

Die folgende Radstrecken war komplett flach und nach den ersten Metern merkte ich schnell, dass keiner besonderes Interesse hatte, Führungsarbeit zu leisten und so kam es auf eine Laufentscheidung, mit dem Großteil des Feldes, an. Ich schonte mich ebenfalls auf dem Rad und versuchte mich vorne in der Gruppe aufzuhalten, um nicht in Stürzte verwickelt zu werden und setzte mich schließlich in der letzten Radrunde an die Spitze, um mir eine gute Ausgangslage für das Laufen zu verschaffen.

Der Wechsel in die Laufschuhe klappte auch hervorragend und so ging ich mit einem kleinen Vorsprung auf die restlichen ca. 50 Mann auf die Laufstrecke.

Das Laufen war in der Hitze brutal hart und die Franzosen und Portugiesen legten gleich ein hartes Tempo vor, welchem ich nicht ganz folgen konnte. Von Kilometer zwei bis vier lief ich dann an Position sieben und versuchte zum sechsten Platz Kontakt herzustellen.

Ich war bereits komplett am Anschlag und es war unglaublich hart das Tempo zu halten, doch ich schaffte es schließlich den Spanier zu überholen. Doch auf den letzten 200m hörte ich wie sich von hinten noch ein Russe immer näher an mich heranarbeitete und ich versuchte ihn in einem langen Zielsprint abzuhängen. Leider verlor ich diesen am Ende um ein paar Hundertstel und so verpasste ich mit einem siebten Platz die Perspektivkaderquali (ein Bundeskader unter Olympiakader) haarscharf!

Dennoch bin ich mehr als zufrieden mit meinem Rennen und schaffte als bester Deutscher auch die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Lausanne! Außerdem durfte ich durch meine Leistung, am Sonntag in der Team Relay starten und dort gelang uns ein unfassbar starkes Rennen! Der Blog dazu folgt in Kürze:)

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Frederic Funk Triathlon-Blog: Noch 10 Tage

10 Tage sind es noch bis zu meinem ersten Saisonhöhepunkt und auch ersten richtig großem Rennen auf der Mitteldistanz: Challenge Samorin oder auch „The Championship“. Die Weltmeisterschaft über die Mitteldistanz, nur eben nicht von Ironman, sondern von Challenge. Sowohl die Vorfreude, als auch die Nervosität nehmen von Tag zu Tag zu und ich bin extrem gespannt darauf wie ich in solch einem Weltklasse Starterfeld abschneiden werde.

Die letzte Woche, also drei Wochen vor dem Rennen, war nochmal eine sehr intensive und umfangreiche Trainingswoche. Eventuell sogar eine meiner härtesten überhaupt. 30km Schwimmen davon 6,4km intensiv, 450km Radfahren davon 97km intensiv und 100km Laufen davon 37km intensiv, insgesamt 28h Training inklusive eines Trainingswettkampfes bei der Challenge Heilbronn über die olympische Distanz, was vielleicht nicht die allerbeste Idee war nach so einer Woche.

Bereits am Samstag fuhr ich mit meinen Trainingskollegen Marchelo Kunzelmann und Simon Henseleit nach Heilbronn, was von Nürnberg echt ein Katzensprung ist. Während die beiden ihren Bundesliga Team Sponsor HEP dort vertreten mussten, welcher zugleich auch der Hauptsponsor der Challenge Heilbronn war, war es für mich eine sehr kurzfristige Entscheidung dort an den Start zu gehen, um so nochmal ein bisschen Wettkampfroutine für Samorin zu sammeln. Die Mitteldistanz wäre nach dieser Trainingswoche zu viel gewesen, auch wenn es mich schon gereizt hätte. Denn einerseits war auch diese sehr gut besetzt und andererseits ist die Location dort schon mega und macht richtig Bock auf „Ballern“.

Der Wettkampf fand dann am Sonntag statt und der Startschuss zur Olympischen Distanz fiel bereits um 7:45Uhr. Jedoch war es kein gewöhnlicher Start, sondern ein „Rolling Start“, da es eigentlich ein reines Amateurrennen war. Rolling Start bedeutet, dass alle fünf Sekunden sechs Athleten gleichzeitig starten und deine Zeit wird erst ausgelöst, wenn du über die Matte läufst und ins Wasser springst. Für Amateure ist dieses pro cedere heutzutage ganz üblich, um den Massenstart aus dem Weg zu gehen, da es ja oft 1000 Athleten oder mehr sind. Für mich war es das erste mal und hoffentlich das letzte 😉

Marchelo und ich starteten gleich in der allerersten Welle und sprangen in den angeblich 16°C kalten Neckar. Well… es waren allerhöchstens 15°C. Nach wenigen Metern machte ich eine neue Erfahrung, die ich nicht gerne nochmal machen will. Meine Brust wurde richtig eng und ich bekam keine Luft mehr unter meinem Neo. Sofort hielt ich an und schwamm ein paar Züge Rücken, während die Konkurrenz davonzog. Aber es half nichts. In meinem Kopf zog ich dann den Schlussstrich, da es ohnehin kein wichtiges Rennen für mich war und schwamm Brustzüge an die Seite. Nach circa 30s wurde es wieder langsam besser und ich entschied mich erstmal locker weiterzuschwimmen. Irgendwann fand ich meinen Rhythmus und blickte optimistisch dem Schwimmausstieg entgegen, trotzdem behielt ich bis da hin nur ein oberes Grundlagentempo bei.

Während des Schwimmens hatte mich bereits Timo Hackenjos eingeholt, der als besonders guter Schwimmer gilt und in ein paar Wellen hinter uns gestartet ist, jedoch wusste ich nicht genau wie viel. So ging es für mich an Position drei aufs Fahrrad, knapp hinter Marchelo, der leider keinen guten Tag am Rad erwischte und nicht mit mir mitfahren konnte.

Das Radfahren lief auf jeden Fall deutlich besser als das Schwimmen und hier war einzig und allein die Müdigkeit durch die Trainingswoche der limitierende Faktor. Nach circa 22km auf der hügeligen und vor allem sehr windigen Radrunde konnte ich Hackenjos endlich einholen und auf den letzten 14km bis zur Wechselzone noch einen Vorsprung rausfahren. Die Wechselzone in Heilbronn ist wahrscheinlich die längste überhaupt und das ist auf keinen Fall etwas positives, vor allem, wenn keine Teppiche ausgelegt sind. Noch dazu hatten wir unser Rad ganz am anderen Ende, also durften wir sowohl nach dem Schwimmen, als auch nach dem Radfahren barfuß auf dem rauem Asphalt fast einen Kilometer unser Rad schieben.

(Bild: Challenge Riccione)

Als es auf die Laufstrecke ging, merkte ich sofort, dass wieder etwas nicht stimmt. Ich konnte nur schwer und kurz atmen. Es war fast wie Asthma, nur ohne das Pfeifen. Wieder habe ich überlegt aufzuhören, aber ich dachte vielleicht wird es irgendwann besser. Eigentlich sogar überraschend, dass ich so noch ein 3:30er Tempo hinbekommen habe, was aber normalerweise auf einer olympischen Distanz nicht konkurrenzfähig ist.

Da ich mit Uhr lief wunderte ich mich, wo nach 2,5km (zwei Laufrunden) der Wendepunkt blieb und fragte einen Streckenposten, der mir dann sagte, dass ich bereits 50m zu weit gelaufen bin. Der Wendepunkt war tatsächlich noch nicht aufgebaut. Das ging gerade so nochmal gut.

Leider wurde meine Atmung nicht besser, aber ich konnte wenigstens das Tempo auch die zweite Runde halten, wo dann der Wendepunkt auch aufgebaut war. Ich wusste, dass ich eine knappe Minute Vorsprung vor Hackenjos habe und dachte, mehr als 40s wird er nicht hinter uns gestartet sein, so lief ich genüsslich als erster in den Zielkanal und über die Ziellinie. Das hätte in die Hose gehen können. Hackenjos machte es cleverer und zog bis zum Ende durch und lief 1:06min hinter mir ins Ziel. Tatsächlich ist er genau eine Minute hinter uns gestartet. Also hatte ich mit 6s Vorsprung gewonnen. Glück gehabt und trotz der Probleme und nicht so guten Performance war ich glücklich über den Sieg. Marchelo rundetet das Podium mit der schnellsten Laufzeit des Tages ab. Glückwunsch an die Beiden! Ergebnisse hier.

Mögliche Ursachen für meine Probleme ist wahrscheinlich ein Mix aus allem: Kaltes Wasser (ohne vorher mal drin gewesen zu sein), sehr viel Training und wahrscheinlich ein Infekt. Ein Tag vor dem Rennen bekam ich Herpes, was ein Zeichen dafür ist.

Glücklicherweise wurde ich nicht richtig krank und hab mich auch sehr schnell wieder vom Rennen erholt, da ich mich ja auch nicht so richtig verausgaben konnte. Diese Woche standen/stehen nochmal ein paar wichtige wettkampfspezifische Einheiten auf dem Programm, allerdings ist das Training bereits nicht mehr ganz so umfangreich, bevor es in die Taperphase geht. Nächsten Donnerstag werde ich nach Samorin fahren, wo am Sonntag, den 02. Juni, „The Championship“ ansteht. Mein nächster Blog wird dann der Rennbericht sein 🙂

Bis dahin

Frederic

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