Schwimmblog Taliso Engel: Gold in Tokyo!

Hallo,

ich bin hier zwar zur Zeit immer etwas hinterher, dennoch möchte ich euch meine Erlebnisse der letzten Wochen auf keinen Fall vorenthalten.

Taliso Engel mit Paralympics Gold 100 Brust
PARA SCHWIMMEN (KOTO-KU), JAPAN – September 1: ENGEL, Taliso (GER) vom SG Bayer / SG Mittelfranken (Nordrhein Westfalen), geboren am 04.06.2002 in Lauf a.d. Pegnitz, paralympische Klassifikation S13/SM13/SB13. Maenner Siegerehrung 100 Meter Brustschwimmen in der Klasse SB13. Gold. Sieger. Florian Schwarzbach / DBS

Die ersten Eindrücke aus Tokio hatte ich euch ja bereits schon geschildert. Für mich war diese Reise zu meinen ersten Paralympics und der Aufenthalt im paralympischen Dorf etwas ganz Besonderes, da wir nicht nur unter uns Schwimmern waren, sondern auch mit Sportlern aus vielen anderen Sportarten aus dem Deutschen Team in Kontakt kamen. Man konnte die Gelegenheit super nutzen um sich auszutauschen und neue Leute kennenzulernen.

Ich hatte zum Glück die ersten Tage noch keine Wettkämpfe und konnte mich so noch weiter akklimatisieren und noch etwas trainieren. Ich hatte auch ein mal die Möglichkeit im Wettkampfbecken zu trainieren. Das erste Mal diese riesige Halle zu betreten war echt ein mega beeindruckendes Erlebnis. Auch wenn die Halle so groß war habe ich mich zum Glück relativ schnell zurecht gefunden und kannte eigentlich nach 2 Tagen alle wichtigen Wege.

Paralympics Erster Wettkampf, 400F:


Am dritten Tag, nach der Eröffnungsfeier, hatte ich dann meinen ersten Wettkampf, die 400m Freistil. Diese liefen im Vorlauf schon recht gut und ich kam mit einer neuen Bestzeit und einem neuen deutschen Rekord in mein erstes Paralympics Finale.
Im Finale konnte ich das, nach dem Vorlauf Besprochene sehr gut umsetzen und verbesserte meine Bestzeit und somit auch den Deutschen Rekord  nochmal. Am Ende landete ich dann auf Platz 6, womit ich auf jeden Fall sehr zufrieden bin.


2. Wettkampf, 50F:

Am fünften Tag standen bei mir dann die 50m Kraul auf dem Programm. Hier hat es leider knapp zu keiner Bestzeit und auch nicht fürs Finale gereicht, sodass ich am Ende auf dem 10. Platz landete.
Aber so konnte ich wenigstens den Nachmittag nutzen, um mich auszuruhen, denn am nächsten Tag standen schon die 200m Lagen an.

3. Wettkampf, 200 Lagen

Diese verliefen ähnlich wie die 400m Kraul, ich schwamm im Vorlauf eine Bestzeit, einen neuen Deutschen Rekord in meiner Startklasse und landete als 5. im Finale.
Zudem schwamm ich das erste Mal in meinem Leben die Rückenteilstrecke schneller, als die Brust. Am Abend schaffte ich es dann nochmal meine Bestzeit vom Vormittag um 1,5 Sekunden auf eine 2:14,06 zu verbessern und landete mit dieser Zeit dann auf Platz 6.
Mit sehr gemischten Gefühlen ging ich dann zum Ausschwimmbecken. Auf der einen Seite freute ich mir sehr über die Zeit und meine Platzierung. Auf der anderen Seite war ich mit Blick auf mein 100m Brust Rennen zwei Tage später etwas besorgt, da sich die Brustteilstrecke in den 200m Lagen sowohl am Vormittag, als auch am Abend echt beschissen angefühlt hat. 

Da ich zwischen den 200m Lagen und meiner wichtigsten Strecke, den 100m Brust noch einen Tag frei hatte, ging es für mich nochmal für 45 Min. ins Wasser, bevor ich mich den restlichen Tag ausruhte. 

Meine Hauptstrecke, 100B:
An Tag acht war es dann endlich soweit und die 100m Brust standen auf dem Plan.
Im Vorlauf war der Plan eigentlich erstmal ohne komplett max. zu schwimmen ins Finale zu kommen. Allerdings fühlten sich die ersten 50m dann so gut an, dass am Ende dann nicht nur eine Bestzeit von 1:03,52, sondern auch der erste Welt- und Pralympicsrekord da stand. Mit dieser Zeit kam ich dann als erstes ins Finale. 

Im Finale ging es dann genauso weiter. Ich war zwar viel aufgeregter, als im Vorlauf, aber die ersten 50m fühlten sich wieder so gut und entspannt an wie schon am Vormittag.
Auch die zweiten 50m liefen dann echt gut. Als ich dann verstanden habe, dass ich gewonnen habe, ist einfach so viel Druck und Spannung von mir abgefallen und ich habe mich einfach nur riesig gefreut!
Das dann auch nochmal ein zweiter, 0,6 Sekunden schnellerer Weltrekord dabei rauskam war einfach verrückt, da wir eigentlich vor den Paralympics vielleicht allerhöchstens mit der Zeit, die ich im Vorlauf bereits schon geschwommen bin, gerechnet hatten. 

Als ich aus dem Becken kam, kamen dann erstmal einige Interviews auf mich zu und ich habe eigentlich überhaupt nicht realisiert was da gerade passiert. Die Siegerehrung war dann so der erste Moment wo mal von allem ein bisschen „Ruhe“ war und ich das Ganze zumindest ein bisschen begreifen konnte. 

Aber bei der einen Goldmedaille sollte es scheinbar nicht bleiben: direkt nach mir schwamm auch noch Elena Krawzow und holte auf der gleichen Strecke auch noch eine zweite Goldmedaille für uns! Im Dorf angekommen wurden wir dann vom gesamten Team Deutschland sehr herzlich empfangen.

Elena Krawzow und Taliso Engel mit Ihren Goldmedaillen und mit Maske

Auch hier möchte ich mich nochmal herzlich für all eure lieben Glückwünsche und Nachrichten bedanken, ich habe mich über jede einzelne sehr gefreut! Ich habe in den nächsten Tagen dann echt erstmal viel Zeit damit verbracht alle zu antworten, also wundert euch bitte nicht, wenn meine Antwort vielleicht etwas später kam 🙂

Ich hoffe, dass ich euch hier ein paar Einblicke aus meinen Tagen und Wettkämpfen in Tokio gut schildern konnte.
Für mich werden diese Erlebnisse unvergeßlich bleiben und vermutlich brauche ich noch einige Zeit um das alles zu verarbeiten…
Zwei Tage nach den 100m Brust ging es dann übrigens auch schon wieder zurück Richtung Deutschland, wo ich euch dann noch von meiner Rückkehr erzählen werden.

Bis dann

Euer Taliso

Taliso Engel im Wasser auf dem Weg zu 100 Brust Olympia Gold
Foto: Florian Schwarzbach / DBS

Media Coverage

redaktionell ergänzt

Bitte teilen:

Bundesligafinale in Saarbrücken

Am Wochenende fand das letzte Rennen der 1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga in Saarbrücken statt. Nach drei vorherigen Wettkämpfen stand nun endlich das große Finale vor der Tür. Viele spannende Entscheidungen sind gefallen und auch für mein Team, das KTT 01 war es nochmal richtig spannend.

Ein richtiger Teamfight

Die Bundesligarennen unterscheiden sich grundsätzlich ein wenig von den „üblichen“ Triathlon Wettkämpfen. Statt einem Einzelwettkampf zählt in der Bundesliga das Teamergebnis. Von vier Starterinnen zählen die Ergebnisse der besten drei in die Teamwertung. Während des Wettkampfes ist aber jede relativ auf sich gestellt. In Saarbrücken war das aber mal anders – ein richtiger Teamfight.

Das Rennformat in Saarbrücken sah folgendermaßen aus: das Schwimmen fand im Schwimmbad statt, dabei musste jede Athletin 600m im Becken Schwimmen. Das Team ist jedoch nacheinander gestartet, wie ein Staffelschwimmen also. Mit dem Anschlag der jeweiligen Athletin durfte die nächste Schwimmerin starten. Die ersten drei Athletinnen sind dann nach ihrem Schwimmen in Richtung Wechselzone gelaufen und haben dort in einem abgesperrten Bereich (für jedes Team eine „Wartebox“) auf die vierte Athletin gewartet.

Saarbruecken, Deutschland – August 28: Henseleit Franca (16), Herrmann Felipa (13), ProAthletes KTT 01, Triathlon Bundesliga 2021 in Saarbruecken. (Photo by JoKleindl)

Ich bin in meinem Team an letzter Position gestartet, so habe ich gewartet und mich warm gemacht bis die dritte Athletin am Beckenrand angeschlagen hat und los ging das Rennen. Also erst einmal 600m Schwimmen – dann direkt aus dem Becken klettern und wie in einem normalen Wettkampf in die Wechselzone laufen. Jetzt aber ein entscheidender Unterschied: kurz vor der Wechselzone haben meine anderen drei Mädels schon auf mich gewartet und sind dann gemeinsam mit mir zu den Rädern in die Wechselzone gelaufen. Ab hier war es dann ein richtiges Teamrennen: Windschatten gefahren wird nur im eigenen Team und mindestens drei Athletinnen müssen zusammen die Ziellinie überqueren. Auf der anspruchsvollen Radstrecke konnten wir richtig gut aufholen und uns von Platz 5 nach dem Schwimmen auf Platz 4 vorarbeiten.

Saarbruecken, Deutschland – August 28: Henseleit Franca (16), ProAthletes KTT 01, Triathlon Bundesliga 2021 in Saarbruecken. (Photo by JoKleindl)

Auf der letzten Radrunde wurde dann die Lücke zum Team aus Witten auch immer kleiner, doch 30sek auf Platz 3 waren immer noch viel. Unsere Chance war dann jedoch ein Sturz im Team von Witten und wir konnten vorbeiziehen – zum Glück ist den Athletinnen aber nichts Größeres passiert. Plötzlich auf Rang 3 liegend ging es dann los auf die Laufstrecke. Hier waren die Beine erst einmal richtig schwer nach dem anspruchsvollen und bergigen Radkurs aber auch hier hat das Teamrennen seine Vorteile um das ein oder andere Mal ein wenig geschoben zu werden.

Rang 3

Podium bei der Bundesliga! Auf jeden Fall ein Ergebnis an das wir nächstes Jahr hoffentlich öfter anknüpfen können!

Saarbruecken, Deutschland – August 28: Herrmann Felipa (13), Henseleit Franca (16), Neubert Tanja (15), ProAthletes KTT 01, Triathlon Bundesliga 2021 in Saarbruecken. (Photo by JoKleindl)

What‘s next?

Nach der etwas unglücklichen Absage der Deutschen Meisterschaft in Schongau steht jetzt ein neuer Termin und zwar diesen Sonntag! Am 5. September findet also die Deutsche Meisterschaft in Jena statt. Ich bin schon sehr gespannt auf das Rennen und natürlich ein wenig enttäuscht keine Heim DM auf sehr anspruchsvollem und bergigen Radkurs zu haben aber immerhin wird das Rennen nachgeholt. Für mich wird das also die letzte Junioren DM sein bevor es dann ab nächstem Jahr in die U23/Elite Klasse geht. Ich freu mich auf das Rennen und werde es auf jeden Fall noch einmal genießen!

Bitte teilen:

Ein Raceblog

Fast schon wieder eine Woche her das Bundesligarennen in Nürnberg… aber gleich mal vorne weg: es lief ziemlich gut:)

Das erste Mal war die 1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga zu Gast in Nürnberg und ich würde sagen es war ein voller Erfolg. Für mich war die Anreise und das ganze Drumherum auf jeden Fall sehr entspannt. Meine Wohnung in Nürnberg liegt mit dem Fahrrad nur ca. 5min entfernt von der Wöhrder Wiese, hier war die Wechselzone für den Wettkampf aufgebaut. So konnte ich erst einmal ganz entspannt zu Hause schlafen, dort frühstücken und nach einem ersten Warm up dann mit dem Rad und Gepäck zum See fahren. Wie sieht so ein typisches Wettkampf warm up eigentlich aus?

Wettkampfvorbereitung

Jeder Athlet hat hier sicher seine eigene Strategie und Vorlieben und weiß, was er/sie machen muss um dann fit und bereit an der Startlinie zu stehen. Je nachdem wann der Start des Rennens ist sieht eine Wettkampfvorbereitung dann in etwa so aus für mich. Morgens um 6 klingelt der Wecker, nach einer kleinen Aktivierung, Dehnung und Mobilisation mache ich dann gerne einen Auftaktlauf in der Früh. Das bedeutet mein hauptsächliches Lauf warmup mache ich morgens einige Stunden vor dem Wettkampf, direkt vor dem Start aktiviere ich mich dann nur nochmal über ein paar Technikübungen und Steigerungsläufe. Nach einem kleinen Lauf und kurzer Vorbelastung geht es dann wieder zurück in die Wohnung, das Ganze ist wirklich sehr kurz und dauert nicht viel länger als 20min. Jetzt auf jeden Fall Frühstück – hier gilt ganz allgemein die 3h Regel, die sicher allen Athleten bekannt ist. Grob 3h vor dem Start das letzte Mal gut essen, dann sollte es grob gesagt hoffentlich keine Magenprobleme geben. Jetzt ist es 7 Uhr, Zeit sich nochmal kurz hinzulegen. Dann geht es kurz aufs Rad um auch hier die Beine ein wenig zu lockern. Zurück in die Wohnung, 8:40 Uhr ein letzter Check und los zur Wechselzone.

Am See treffe ich dann die anderen Mädels aus meinem Team. Um 9 Uhr gehts los und wir richten die Wechselzone ein, kurz nochmal die Wege einprägen, nochmal ein letzter Check und weiter gehts im Warm up Prozess. Noch ca. 1h (Start um 10:15 Uhr) Zeit, Zeit genug um noch ein zweites Lauf warm up und das einschwimmen zu machen. 9:45 Uhr: ausreichend aktiviert bin ich jetzt auf jeden Fall, also rein in den Neoprenanzug und los zum einschwimmen.

Credit Marcel Hilger

Jetzt laufen die Minuten schneller als man denkt und schon stehen wir aufgereiht an der Startlinie. Noch ein wenig Gel und Wasser und los gehts. Der Reihe nach werden die Teams aufgerufen und wir schwimmen an die Startlinie. Peng, der Startschuss fällt!

Das Rennen

Gute Arme beim schwimmen, kein Gedränge oder Geprügel – es lief einfach. So kam ich dann an Position 7 in der Führungsgruppe aus dem Wasser. Nach einem schnellen Wechsel ging’s dann schon aufs Rad. Hier hatten wir durchgängig ca. 30sek Vorsprung vor der 1. Verfolgergruppe. Nach 20km auf dem Rad dann der zweite Wechsel, hier hätte ich wirklich ein wenig aufmerksamer sein sollen. Fast wäre ich nämlich an meinem Wechselplatz vorbei gelaufen und dann beim abrupten Stoppen auf dem nassen Teppich ausgerutscht. Aber alles nochmal gut gegangen. Rein in die Laufschuhe und los auf die 5km. Seit meinem Trainingslager in der Toskana im Juni konnte ich endlich mal wieder durchgehend laufen. Das habe ich auf jeden Fall gemerkt und so lief das Laufen schon um Welten besser als bei der EM Anfang Juni. Drei schnelle Läuferinnen kamen noch aus der Verfolgergruppe nach vorne geflitzt, doch am Ende war es dann Platz 10 für mich!

@bettinphotography

Nach fast 2 Jahren ohne Bundesligarennen für mich war das auf jeden Fall ein Ergebnis mit dem ich mehr als zufrieden bin. Und mit den Bundesligarennen geht es gleich weiter! Schon am 29. August findet das letzte Rennen der Bundesliga Saison in Saarbrücken statt und ich freu mich sehr wieder mit den Mädels am Start zu sein:)

Bitte teilen:

Heimrennen Bundesliga Nürnberg

Zurück aus der kurzen Blogpause 😉 Letzte Woche gab es einfach nicht viel zu berichten und ich wollte hier niemanden mit meinem Alltag langweilen. Das Training lief auf jeden Fall sehr gut und ich habe nach einer ruhigen Woche nach den Wettkämpfen in Tiszaujvaros, wieder gut in den Rhythmus gefunden.

Quelle: 1. Triathlon Bundesliga

Diese Woche gehts aber wieder rund! Das Heimrennen der 1. Bundesliga in Nürnberg steht an und ich freue mich schon, hier auf bekannten Straßen – mit hoffentlich vielen bekannten Gesichtern am Streckenrand – an den Start zu gehen. Geschwommen wird im Whörder See, Radfahren geht Richtung Süden und das Highlight ist die Laufstrecke ins Stadtzentrum mit Zieleinlauf am Hauptmarkt. Scharfer Start ist am Sonntag um 12 Uhr mittag.

blau: Schwimmen / grün: Rad / rot: Lauf // Quelle: 1. Triathlon Bundesliga

Vor allem auf das Radfahren bin ich sehr gespannt, da die Strecke mit einigen Kurven, insgesamt fünf Runden und auf ein paar Wendepunkten, technisch anspruchsvoller ist als auf den ersten Blick. Der Favorit Buschhütten hat auf jeden Fall fünf starke Schwimmer aufgestellt und pokert darauf, dass eine kleine Spitzengruppe am Rad durchkommen wird. Mein Ziel ist es, da auf jeden Fall dabei zu sein und das Radfahren möglichst schnell zu gestalten. Falls das gesamte Feld am Rad zusammenfährt (was bei Bundesligarennen auch schon häufiger der Fall war) kann ich mich aber hoffentlich auf meine aktuell gute Laufform verlassen 😉

Eine direkte Kampfansage kann ich aber noch nicht rausgeben, da ich erstmal abwarten muss wie frisch ich ins Rennen gehen werde. Höhepunkt ist ganz klar die U23 WM in Edmonton am 22.08. und daher mache ich den Wettkampf am Sonntag noch komplett aus dem Training heraus. Das hat bei mir schon öfter ganz gut geklappt, aber diese Woche wird wirklich sehr umfangreich und auch intensiv.

Also mal sehen was der Sonntag bringt! Ich würde mich auf jeden Fall über jeden Supporter an der Strecke freuen und da Triathlon eine Outdoorsportart ist und das Wettkampfgelände sehr weitläufig ist, bieten sich ja auch genügend Möglichkeiten, coronafreundlich zuzuschauen.

Bitte teilen:

Schwimmblog Taliso Engel: Livesendung „Wir in Bayern“

Hey, 

am Freitag ging es für mich zum BR nach München, wo ich seit langem endlich mal wieder Teil einer Livesendung war. 

Meine letzte Livesendung hatte ich 2019 nach der WM beim Franken Fernsehen in der „Sportkabine. Damals war ich echt ziemlich aufgeregt. Das war dieses Mal beim BR eigentlich fast gar nicht mehr der Fall, was wahrscheinlich auch daran lag, dass das ganze Team dort sehr nett und entspannt war. Zugleich war es für mich aber trotzdem ein besonderes Erlebnis, da es einfach immer wieder interessant zu sehen ist, wie viel Aufwand hinter so einer Livesendung steckt. 

Falls ihr die Sendung verpasst haben solltet, könnt ihr sie noch einmal in voller Länge hier ansehen: https://www.ardmediathek.de/video/wir-in-bayern/para-schwimmer-taliso-engel-oder-almen-wanderung-oder-rinder-sate-spiesse-mit-erdnusssosse/br-fernsehen/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvLzhiZDlkMWM2LTg1MmMtNGUzMy05N2Y2LTg2NjYxYjZlZjQ4MA/

Mein Training läuft aktuell auch super. Ich bin zum Glück mittlerweile wieder ungefähr auf dem Level, auf dem ich vor der IDM und vor den Prüfungen war, was mich auf jeden Fall sehr beruhigt, da ich mir echt schon etwas Sorgen gemacht hatte.

In weniger als einem Monat geht’s für mich dann endlich nach Belek ins Trainingslager. Ich freue mich auf jeden Fall schon riesig darauf, jeden Tag in der Sonne trainieren zu können und mich unter optimalen Bedingungen auf Tokyo vorzubereiten.

Ich halte Euch auf dem Laufenden 😉

Euer Taliso

Bitte teilen:

Triathlon und dann gleich 3x?!

Kaltes Wasser, schnelle Wechsel, kurvige Radstrecke, kalter Wind, ein bisschen Sonne… war alles mal mit dabei am Wochenende. Am Samstag war es endlich so weit und wir haben mal wieder Triathlon gemacht! Genauer gesagt standen “Minitriathlons” auf dem Programm. Am Samstag spät vormittags haben wir uns also in der Trainingsgruppe getroffen und sind Richtung Büchenbach aufgebrochen. Dort haben wir nahezu perfekte Trainingsbedingungen um ungestört ein bisschen zu racen und mal wieder einen richtigen Triathlon zu machen. Auf dem Betriebsgelände der Firma Memmert gibt es einen kleinen 25m Pool, ein mal um die Firma und 1000 Antritte später hatten wir dann auch die Radstrecke in der Tasche und ein mal ums Gelände, dazu ein bisschen Wald und Wiese gab es dann noch die Laufstrecke.

Minitriathlons: im Grunde genommen ganz einfach, nämlich ganz normale Triathlons nur eben in Miniversion, also einfach mit stark verkürzten Streckenlängen. Nach dem Aufwärmen und einschwimmen standen also 3 kleine Triathlons auf dem Programm, die Streckenlängen haben sich dabei von Durchgang zu Durchgang nochmals verkürzt. Ab in den Neo und schon gings los. Plötzlich standen wir schon an der Startlinie und als dann einer der Coaches auch noch typische Vorwettkampfmusik laut auf der Musikbox angefangen hat zu spielen, war definitiv ein wenig Wettkampfstimmung da. Überraschender Weise haben die Wechsel gleich ganz gut geklappt, der Neo war schnell ausgezogen und schon gings weiter aufs Rad. Hier haben wir versucht das Beste aus der Strecke rauszuholen und haben ein paar Kurven und Wendepunkte eingebaut. Spätestens im 3. Durchgang haben die Oberschenkel ganz schön darunter gelitten;) Müde Beine gabs dann auch gleich mal auf den ersten Laufmetern, aber auch hier hat sich der Körper schnell wieder daran erinnert, dass jetzt laufen angesagt ist und müde Beine nun mal dazu gehören.

Riegel, Gel und weiter geht’s

Zwischen den Durchgängen gabs dann auch nur eine kleine Pausen, also schnell einen Riegel, danach nochmal ein Gel und schon waren wir wieder im Wasser. Auf einmal war es dann auch schon 17 Uhr und nach einer kurzen Abschlussbesprechung gings dann wieder zurück. Am Samstag Abend stand dann nur noch Pizzabestellen und Füße hochlegen auf dem Programm:)

Und sonst so?

Tja, nächste Woche geht’s los mit der ersten schriftlichen Abiprüfung, also steht noch einiges an Vorbereitung an;). Letzten Freitag war so auch schon mein letzter offizieller Schultag. Um die Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten, habe ich ab heute auch nur noch Online Unterricht. Ansonsten geht’s wie gewohnt weiter mit der Saisonvorbereitung, lernen und was sonst einfach immer noch alles so los ist…. wie zum Beispiel unsere Mottowoche;)

Bitte teilen:

Schwimmblog Taliso Engel: 2. Quali-WK & Podcast mit Flo Kerschner

Hallo zusammen,

nun sind die Osterferien auch schon wieder vorbei. Das zweite Wochenende der Ferien habe ich in Magdeburg an einem Wettkampf verbracht. Dieses Mal habe ich mich die Woche davor etwas anders auf den Wettkampf vorbereitet und es lief auf jeden Fall wieder etwas besser, als vor zwei Wochen in Heidelberg.
Mit meiner Leistung über meine Hauptstrecke, den 100m Brust, bin ich mit einer Zeit von 1:04,90 auf jeden Fall auch zufriedener, als vor zwei Wochen. Mein letzter Start am Sonntag Abend sollten eigentlich 50m Freistil sein. Mein Trainer und ich hatten uns am Vormittag aber dazu entschieden, dass ich die 50m in Brust schwimme, damit wir mal wieder eine aktuelle Zeit haben. Mit der Zeit (28,82), was fast eine Sekunde Bestzeit ist, bin ich auch mehr als zufrieden.
Theoretisch wäre das sogar ein Weltrekord in meiner Startklasse (S13), aber nachdem ich die Zeit ja offiziell über 50m Kraul geschwommen bin zählt dieser nicht.

Am Montag ging es für mich dann gleich ins Funkhaus Nürnberg zu Flo Kerschner.
Wir haben zusammen eine neue Folge für den Podcast „Medaillentraum“ aufgenommen. Bis die Folge online ist, dauert es allerdings noch ein paar Wochen. Bis dahin könnt ihr euch aber, falls ihr es noch nicht gemacht hab, gerne den Podcast „Steilvorlage“ mit Dirk Feustel anhören. Dort bin ich in der 5. Folge dabei.

Den findet ihr ganz einfach entweder auf der Seite von Rund um Nürnberg:

https://rundumnbg.de/steilvorlage/5-taliso-engel/

oder auf Spotify:

oder auf allen anderen Plattformen, wo es Podcasts gibt.
Ich melde mich wieder, sobald es etwas neues spannendes gibt, oder der Podcast mit Flo Kerschner online ist.

Bis dann,
Euer Taliso

Bitte teilen:

Schwimmblog Taliso Engel: Mein erster Podcast

Hey,

Ich hoffe ihr hattet alle ein schönes Osterwochenende und konntet die Zeit mit eurer Familie verbringen.

Schon vor einer Woche habe ich zusammen mit Dirk Feustel eine neue Folge für seinen Podcast „Steilvorlage“ aufgenommen.
Seit Samstag, den 3.4.21 könnt ihr die Folge auf Spotify https://open.spotify.com/episode/2fCij3q8kWR2E4jUfKluqu?si=lpTnMiwWRCi95JruwjFf_A&nd=1 oder auf allen anderen Plattformen, wo es Podcasts gibt anhören.
Wir reden über die Paralympics in Tokyo, meinen Alltag als Leistungssportler und noch vieles mehr. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mal in den Podcast reinhört.
Dirk Feustel ist wirklich ein absolut sympathischer und professioneller Reporter, vielleicht interessiert Euch ja auch seinen anderen Podcast-Folgen, mit anderen Sportlern?
Es gibt bereits auch schon eine sehr interessante Folge mit Benny Jung über den Goldenen Ring.

In nächster Zeit stehen für mich endlich mal wieder ein paar Wettkämpfe auf dem Programm. Ich freue mich schon sehr darauf und werde Euch selbstverständlich davon berichten.

Bis dann 

Euer Taliso

Bitte teilen:

Abi-Corona-Sport?

Etwas über mich:

hey! Ich bin Franca Henseleit, 18 Jahre alt und wohne seit fünf Jahren in Nürnberg. Ich bin Leistungssportlerin im Triathlon. Momentan bin ich noch Schülerin an der Bertolt-Brecht Schule, mache aber dieses Jahr mein Abitur. Ich versuche das alles kombiniert mit Corona ein wenig auf die Reihe zu bekommen:)

Zuerst einmal bin ich sehr stolz, seit diesem Jahr Teil des ipp Sportbloggerteams zu sein. Ich freu mich total hier ein paar Einblicke in mein Leben als Athletin/Schülerin/Schwester/Tochter/Freundin… geben zu dürfen.

Wie überall, hat auch Corona für mich einiges geändert, doch zuerst einmal zu den Basics. Seit 2016 wohne ich hier in Nürnberg.

Damals als 13-Jährige habe ich mich dazu entschlossen mit meinem großen Bruder (Simon Henseleit) ins Frankenland zu folgen. Mein Zuhause im Allgäu benutze ich nur noch als “Wochenend-” und “Ferienresidenz”. Ich wollte meinem großen Bruder, der schon zwei Jahre als Triathlet im Sportinternat lebte nacheifern. Plötzlich fand ich mich in einer Großstadt. Diese Stadt hatte nicht mehr viel gemeinsam mit einem Dorf, in dem es fast mehr Kühe als Einwohner leben. Vielleicht war das Ganze nicht bis zum Ende durchdacht von mir. Mit 13 Jahren wollte ich schon von zu Hause auszuziehen, doch es war einfach zu aufregend. Ein Teil der Familie war ja immer da. Außerdem stünde ich jetzt mit Sicherheit nicht genauso hier mit all meinen Erfahrungen und Erlebnissen der letzten Jahre. Meine Elternmuss es wohl auch viele Nerven gekostet haben mich so früh gehen zu lassen. Sie haben mich aber immer unterstützt. Schon sind fast fünf Jahre Nürnberg vorbei. Für mein letztes Schuljahr bin ich aus dem Internat ausgezogen. Seit September wohne ich zusammen mit drei anderen Triathleten aus meiner Trainingsgruppe in einer WG.

Abi:

Jetzt stehe ich auf einmal vor dem Abitur und werde am 12. Mai meine erste Prüfung schreiben. Leider ist es momentan gar nicht so einfach weit in die Zukunft zu planen. Und sich über Wettkämpfe und Qualifikationen Gedanken zu machen, also lieber kleine Ziele setzen. Zur Zeit steht vor allem das Abitur an, wenigstens das ist relativ sicher.

Sport und Corona:

So versuche ich mich Tag für Tag am Training zu orientieren. Spaß am Sport zu haben und einfach glücklich zu sein. Außerdem, dass ich trotz Corona gesund bin und weiter trainieren zu darf. Natürlich müssen auch wir Abstriche machen, doch ich möchte mich auf keinen Fall beschweren. Unser traditionelles Ostertrainingslager in der Toskana findet natürlich nicht statt, dafür wird meine Trainingsgruppe hier ein paar Tage zusammen verbringen. Nebenbei werde ich versuchen die Pausenzeiten zwischen den zwei bis drei Einheiten am Tag auch ein wenig effektiv für die Abivorbereitung zu nutzen. Und mir sicher hin und wieder wünschen, dass ein Tag doch ruhig noch ein paar mehr Stunden haben könnte.

Jetzt steht aber erst einmal eine Schwimmeinheit morgens um 7 an:)

Stay tuned…

Bitte teilen:

Schwimmblog Taliso Engel: Kurzes Corona-Update

Hey,
ich kann nun seit ca. Anfang Juni endlich wieder ins Wasser, worüber ich mich sehr freue.
Ich konnte mich zwar in den drei Monaten ganz gut fit halten, allerdings habe ich das Wasser irgendwann ziemlich vermisst. Wir trainieren so gut wie nur im Freibad des 1.FCN Schwimmen und gerade zu Beginn nach dem Lockdown und bei schlechtem Wetter, ist dort das Wasser natürlich nicht so warm wie im Hallenbad.
Nettewerweise hat mir arena einen tollen Neoprenanzug geschickt, darüber bin ich total happy! Danke hierfür nochmal an arena!

Heute stand auch schon der erste kleine Leistungstest im Clubbad an, um mal den aktuellen Leistungsstand zu überprüfen.
Die ersten Läufe waren für mich eigentlich sehr gut, auf 50B ist mir sogar eine neue persönliche Bestzeit gelungen – obwohl es um 8 Uhr morgens noch sehr kalt war und teilweise geregnet hat – aber nach und nach haben dann alle gemerkt, dass kalte Luft & kaltes Wasser (23,3 Grad) auf Dauer doch nicht so schnell ist und je länger der Wettkampf ging, desto langsamer wurden wir alle. 🙄😂
Trotzdem war es toll, mal wieder den eigenen Leistungsstand abzufragen und ich freue mich jetzt schon, wenn es endlich wieder richtig losgeht mit den Wettkämpfen und wir wieder regelmäßig in der Schwimmhalle sein können.

Außerdem hatte ich in den letzten Wochen zwei Videodrehs.
Der erste war für das Team Deutschland Paralympics und der zweite war mit zwei Journalismusstudenten aus Ansbach. (siehe Fotos)
Die Teams waren beide total nett und ich hatte zwei super Tage mit ihnen.

Die Schule ist bei mir jetzt auch langsam wieder los gegangen und ich muss sagen, dass ich mit dem Online-Unterricht eigentlich sehr gut zurecht komme.

Ich hoffe es geht euch allen gut und ihr seid gesund!

Euer Taliso

Bitte teilen:

Taliso Engel Schwimmblog: Sportler des Jahres 2019

Sportler des Jahres 2019 mit Dr. Volker Klügel

Hallo Ihr Lieben,

Ich hänge leider etwas hinterher mit meiner Berichterstattung. Da wir aber alle in den kommenden Wochen zwangsweise mehr Zeit haben werden, berichte ich euch hier von einem Ereignis. Ein Ereignis, das mich sehr stolz gemacht hat.

Am 07.02.2020 wurde ich bei der Sportlerehrung der Stadt Nürnberg überraschend zum Sportler des Jahres 2019 gewählt. Es war für mich schon einige Wochen zuvor eine große Ehre, dass ich von den Sportredakteuren zum Sportler des Jahres gewählt wurde… Aber nun auch noch die Stadt bei der Sportlerehrung?!?

Besonders war auch, das in diesem Jahr sowohl der Sportler des Jahres, als auch die Sportlerin des Jahres vom 1.FCN Schwimmen kamen.
Sportlerin des Jahres wurde Lena Gottwald. Die im Jahr 2019 Weltmeisterin im Triathlon über die Olympische Distanz in der Altersklasse 20 (20-24 Jahre) in Lausanne wurde. Über 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen ist Lena derzeit nicht zu schlagen. 

Zudem wurden vom 1.FCN Schwimmen noch Marcus Schattner und Claudia Stich für Ihre zahlreichen nationalen und internationalen Titel ausgezeichnet. Dies rundete das imposante Ergebnis der FCN Schwimmer und Triathleten ab. Das hat natürlich vor allem unseren Vorstand, Claus Swatosch, sehr stolz gemacht. Auf ihn wartete dann aber auch noch eine Überraschung am Abend der Sportlerehrung:
Nicht nur unsere Sportler wurden von Bürgermeister Dr. Gsell beglückwünscht. Auch Vorstand Claus Swatosch selbst erhielt eine große Ehre. Für seine langjährigen Verdienste um den Verein und den Schwimmsport in Nürnberg erhielt er die silberne Ehrennadel der Stadt. Damit hatte er allerdings überhaupt nicht gerechnet. Erst als Sportamtschef Oehmke die Laudatio verlas, wurde ihm klar, dass SportService und Bürgermeister erstmalig eine solche Ehrung bis zum Tag der Ehrung geheim gehalten haben.

Ich habe diesen Tag im Februar in total schöner Erinnerung und wollte Euch auf jeden Fall noch daran teilhaben lassen.

Zu den aktuellen Ereignissen rund um die vielen nicht so schönen Dinge, melde ich mich in den nächsten Tagen.

Bleibt gesund,

Euer Taliso

Bitte teilen:

Taliso Engel Schwimmblog: Komplexe Leistungsdiagnostik in Leipzig

Hallo zusammen,

in der vergangenen Woche war es mal wieder soweit und die KLD in Leipzig stand auf dem Plan.

Wir (3 Schwimmerinnen der Nationalmannschaft und ich) haben am IAT in Leipzig 2 Tage mit verschiedenen Tests verbracht. Es standen zum Beispiel der Stufentest, Sprint, Power Rack, der Kanal, Start/Wende, orthopädische und klinische Untersuchung, Lungenfunktionstest, Aufnahmen zykl. Bewegungen etc. auf dem Programm. Ich bin mit meinen Ergebnissen sehr zufrieden.

Am nächsten Tag bin ich direkt von Leipzig mit dem Zug zum DMSJ-Bundesfinale nach Wuppertal gereist….davon berichte ich Euch dann in meinem nächsten Blog.

Bis dann,

Euer Taliso

Bitte teilen:

Sportblog Simon Henseleit: Leistungsdiagnostik Leipzig

Tests, Tests, Tests… durch die komplexe Leistungsdiagnostik muss man einfach jedes Jahr durch! Dafür gehts für mich und die anderen Nationalkaderathleten immer ab nach Leipzig ans IAT (Institut für angewandte Trainingswissenschaften). Hier wird jede Disziplin getestet und nebenbei werden noch alle nötigen medizinischen Checks durchgeführt.

Der Ablauf

Los ging’s für mich am Donnerstag morgen im Labor. Die Messung des Gewichts ist hier natürlich immer besonders wichtig (unter uns Athleten) da daran dann der Watt/kg Wert, des nachfolgenden Radstufentests ermittelt wird. Hier gab es auch erst einmal nichts Aufregendes oder Neues, außer dass ich mal wieder knapp 2cm gewachsen bin. Keine Ahnung wo das noch hinführen soll…?! Aber ich hoffe das war’s jetzt erstmal mit dem Wachstum!

Schwimmen

Danach ging es ab in die Schwimmhalle für den ersten Test. Dieser besteht hauptsächlich aus 4*400m Stufen und wird immer auf der 50m Bahn geschwommen. Dazwischen wird natürlich immer Blut am Ohr abgezapft, um den Laktatwert zur jeweiligen Geschwindigkeit, zu ermitteln. Die Zeitvorgaben für die ersten drei Stufen variieren je nach Leistungsfähigkeiten der Athleten, aber der vierte 400er soll maximal schnell geschwommen werden. Neben den 400 Meter Stufen, wird auch einmal die Schnelligkeit über 50m getestet und hier konnte ich mit 27,0s eine ganz passable Zeit abliefern. An den anschließenden Stufentest ging ich mit geringer Erwartung heran. Kurz vor Silvester habe ich mir eine Erkältung eingefangen und die wurde ich bis diesen Montag einfach nicht los. Eine ganze Woche Trainingsausfall macht sich natürlich erst einmal bemerkbar. Allerdings lief es dafür ziemlich gut und mit einer Zeit von 4:38min auf die letzten 400 Meter, bin ich den Umständen entsprechend, sehr zufrieden.

Laufen

Der nächste Test fand am Nachmittag statt und war ganz ähnlich wie der Schwimmtest. Vier mal drei Kilometer auf dem Laufband standen auf dem Programm! Die Geschwindigkeiten: die erste Stufe bei 3:40min/km, dann 3:30min/km, 3:20min/km und die letzte Stufe in 3:10min/km. Hier soll man sich eigentlich nicht ausbelasten, sondern die letzte Stufe noch mit Reserve laufen können. Das reicht aus um die wichtigen Trainingsbereiche aus dem Test abzuleiten… Trotzdem war dieser Test deutlich anstrengender für mich, als der Schwimmtest am Morgen. Hier war mein Puls für die Geschwindigkeit immer viel zu hoch und meine Beine fühlten sich einfach nur schwer an! Die letzte Stufe sollte ich daher auch nur 2km laufen, da mein Puls schon bei 195bpm lag und mir die Krankheit offensichtlich noch ziemlich zu schaffen machte.

Rad fahren

Ähnlich erging es mir am Freitag beim Radtest. Hier wird ebenfalls ein Stufentest gefahren. Begonnen wird bei 130W und alle fünf Minuten der Widerstand um 30W erhöht. Durch die fünf Minuten pro Stufe dauert der Test recht lang und nach 51 Minuten, das bedeutet bei der 430W Stufe, war dann Schluss für mich und meine Beine verweigerten den weiteren Dienst. Eigentlich wird am Freitag auch immer noch ein kurzer und schneller Lauftest, zur Bestimmung der maximalen Sauerstoffaufnahme gelaufen, aber aufgrund meiner schlechten Verfassung, ließ ich diesen weg.

Das oberste Ziel ist jetzt, komplett gesund zu werden, um nächste Woche wieder gut trainieren zu können! Die Tests waren zwar nicht sehr aussagekräftig, aber ich hoffe einfach, dass ich auf einem guten Weg bin und die Tests ohne die Krankheit anders ausgesehen hätten. Am Sonntag nehme ich außerdem zusammen mit meinem Kumpel Julian Müller-Kühnle, der letztes Jahr in der Humanmedizin promovierte, unseren zweiten Podcast auf. Hier quatschen wir immer ein bisschen über verschiedene Sportarten, die Olympischen Spiele, oder aktuelle Ereignisse in meiner Karriere. Julian liefert dabei den wissenschaftlichen Input und ich versuche meine praktische Erfahrung beizusteuern;) Wenn ihr interessiert seid, schaut doch mal auf Spotify bei der “Muskelmeisterei” vorbei.

Am 25.01 geht es dann wieder in die Sonne und ich freue mich schon riesig auf das anstehende Trainingslager. The place to be: Thailand!

Bitte teilen:

Taliso Engel Schwimmblog: Trainingslager in Belek

Hallo Ihr Lieben,

Seit gestern bin ich aus dem Trainingslager mit der Nationalmannschaft in der Türkei zurück.
Wir waren vom 27.12. – 06.01. mal wieder im schönen Hotel “Gloria Sports Arena” in Belek.
Dort haben wir somit auch Silvester gefeiert, was sehr schön war, da es in der Türkei kein Feuerwerk und Kracher gibt.

Am 01.01. hatten unsere Trainer auch eine ‘ganz wunderbare’ Neujahrsüberraschung für uns: die erste Trainingseinheit 2020 bestand aus 100×100. Jeder Schwimmer, der schon mal in den Genuss dieser Trainingseinheit kommen durfte, weiß wovon ich spreche…..🙄🥵💪🏻

Ich hoffe, meinen derzeit guten Trainingszustand halten zu können, denn am 25.-26.01. steht das DMSJ-Bundesfinale für uns an.

Nun geht das Training bis zu den Faschingsferien erstmal hier in Nürnberg weiter und dann geht es nach Inzell ins Ausdauer-Langlauf-Trainingslager.

Ihr hört von mir 😉

Euer Taliso

Bitte teilen:

Taliso Engel Schwimmblog: Swim Cup Amsterdam

Hey,

erstmal wünsche ich euch allen ein frohes, gesundes und glückliches neues Jahr!
Wie vor einigen Tagen schon erwähnt, fand vom 13.-15.12. der Swim Cup Amsterdam statt, bei dem mich das Filmteam der Deutschen Welle begleitete. Es war für mich der erste Wettkampf auf der 50 Meter Bahn in der Saison 2019/20 und zugleich die erste Möglichkeit die Qualizeit für die Paralympics in Tokyo 2020 zu schwimmen.

Dies gelang mir dann auf meiner Hauptstrecke, den 100 Meter Brust! Ob ich nach Tokyo mitfahre entscheidet sich dann aber erst im Juli. Bis dahin werde ich weiterhin fleißig trainieren, an meinen Bestzeiten arbeiten und hoffentlich gesund bleiben.

Ihr hört von mir,

Euer Taliso

Bitte teilen:

Taliso Engel Schwimmblog: DMSJ Landesfinale in Bayreuth und Para-Nachwuchssportler des Jahres

 

Hey,

am 30.11.19 und 1.12.19 fand in Bayreuth das landesfinale (Bayern) der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMSJ) statt. Dort wird von jeder Lage immer eine 4×100 m Staffel geschwommen. 

Ich bin nach meiner zweiwöchigen krankheitsbedingten Pause und der DKM in Remscheid wieder sehr gut ins Training reingekommen. Wodurch ich  mich im Vergleich zu vor zwei Wochen ziemlich steigern konnte.

Zum jetzigen Zeitpunkt weiß ich auch schon, dass meine Mannschaft und ich es als 4. ins Bundesfinale in Wuppertal am 25. und 26.1.2020 geschafft haben. 

Außerdem wurde ich vor ein paar Wochen zum Para-Nachwuchssportler des Jahres 2019 gewählt. Ich habe mich mega gefreut und es bedeutet mir sehr viel. Außerdem gibt mir das nochmal extra Motivation.

Bitte teilen:

Taliso Engel Schwimmblog: Deutsche Kurzbahn Meisterschaft in Remscheid

Hallo,

die DKM in Remscheid (15.-17.11.19) war für mich ein sehr anstrengender Wettkampf, da ich mal wieder zwei Wochen nicht trainieren konnte. Das lag daran, dass ich mich stark erkältet hatte. 
Trotzdem startete ich an diesem Wochenende 13 mal, wovon ich sogar 7 persönliche Bestzeiten, 4 deutsche Rekorde und 2 Europa Rekorde erzielen konnte.
Ich war sehr überrascht über diese Ergebnisse und freute mich sehr.

Foto: C.Engel

Mittlerweile habe ich mich wieder komplett auskuriert und bin nun auch wieder voll im Training.

Leider habe ich in der Schule gerade sehr viel Tests und Prüfungen, sodass ich mich hier etwas kürzer halte, da mir teilweise einfach die nötige Zeit fehlt.

Vor Weihnachten steht für mich auch noch ein Wettkampf auf dem Programm, es geht vom 12.-16.12. zum Swim Cup nach Amsterdam.
Ich werde Euch davon berichten!

Liebe Grüsse,

Taliso

Bitte teilen:

Taliso Engel Schwimmblog: Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Nürnberg

Hey,

am 18. Oktober durfte ich mich im Rathaus in das Goldene Buch der Stadt Nürnberg eintragen.
Bei der Gelegenheit konnte ich auch sehen, welche Persönlichkeiten sich seit 1897 in dieses kostbare Buch eingetragen haben.
Es ist für mich eine riesige Ehre, zusammen mit Kaiser Wilhelm, Max Morlock und Angela Merkel in einem Buch zu stehen.
Die Stadt Nürnberg hat für mich einen tollen Empfang im Rathaus mit Oberbürgermeister Dr. Ulrich May gegeben. Es war ein echtes Erlebnis!

Nach zwei Wochen Trainingspause bin ich mittlerweile auch wieder dabei und berichte bald mehr….

Bitte teilen: