Das letzte Bundesliga Rennen

… war das für mich bevor es wieder zurück nach Amerika geht. Am Sonntag fand das 4. Rennen der 1. Bundesliga in Nürnberg statt. Zum zweiten Mal fand hier nun schon ein Bundesligarennen statt, nur diesmal in einem komplett neuen Format.

Anstelle eines “einfachen” Sprinttriathlons mit den Distanzen (750-20-5) sah es am Wochenende mal ein wenig anders aus. Und zwar fanden insgesamt 4 Bundesliga Rennen in der Nürnberger Innenstadt statt. 4 Rennen?

Ein Prolog wie im Radsport

Am Sonntag um 13 Uhr fiel der erste Startschuss, und zwar für ein Prolog-Verfolgungsrennen. In diesem Format über die Distanzen von 250m Schwimmen, 5km Radfahren und 1,5km Laufen ging es für jede Athletin im Abstand von 30sek einzeln auf die Rennstrecke. Dabei gab es ein Windschattenverbot auf der Radstrecke, so hat also jede Athletin ihr eigenes Rennen absolviert.

Einzelstart in das Prologrennen @bettinphotography

Gleich 2h später um 15 Uhr fiel dann schon der nächste Startschuss für das Frauenrennen. Nach der Reihenfolge der Einzelzeiten des Prologrennens ergab sich somit die Startaufstellung für das nächste Rennen. Nun ging es nochmal darum einen Triathlon zu absolvieren, diesmal jedoch über die doppelte Distanz des vorherigen Rennens und diesmal auch mit Windschattenfreigabe! Eigentlich auch ganz logisch, denn bei einem Starterfeld von knapp 60 Athletinnen und einem Verfolgungsstart im nahezu Sekundentakt, wäre ein Windschattenverbot auf der Radstrecke auch ziemlich schwierig umzusetzen oder besser gesagt eher unmöglich und auch sehr sinnfrei.

@bettinphotography

Platz 14

Mein Prolog lief im Großen und Ganzen ziemlich gut. So befand ich mich nach dem ersten Rennen auf Rang 14. Vor allem über das Time Trail Schwimmen am Anfang hatte ich mich ziemlich gefreut, da so schon mal garantiert war, dass ich auf jeden Fall in keinem Gedränge an den Bojen laden würde. Allerdings habe ich meine gute Schwimmzeit beim ersten Wechsel wieder ganz schön verhauen, nachdem ich einen super schlechten ersten Wechsel hatte und einfach nicht aus meinem Neopren rausgekommen bin! Naja, selber schuld, das ist einfach blöd gelaufen. Das Radfahren im Prolog lief ehrlich gesagt gut für mich, allerdings habe ich ganz schön gemerkt, dass mir in den letzten Wochen doch ein paar Radkilometer im Training gefehlt haben, um hier ein wenig stärker abzuschneiden. Das hatte ich aber zuvor schon vermutet und habe so eher versucht das Radfahren kontrolliert zu absolvieren und dann schnell zu laufen. Das hat auch gut geklappt und so fand ich mich nach dem Prolog auf Rang 14.

Alles oder Nichts

Gleich nach unserem ersten Rennen ging es dann gleich für die Männer auf die Strecke und nach kurzem ausschwimmen, erneutem Wechselzonen herrichten, kurzem einlaufen und in die Startbox einreihen ging es dann auch schon wieder los. Für den Start in das Verfolgungsrennen befand ich mich aber erst einmal in einer eher kniffligen Lage. Genau vor mir ist nämlich die Lücke gerissen zur vermutlich ersten Radgruppe. Sieben Sekunden musste ich warten um nach der 13. Athletin ins Wasser zu springen. Hinter mir ging es dann zwar wieder Schlag auf Schlag, um die erste Radgruppe jedoch noch zu bekommen blieb nur die Attacke nach vorn und so wusste ich, dass ich um jeden Preis versuchen musste diese Lücke auf den 500m Schwimmstrecke zu schließen.

@bettinphotography

An der ersten Boje dachte ich erst einmal, dass ich wohl kaum etwas aufgeholt hätte aber ich habe einfach versucht weiter richtig schnell zu schwimmen und so war ich dann kurz vor dem Ausstieg wirklich dran an der Gruppe. Auf dem Rad hat unsere kleine 6er Gruppe wirklich gut zusammen gearbeitet. So konnten wir die Potsdamer Gruppe vor uns zwar nicht mehr ganz aufholen, sind aber trotzdem ein gutes Stück nach vorn gekommen.

Podium im Team!

Beim Laufen blieb es dann auch in unserer Radgruppe, die Plätze 9 bis 13 auszufechten. Zuerst waren die Beine dann doch ziemlich müde vom Rennen davor und dem intensiven Radfahren gerade eben, doch nach ca. 1,5km habe ich mich dann wieder etwas lockerer gefühlt und konnte mir so den 11. Platz in einer Sprintentscheidung schnappen.

Noch viel besser lief es allerdings in der Teamwertung, denn mit 3 starken Einzelplatzierungen konnten wir für das Kölner Triathlon Team zum insgesamt 3. Mal einen Podestplatz in der Teamwertung erkämpfen! Da wird es also nochmal richtig spannend beim letzten Bundesliga Rennen in ein paar Wochen in Hannover.

Zurück nach Amerika, die EM in München und Heimurlaub

Wie schon zuvor erwähnt war das Rennen in Nürnberg aber leider schon das letzte Bundesligarennen für mich in diesem Jahr. Leider werde ich am 3. September schon wieder zurück in Amerika sein und kann somit beim großen Finale (übrigens wieder in einem neuen und sehr spannenden Format) an den Start gehen.

Jetzt bin ich aber erst einmal noch ein wenig zu Hause, bevor es dann Ende August wieder zurück nach Charlotte geht. Mein Bruder Simon hat nämlich noch ein paar Jungs eingeladen hier in Steingaden zusammen mit ihm zu trainieren und ein kleines Heimtrainingslager zu machen. Da werde ich mich auf jeden Fall auch das ein oder andere Mal mit anschließen, wenn die Jungs mal ein wenig gemütlicher unterwegs sein sollten und mich mitnehmen:)

Canyonbound 🙂

EM in München

last but not least: endlich ist es soweit! Die European Championships in München werden morgen eröffnet! Dafür fahren wir auf jeden Fall morgen hin und sind bei der Eröffnungsfeier dabei. Dann geht es auch gleich schon am Freitag los mit dem Triathlon der Frauen, am Samstag dann die Männer und schließlich der Höhepunkt mit der Mixed Team Relay am Sonntag! Ich freue mich schon mega alle Rennen zu verfolgen, das Highlight wird allerdings auf jeden Fall der Team Wettbewerb am Sonntag, nachdem dort mein Bruder Simon auch an der Startlinie stehen darf! Also Daumen drücken und vielleicht sieht man sich ja mal in München:)

Ach ja, und wer bis hier her noch gelesen hat. Wer von den Startern am Wochenende hat auch ziemliche Magen-Darm Beschwerden und ist ein bisschen mitgenommen? Falls ja, ich glaube knapp die Hälfte, einschließlich mir, liegt gerade ein wenig flach und versucht die Bakterien aus dem Wasser oder was es auch war wieder loszuwerden.

Viele Grüße aus der Bettruhe
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