Schwimmblog Taliso Engel: Großes Update – Was ist alles so passiert?

Hey,

ich lasse zurzeit recht wenig von mir höhren, was hauptsächlich daran liegt, dass ich nicht mehr ganz hinterherkomme. 

Aber mal ganz vorne angefangen:

Das Trainingslager auf Zypern verlief super! Es war sehr schön sich Mal wieder einfach mal nur auf den Sport zu konzentrieren.
So schön und gut das Trainingslager auch war, so schnell war diese Zeit auch schon wieder vorbei. Bereits auf dem Heimweg nach Nürnberg fühlte ich mich etwas komisch, so als wenn ich krank werden würde. Am nächsten Tag wachte ich dann komplett erkältet auf. Das Ganze zog sich leider sehr lange hin, sodass ich wieder komplett aus dem Training war. Irgendwie soll es dieses Jahr alles nicht so laufen wie geplant. Nach 1,5 Wochen war ich dann, immer noch mit leichtem Schnupfen, endlich wieder im Wasser. Ich fühlte mich wieder, als wäre ich Ewigkeiten nicht im Wasser gewesen und ich hatte nur noch ca. acht Tage, um mich auf die Süddeutschen Meisterschaften in Riesa vorzubereiten.  

Süddeutsche in Riesa

In Riesa konnte ich nur am Sonntag schwimmen, da ich am Samstag noch eine Schulaufgabe nachschreiben musste, welche ich, während der IDM und KLD verpasst hatte. Am Sonntag sollte ich eigentlich über 100m Brust an den Start gehen und die 100m Brust in der 4x100m Lagen Männer Staffel und 4x100m Lagen mixed Staffel schwimmen. Die ersten 100m Brust liefen allerdings schon so schlecht, dass zu dem Zeitpunkt eigentlich schon fast klar war, dass ich in der mixed Staffel nicht schwimmen werde. Trotzdem kam ich noch knapp ins Finale rein. In der 4x100m Lagen Staffel männlich liefen die 100m Brust dann schon etwas besser aber immer noch nicht gut genug, als dass es sich gelohnt hätte sie nochmal in der anderen Staffel zu schwimmen.
Mit der Männer Staffel landeten wir auf Platz 1. Nachdem ich als 6. Platz ins Finale gekommen war wurden es dort von der Zeit her nicht wirklich besser. Immer noch ca. 2,5 Sekunden über meiner Bestzeit schaffte ich es immerhin noch auf den 4. Platz. 

Mehr hatte ich mit acht Tagen Training allerdings auch nicht wirklich erwartet. 

Direkt am nächsten Tag hatte ich dann meine mündliche Abi Prüfung in Englisch, welche leider auch absolut nicht so lief wie ich es mir vorgestellt hatte, aber ich konnte zum Glück relativ schnell wieder drüber lachen. 

Was geht aktuell bei mir ab?

Momentan läuft das Training echt wieder gut. Zwei Wochen vor meinen schriftlichen Abi Prüfungen habe ich dann auch endlich mal meine letzte Schulaufgabe nachgeschrieben. Ich habe in der Zeit während der IDM und KLD echt einiges verpasst. Die Termine der Abschlussprüfungen sind bei uns etwas anders, da ich ja auf einer FOS und keinem Gymnasium bin. Ich habe dann Ende Mai meine vier schriftlichen Prüfungen alle in einer Woche und dann war’s das zum Glück endlich.
Die nächsten zwei Wochen bis zu den Prüfungen werde ich jetzt 1-2 Trainingseinheiten pro Woche rausnehmen, um die Zeit zum Lernen nutzen zu können. Am 21. Mai geht es für mich dann noch für einen Videodreh nach Berlin, von dem ich euch jetzt allerdings noch nicht mehr erzählen kann. Bleibt gespannt!

Bis dann, 

Euer Taliso

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Back to work

So… das war ne zähe Nummer. Nachdem ich letzte Woche nur mit einer kurzen Erkältung gerechnet habe, musste ich jetzt doch zehn Tage die Füße still halten. Währenddessen will man es immer nicht so richtig wahrhaben, aber eine klassische Bronchitis braucht eben seine Zeit! Die bekannten Mittel Inhalieren, Hustenlöser und Gelomyrtol helfen dann zwar etwas, aber letztendlich ist Zeit die beste Medizin. Heute nehme ich euch mal auf mein Training in den ersten Tagen nach so einer Krankheit mit.

Das Wichtigste ist natürlich, sich vollständig auszukurieren und erst wenn man wieder vollständig gesund ist, wieder mit dem Herz-Kreislauf-Training einzusteigen. Als ich mich wieder gut fühlte, aber noch nicht laufen gehen wollte, bin ich erstmal mit etwas Athletik und Zugseil für die Arme wieder eingestiegen. Hier kann man die Beanspruchung fürs Herz relativ gering halten, aber trotzdem muskulär wieder etwas Spannung aufbauen. Als nächstes bin ich dann für eine lockere Stunde aufs Rad gestiegen. Hier kann man super den Puls kontrollieren und auch mal entspannt rollen. Laufen oder Schwimmen ist dann doch ziemlich schnell relativ beanspruchend. Heute war ich dann das erste Mal wieder im Wasser. Für den Einstieg 2,5km mit viel Technikübungen und eher kurzen Distanzen am Stück (50-200m). Ziel ist hier erstmal wieder Gefühl fürs Wasser aufzubauen und wieder mit einer sauberen Technik einzusteigen. Im Schwimmen merke ich es auch immer am Deutlichsten, wenn ich ein paar Tage rausnehmen musste. Die Sportart ist einfach enorm technik- und gefühlsorientiert!

Heute gehe ich auch das erste Mal wieder locker laufen. Hier werde ich heute auch ganz bewusst auf den Puls achten und schauen, dass dieser im normalen Bereich bleibt. Wird zwar wahrscheinlich ziemlich langsam werden, aber das ist fürs Erste egal. Morgen steht dann wieder Schwimmen in der Früh auf dem Plan und am Nachmittag geht es für zwei lockere Stunden aufs Rad. Auch der Mittwoch und Donnerstag wird noch sehr ruhig ablaufen und erst am Freitag steht dann die erste Intensität auf dem Programm.

Bis dahin versuche ich einfach wieder gut reinzukommen und nichts vorschnell zu überziehen! Am Ende der Woche werde ich dann um die 20 Stunden Training stehen haben. Zum Vergleich: Normalerweise sind es in einer intensiven Woche zwischen 25 und 30 Stunden. Wir versuchen jetzt also nicht direkt das verlorene Training “aufzuholen”, sondern versuchen wieder einen normalen Rhythmus aufzubauen. Der Einstieg ist auf jeden Fall immer das Härteste!

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Knockout

Heute gibts mal keinen ausführlichen Blog, denn ich liege seit ein paar Tagen flach. Kein Corona – immerhin – aber so eine normale Grippe soll´s ja auch noch geben und ist auch ziemlich nervig! Ich kann mich auch echt nicht beschweren, denn seit über zwei Jahren, musste ich keine Trainingseinheit mehr, aufgrund von einer Krankheit, ausfallen lassen. Den “perfekten” Zeitpunkt um krank zu werden gibt es wahrscheinlich sowieso nicht, aber gerade kann ich es eigentlich ganz gut verkraften. Mein erster Rennblock ist abgehakt und das nächste Highlight sind die Europameisterschaften über die Super Sprint Distanz Ende Mai. Wenn ich Ende der Woche wieder voll einsatzbereit bin, sind es immerhin noch drei Wochen bis dahin. Also Ruhe bewahren, Tee trinken und wieder ab ins Bett;)

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Superleague London Top 5!

Das tat gut! Nach den eher durchwachsenen ersten Rennen dieses Jahr, fühlte sich das Ergebnis gestern richtig gut an. Auch wenn die Arena Games ein sehr spezielles Format und dadurch schwer mit einem normalen Triathlon zu vergleichen sind, bin ich doch sehr zufrieden mit meiner Leistung in den einzelnen Disziplinen. Mit dem fünften Platz, habe ich mich in diesem gut besetzten Feld dann am Ende auch selbst überrascht.

Quelle: Darren Wheeler

Es ist immer wieder erstaunlich wie fein der Grad zwischen Sieg oder Niederlage ist. München würde ich definitiv als Niederlage bezeichnen und was habe ich daraufhin verändert? Gar nichts… Wir haben weiterhin nach Plan trainiert und ich stand gestern wahrscheinlich nicht fitter an der Startlinie, als vor zwei Wochen in München. Vielleicht war ich etwas erholter und hatte in München nicht den besten Tag. Auf diesem hohen Level darf man sich aber einfach keinen “schlechten” Tag erlauben und bei so intensiven Rennen wie bei der Superleague sind 1% weniger Leistung, schon der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg. Ich habe definitiv auch aus München gelernt, denn wenn man bei den Arena Games einmal komplett übers Limit geht, ist es schwer sich auf der Rolle oder dem Laufband zu erholen. Dieses Mal habe ich daher versucht, so konstant wie möglich zu arbeiten und immer noch etwas Luft zu lassen. So hatte ich noch die Möglichkeit, auf Attacken der Gegner zu reagieren, oder eventuelle Lücken nach Vorne zu schließen.

Halbfinale

Im Halbfinale waren wir dieses Mal zehn Athleten, die um vier Qualifikationsplätze für das Finale gekämpft haben. Dazu kamen die zwei Zeitschnellsten über beide Halbfinals. Das Schwimmen ging ich wieder so wie in München an und kam nach einer kontrollierten 2:10min am Ende des Feldes aus dem Wasser. Der Abstand nach vorne war aber nur ein bis zwei Sekunden und ich konnte am Rad von Anfang an Druck machen. Nach zwei Minuten und ca. 460W im Schnitt war ich auf Platz sechs nach Vorne gefahren und nach fünf Minuten lag ich an Position drei, dicht gefolgt vom Rest des Feldes. Auch beim Laufen konzentrierte ich mich nur auf mich und checkte nur ab und zu wo ich aktuell im Feld lag. Ich pendelte mich auf Platz fünf ein und der Abstand nach vorne wurde nicht viel größer.

Das zweite Rennen war wieder ein Verfolgungsstart und zog mein Rennen so wie davor durch. Dieses Mal versuchte ich vor allem am Ende im Laufen noch den vierten Platz einzuholen um sicher im Finale dabei zu sein, aber auch mit einer guten Laufzeit von 2:45min/km kam ich nicht mehr ganz an Gordon Benson ran.

Mein zweiter Wettkampf war sogar etwas schneller als der Erste und auch wenn es noch keine offiziellen Listen gab, war ich mich schon relativ sicher über die Zeit im Finale zu stehen. Von da an versuchte ich alles, um mich möglichst schnell zu regenerieren und wieder locker zu werden, denn es waren nur noch drei Stunden bis zum Finale.

Finale

Als ich wusste, dass ich sicher im Finale stand, fiel schon ein Großteil der Anspannung ab. Alles was jetzt noch kommen würde war ein Bonus und ich hatte mein Finalziel schon erreicht. Auch kurz vor dem Start war ich ziemlich entspannt und hatte vor allem nochmal richtig Bock auf das Rennen und auf das Duell gegen meine Konkurrenten. Die Zuschauer in der Olympiahalle sorgten für den Rest und als ich am Start stand, war ich richtig im Fokus und bereit noch einmal alles zu geben.

Das Schwimmen startetet wie erwartet sehr schnell, aber ich behielt meine Taktik bei und fokussierte mich nach einem schnellen Wechsel aufs Radfahren. Ich blieb bei meinen Wattwerten und hielt mich konstant zwischen Position sieben und acht. Auf dem Laufband hatte ich dann trotz den harten Kilometern davor, richtig gute Beine und arbeitete mich an Position sechs vor.

Nach einer drei minütigen Pause starteten wir dieses Mal zuerst mit einem Kilometer laufen. Hier legte ich mit 2:41min eine der schnellsten Zeiten hin und stieg mit Kontakt zur Spitze aufs Rad. Das anschließende Radfahren war definitiv einer der härtesten Abschnitte und nach dem Laufen waren meine Beine extrem schwer und ich konnte das erste Mal die 400W Grenze nicht mehr konstant halten. Den anderen Athleten erging es ähnlich und ich verlor nur einen Platz. Das abschließende Schwimmen ging dann aber wieder erstaunlich gut und ich konnte mit einer 2:09min die zweitschnellste Zeit in diesem Lauf hinlegen.

Der dritte und letzte Triathlon war ähnlich dem Halbfinale, wieder ein Verfolgungsstart. Ich lag nach den beiden vorherigen Etappen auf Platz sechs und hatte zehn Sekunden Vorsprung nach hinten und drei Sekunden Rückstand auf Platz fünf. Das letzte Schwimmen und Radfahren war enorm zäh und ich musste mich immer wieder quälen, die Watt und Geschwindigkeit zu halten. Ich hatte die ganze Zeit über Max Stanley vor Augen, der in München noch gesamt Zweiter geworden ist. Beim Laufen merkte ich dann, dass ich schneller unterwegs war und langsam näher kam. Mein gesamter Körper brannte schon und wollte sich einfach nur noch hinlegen, aber ich warf noch einmal alles hinein und überholte Max auf den letzten 100 Metern.

Weiter gehts

Mit Platz fünf bin ich mehr als zufrieden und kann jetzt wieder voller Selbstvertrauen in den nächsten Trainingsblock starten. Es waren nur zwei Rennen diese Saison die nicht gut liefen und trotzdem habe ich schon angefangen, mein Training zu hinterfragen und an mir zu zweifeln. Auch wenn ich weiß, dass auch schlechte Wettkämpfe zum Prozess dazugehören, bin ich hier doch immer schnell mein härtester Kritiker, aber hier cool zu bleiben, zahlt sich immer aus!

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Ostern mal anders

Das Semester neigt sich nun langsam schon dem Ende zu und die Zeit vergeht mal wieder wie im Flug. Ab heute sind es gerade mal nur noch 1,5 Wochen Uni, dann ein paar letzte Prüfungen, noch 1 Woche Training hier und dann geht’s auch schon wieder zurück. Umso mehr ein Grund die verbleibende Zeit hier nochmal voll auszunutzen und zu genießen. Da wir am Karfreitag keine Uni hatten, wollten wir das verlängerte Osterwochenende voll ausnutzen und haben kurzerhand beschlossen nach Tennessee zu fahren.

Lake House in Tennessee

Bis nach Tennesee? Das sieht auf den ersten Blick ziemlich weit aus mit 4h Autofahrt ist es auf jeden Fall kein Katzensprung, aber so langsam gewöhne ich mich schon an den neuen Blickwinkel was Entfernungen hier in Amerika angeht. Also gings gleich am Donnerstag nach der Uni ans Autopacken und los nach Tennessee. Dort hat ein Freund hier aus meiner Trainingsgruppe ein Ferienhaus, direkt am See, mit Boot und allem was man sich nur wünschen kann.

Die vergangen Jahre (besonders vor Corona) war ich an Ostern immer im Trainingslager in der Toscana mit dem Bayerischen Triathlon Verband, das vermisse ich auf jeden Fall sehr, aber dieses Jahr war die Osterausbeute im Haus am See auf jeden Fall konkurrenzfähig. Leider bin ich übers Wochenende ein wenig krank geworden (kein Corona) und konnte es leider gar nicht ausnutzen mal außerhalb der Stadt rad zu fahren. Dafür haben wir viele andere Sachen unternommen und während die anderen ein wenig trainieren waren, habe ich zusammen mit zwei anderen Mädels ein wenig was für die Uni gemacht, Ostergebäck gebacken, Ostereier versteckt und es auch mal genossen auf der Couch zu liegen.

Klippenspringen

Jeden Tag sind wir mit dem Boot rausgefahren, haben ein wenig die Sonne genossen, Karten gespielt, oder sind zum Klippenspringen ans andere Ufer des Sees gefahren. Während ich dort im Boot saß musste ich jedes mal wieder realisieren, dass das gerade kein Traum ist. Es hat sich einfach so surreal angefühlt, dort im Boot zu sitzen, am Ufer entlang zu fahren, eine Villa nach der anderen zu bewundern, von Jetskis überholt zu werden und das ganze mal schnell über ein Wochenende zu machen. Es fühlt sich surreal an und ich weiß, dass es ein extremer Luxus ist, den ich da gerade erleben darf. Umso mehr habe ich das Wochenende mit meinen Freunde genossen und sehr geschätzt.

Mit dem Boot zum Abendessen

… dieser Teil war auf jeden Fall mit der absurdeste für mich, als wir zum Abendessen gefahren sind – mit dem Boot. Ich dachte ich hör nicht richtig, als der Vorschlag kam. Aber keine 10min später saßen wir alle im Boot, diesmal ohne Schwimmsachen, sondern fertig zum Abendessen. Am Ufer des Sees gibt es ein Restaurant und ich würde fast behaupten, dass die Bootanlegestellen mehr gefüllt waren als der Parkplatz für die Autos.

Dieses Osterwochenende hat sich mehr als gelohnt und nochmal so richtig gut getan um vor dem Prüfungsmarathon in den verbleibenden Wochen ein wenig Kraft zu tanken. Hoffentlich geht meine Erkältung auch schnell wieder weg, ich bins gar nicht mehr gewohnt krank zu sein…

Aber das wird schon, jetzt noch ein wenig lernen und einen Essay schreiben und dann neigt sich der Tag auch schon wieder dem Ende zu.

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Arbeitswoche

Wann ist viel, zu viel? Wann lässt man eine Einheit lieber weg und wann lohnt es sich doch noch durchzuziehen? Mein Training letzte Woche fühlte sich an wie ein Drahtseilakt und mehr als einmal fragte ich mich, ob ich jetzt nicht lieber rausnehmen sollte.

In jedem Fall war die letzte Woche eine ganz schöne Arbeitswoche. Am Montag fühlte ich mich noch richtig gut und hakte mein Training ohne zu überlegen ab. Schwimmen mit Sprints, danach Krafttraining und Abend noch ein lockerer, kurzer Lauf – alles entspannt soweit. Am Dienstag fühlte sich dann aber schon alles nach Arbeit an, meine Nase war ein bisschen zu und ich konnte nicht ganz frei atmen. Die Corona Schnelltests waren zum Glück aber immer negativ und vermutlich ist es einfach ein bisschen Heuschnupfen. Ich fühlte mich auch nicht krank, aber trotzdem hörte ich bei jeder Einheit immer genau in meinen Körper hinein.

Koppeleinheit am Samstag: 2x8x400m (72/ 71sek)

Wir bekommen von unserem Coach immer eine “Range” was die Geschwindigkeit oder Wattwerte bei intensiven Einheiten betrifft. Hier hielt ich mich letzte Woche einfach immer am unteren Bereich auf und auch beim Umfang entschied ich mich selten für das Maximum. So richtig rund lief es aber trotzdem nicht und ich musste mich öfter motivieren als es normalerweise der Fall ist. Ab und zu haben wir auch “optionale” Einheiten auf dem Plan und je nach Befinden kann man sich hier auch bewusst gegen eine Einheit entscheiden. Letzte Woche ließ ich hier einmal Schwimmen, eine Krafteinheit und einen Koppellauf weg. Das schätze ich auch sehr an meinem Trainer Roland, der einen dadurch auch zur Selbständigkeit erzieht und mich auch eher zur Pause ermutigt 😉

Bevor man immer zwanghaft alle Einheiten durchzieht und dann am Ende krank wird und gleich ein paar Tage ausfällt, sind so kleine Anpassungen im täglichen Plan meistens der richtige Weg. Da spreche ich mich persönlich natürlich auch nicht frei von Zwang, aber aus Erfahrung sagt einem der Körper meistens das Richtige.

Schalter umlegen – London is calling

Solche Wochen wird es immer mal wieder geben und da muss man einfach durch. Meine Devise ist hier: Selbstvertrauen nicht verlieren, entspannt bleiben und auf bessere Tage hoffen. Die kommen aber hoffentlich schnell wieder, denn am Donnerstag fliege ich nach London. Die Arena Games der Superleague gehen in die zweite Runde und hier kann man sich keine 90% erlauben. Samstag geht es wieder rund, das Format ist dasselbe wie in München und die Konkurrenz ist auch wieder sehr stark. Mein Ziel ist es, ins Finale zu kommen und meine Fehler von München nicht zu wiederholen! Mal sehen was drin ist.

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Schwimmblog Taliso Engel: Zwei Weltrekorde in Berlin

Hey,

eigentlich wollte ich mich direkt aus Berlin bzw. von der KLD aus Leipzig melden. Allerdings hatte ich ein paar technische Probleme, weshalb ich euch jetzt erstmal einiges zu erzählen habe. 

IDM Berlin (Internationale Deutsche Meisterschaft)

Ich fange am besten direkt bei der IDM in Berlin an.
Der ganze Wettkampf lief insgesamt, für das was ich trainiert hatte, deutlich besser als erwartet. Direkt am ersten Tag schaffte ich es über die 100m Brust mit einer 1:03,7 nah an meine Bestzeit aus Tokyo ranzukommen.
Am nächsten Tag standen die 100m Kraul auf dem Plan, wo ich um ein paar Zehntel Bestzeit schwimmen konnte und somit einen neuen Deutschen Rekord in meiner Startklasse aufstellte.
Der dritte war dann definitiv der erfolgreichste von den vier Tagen:
Es standen die kurzen Strecken auf dem Plan. Die 50m Kraul liefen mit einer sehr knappen Bestzeit schon sehr gut. Bei den 50m Brust schaffte ich es dann seit einem Jahr endlich wieder die 29 Sekunden zu knacken (28,8) und somit meinen Weltrekord von letztem Jahr wieder zu brechen. Im Finale liefen die 50m Kraul nicht mehr ganz so gut, dafür ging auf die 50m Brust nochmal mehr. Mit einer Zeit von 28,7 konnte ich meinen Weltrekord erneut brechen.
Mit dieser Zeit stehe ich jetzt auch bei den nichtbehinderten Schwimmern im DSV in meinem Jahrgang (2002) auf Platz 1.
Am Sonntag standen dann nur noch die 200m Lagen auf dem Programm, über die ich am liebsten gar nicht mehr nachdenken möchte. Mit sechs Sekunden über meiner Bestzeit meldete ich dann das Finale ab und hatte somit den Wettkampf für mich abgeschlossen.
Für 200m hat mir einfach das Training in den letzten Wochen gefehlt. Alles in allem war ich aber schon ziemlich zufrieden mit meinen Ergebnissen. 

KLD in Leipzig (Komplexe Leistungsdiagnostik)

Im Anschluss zur IDM in Berlin ging es für alle Athleten, die sich für die WM qualifiziert hatten – also auch für mich – direkt nach Leipzig zur KLD (komplexe Leistungsdiagnostik). Wie immer waren hier einige Test an Land und im Wasser auf demPlan. Leider habe ich bei einer der Übungen an Land leicht die Schulter überlastet. Trotzdem konnte ich alle Tests noch gut mitmachen. Nach dem Auswertungsgespräch am Mittwoch ging es dann endlich wieder nach Hause. 

Auch wenn ich insgesamt nur eine Woche unterwegs war kam mir die Zeit sehr lange vor, aber es hat gut getan mal wieder ein bisschen unterwegs zu sein und Wettkampfluft zu schnuppern. 

Ab ins Trainingslager

Vier Tage später hieß es für mich dann auch schon wieder Koffer packen und ins Flugzeug steigen, denn es ging endlich mal wieder in ein Trainingslager mit meiner Mannschaft aus Nürnberg in die Sonne.
Mittlerweile bin ich schon fast eine Woche hier auf Zypern. Genaueres werde ich euch allerdings nochmal in einem separaten Blog erzählen. 

Bis dann

Euer Taliso

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Hunger-Games in München

Offiziell “Superleague Arena-Games”, aber der Spaß-Leiden Faktor war für mich definitiv mehr Hunger-Games als Triathlon. Insgesamt war es aber trotz allem ein cooles Event, auch wenn das Format noch einige Schwächen hat und es für mich persönlich nicht sonderlich gut lief.

Wer sich für meinen genauen Rennablauf interessiert, soll sich einfach die neue Podcast Episode anhören;) Die geht im Laufe des Tages noch online und Podcast ist einfach das bessere Medium, um eine detaillierte Rennzusammenfassung wiederzugeben. Hier gibts daher einfach ein paar Bilder und meine Gedanken zum Rennformat allgemein.

Am Freitag konnte man sich mit den Laufbändern vertraut machen und bekam seinen Wettkampfeinteiler. Wie immer bei der Superleague, gab es auch noch ein bisschen Content Shooting, um am nächsten Tag in der Übertragung, Bilder der Athleten zur Verfügung zu haben.

1. Wettkampf: Massenstart (200m/ 4km/ 1km)

2. Triathlon: Verfolgung (200m/ 4km/ 1km)

(Darren Wheeler – That Cameraman/SuperLeague)

Indoor Triathlon?

Insgesamt betrachtet funktioniert das Konzept und Format als Event vor Ort sehr gut. Es ist vor allem ein Event für die Zuschauer vor Ort, denn die Stimmung im Finale war schon cool und das Rennen auch sehr spannend. Man sieht die Athleten die ganze Zeit live und kann jeden Positionswechsel und die verschiedenen Disziplinen komplett mitverfolgen. Wenn der Moderator vor Ort dann dem Publikum noch gut einheizt, dann macht es echt Spaß zuzuschauen!

Als Sportler, der mitten im Wettkampfgeschehen dabei war, bin ich aber natürlich etwas kritischer. Vor allem der Teil auf dem Rad, ist auf Zwift einfach ganz anders, als in der realen Welt. Wenn man nach dem Schwimmen nicht in der Radgruppe dabei war, war es einfach unmöglich die Lücke zu schließen und Zeit gutzumachen. Im Gegenteil, man verlor immer mehr Zeit und war schon fast aus dem Rennen. Das wurde mir persönlich auch zum Verhängnis, aber es ging auch anderen Athleten so. Wenn man wiederum in der Gruppe vorne dabei war, konnte man auch keinen Unterschied machen und es konnte sich nie ein Athlet absetzen. Das Radfahren war also eigentlich immer nur der Lückenfüller zwischen Schwimmen und Laufen und das ist natürlich schade. Entweder du warst vorne dabei, oder halt nicht. Vielleicht wäre eine Lösung des Problems, den Effekt des Windschattens etwas zu reduzieren, denn der ist im Vergleich zur realen Welt deutlich erhöht.

Das gesamte Format ist auch einfach sehr schwimm-lastig. Im Vergleich zu einer normalen Sprintdistanz ist der Schwimmanteil hier 25 Prozent größer. Das wird noch verstärkt, dadurch dass das Radfahren durch den hohen Windschatteneffekt an der Spitze relativ “neutralisiert” ist. Das Laufen finde so wie es ist gut gelöst, aber es ist einfach enorm anstrengend diese Laufbänder selbst anzutreiben und vielleicht finde ich hier ja noch eine effektivere Technik um schneller vorwärts zu kommen;)

wenn es in zwei Wochen in London wieder rund geht, bin ich aber definitiv wieder dabei und geb dem Format noch eine Chance! Ich habe noch eine Rechnung offen mit den Arena Games…

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National Champions!

Spoiler gleich mal vorne weg – sorry! Aber yes – am Wochenende sind wir National Champions geworden! Im Sprint Einzelrennen, in der Mixed Team Relay, in der Männergesamtwertung über die Olympische Distanz und über alle Wettkämpfe hinweg als Teamgesamtwertung (also 2x Sprintwettkampf (m/w), Mixed Team Relay, Olympisch (m/w)).

Ein erfolgreiches Wochenende… und ganz schön viele Wettkämpfe. Letzten Donnerstag gings los mit dem Teambus in Richtung Georgia zum Rennen. Dort angekommen haben wir erst mal ausgeladen, unser Teamzelt aufgebaut und sind zusammen den Kurs (für die Sprintdistanz und MTR – Mixed Team Relay) abgefahren. Hier gab es im Gegensatz zu internationalen Wettkämpfen wie Europacups, EM, WM… keine offizielle Kursbesichtigung mit allen Athleten. Der ganze Wettkampf hat auf einem großen Golfresort stattgefunden und war ganz schön hügelig aber mit einer wunderschönen Szenerie. Für die 20km Radfahren bei der Sprintdistanz mussten wir also 4 Runden fahren, in der MTR nur eine. Der Kurs hat mir von Anfang an richtig gut gefallen, hügelig, kurvig und ein paar etwas technische Passagen um die Wendepunkte – also zum Glück nicht nur ein auf und ab Gefahre.

Nach unserer Kursbesichtigung gabs noch einen kleinen Shakeout Run von der langen Autofahrt um die Beine ein wenig zu lockern, danach ab ins Hotel, Racebreefing und los zur Pastaparty. Zurück im Hotelzimmer haben wir dann noch unsere Sachen für den nächsten Tag gepackt – am Freitag gings nämlich schon früh los!

Race Day

Falls ihr euch schon gewundert habt, warum ich zwar übers Radfahren und Laufen am Vortag geschrieben habe, nicht aber übers Schwimmen – dafür gibts eine einfache Erklärung: das Wasser war a**** kalt! Mit ca. 14 Grad Wassertemperatur (vielleicht etwas großzügig gemessen an manchen Stellen) war der Neoprenanzug natürlich Pflicht! Da mein (erster) Start für die Sprintdistanz gleich morgens um 9 Uhr war, hat sich die Außentemperatur aus Bequemlichkeit gleich mal an die Uhrzeit angepasst. Mit 9 Grad Außentemperatur waren dann die 14 Grad im Wasser fast schon ein wenig warm. Also gut aufwärmen, (in meinem Fall) auf keinen Fall einschwimmen, dafür wars einfach zu kalt, und los gehts! Das Schwimmen war zwar kalt und vor allem die ersten Meter waren ein kleiner Schock, aber da geht es ja allen gleich. Nach knapp 800m schwimmen konnte ich dann mit einem kleinen Vorsprung auf die Radstrecke gehen. Es war mein erster Wettkampf, in dem ich 20km alleine gefahren bin, aber es war richtig cool auf der anspruchsvollen Strecke.

Dann gings auch schon auf die (ebenfalls bergige) 5km Laufstrecke. Auf den zwei Runden habe ich dann versucht den Vorsprung gut zu halten, in der zweiten Runde habe ich dann aber ein wenig Tempo rausgenommen – denn gleich 2h nach meinem Zieleinlauf gings schon weiter mit meinem Start in der MTR.

… also kaum im Ziel angekommen gings gleich zum auslaufen, Speicher ein wenig auffüllen und vorbereiten auf den nächsten Start!

Mixed Team Relay

Mit der MTR ging es dann gleich um 12 Uhr weiter. Hier gab es in Folge der Änderung für den aktuellen Olympia Zyklus eine kleine Änderung in der Startreihenfolge. Anstelle der Reihenfolge Frau-Mann-Frau-Mann starten jetzt die Männer an 1 und die zweite Frau darf das Rennen ins Ziel bringen.

Nach meinem Sieg über die Sprintdistanz, Platz 6 von meinem Teammate und einem zweiten und dritten Platz in der Männer Einzelwertung war unser Ziel für die MTR klar: National Champion! Die Distanzen der MTR waren, wie schon im letzten Blogpost erwähnt, super kurz. Trotzdem – meine Motivation einen nassen Neo anzuziehen und wieder ins kalte Wasser zu springen war zuerst eher niedrig. Das hat sich dann aber super schnell geändert, gute Stimmung vor Ort, das beste Supportteam von meiner Uni und einfach super schnelle Teammates! Ich durfte also als letzte Athletin auf die Strecke gehen und habe von meinen Teammates schon einen guten Vorsprung mit auf den Weg bekommen. Für mich hieß es dann also: sicher durchkommen und den Sieg ins Ziel bringen!

… das war also schon mal ein super erfolgreicher Start ins Wochenende. Nach einem guten Cooldown, gutem Essen und einem Film am Abend war dann mein Job erstmal getan. Dafür ging es dann für den Großteil meines Teams am Samstag noch ins Rennen über die Olympische Distanz. Hier wurde die Schwimmstrecke dann sogar verkürzt, da es zum Zeitpunkt des Rennstarts (7:30 morgens) einfach noch zu kalt war! Auch hier hat das ganze Team richtig gut abgeliefert und so hat das Triathlon Club Team der Queens University of Charlotte den Gesamtsieg geholt und ist jetzt National Champion!

Nach so einem erfolgreichen Wochenende gings dann noch am Samstag wieder zurück nach Charlotte, zuerst wurde aber unser Coach noch mitsamt Klamotten kurz mal ins kalte Wasser getaucht hehe:)

Triathlon Saison vorbei

Und so schnell ist es auch schon geschafft. Die offizielle Triathlon Saison für das Springsemester ist jetzt schon vorbei und es gibt auch kein verpflichtendes Training mehr. Natürlich haben wir weiterhin unsere Schwimmzeiten, in denen wir unser eigenes Programm schwimmen können und es findet sich immer jemand um mal zusammen Radzufahren, aber das offizielle Training ist vorbei. So richtig los gehts dann erst wieder im nächsten Semester, wenn dann die NCAA Saison beginnt!

1 Month to go

… und so schnell gehts auch hier. Jetzt sind es nur noch 3 Wochen Uni hier und dann ist das erste Semester schon Geschichte, natürlich stehen jetzt einige Prüfungen an, aber lang dauert es nicht mehr und dann geht auch schon mein Flug in 4 Wochen zurück nach Deutschland!

Go Royals! Mit den besten supportern!
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Superleague is back!

Rennwoche 2.0 und dieses Mal ist es ein Heimspiel. Am Samstag gehe ich in München bei den Arena Games der Superleague an den Start. Typisch Superleague ist das Ganze natürlich kein normaler Triathlon, sondern mal wieder etwas komplett Neues. Schwimmen im Becken, Radfahren und Laufen auf Zwift, kurze und schnelle Rennformate. Halbfinale, Finale, Massenstart und Verfolgung, hier mal ein Überblick:

Am Start sind 16 Athlet*innen, gleichermaßen bei den Männern wie bei den Frauen. Am Vormittag findet das Halbfinale statt, aufgeteilt in zwei Wellen je acht Athlet*innen. Jedes Halbfinale besteht wiederum aus zwei Rennen, die Distanzen bleiben dabei immer gleich. Gestartet wird mit einem Massenstart, 200m Schwimmen, 4km Rad und 1km Laufen (auf einem Laufband das man selbst antreiben muss). Im Anschluss gibt es ein Verfolgungsrennen mit den Abständen des ersten Wettkampfes. Die ersten drei Athleten über der Ziellinie qualifizieren sich direkt fürs Finale am Abend. Zusätzlich zu den sechs direkt qualifizierten Athlet*innen, kommen die zwei Zeitschnellsten, sodass am Abend acht Athlet*innen im Finale stehen. Noch Fragen?

Weiter gehts mit dem Finale. Insgesamt drei Triathlons, die Distanzen aus dem Halbfinale bleiben gleich.

  • Runde 1: Massenstart, Swim/ Bike/ Run
  • Runde 2: Massenstart, Run/ Bike/ Swim
  • Runde 3: Verfolgung (Abstände kumuliert aus Runde 1+2) Swim/ Bike/ Run

Zur Vorbereitung habe ich gestern mal ein “Curved Laufband” getestet. Auf den Dingern laufen wir am Samstag und die ersten Schritte waren ziemlich wackelig. Vom Gefühl her ist das Laufen auf so einem Laufband deutlich anstrengender als draußen auf der Straße oder auf einem herkömmlichen Laufband. Das Besondere ist eigentlich nur die leichte Rundung, sodass man vorne immer leicht “bergauf” läuft und das man das Band selbst antreibt. Schnell Laufen ist auf jeden Fall höllisch anstrengend :()

Heute Früh hatte ich außerdem noch eine intensive Schwimm- / Rad – Koppeleinheit auf dem Programm, um mich an den direkten Wechsel zu gewöhnen. Während der Einheit dachte ich mir nur: ” Für was habe ich mich da am Samstag angemeldet?!” Hier mal ein paar Zeiten und Wattwerte von heute:

  • Runde 1: 2x200m Swim (2:24, 2:23min) + 6min Rad (30sek 450W, 4min 350W, 30sek 450W)
  • Runde 2: 6min Rad (gesteigert 330-430W) + 3x100m Swim (1:06, 1:07, 1:06min)
  • Runde 3: 4x50m Swim (31-32sek) + 6min Rad (40sek 430W, 40sek 230W)

Es überrascht mich immer wieder wie hart eine Einheit wird, wenn man zwei Sportarten miteinander koppelt. Wenigstens habe ich so ein bisschen Gefühl fürs Wochenende bekommen und ab jetzt wird getapert und die Beine hochgelegt. Wenn ihr das Ganze live verfolgen wollt, dann checkt einfach die Homepage der Superleague ab. Los geht am Samstag Abend um 17:30 Uhr mit dem Finale der Frauen. Die Männer starten dann direkt im Anschluss. Hoffentlich mit mir;)

Hier gibts außerdem noch den aktuellen Podcast von gestern:

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Schwimmblog Taliso Engel

Internationale Deutsch Meisterschaft Berlin

Heyy,

heute geht es für mich endlich mal wieder nach Berlin. Dort finden in den kommenden vier Tagen von 31.03. – 03.04. die Internationalen Deutschem Meisterschafen (IDM) statt. Ich starte insgesamt fünf Mal:

Donnerstag, 31.3.22: 100m Brust

Freitag, 1.4.22: 100m Kraul

Samstag, 2.4.22: 50m Brust, 50m Kraul

Sonntag, 3.4.22: 200m Lagen

Das Training in den letzten Wochen lief leider etwas holprig, weshalb meine Ansprüche an die kommenden Tage jetzt nicht zu hoch sind. Dennoch bin ich sehr gespannt, was für Zeiten und Platzierungen hier in Berlin wieder rauskommen werden. Erfahrungsgemäß ist das Wasser und das Becken hier ja perfekt, um Bestzeiten zu schwimmen. Außerdem freue ich mich sehr alle Kollegen und die ganze internationale Konkurrenz seit den Paralympics endlich mal wieder zu sehen.

Ihr könnt die ganze IDM natürlich wie jedes Jahr über den Livestream live mitverfolgen. 

Hier geht’s zum Livestream:

http://www.idm-schwimmen.de/de/home.html

Ich werde euch aber natürlich auch hier und vor allem auf insta immer wieder auf dem Laufenden halten.

Im Anschluss zur IDM geht es dann direkt zur komplexen Leistungsdiagnostik nach Leipzig.

Ich melde mich aus dem Trainingslager auf Zypern wieder bei Euch und werde von Berlin berichten 😉

Euer Taliso

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Raceweek!

Am Freitag geht’s los! Mein erstes Triathlon Rennen steht vor der Tür und in ein paar Tagen ist es soweit. Dieses Wochenende ist der Saisonhöhepunkt für das Club-Team hier an der Uni: die Club-Nationals.

Insgesamt gibt es zwei verschiede Teams hier an meiner Uni, generell natürlich das Frauen und Männerteam aber zusätzlich gibt es einmal das Club Team und dann das NCAA Team. NCAA (=National Collegiate Athletic Association): “is a member-led organization dedicated to the well-being and lifelong success of college athletes.” Das hört sich jetzt erst mal recht kompliziert and und selbst die Athleten die ich gefragt habe was die NCAA denn genau ist konnten mir keine komplette Antwort geben. aber einfach gesagt, ich würde NCAA als die Rahmenorganisation beschreiben, über die alle Athleten hier an der Uni eine Sportart ausüben und an Wettkämpfen teilnehmen, sofern die Sportart Teil der NCAA Sportarten ist.

Triathlon – Club/NCAA?

Wie – es gibt auch Sportarten an den Unis, die nicht Teil der NCAA sind? Keine Sorge, so kompliziert ist es nun doch nicht. Triathlon ist bis jetzt nur für Frauen eine NCAA Sportart – für Männer ist es bisher ”nur” eine Club-Sportart. Die beiden Teams unterscheiden sich hauptsächlich durch die Wettkampfdistanzen (NCAA: Sprintdistanz, Club: hauptsächlich Olympische Distanz) und die Semester, in denen die jeweiligen Teams ihre Wettkampfsaison haben. Für das NCAA Team ist das das Fallsemester, für das Clubteam das Springsemester. Ein weiterer Unterschied ist, dass Athleten, die Teil des NCAA Teams sind im selben Jahr nicht gleichzeitig Teil des Club Teams sein dürfen.

Da ich erst im Januar hier an die Uni gekommen bin, ist momentan also Club Season hier & da ich erst im Herbst die NCAA Rennen beginnen darf ich für dieses Semester noch Teil des Club Teams sein und die Nationals starten! Für die Nationals am Wochenende geht es für uns also nach Georgia. Insgesamt gibt es dort drei Rennen. Am Freitag Morgen geht es los mit einer Sprintdistanz, in der je zwei Männer und zwei Frauen and den Start gehen dürfen. Mittags findet dann eine Mixed Team Relay statt mit super kurzen Distanzen (300m Schwimmen, 4km Radfahren und nicht einmal 1km Laufen). Am Samstag geht es dann für den Rest meines Teams auf die Olympische Distanz, dort zählen die besten 7 Rennergebnisse für die Teamwertung. Für mich geht es nur am Freitag an die Startlinie, dafür dann aber gleich zwei mal. Gleich morgens um 8 gehts los mit der Sprintdistanz und dann schon um 12 mittags weiter mit der Mixed Team Relay!

Ein klares Eisbad

Auch wenn ich mich ziemlich auf die Wettkämpfe freue – das Schwimmen wird kein Spaß! Momentan hat das Wasser 13 Grad – wir schwimmen also mit Sicherheit im Neoprenanzug… kalt wirds auf jeden Fall trotzdem :/

Aber mal sehen, da geht es ja allen gleich! Ich freu mich auf jeden Fall sehr mal wieder an der Startlinie zu stehen und noch viel mehr freue ich mich auf meinen ersten richtigen Wettkampf mit dem Team…. und dann auch endlich mal wieder ein Mixed Team Relay.

Mixed Team Relay – mal etwas anders

In der Mixed Team Relay starten jeweils zwei Männer und zwei Frauen. In den letzten Jahren war die Reihenfolge immer Frau-Mann-Frau-Mann. Diese starre Struktur ändert sich gerade ein wenig und so ist es am Wochenende mal anders herum und so dürfen sich die Jungs mal dem Gedrängel am Anfang stellen und die Mädels mal das Rennen ins Ziel bringen. In diesem Fall darf ich als letzte Athletin ins Rennen gehen und hoffentlich ein erfolgreiches Rennen ins Ziel bringen!

Da ich hier noch keine Wettkämpfe gestartet bin und durch COVID auch hier viele Wettkämpfe abgesagt wurden, kann ich leider schwer einschätzen wo unser Team gerade steht aber die letzten Wochen haben wir auf jeden Fall gut trainiert und sind sehr motiviert als Team an den Start!

Go Team!

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Woche 0: Alles auf Anfang

Zurück auf dem Weg nach Hause, zusammen mit vielen vielen Trainingsstunden und dem ersten Rennen der Saison im Gepäck. Hier ein kurzer Rückblick…

No 1: Las Playitas – Fuerteventura

Los ging’s zusammen mit der Nationalmannschaft in Fuerte. Hier hatte ich kaum eine Einheit die mir schwer gefallen ist. Ich bin immer besser in den Rhythmus gekommen und würde die Zeit als das perfekte Trainingslager bezeichnen. Drei Wochen sehr hochqualitatives Training, gute Laune, gutes Wetter und einige Fotoshootings;) 

Am Ende der Zeit war ich natürlich – wie es sich für ein ordentliches Trainingslager auch gehört – ordentlich müde und habe mich schon auf den Ortswechsel gefreut.

No 2: Colonia de Sant Jordi – Mallorca

Weiter ging’s zusammen mit dem Nachwuchs des Bayerischen Triathlon Verbandes. Nach drei ruhigeren Tagen, habe ich hier noch einmal eine Woche intensiv trainiert, bevor ich zusammen mit Michelle für eine „Urlaubswoche“ nach Port de Soller gefahren bin. Rückblickend, hätte mir nach Fuerte eine komplette Entlastungswoche besser getan, aber das war in diesem Fall zeitlich einfach nicht drin. Dazu kam auch einfach noch der Stress vor Ort mit einigen Coronainfektionen und der Ungewissheit, ob ich mich selbst nicht doch auch angesteckt haben könnte. Am Ende bin ich hier zum Glück noch einmal davon gekommen, aber es hat mich trotzdem ziemlich belastet. 

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No 3: Port de Soller – Mallorca

Die sieben Tage hier waren wirklich sehr erholsam! Durch die langen Saisons, vielen Wettkämpfe und Ausbildungen bei der Bundeswehr, war ich seit über zwei Jahren in keinem gemeinsamen Urlaub mehr mit Michelle. Daher war es definitiv mal wieder Zeit dafür und Port de Soller war genau der richtige Ort dafür. Ein bisschen Wandern, Radfahren, Laufen und Schwimmen… alles ohne viel auf den Tacho oder die Uhr zu kucken, aber um das Gefühl nicht ganz zu verlieren und einfach Spaß an der Bewegung zu haben. 

4: Girona – spanisches Festland

Last but not least, zwei Wochen in Girona zusammen mit meiner Trainingsgruppe aus Nürnberg. Hier hat uns dann das Glück mit dem Wetter verlassen und das Tief über Südeuropa voll erwischt! Viel Regen, wenig Sonne und 13-15 Grad sind nicht optimal. Hätten wir das vorher gewusst, hätte man sich den Aufwand natürlich sparen können, denn in Deutschland regierte das Hoch. Hätte hätte… Am Ende haben wir uns irgendwie arrangiert und trotzdem gut durchgezogen, aber es macht einfach nur halb so viel Spaß (oder manchmal auch gar keinen)

No 5: Saisoneröffnung Quarteira – Portugal

Um für das Ganze einen würdigen Abschluss zu finden, habe ich schon relativ früh beschlossen, den Europacup in Quarteira zu starten. Mir persönlich hilft auch ein unmittelbares Ziel auf das ich hinarbeiten kann immer sehr gut. Auch wenn ich wusste, dass ich noch nicht bereit war 100% abzuliefern und wir den Fokus in den letzten Wochen eher noch auf Grundlageneinheiten hatten. Ich hatte einfach Lust ein Rennen zu starten und zu sehen, wo ich gerade im Vergleich zur Konkurrenz stehe. 

Meine Erwartungen im Vorfeld waren also nicht sonderlich hoch und ich war ganz schön nervös, als ich am Samstag Nachmittag an der Startlinie stand. Das Feld war sehr gut besetzt und auch einige Top Athleten aus Japan und den USA waren mit dabei. Dementsprechend ging’s dann beim Schwimmen gleich zur Sache und auch wenn ich mich noch nicht so fit fühle, habe ich doch auf einen besseren Tag gehofft. 

Von Anfang an konnte ich einfach keinen Druck aufbauen und bin irgendwo im Mittelfeld vor mich dahingeschwommen. Obwohl ich immer wieder versuchte meine Frequenz zu erhöhen und mich nach vorne zu arbeiten, war es einfach nur höllisch anstrengend. Meine Arme waren schwer und ich war nur damit beschäftigt genug Luft zu bekommen und an den Bojen nicht zu arg in Bedrängnis zu geraten. Das Ganze setzte sich dann auch beim Radfahren und Laufen fort. Auf dem Rad konnte ich mich zumindest noch mit einigem Kraftaufwand in die zweite Gruppe vorarbeiten, aber beim Laufen war mein Körper nach ein paar Kilometern einfach am Limit. Mit Atemproblemen und Krämpfen in den Beinen musste ich dann das Tempo rausnehmen und hab mich erst am Ende wieder etwas erholt und konnte mit einer halbwegs passablen Zeit (32:43min) an 37er Position ins Ziel laufen. Wer noch ein paar Details wissen will, kann sich gerne den Podcast von gestern anhören. Die Tonqualität wird wahrscheinlich nicht überragend sein, denn wir haben am Flughafen kurz vor Abflug aufgenommen…

Nicht gerade das, für was ich angereist war, aber für mehr hat es am Samstag einfach nicht gereicht. Schon ziemlich frustrierend wenn man ein paar Monate zuvor, beim gleichen Rennen noch auf dem Podest gestanden hat und jetzt nicht mal eine Minute in der Übertragung zu sehen war… aber gut, abhaken und weiter machen. Ich habe mich eigentlich auch relativ schnell wieder motiviert und das Rennen verarbeitet. Es ist noch sehr früh in einer sehr langen Saison und die Grundlage ist gelegt. Das erste Rennen ist nie einfach und ist hiermit abgehakt!

Fazit

Würde ich das Ganze wieder machen? Eher nicht. Nach einem sehr langen Winter in Nürnberg letztes Jahr, hatte ich dieses Jahr einfach Lust auf so einen Trip und durch den Kurzurlaub auf Mallorca hat sich das Ganze einfach so ergeben. Jetzt freue ich mich aber sehr wieder in Nürnberg zu sein und hier zum normalen Leben zurückzukehren. Ich bin schon eher ein Typ der auf Routine steht und mag es auch einfach sehr in Nürnberg zu sein. Nächsten Winter also dann eher zwei dreiwöchige Trainingslager und keinen zu frühen Saisoneinstieg;)

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Last but not least – Woche 8: Race-Week!

So siehts aus… So langsam fange ich an, mein Zuhause zu vermissen. Ob das jetzt am schlechten Wetter liegt, oder an der Tatsache, dass ich einfach schon zwei Monate lang unterwegs bin, kann ich nicht so genau sagen. Fakt ist aber, dass diese Woche die letzte Woche meiner Spanien-Odyssee ist und ich sie mit meinem ersten Rennen in dieser Saison abschließen werde. Los gehts, wo es letztes Jahr zu Ende ging;)

Seit zehn Tagen bin ich jetzt schon wieder in Girona und es hat jeden einzelnen Tag geregnet. Letzte Woche war ich noch ziemlich optimistisch und mich hat der Regen nicht gestört, aber vor allem der Samstag war dann doch ganz schön zäh. Normalerweise ist eine lange Radausfahrt eine meiner Lieblingseinheiten, aber bei 11 Grad und Regen habe ich mich deutlich mehr über das Ankommen, als über das Losfahren gefreut. In so einer Situation ist eine Gruppe immer gold wert. Es war zwar keiner von uns gut gelaunt und wir haben von den vier Stunden Fahrzeit, vielleicht nur 15min geredet, aber dennoch zieht man die Einheit zusammen durch. In der Gruppe würde nie der Gedanke aufkommen, die Einheit jetzt zu kürzen oder wegzulassen, auch wenn sich jeder wahrscheinlich insgeheim genau das gewünscht hat 😉 also schnappt euch eure Freund*innen wenn ihr mal keine Lust habt rauszugehen und zu trainieren, das erleichtert einiges.

Aber jetzt genug mit dem Selbstmitleid, solche Tage wird es immer geben und sind ja bekanntlich auch charakterfestigend! Die Woche die vor mir liegt, ist wie zuvor schon erwähnt, die erste Rennwoche der Saison. Bis Mittwoch trainieren wir noch im normalen Rhythmus weiter, bevor ich zusammen mit der Hälfte der Trainingsgruppe nach Quarteira reise. An das Rennen und die Strecke habe ich natürlich sehr gute Erinnerungen, weil ich letztes Jahr im November hier mein erstes internationales Podium in der Elite feiern konnte.

Dieses Jahr werde ich aber erstmal den Ball flach halten und mit realistischen Erwartungen an den Start gehen. Ich bin sicherlich noch nicht ganz so fit wie im November und dazu ist das Starterfeld ziemlich gut besetzt. Das Rennen wird wieder im Rahmen eines Europacups über die olympische Distanz ausgetragen und wird daher zum Einstieg gleich mal ziemlich hart werden. Das Gute ist, dass es nicht nur mir so gehen wird, sondern die meisten anderen Athleten ebenfalls hier in die Saison einsteigen werden. Keiner wird so genau wissen, was der Andere drauf hat, daher wird das Rennen wahrscheinlich auch sehr nervös und hektisch auf ablaufen. Dazu kommt, dass die Wetterprognose ebenfalls nach Regen und rutschigen Straßen aussieht, also werde ich mich möglichst vorne aufhalten um Stürze zu vermeiden. Was dann auf dem abschließenden Lauf noch möglich ist, wird sich zeigen. Im Laufen fühle ich mich aktuell aber sehr wohl und ich hatte eine gute Vorbereitung mit genug Umfang für ein zehn Kilometer Rennen.

Drückt mir auf jeden Fall die Daumen, am Samstag um 16:30 Uhr gehts los!

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Woche 7: Regen im Paradies

Letzte Woche gab schon wieder einen Ortswechsel und so langsam neigt sich mein Spanien Trip dem Ende entgegen. Seit Donnerstag letzter Woche bin ich im Heiligen Land der Triathleten und Radfahrer – in Girona. Das Wetter spielt leider noch nicht so mit, aber Regen tut zur Abwechslung ja auch mal ganz gut. Bis jetzt haben wir das Training auch ohne große Einschränkungen durchziehen können und vor allem der Tag gestern hatte es in sich. Alle Details und Werte der gestrigen Einheit hier im Blog.

Normalerweise steht der klassische Montag immer im Zeichen der Erholung. Da wir aber gerade erst am Anfang des Trainingslagers hier stehen, hat es sich im Trainingsrythmus so ergeben, dass der gestrige Monat ziemlich vollgepackt und intensiv war.

In der letzten Woche habe ich insgesamt eher weniger und ruhige Einheiten trainiert, um mich nach dem intensiven und umfangreichen Februar wieder gut zu erholen. In den sieben Tagen in Soller war ich nur zweimal im Pool und so war ich gestern zwar ausgeruht, hatte aber nicht das beste Wassergefühl. Im Radfahren und Laufen tut mir persönlich so eine Entlastungswoche immer ganz gut, aber im Schwimmen brauche ich immer wieder ein Tage, um das Wassergefühl wieder zu finden. Zum Glück stand daher gestern ein VO2max Set auf dem Plan, denn 50er gehen immer 😉

  • 1,5km einschwimmen mit Technik, Wassergefühlsübungen & kurzen Sprints zur Aktivierung
  • Hauptprogramm:
    • 400m GA1 (5:19min) + 4x50m (30-31sek) Abgang: 1min
    • 500m GA1 (6:40min) + 5x50m (29-30sek) Abgang: 1:15min
    • 600m GA1 Arme mit PB (7:10min) + 6x50m (28-29sek) Abgang: 1:30min
  • 2x500m locker ausschwimmen

Für die nächste Einheit ging’s dann um 13 Uhr aufs Rad. Hier hatten wir die Aufgabe insgesamt eine Stunde lang knapp unterhalb der “Laktat drei Schwelle” bergauf zu fahren. Zitat von meinem Trainer: “schön kontrolliert fahren, Laktat haben wir heute im Schwimmen schon genug gebildet.” Diese Art von Training gehört auch definitiv zu meinen Lieblingseinheiten! Man kann sich in diesem Anstrengungs-Bereich sehr lange aufhalten und somit entweder lange schnell oder ziemlich weit den Berg hochfahren. Das finde ich eigentlich beides gleichermaßen cool 😉

Natürlich ein altes Bild von Fuerte. Kurz kurz geht hier leider nicht, aber dafür war ich nicht alleine, sondern in der Gruppe unterwegs

Für das Radset sind wir an den berühmten Als Angels Anstieg hier gleich um die Ecke gefahren. Eigentlich sollten wir 4x15min fahren, aus Erfolgserlebnis-Gründen haben wir dann aber spontan beschlossen, drei Mal den gesamten Berg hochzufahren und in der vierten Wiederholung nur noch die fehlende Belastungszeit zur vollen Stunde abzuarbeiten.

  • 1. DG: 17:10min: 57rpm/ 136bpm/ 353W
  • 2. DG: 17:00min: 66rpm/ 135bpm/ 345W
  • 3. DG: 17:16min: 76rpm/ 138bpm/ 353W
  • 4. DG: 9:00min 83rpm/ 140bpm/ 359W

Zusatzaufgabe war (wie man erkennen kann) eine Trittfrequenzsteigerung vom Kraftausdauerbereich (55-65rpm) bis hin zu 80-90 Umdrehungen.

Die letzte Einheit des Tages war ein Koppellauf, unmittelbar im Anschluss an das Radprogramm. Hier hatten wir die Vorgabe uns in die Aufgabe hineinzuarbeiten und das Tempo mit abnehmender Belastungszeit zu steigern.

Programm: 6-5-4-3-2-1min Belastung, Pause = halbe Belastungszeit locker joggen (3-2,5-2-1,5-1min) Für die Wattwerte verwende ich den STRYD Power Sensor, ist relativ genau und interessant, da hier im Gegensatz zur reinen Geschwindigkeit, die Windverhältnisse und Steigung mitberücksichtigen werden:

  • 6min: 418W/ 3:28min/km / 145bpm
  • 5min: 430W/ 3:21min/km / 156bpm
  • 4min: 439W/ 3:13min/km / 163bpm
  • 3min: 454W/ 3:07min/km / 168bpm
  • 2min: 468W/ 2:56min/km / 173bpm
  • 1min: 486W/ 2:48min/km / 172bpm

Der Koppellauf war der erste schnellere Koppellauf in dieser Saison und ich bin sehr zufrieden mit dem aktuellen Gefühl im Training. Für den Rest der Woche steht dann wieder vermehrt ruhigeres und längeres training auf dem Plan und der Freitag wird noch einmal intensiv. Außerdem hoffe ich, dass ich endlich mal wieder eine Podcastaufnahme hinbekomme. Das war in den letzten Wochen leider zeitlich nicht drin, aber Julian und ich sind dran einen gemeinsamen Zeitslot zu finden;)

Ansonsten bis nächste Woche und ich hoffe euch haben die Trainingseinblicke gefallen!

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Florida und Tornados

Florida? – Spring break! Nach den ersten 8 Wochen Uni haben wir gerade eine Woche Ferien/Spring Break. Sobald die Vorlesungen letzten Freitag vorbei waren war der Campus wie leer gefegt. Die Cafeteria: zu, Dormrooms: leer und alle auf und davon nach Hause oder weiter Richtung Süden. Nach Hause wäre zwar ganz schön aber auch ein wenig weit und teuer für nur eine Woche – aber weiter in Richtung Süden? Warum eigentlich nicht!

Ein Katzensprung entfernt

Also gut, es geht Richtung Süden. Eine Teamkollegin von mir hat an der Ostküste von Florida eine Wohnung – am Strand :)) also gings gleich am Samstag los. Von Charlotte nach New Smyrna sind es ca 7,5h Fahrt, für mich erst mal eine ziemliche Reise aber wie ich dann schnell gemerkt habe spielen Distanzen hier in Amerika einfach eine andere Rolle. 8h Autofahrt? Auf jeden Fall nicht besonders weit und easy machbar mit dem Auto. Auf unserem Weg Richtung Süden ging es erst einmal durch South Carolina, dann Georgia, immer entlang der Ostküste bis nach New Smyrna. Auf unserer Fahrt hatte ich bei fast jeder Tankstelle das Gefühl einfach verloren im Nirgendwo zu sein – eine alte Tankstelle, zwei bis drei Autos und rund herum einfach nichts.

Dafür war es dann hier in New Smyrna umso schöner wieder zurück in der Zivilisation zu sein und ganz ungewohnt mal wieder in einer “normalen” Wohnung zu sein – mit eigener Küche, ohne Gemeinschaftsbad und sogar mal wieder einem Wohnzimmer und Fernseher.

Autos am Strand?

Gleich am Sonntag Morgen ging es dann los zum Radfahren – keine Großstadt und unzählige Ampeln, Autos und Hektik – diesmal ging es entlang der Küste in einem Nationalpark. Zwar nur in eine Richtung und dann wieder dieselbe Straße zurück, dafür war es aber unglaublich schön, nur sehr wenige Autos, 25 Grad und Sonne, leichter Wind und gute Laune. Zweimal mit einem kurzen Stop da vor uns eine Schildkröte die Straße überquert hat und das nächste mal ein kleines Gürteltier über die Straße gelaufen kam:)

Am Nachmittag sind wir dann los zum Strand und ich war erst einmal super verwirrt! Wie auf einer Landstraße fahren Autos am Strand entlang?! Der Weg zwischen Wasser und Beginn des Strandes sind ca. 200m und anstelle von weichem Sand, und kleinen Hügeln ist der Sand hart und plattgedrückt… und die Autos parken direkt am Wasser auf dem Sand und fahren wie auf einer normalen Straße am Wasser entlang bis sie einen Parkplatz gefunden haben. Hört sich noch verwirrender an wenn ich das hier lese aber ich habe leider kein Foto davon gemacht!

So ging dann unsere Woche bis heute ganz schön schnell vorbei, fünf Mädels am trainieren, ins Café gehen, ein wenig am Strand sein und vor allem die Zeit genießen und diesen Luxus zu schätzen!!

Schon mal einen Hai gesehen?

Ich bis letzten Dienstag auf jeden Fall nicht, bis er dann 2m von mir weg war… keine Sorge ich war nicht im Wasser. Trotzdem – ein Hai? Als ich am Dienstag Morgen laufen war habe ich einen kleinen Abstecher zum Strand gemacht und bin ein wenig am Wasser entlang gelaufen. Die anderen haben mir schon erzählt, dass es hier recht viele Haie gibt und es auch immer wieder mal ein paar Vorfälle gibt aber so richtig realisiert habe ich es nicht, bis ich dann auf ein mal den Hai direkt neben mir gesehen habe. Nicht besonders groß und er ist auch relativ schnell wieder ins tiefere Gewässer geschwommen aber da das Wasser sehr schnell tief wird kam der Hai bis ca. 2m ans Ufer geschwommen und da ich direkt am Wasser entlang gelaufen bin, konnte ich ihn aus nächster Nähe sehen! Meine Vorfreude ins Wasser zu gehen war an dem Tag dann erst einmal weg.

Umso schöner war dann aber unser nächster Morgen in der Bucht. Am vorherigen Tag haben uns andere Leute von Delphinen erzählt und so sind wir vor unserer Radausfahrt an die Docks und haben ein wenig gewartet. Nicht zu lange und auf einmal waren gleich 4 Delphine in nächster Nähe, darunter sogar ein Baby.

Heute ist unser letzter Tag hier bevor es dann wieder Richtung North Carolina geht und die Uni am Montag wieder anfängt… und um noch kurz auf meine Überschrift zurück zu kommen: Tornado? Heute ist das Wetter leider nicht besonders gut und mit Radfahren sieht es eher nicht so gut aus, heute stürmt es hier ziemlich und es gibt Tornado Warnungen. Also wird es heute dann eher ein wenig entspannter, was aber auch mal ganz schön ist und ich hatte Zeit hier ein kleines Update zu schreiben:)

Triathlon in Aussicht

Natürlich gibts noch ein paar Triathlon News – am 1. April habe ich hier meinen ersten Triathlon und zwar die Club Nationals. Dazu gibt es dann nächstes mal ein paar mehr Infos – da muss ich auch noch ein bisschen mehr in Erfahrung bringen – momentan weiß ich nur dass ich dort starte:)

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Woche 6: Urlaub in Port de Soller

Ich bin immer noch auf Mallorca, aber gefühlt auf einer anderen Insel. Seit letztem Donnerstag bin ich nicht mehr im Süden in Colonia Sant Jordi, sondern in den Nord-Westen umgezogen. Während der Süden eher flach und für seine langen weißen Sandstrände bekannt ist, bin ich hier mitten im Tramuntana-Gebirge – in Port de Soller. Auch wenn man hier den Strand direkt vor der Nase hat, merke ich doch, dass ich ganz klar Team “Berge” bin. Die Abwechslung hatte ich auch wirklich nötig, denn die letzten Tage in Sant Jordi waren schon ganz schön zäh!

Mein Februar war wirklich ein sehr guter Trainingsmonat, aber vor allem in den letzten Tagen hat sich das auch deutlich bemerkbar gemacht. Mein Körper wurde von Einheit zu Einheit müder und auch mental habe ich die Belastung mehr und mehr gespürt. Es war aber definitiv interessant mal die eigenen Grenzen auszutesten und auch wenn es am Ende zäh wurde, habe ich die Belastung zumindest physiologisch gut verkraftet.

Nachdem der Transfer uns noch ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet hatte, kamen wir dann letzten Mittwoch spontan auf die perfekte Lösung. Der BTV hatte für die komplette Zeit einen Mietwagen und den haben wir uns ausgeliehen und sind am Mittwoch Abend mit unserem gesamten Gepäck (bis auf die Fahrräder) nach Port de Soller gefahren und mit leerem Auto wieder nach Sant Jordi. Am Donnerstag mussten wir dann nur noch den Rest in einen Rucksack packen und konnten eine entspannte Inseldurchquerung mit dem Rad machen.

Am Wochenende konnte ich mich dann endlich wieder gut erholen und auch mal den Touri in Palma spielen. Ansonsten gab viele Kaffeepausen und viel gutes Essen!

Zwischen den Sightseeing Aktivitäten, gab natürlich auch ein paar lockere Einheiten um die Gegend zu erkunden und mir gefällt es hier wirklich sehr gut! Die nächsten Tage fahre ich das Training dann wieder langsam hoch, bevor wir am Donnerstag mit der Fähre nach Barcelona übersetzen und von dort aus direkt weiter nach Girona fahren.

Dort gehts dann wieder voll los und ich freue mich auch schon, meine gewohnte Trainingsgruppe aus Nürnberg wiederzusehen!

Euch allen einen guten Start in die Woche!

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Woche 5: Entspannung sieht anders aus

Was für eine Woche… Ich weiß gar nicht wie ich diesen Blog hier anfangen soll, aber die ersten Worte sollten auf jeden Fall an die Menschen gehen, die in der Ukraine aktuell unter der schlimmen Situation leiden. Niemand hier kann sich vermutlich vorstellen was die Menschen dort gerade durchmachen müssen und man kann sich nur eine schnelle Stabilisation der Lage und Beendigung des Konfliktes wünschen! Politik ist zwar nicht mein Steckenpferd, aber ich will den heutigen Blog nicht einfach stumpf mit meinem belanglosen Trainingslager – Gequatsche starten und das Thema beschäftigt mich zur Zeit einfach auch sehr stark. Keine Ahnung ob gerade jemand den Kopf für einen Sportblog hat, aber so ein bisschen Routine und Ablenkung tut mir persönlich auf jeden Fall gut. Hier läuft es gerade leider nicht ganz nach Plan und ich war diese Woche nicht nur wegen den Nachrichten aus der Ukraine gestresst.

Als ich ankam gab es leider schon einen bestätigten Corona Fall in der Gruppe und auch wenn die Trainer schnell reagiert haben, kamen leider noch ein paar weitere Fälle dazu. Ich selbst habe zwar immer versucht genug Abstand von der Gruppe zu halten, aber so ganz kann man sich eben nie sicher sein und ich muss zugeben, dass ich mir an dem ein oder anderen Tag auch schon Symptome eingebildet habe. Falls die Tests und auch das Gefühl im Training, in den nächsten Tagen weiterhin unauffällig bleiben, haben wir aber mit großer Sicherheit die Infektionskette durchbrochen und noch einmal Glück gehabt! Das ist jetzt das erste Mal, dass ich aus erster Hand eine solche Infektionskette mitbekommen habe und es ist wirklich faszinierend und erschreckend zugleich, wie wenig Kontakt ausreicht, um sich zu infizieren! Gleichzeitig kann man aber auch sagen, dass sich niemand angesteckt hat, der an der frischen Luft oder mit Maske im Innenraum, Kontakt zu positiven Fällen hatte. Zumindest darauf kann man sich also noch verlassen!

Das Training hat den Umständen entsprechend jetzt nicht immer mega viel Spaß gemacht und ich war öfter mal mit den Gedanken woanders. Vor allem auf meine lange Radtour hatte ich letzten Donnerstag alleine überhaupt keine Lust und habe diese dann auch um zwei Stunden gekürzt. Seit dem Wochenende bin ich aber wieder mehr bei der Sache und versuche die guten Trainingsbedingungen hier zu genießen. Am Donnerstag geht es dann sowieso schon in den Norden der Insel, zusammen mit Michelle. Dort ist dann wirklich mal Entspannung angesagt und das Training dient nur zur aktiven Erholung und dem Erkunden der Umgebung. Ich denke dort werde ich dann auch wieder das Handy öfter in die Hand nehmen und auf Social Media wieder aktiver werden. Darauf hatte ich in der letzten Woche nämlich überhaupt keine Lust;)

Bleibt gesund und bis nächste Woche!

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Schwimmblog Taliso Engel: Erster Wettkampf des Jahres

Hey,

ich habe im Januar endlich meine Seminararbeit fertiggeschrieben und abgegeben, zudem kamen dann noch einige Klausuren. Dies hat den Januar für mich zu einem insgesamt sehr stressigen Monat gemacht hat. Auch im Training lief alles sehr chaotisch, da ich leider immer wieder kurze, coronabedingte Trainingsausfälle hatte.
Mich hat Corona bis jetzt zum Glück immer noch verschont. Allerdings ich hatte immer wieder sehr engen Kontakt zu positiven Fällen, weshalb ich ein paar Tage zu Hause bleiben musste. Um sicher zu stellen, dass ich nicht infiziert bin und ich niemanden in meiner Mannschaft anstecke fiel dann doch einiges an Training aus.
Seit Ende Januar läuft jetzt zum Glück wieder alles ein bisschen geordneter und ich hätte vergangenes Wochenende sogar meinen ersten Wettkampf in diesem Jahr schwimmen können. Allerdings musste ich diesen leider krankheitsbedingt absagen. Trotzdem bin ich zurzeit recht zufrieden mit dem Training und fühle mich sehr gut im Wasser. 

Außerdem habe ich euch noch gar nicht erzählt, dass ich seit Ende letzten Jahres stolzer Teil des AMSPORT Teams bin und somit  einen neuen Partner für Nahrungsergänzungsmittel habe.
Das Ganze kam Ende letzen Jahres zustande. Bei der bei der Veranstaltung zur Wahl des Juniorsportlers des Jahres der Sporthilfe habe ich Mark Warnecke kennengelernt und wir haben uns direkt sehr gut verstanden haben.
Ich bin Mark und seiner Firma AMSPORT sehr sehr dankbar für die Unterstützung und freue mich schon sehr auf die weitere Zusammenarbeit. 

Nun hoffe ich, dass ich bald wieder richtig ins Training einsteigen kann. Ich bin schon total gespannt auf meine nächsten Wettkämpfe, die hoffentlich bald schon vor der Tür stehen.

Bis dann, 

Euer Taliso

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Woche 4: Malle ist nur einmal im Jahr

Das erste Camp – drei Wochen Fuerteventura – ist durch! Neben dem sehr guten Training, nehme ich vor allem auch viel Motivation und Inspiration für die kommende Saison mit. Vor den drei Wochen war sich wahrscheinlich jeder etwas unsicher, ob so ein Trainingslager gut funktionieren würde. Unterschiedliche Trainingsgruppen, verschiedene Trainer und Trainingsphilosophien und natürlich jeder als individueller Athlet mit seinem eigenen Kopf. Trotzdem hat sich eine einheitliche und harmonische Gruppe gebildet in der wir viel zusammen trainieren konnten und doch jeder sein spezielles und individuelles Training umsetzen konnte. An dieser Stelle auch einmal vielen Dank an die DTU, die das Ganze zusammen mit unseren Trainern optimal umgesetzt hat.

Das war also der erste Teil der Reise durch Spanien. Gerade bin ich auf dem Weg nach Colonia Sant Jordi (Mallorca). Hier werde ich erst einmal ein paar ruhige Tage verbringen und dann wieder ins normale Training einsteigen. Dabei werde ich mich der Junioren Gruppe aus Nürnberg unter der Leitung von Stephen Bibow und Jonny Zipf anschließen. Da bin ich schon gespannt was mich so erwartet, nachdem ich jetzt schon ein paar Jahre aus dem Nachwuchs raus bin und hier viele neue Gesichter dabei sein werden.

Shooting für Schwalbe // Quelle: Tom Meyer

Nach dem intensiven drei-Wochen-Block freue mich vor allem auch auf die Erholung. Erfahrungsgemäß fällt mir das am Anfang gar nicht so leicht und ich persönlich finde es meistens sogar leichter, im Trainingsrhythmus zu bleiben. So fährt der Körper natürlich erst einmal runter und man fühlt sich eher schlechter als vor dem Trainingslager 😉 Hier muss man sich aber bewusst die Zeit nehmen, wirklich Ruhe geben und das Training wirken lassen, dann kommt die Form von alleine!

Mehr aus Mallorca dann nächste Woche!

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