Michelle Braun Triathlon-Blog: Deutsche Crossmeisterschaften – Quarantänerückblick

Als Leistungssportlerin und Studentin in den Semesterferien, ist die aktuelle Lage für mich nicht all zu sehr im Alltag zu spüren. Zwar fällt das Treffen mit Freunden leider flach. Auch die Besuche bei den Großeltern beschränken sich auf Unterhaltungen über das Fenster. Und Einkäufe vorbeibringen, aber der Rest ist ähnlich. Vorallem seitdem ich kaum noch schwimme, denn so betreffen mich auch die Schwimmbandschließungen nur peripher. Das Lauf- und Radtraining kann ja zum Glück noch unverändert stattfinden.

Crosslaufmeisterschaft

Nun möchte ich die Zeit aber für ein paar Rückblicke auf unbeschwertere Zeiten nutzen. Vor drei Wochen fand in Sindelfingen die Deutsche Crosslauflaufmeisterschaft statt. (Wohl der einzige Wettkampf in nächster Zeit). Bei der ich über die 5,5km in der U23 an den Start ging. Schon am Abend zuvor hatten mich Bilder der Strecke erreicht, sodass ich mich direkt auf eine Schlammschlacht einstellen konnte. Da es nach Sindelfingen ja nicht weit ist, reisten wir erst am Wettkampftag an.

Vor Ort

Die Strecke, welche über eine Liegewiese des dortigen Freibad führte, glich einem umgepflügtem Acker. Der Matsch war an manchen Stellen so tief, dass man regelrecht stecken blieb. Somit konnte man nicht wirklich von Laufen sprechen;) Für mich sind das allerdings verhältnismäßig gute Bedingungen. Ich bin eine sehr kaftvolle Läuferin und somit macht mir der tiefe Matsch nicht viel aus. Dafür muss ich noch ein bisschen an meiner Laufökonomie arbeiten. Damit ich meine Offroadleistung auch auf der Straße und flachen Strecken zeigen zu können. Crossläufe machen mir generell viel Spaß und je schwerer desto besser für mich.

Soweit am Rand wie möglich

Ich teilte mir mein Rennen gut ein. Die erste Runde erstmal etwas ruhiger, den Rythmus finden, dann das Tempo so gut wie möglich halten. Um in der letzten Runde alles zu geben. Am Anfang steckte ich etwas im Feld fest. Ich konnte nicht frei laufen doch nach und nach arbeitete ich mich nach vorn. Ich fühlte mich die ganze Zeit gut und konnte auch noch etwas mit Köpfchen laufen um möglichst Energie zu sparen. Am Ende wurde ich Siebte mit einem akzeptablem Abstand zur Spitze. Damit bin ich sehr zufrieden, ich habe wieder ein gutes Gefühl beim Wettkampf und mein Training scheint langsam anzuschlagen. Mit dem Team konnten wir uns sogar die Silbermedaille erlaufen. Somit mussten somit nicht mit leeren Händen wieder nach Hause fahren.

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