Schwimmblog Taliso Engel: Berlin Swim Open

Hey,

die Berlin Swim Open sind vorbei und es liegen drei durchwachsene Wettkampftage hinter mir. Der Wettkampf an sich war sehr sehr stark besetzt und nahezu die gesamte deutsche Spitze war an diesem Wochenende am Start. 

Ich startete am Freitag mit meiner Hauptstrecke, den 100 m Brust. Mit einer 1:04,04 konnte ich hier sogar eine vernünftige Zeit aufstellen. Klar ist diese Zeit etwas mehr als eine Sekunde von meiner Bestzeit entfernt, für das aktuelle Training und meine Krankheitspausen aber eigentlich vollkommen in Ordnung. Das Hauptproblem war eigentlich, dass ich auf der ersten Bahn schon mit einer relativ hohen Frequenz angegangen, ohne dabei besonders schnell zu sein. Auf der zweiten Bahn war die Frequenz dann wiederum zu niedrig. Zudem wurde ich leider auch Zehnter und konnte somit am Nachmittag nicht nochmal im Finale schwimmen.

Am Samstag standen dann die 50 m Brust an. Eigentlich dachte ich, dass sich hier das fehlende Training nicht so sehr bemerkbar machen würde, wie bei den 100 m. Mit der Annahme lag ich auch gar nicht so falsch. Allerdings kam ich so schlecht an die Wand ran, dass ich kurz vorher an Geschwindigkeit rausnahm und zwei längere Züge machte. In dem Moment war das einfach sehr ungeschickt gelöst. Es hat mich einiges an Zeit gekostet und ich wäre bestimmt auch mit 3-4 schnelleren Züge gut an die Wand gekommen, ohne Geschwindigkeit rausnehmen zu müssen. Auch hier verpasste ich mit einer 29,01 und dem 9. Platz ganz knapp das Finale. 

Am Sonntag, dem letzten Wettkampftag, gab es nochmal eine 50 m Strecke für mich. Die 50 m Kraul waren noch auf meinem Programm. Obwohl sich das Einschwimmen an dem Tag nicht schlecht anfühlte, war die Strecke leider ein absoluter Schuss in den Ofen. Ich hatte, während dem Rennen schon gemerkt, dass irgendwas komisch ist und nicht stimmt. Ich lag super tief im Wasser und aus den Beinen kam überhaupt kein Vortrieb. Das hatte auch zur Folge, dass ich insgesamt innerhalb von wenigen Metern dreimal atmen musste, da ich die ersten zwei Male einfach nur Wasser geschluckt habe. Effizient geatmet habe ich also quasi nur ein Mal. Am Ende kam dann eine 25,19 dabei raus. 

Foto: SwimPixel/Tino Henschel

Trotz allem muss man ja immer versuchen, das Positive zu sehen: 

Mit den 100 m Brust kann ich eigentlich zufrieden sein. Die 50 m Brust wären mit einem gescheiten Anschlag sicher auch deutlich besser gewesen. Und generell haben wir jetzt wieder ein paar Punkte, an denen ich arbeiten und mich im Training drauf konzentrieren kann.  Bis zu meinem Saisonhöhepunkt, der WM in Manchester, ist ja auch noch ein bisschen Zeit. Das Wichtigste bis dahin ist auch jeden Fall gesund bleiben.

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche!!

Bis dann,

euer Taliso

Schwimmblog Taliso Engel:  Trainingseinstieg – die erst Woche

Hey,

am Montag ging es bei mir nach sechs Wochen Trainingspause wieder mit dem Training los. 

Wir starteten gleich mit einer Stunde Wasser. Ich hatte echt ziemlich Angst am Anfang, da mein Ohr logischerweise sechs Wochen auch kein Wasser gesehen hat.

Leider haben sich auch alle meine Befürchtungen bestätigt: Mein Wassergefühl war schrecklich, wobei das ja eigentlich logisch ist nach so einer langen Zeit ohne Schwimmen. Außerdem habe ich, wegen meines Ohres, immer noch etwas Probleme mit dem Gleichgewicht, was sich im Wasser nochmal deutlich mehr bemerkbar macht. Ich merke das vor allem dann, wenn sich mein Kopf schnell hin und her bewegt, also beim Atmen und bei der Wende. Deshalb habe ich bei der ersten Einheit direkt nach 50m meinen Schnorchel angezogen, dass zumindest beim Schwimmen mein Kopf ruhig ist. Zudem war es ein sehr komisches Gefühl beim Schwimmen nur auf einem Ohr etwas zu hören. Ich höre auf dem linken Ohr alle Geräusche vom Wasser und auf dem rechten Ohr einfach gar nichts. Das ist auf jeden Fall sehr gewöhnungsbedürftig. 

Das Krafttraining am Dienstag verlief dann, bis auf den üblen Muskelkater am Mittwoch, ohne Probleme. Am Mittwoch war mein Wassergefühl dann schon besser und ich habe einfach von Anfang an direkt meinen Schnorchel angezogen. Außerdem fühlte ich mich auch schon wieder deutlich wohler im Wasser. Daran änderte sich am Freitag auch nicht viel. 

Am Donnerstag stand wieder Krafttraining auf dem Plan. Das lief, wie am Dienstag auch schon, wieder gut. Natürlich fehlt hier echt einiges an Kraft, aber diese Woche sollte ich eh erstmal nur mit 70-80% Belastung trainieren. Zudem war am Donnerstag meine Freundin mit dabei, da sonst niemand da war, um mich zu spotten. 

Nach einer weiteren Stunde schwimmen am Freitag war die Trainingswoche für mich dann auch schon wieder vorbei. 

Alles in allem bin ich sehr froh wieder Sport machen zu dürfen. Auch wenn das mit dem Gleichgewicht im Wasser echt etwas nervig ist, aber ich hoffe einfach, dass das in den kommenden Wochen wieder besser wird. 

Bis dahin heißt es weiterhin abwarten.

Hier findet ihr nochmal eine kleine Zusammenfassung meiner ersten Trainingswoche:

https://www.instagram.com/reel/CoSZUopOawx/?igshid=YmMyMTA2M2Y=

Ich halte euch hier und auf Instagram natürlich weiterhin auf dem Laufenden.