Zurück in Amerika

Gerade bin ich in die vierte Wochen hier in Charlotte gestartet und um ehrlich zu sein, ich weiß gar nicht genau ob es sich so anfühlt als würde die Zeit fliegen oder doch eher sehr langsam vorbei gehen.

Es fühlt sich gerade so an als wären die Tage unendlich lang und die Wochen dann doch sehr kurz (falls das irgendwie Sinn macht:). Jedenfalls bin ich wieder zurück am Campus, die Uni hat wieder angefangen, das Training natürlich auch und das Leben drum herum geht auch seinen Weg.

Ehrlich gesagt fällt es mir gerade noch ein wenig schwer hier wieder völlig anzukommen. Seit dieser Woche ist es schon um einiges besser, doch vor allem die zweite und dritte Woche waren gar nicht so einfach. In der ersten Woche war gleich wieder ziemlich viel los, ich habe all meine Freunde hier wieder getroffen, jeder hat viel vom Sommer zu erzählen, die Uni geht los, das Training steht an, neue Athleten sind da… ihr seht schon: es ist ganz schön viel. In der ersten Woche blieb mir so auch kaum Zeit mal kurz darüber nachzudenken, dass ich jetzt tatsächlich wieder hier bin und was das für mich heißt.

4 Monate als wären sie nicht da gewesen

Dieser kleine und vielleicht etwas zu lange Zwischentitel trifft es für mich ganz gut. Vier Monate habe ich all meine Freunde und Trainingskollegen hier nicht gesehen und jeder hat so seinen Sommer ein wenig vor sich hingelebt. Natürlich war ich viel in Kontakt mit meinen Freunden und hab jede Woche mal bis nach Neuseeland, Südafrika, oder natürlich Amerika telefoniert, doch gleichzeitigk taucht doch jeder ein wenig ab in sein Leben zu Hause. Das war für mich erst einmal ein wenig seltsam als ich hier wieder angekommen bin. Jeder fragt danach wie denn dein Sommer war und klar, es gibt viel zu erzählen, denn vier Monate sind einen lange Zeit, doch letzten Endes lernt man hier die Leute doch eher nur im Unikontext kennen und weiß sehr wenig über deren Leben zu Hause. Natürlich erzählt man von Freunden und Familie, Urlaub oder tollen Unternehmungen, doch leider kennt man ja niemand aus deren sozialem Umfeld zurück zu Hause.

So erzählt jeder ein wenig vom Sommer, doch ich habe auch sehr schnell für mich gemerkt, dass das Leben und die Erlebnisse, die man teilt, sich dann doch eher nur in den zwei mal vier Monaten Semester abspielen. Das ist ja irgendwie auch logisch und auch völlig ok, doch zurückzukommen aus einem Sommer mit so vielen schönen Erinnerungen, tollen Erfahrungen und Erlebnissen und nicht so wirklich fähig zu sein allen davon zu berichten, da hier natürlich niemand meine Freunde zu Hause kennt oder genau weiß, wie mein Leben zu Hause aussieht, ist dann teils doch ein wenig schade.

Deshalb hat es sich eben ein wenig so angefühlt, als wären die letzten vier Monate vielleicht sogar gar nicht passiert, denn das Leben hier geht weiter wie es im Mai aufgehört hat, als hätte es den Sommer nicht gegeben. Vielleicht ist das aber auch nur meine Wahrnehmung und vielleicht auch anders als internationale Studentin. Und ganz ehrlich, das hört sich jetzt gleich recht traurig an aber es ist wirklich völlig ok, denn ich mag das Leben hier und hab mich richtig gefreut meine Freunde hier wieder zu sehen. Und noch was, ich freu mich schon so ein paar von meinen Freunden hoffentlich auch mal mein Zuhause zu zeigen 🙂

Training, Uni & Co

Wie schon erwähnt, mit Unibeginn ging auch das Training gleich wieder los. In diesem Semester sind sieben neue Mädels in mein Team gekommen (schon wieder ganz international bunt gemixt) und das hab ich ehrlich vermisst. Jeden Tag mit so einer coolen und vor allem großen Truppe an Mädels zu trainieren, das hatte ich in den letzten Jahren wirklich sehr selten.

Dieses Semester ist das Training allerdings ein wenig strenger und fast nur in der großen Trainingsgruppe. Im Gegensatz zum letzten Semester sind wir nämlich jetzt in der Saison und bereiten uns gemeinsam auf die Nationals am 12. November in Tempe (Arizona) vor. Da Triathlon immer nur im Herbst Semester Saison hat und im Frühling nur ein NCAA Wettkampf stattfindet ist dort das Training ein wenig lockerer. Das heißt, es gibt weniger Trainingseinheiten die im gesamten Team und mit Trainier organisiert sind und es gibt öfter die Möglichkeit das Training selbst ein wenig freier zu gestalten.

Das war gerade am Anfang auch wieder eine größere Umstellung für mich, denn über den Sommer hatte ich einen sehr freien Trainingsplan. Ich habe zwar fest ein paar Wettkampftermine im Kalender stehen gehabt, doch das Training darum herum habe ich sehr oft allein gemacht, dann eine Zeit lang in Nürnberg am Stützpunkt trainiert, oder an einen Aktivurlaub am Gardasee angepasst. Nun wieder in einer sehr strikten Routine zu sein, nach vier Monaten voller freier Entscheidungen war also schon erst einmal sehr ungewohnt.

Die ersten Wettkämpfe

Doch wie zuvor schon erwähnt, gerade in solch einer Situation ist ein gutes Team gold wert, und da bin ich hier wirklich gut aufgehoben:). So hatten wir in den ersten paar Wochen auch schon zwei Wettkämpfe (einen Swim&Rund und einen Triathlon), beide Rennen konnten wir als Uni gewinnen. Am Sonntag geht’s gleich weiter mit dem nächsten Triathlon, dann der nächste Wettkampf ca. 3 Wochen danach und dann stehen schon die Nationals Mitte November an:)

Leider muss ich hier aber noch kurz erwähnen, dass ich seit ca. 1,5 Wochen Schmerzen im Mittelfuß habe und nicht wirklich gut trainieren kann. Deshalb bin ich bis jetzt auch noch keinen Triathlon gestartet und werde vermutlich auch am Sonntag eventuell nur Schwimmen und Radfahren. Die Probleme im Mittelfuß kamen ziemlich plötzlich und ich habe nicht einmal viele Laufkilometer gesammelt. Wer mein Training ein wenig genauer kennt weiß, dass ich nur relativ wenig laufe und über die letzten Jahre leider auch viel verletzt war. So bin ich auch die letzten Wochen nicht mehr als 35km gelaufen und der Fuß ist trotzdem beleidigt. Also mal sehen wie sich das in den nächsten Tagen, hoffentlich nicht Wochen entwickeln wird…

Das wars auch schon wieder und ein kleiner Rundumschlag mit ein paar Updates, aber bald gibt es bestimmt ein paar mehr Details zu meinen Kursen dieses Jahr, wie sich mein Fuß (hoffentlich zum Guten) entwickelt und so weiter…

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Der Anfang vom Ende

Auch wenn die Saison schon ziemlich fortgeschritten ist, gibt es für mich noch einmal einen Neustart. Nach vier Wochen Laufpause, einer Woche Offseason und der letzten Woche in Italien, fühle ich mich sowohl körperlich als auch mental wieder bereit für einen letzten Trainingsblock. Ein großes Rennen gibt es dieses Jahr (hoffentlich) noch!

Den Block hier möchte ich nutzen, um mit den letzten Wochen aufzuräumen und um euch von Anfang an, im Aufbau für das letzte Rennen der Saison, mitzunehmen. Zuerst aber mal zu den letzten Wochen…

Der letzte Blog ist schon etwas her und in der Zwischenzeit ist viel passiert. Leider musste ich nach den tollen Erlebnissen und Erfolgen in Nürnberg und München, eine Laufpause einzulegen und somit auch die Weltcups in Valencia und Karlsbad absagen. Die genaue Ursache für die Schmerzen in meinem rechten Unterschenkel sind leider immer noch nicht ganz klar, aber so wie es Meistens ist, kamen hier vermutlich mehrere Faktoren zum Tragen. Angefangen hat das Ganze mit einem Ziehen in der tiefen Wadenmuskulatur nach dem Weltcup in Pontevedra. Der Laufkurs war mit einigen Höhenmetern und viel Kopfsteinpflaster, orthopädisch sehr fordernd und da ich mich an diesem Tag maximal ausbelasten konnte, mussten die Beine hier auch einfach viel einstecken. Dazu kam, dass ich meine Sitzposition leicht verändert habe (Sattel ca. 0,5cm erhöht) und dadurch mehr Zug auf die Wade eingewirkt hat. Aufgrund meiner Verletzungshistorie habe ich auch ein MRT machen lassen und zum Glück waren keine knöchernen Überlastungserscheinungen erkennbar. Da ich bis jetzt noch nie eine muskuläre Verletzung hatte, die mich länger beeinträchtigt hatte, war ich auch gleich optimistisch und beschloss in Absprache mit Trainer und Ärzten, das Lauftraining schmerzadaptiert fortzusetzen. Ich wärmte mich immer sehr ausführlich auf und im anschließenden Lauf spürte ich die Wade zwar, aber es war kein Schmerz. So beschlossen wir auch die Wettkämpfe in Nürnberg und München noch zu starten und danach weiter zu entscheiden.

Die Wettkämpfe machten es natürlich nicht besser und am Ende hilft Ruhe einfach immer am Besten. So musste ich die Laufschuhe leider in der Ecke lassen und mich mit Radfahren und Schwimmen beschäftigen. Gleichzeitig habe ich auf social media ja auch angedeutet, dass über die sportlichen Probleme hinaus, noch viel belastendere Sachen in dieser Zeit entdeckt wurden und mir meine eigenen sportlichen Probleme dadurch plötzlich eher gering erschienen. So war es auch ganz gut, dass ich mehr Zeit hatte und mich etwas um meine bessere Hälfte kümmern konnte. Inzwischen ist Michelle zum Glück wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden, die benötigte OP ist gut verlaufen und auch die Ergebnisse waren sehr positiv.

Um hier wieder einen klaren Kopf zu bekommen, beschlossen wir dann letzte Woche noch mit dem VW Bus meiner Eltern nach Italien zu fahren. Die Woche tat richtig gut und neben viel gutem Essen und schönen Städtetrips, hatte ich auch genug Zeit um wieder ins Training einzusteigen und eine solide erste Woche im Warmen abzuschließen. Wer hier noch ein bisschen mehr sehen will, kann gerne mal meine Reels auf Instagram checken. Ich habe von jedem Tag ein kurzes Video geschnitten und gepostet.

So viel zu den letzten Wochen! Wie bereits angedeutet steht noch ein wichtiges Rennen dieses Jahr an und das motiviert mich noch einmal richtig im Training anzugreifen und wieder in Bestform zu kommen. Mein Start steht zwar noch nicht final fest, aber ich bin mal optimistisch und sage das wird was. Wo und wann genau es zur Sache geht, habe ich im aktuellen Podcast schon mit Julian diskutiert und wir haben auch auf einen deutlich besseren Sound upgegraded… wer die neue Episode also noch nicht gehört hat sollte das schnellstmöglich nachholen;)

Der Fahrplan bis zum letzten Highlight steht noch nicht ganz fest, aber es geht definitiv noch einmal in den Süden. Außerdem muss ich natürlich wieder langsam im Laufen aufbauen und hier wieder fit werden. Mich reizt es aktuell aber enorm, alles auf ein Rennen auszurichten und auf einen klaren Punkt hinzutrainieren!

So viel von mir, ab jetzt gibt es wieder wöchentliche Updates!

Bis nächste Woche

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Zwei Wochen Oberbayern

Zwei Wochen “Sommerpause” in meiner alten Heimat Steingaden sind vorbei und ich bin wieder in Nürnberg angekommen. Zusammen mit einer paar Kumpels hab ich auf das Haus meiner Eltern aufgepasst und natürlich auch gut trainiert. Ein kurzer Rückblick auf die letzten Wochen…

Es ist wahrscheinlich schon ein paar Jahre her, dass ich so lange am Stück in Steingaden war, aber die ruhige Lage im Alpenvorland tat auf jeden Fall gut. Nach den Wettkämpfen in Nürnberg und München war ganz schön viel los und nach den ganzen Nachrichten und Glückwünschen tat ein bisschen Abstand und Ruhe auf dem Dorf sehr gut. Den Jungs hat es auch gut gefallen, auch wenn wir alle mal ein paar Tage außer Gefecht waren und nicht ganz so trainieren konnten wie wir uns das vorgestellt hatten… naja die Diener Brüder haben jetzt wenigstens endgültig geklärt wer der bessere Tischtennisspieler ist 😉

Auf dem Trainingsplan stand zu meiner Freude auch ziemlich viel Radfahren und so konnte ich mal komplett neue Runden und Wege erkunden. Ohne Strava wäre ich “zuhause” auf jeden Fall ziemlich aufgeschmissen gewesen. Als ich 2014 nach Nürnberg gezogen bin, waren meine langen Trainingseinheiten grade mal zwei Stunden und Intervalle bin ich da auch irgendwie noch nicht so richtig gefahren. Ich musste also feststellen, dass ich mich zuhause eigentlich gar nicht auskenne und alles komplett neu entdecken konnte. Was auch ziemlich verwirrend war, dass ich mir die Distanzen in meinem Kopf immer viel länger vorstellte, als Sie dann in Wirklichkeit waren… Für 30 Kilometer brauchte ich früher einfach auch deutlich länger als heute.

Was das Schwimmen betrifft, ist das immer so eine Sache in Steingaden. Es gibt wunderschöne Seen, die perfekt zum Freiwasserschwimmen geeignet sind (z.B. Illasbergsee. mündet in den Forggensee), aber kaum Schwimmbäder. Der nächste 50m Indoor Pool ist wahrscheinlich das Olympiabad in München und das nächste Freibad ist zwar “nur” zehn Kilometer entfernt, aber ungeheizt und mit grade mal zwei wackeligen Leinen und Bodenmarkierungen. Man schwimmt also in einem Becken, das komplett mit blauer Folie ausgekleidet ist (auch die Wände) und es einem unmöglich macht, komplett geradeaus zu schwimmen. Also war meistens See angesagt, was für zwei Wochen schonmal in Ordnung ging und auch echt Bock gemacht hat!

besagtes “blaues” Becken in Trauchgau

Im Laufen kämpfe ich jetzt schon seit ein paar Wochen mit einer Verletzung an der Wade und hab hier mal komplett Ruhe gegeben. So langsam wird es auch wieder besser und ich kann die Belastung Stück für Stück erhöhen.

Sicher keine optimale Vorbereitung für den Sprint Weltcup nächste Woche in Valencia aber manchmal liegt auch die Kraft in der Ruhe… oder so ähnlich.

Schönes Wochenende euch da draußen!

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Bis bald mal;)

so… während ihr das hier vielleicht schon lest werde ich höchst wahrscheinlich irgendwo in der Luft schweben, schlafen, abwarten und die letzten 4 Monate Revue passieren lasse.

Es geht nämlich wieder los! Am Montag beginne ich mein zweites Semester an der Queens University of Charlotte in North Carolina. Hier studiere ich mit einem Sport Stipendium Psychologie. Gerade bin ich also am Flughafen, sitze in einem kleinen Restaurant und schaue mir die natürlich mal wieder völlig überteuerte Speisekarte an. Also doch lieber den Laptop aus der Tasche holen und hier noch ein paar Zeilen schreiben:)

Koffer gepackt, Freunde und Familie verabschiedet, was jetzt?

Vier Monate Europa

Natürlich gehen mir gerade die letzen vier Monate durch den Kopf und das ist auch gut so und schön. Meine Semesterferien seit Anfang Mai waren toll, ich war unterwegs, habe Freunde gesehen, Wettkämpfe gemacht und das Leben genossen. Schon verrückt, wie diese vier Monate nun doch schon wieder vorbei sind, doch der Gedanke, dass ich in diesem Jahr vor diesen vier Monaten auch schon vier Monate in Amerika war ist ehrlich gesagt noch viel verrückter…

Schon oft habe ich jetzt versucht mal ganz bewusst an alles zu denken, was ich in dieser Zeit alles so gemacht habe, aber mal ganz ehrlich: könnt ihr euch erinnern was ihr so die letzten vier Monate genau gemacht habt? Eher ein wenig schwierig oder? Je mehr ich darüber nachdenke, desto schöner finde ich es aber eigentlich. Denn der Gedanke alle schönen Sachen auf diese vier Monate zu begrenzen, die Zeit in der ich da bin “voll auszunutzen”, alles “zu genießen”, möglichst viel zu unternehmen bevor ich dann Ende August wieder fliege… ist das nicht total irrsinnig?

Erstens, ich komm ja wieder;) aber zweitens, drittens, viertens und so weiter… warum muss alles im Sommer immer so perfekt sein? Die Zeit drum herum ist doch genauso schön, genauso wertvoll, und genauso gut auch wenn nicht alles geplant ist, man keine tollen Reisen macht, die man irgendwo zeigt, immer etwas zu erzählen hat und unterwegs ist. Das habe ich vor allem in den letzten Wochen zu Hause gemerkt. Da war ich einfach mal da.

Klar, je nachdem wen man fragt ist das wohl Ansichtssache wie viel ich dann wirklich mal ”da da”, also zu Hause in Steingaden, im Haus, bei meinen Eltern, in meinem Zimmer und einfach mal da war. Doch ich hatte das Gefühl sehr viel da zu sein, denn ich war immer “da”, wenn ich mich wohl gefühlt habe. Und das ist doch ganz egal wo das ist, solange es irgendwo ist:)

Hui, ganz schön tiefe Gedanken hier am Flughafen, allein am Restauranttisch, aber ist doch egal, ist sogar schön und gut so.

Abschiedsschmerz?

Wie oft ich diese Frage die letzten Monate beantwortet habe? Heimweh, Vorfreude, wie geht es jetzt weiter, wie läuft das dort alles so, bist du zufrieden, wie ist das Training, wie ist der Sport? Ja – ganz schön oft… und bestimmt schreibe ich auch mal einen extra Blog nur zu diesen Erfahrungen rund um den Sport, das Training, die Förderung… aber jetzt muss ich gleich erstmal los zum einchecken und in den Flieger, der in genau 55 min eigentlich schon in der Luft sein wird.

Doch klar – ist es mir schwer gefallen wieder zu gehen, freue ich mich, was überwiegt?

Ja, Abschiede sind nie leicht, aber von meiner besten Freundin habe ich mich zum Beispiel gar nicht so richtig verabschiedet. Ein kurzer Drücker wie immer, ein Bussi auf die Backe und los gehts, weil 5 mal drücken macht es auch nicht wirklich besser und man freut sich doch eher den anderen wieder auf den Weg zu schicken, eine tolle Zeit zu haben und ehe man sich versieht sieht man sich auch schon wieder.

Meine Eltern sehen das wahrscheinlich nicht ganz so entspannt und werden vielleicht beim Lesen hier die ein oder andere Träne verdrücken, aber wie alle immer sagen ”ich bin ja auch nur einmal über den Teich”.

Trotzdem, gar nicht traurig? Doch, schon. Ich hatte hier wunderschöne vier Monate und besonders in der Mitte davon fiel es mir schwer, mir vorzustellen, das alles bald wieder (temporär) zurückzulassen. Doch eine Sache hat mir sehr geholfen, und zwar mich von dem Gedanken ein wenig zu lösen immer etwas zu verpassen wenn ich nicht da bin. Mir läuft hier gerade nichts weg, ich kann jederzeit nach Hause kommen, bin all in all in ca. 14h zu Hause, hab eine unglaubliche Möglichkeit mein Leben so zu leben wie ich es gerade tue und diese Möglichkeit möchte ich nutzen, doch vor allem genießen und schätzen!

So schnell und flüssig habe ich wohl noch nie einen Blog geschrieben und mal sehen was ich darüber denke wenn ich ihn später mal durchlese, aber jetzt muss ich einfach los, ab in den Flieger!

bis ganz bald:)

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Schwimmblog Taliso Engel: #ZukunftBewegen

„Bleibe hungrig, bleibe neugierig und bleibe niemals stehen!“

Das ist die Message der neuen Kampagne der Deutschen Sporthilfe und der DFL Stiftung.
Bewegung ist für Kinder und Jugendliche in der körperlichen und geistigen Entwicklung enorm wichtig. Durch den Sport erlernen wir nicht nur wichtige motorische Fähigkeiten, sondern auch Dinge wie Teamgeist, Disziplin und FairPlay. Wir lernen außerdem sowohl mit Niederlagen als auch mit Gewinnen umzugehen.

Doch leider besteht bei vielen Kindern und Jugendlichen heutzutage ein großer Mangel an Bewegung, wodurch viele dieser Fähigkeiten schon im jungen Alter gar nicht erst erworben werden. Durch Corona und langes Sitzen am Schreibtisch hat sich die ganze Situation in den letzten Jahren leider nur noch verschlechtert. 

Deshalb ist es das Ziel der Kampagne, die Lust und Neugier von Kindern und Jugendlichen zu wecken und sie für unterschiedliche Sportarten zu begeistern. 

Ich bin sehr stolz darauf, ein Teil dieser Kampagne zu sein und somit gemeinsam mit vielen großartigen Sportlern diese Bewegung anzutreiben.
Ich hoffe, dass wir so gemeinsam etwas verändern können und zumindest ein paar Kinder und Jugendliche motivieren können. Denn besonders wir wissen, was es bedeutet Sport zu treiben und was alles wegfällt und sich verändert, sobald wir uns mal eine Zeit lang nicht bewegen.

Schaut doch gerne mal auf der Website der Kampagne:
https://www.zukunft-bewegen.com/

oder auf den Instagram Kanälen der Deutschen Sporthilfe und DFL Stiftung vorbei.

Sporthilfe:

https://instagram.com/sporthilfe?igshid=YmMyMTA2M2Y=

DFL Stiftung:
https://instagram.com/dflstiftung?igshid=YmMyMTA2M2Y=

Ansonsten wünsche ich euch allen noch schöne Sommerferien (sofern diese bei euch noch nicht rum sind)!

Ich habe noch bis Ende August Saisonpause und befinde mich gerade im Urlaub. 

Bis dann,

euer Taliso


Fotos:  MOJO/Marta Pang


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Ein Highlight jagt das nächste

Kaum ist das erste Highlight in Nürnberg vorbei, gehts schon zum nächsten Großereignis in München. Ich starte zwar nicht im Einzelrennen, dafür freue ich mich aber mindestens genauso über die Staffelnominierung! Hier noch ein paar coole Bilder von letztem Sonntag und eine Vorschau auf das Wochenende.

Zum Bundesligarennen in Nürnberg will ich gar nicht allzu viel schreiben, ist ja auch schon ein paar Tage her und wer Details zum Rennen wissen will kann sich gerne den neuesten Podcast anhören:

Es war auf jeden Fall ein Traum Rennen von Vorne bis Hinten und den Tag werde ich noch lange in Erinnerung behalten! Vielen Dank auch für all die Glückwünsche und ich hoffe es hat auch als Zuschauer Spaß gemacht. Im gleichen Zuge gehen aber auch noch Genesungswünsche an all diejenigen raus, die es nach dem Rennen erwischt hat und durch was auch immer ?? ausgenockt wurden. Meiner Info nach waren fast die Hälfte aller Bundesligaathleten, aber auch viele Hobbyathleten betroffen. Anfangs dachte ich nämlich, dass es einfach ein super ansteckender Magen-Darm-Virus sein könnte, aber dadurch dass sich dann auch einige Hobbyathleten gemeldet haben, die ja wenig bis gar keinen Kontakt zur Liga hatten, könnte natürlich auch etwas im Wasser gewesen sein. Die Messwerte waren anscheinend im grünen Bereich und es ist natürlich super schade, dass eine so coole und gelungene Veranstaltung, dadurch im Nachgang nur noch negativ in Erinnerung behalten wird. Ich hoffe die Ursache wird noch geklärt und wir können nächstes Jahr wieder ohne Bedenken den Triathlon in Nürnberg zelebrieren!

Her auf jeden Fall noch ein paar sehr coole Bilder von den begabten Fotografen Marcel Hilger, Tom Meyer und Theo Bettin:

Aktuell bin ich schon in München und bereite mich auf das Staffelrennen am Sonntagabend vor. Die Strecken sind gecheckt, Medientermine mit ARD und Co. sind erledigt und jetzt kann ich entspannt den Sonntag kommen lassen. Ich werde zusammen mit Vale Wernz, Nina Eim und Laura Lindemann an den Start gehen, die Reihenfolge ist noch nicht final geklärt, aber ich gehe stark davon aus, dass Vale das Rennen eröffnen wird, dann Nina an mich übergeben wird und Laura das Ding nach Hause bringt 😉

Vor allem die Radstrecke hat es ganz schön in sich und wir fahren zwei Mal den Olympiaberg hoch, gefolgt von einer technisch anspruchsvollen Abfahrt. Sollte mir eigentlich entgegenkommen, aber wird definitiv eine Herausforderung! Auch die anderen Nationen werden stark besetzt sein und ich denke vor allem Frankreich wird schwer zu schlagen sein. Mit Cassandre Beaugrande, Leonie Periault, Leo Berger und Dorian Coninx haben sie fast die gesamte Gold Staffel der letzten olympischen Spiele am Start. Da muss bei uns schon alles passen, aber ich denke wir sind konkurrenzfähig Vorne mitzuspielen!

Der Startschuss fällt am Sonntag um 18Uhr und das Rennen gibt es bei der ARD oder ZDF zu sehen. Ihr solltet aber auch auf keinen Fall die Einzelrennen heute und morgen verpassen (Frauen heute 17:10, Männer morgen ab 15:55)!

Drückt Team Deutschland die Daumen!

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Das letzte Bundesliga Rennen

… war das für mich bevor es wieder zurück nach Amerika geht. Am Sonntag fand das 4. Rennen der 1. Bundesliga in Nürnberg statt. Zum zweiten Mal fand hier nun schon ein Bundesligarennen statt, nur diesmal in einem komplett neuen Format.

Anstelle eines “einfachen” Sprinttriathlons mit den Distanzen (750-20-5) sah es am Wochenende mal ein wenig anders aus. Und zwar fanden insgesamt 4 Bundesliga Rennen in der Nürnberger Innenstadt statt. 4 Rennen?

Ein Prolog wie im Radsport

Am Sonntag um 13 Uhr fiel der erste Startschuss, und zwar für ein Prolog-Verfolgungsrennen. In diesem Format über die Distanzen von 250m Schwimmen, 5km Radfahren und 1,5km Laufen ging es für jede Athletin im Abstand von 30sek einzeln auf die Rennstrecke. Dabei gab es ein Windschattenverbot auf der Radstrecke, so hat also jede Athletin ihr eigenes Rennen absolviert.

Einzelstart in das Prologrennen @bettinphotography

Gleich 2h später um 15 Uhr fiel dann schon der nächste Startschuss für das Frauenrennen. Nach der Reihenfolge der Einzelzeiten des Prologrennens ergab sich somit die Startaufstellung für das nächste Rennen. Nun ging es nochmal darum einen Triathlon zu absolvieren, diesmal jedoch über die doppelte Distanz des vorherigen Rennens und diesmal auch mit Windschattenfreigabe! Eigentlich auch ganz logisch, denn bei einem Starterfeld von knapp 60 Athletinnen und einem Verfolgungsstart im nahezu Sekundentakt, wäre ein Windschattenverbot auf der Radstrecke auch ziemlich schwierig umzusetzen oder besser gesagt eher unmöglich und auch sehr sinnfrei.

@bettinphotography

Platz 14

Mein Prolog lief im Großen und Ganzen ziemlich gut. So befand ich mich nach dem ersten Rennen auf Rang 14. Vor allem über das Time Trail Schwimmen am Anfang hatte ich mich ziemlich gefreut, da so schon mal garantiert war, dass ich auf jeden Fall in keinem Gedränge an den Bojen laden würde. Allerdings habe ich meine gute Schwimmzeit beim ersten Wechsel wieder ganz schön verhauen, nachdem ich einen super schlechten ersten Wechsel hatte und einfach nicht aus meinem Neopren rausgekommen bin! Naja, selber schuld, das ist einfach blöd gelaufen. Das Radfahren im Prolog lief ehrlich gesagt gut für mich, allerdings habe ich ganz schön gemerkt, dass mir in den letzten Wochen doch ein paar Radkilometer im Training gefehlt haben, um hier ein wenig stärker abzuschneiden. Das hatte ich aber zuvor schon vermutet und habe so eher versucht das Radfahren kontrolliert zu absolvieren und dann schnell zu laufen. Das hat auch gut geklappt und so fand ich mich nach dem Prolog auf Rang 14.

Alles oder Nichts

Gleich nach unserem ersten Rennen ging es dann gleich für die Männer auf die Strecke und nach kurzem ausschwimmen, erneutem Wechselzonen herrichten, kurzem einlaufen und in die Startbox einreihen ging es dann auch schon wieder los. Für den Start in das Verfolgungsrennen befand ich mich aber erst einmal in einer eher kniffligen Lage. Genau vor mir ist nämlich die Lücke gerissen zur vermutlich ersten Radgruppe. Sieben Sekunden musste ich warten um nach der 13. Athletin ins Wasser zu springen. Hinter mir ging es dann zwar wieder Schlag auf Schlag, um die erste Radgruppe jedoch noch zu bekommen blieb nur die Attacke nach vorn und so wusste ich, dass ich um jeden Preis versuchen musste diese Lücke auf den 500m Schwimmstrecke zu schließen.

@bettinphotography

An der ersten Boje dachte ich erst einmal, dass ich wohl kaum etwas aufgeholt hätte aber ich habe einfach versucht weiter richtig schnell zu schwimmen und so war ich dann kurz vor dem Ausstieg wirklich dran an der Gruppe. Auf dem Rad hat unsere kleine 6er Gruppe wirklich gut zusammen gearbeitet. So konnten wir die Potsdamer Gruppe vor uns zwar nicht mehr ganz aufholen, sind aber trotzdem ein gutes Stück nach vorn gekommen.

Podium im Team!

Beim Laufen blieb es dann auch in unserer Radgruppe, die Plätze 9 bis 13 auszufechten. Zuerst waren die Beine dann doch ziemlich müde vom Rennen davor und dem intensiven Radfahren gerade eben, doch nach ca. 1,5km habe ich mich dann wieder etwas lockerer gefühlt und konnte mir so den 11. Platz in einer Sprintentscheidung schnappen.

Noch viel besser lief es allerdings in der Teamwertung, denn mit 3 starken Einzelplatzierungen konnten wir für das Kölner Triathlon Team zum insgesamt 3. Mal einen Podestplatz in der Teamwertung erkämpfen! Da wird es also nochmal richtig spannend beim letzten Bundesliga Rennen in ein paar Wochen in Hannover.

Zurück nach Amerika, die EM in München und Heimurlaub

Wie schon zuvor erwähnt war das Rennen in Nürnberg aber leider schon das letzte Bundesligarennen für mich in diesem Jahr. Leider werde ich am 3. September schon wieder zurück in Amerika sein und kann somit beim großen Finale (übrigens wieder in einem neuen und sehr spannenden Format) an den Start gehen.

Jetzt bin ich aber erst einmal noch ein wenig zu Hause, bevor es dann Ende August wieder zurück nach Charlotte geht. Mein Bruder Simon hat nämlich noch ein paar Jungs eingeladen hier in Steingaden zusammen mit ihm zu trainieren und ein kleines Heimtrainingslager zu machen. Da werde ich mich auf jeden Fall auch das ein oder andere Mal mit anschließen, wenn die Jungs mal ein wenig gemütlicher unterwegs sein sollten und mich mitnehmen:)

Canyonbound 🙂

EM in München

last but not least: endlich ist es soweit! Die European Championships in München werden morgen eröffnet! Dafür fahren wir auf jeden Fall morgen hin und sind bei der Eröffnungsfeier dabei. Dann geht es auch gleich schon am Freitag los mit dem Triathlon der Frauen, am Samstag dann die Männer und schließlich der Höhepunkt mit der Mixed Team Relay am Sonntag! Ich freue mich schon mega alle Rennen zu verfolgen, das Highlight wird allerdings auf jeden Fall der Team Wettbewerb am Sonntag, nachdem dort mein Bruder Simon auch an der Startlinie stehen darf! Also Daumen drücken und vielleicht sieht man sich ja mal in München:)

Ach ja, und wer bis hier her noch gelesen hat. Wer von den Startern am Wochenende hat auch ziemliche Magen-Darm Beschwerden und ist ein bisschen mitgenommen? Falls ja, ich glaube knapp die Hälfte, einschließlich mir, liegt gerade ein wenig flach und versucht die Bakterien aus dem Wasser oder was es auch war wieder loszuwerden.

Viele Grüße aus der Bettruhe
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Schwimmblog Taliso Engel: Eliteschüler des Sports

Foto: Cosima Engel

Wie viele ja bestimmt schon mitbekommen haben, wurde ich vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) bundesweit zum Eliteschüler des Jahres 2021 gewählt. Ich wurde dafür vom DOSB und der Sparkasse mit einem Stipendium für meine weitere berufliche Laufbahn ausgezeichnet. Jedoch gab es für diese Auszeichnung bisher keine offizielle Veranstaltung, da diese aufgrund von Corona nie stattgefunden hat.
Hier gehts zum link:
https://www.dosb.de/sonderseiten/news/news-detail/news/taliso-engel-ist-eliteschueler-des-jahres-2021

Doch nun war es soweit und meine Schule, die Lothar-von-Faber Schule, hat extra für mich eine Gala veranstaltet. Mit dabei an diesem Abend waren unter anderem Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Nürnberg Matthias Everding.
Natürlich war aber auch ein Teil meiner Familie, Freunde aus meiner Klasse anwesend. Leider konnten nicht alle die eingeladen waren kommen, da sie schon anderweitig verplant waren oder zu weit weg wohnen. Viele von ihnen, wie zum Beispiel mein Mathelehrer, mein alter Englischlehrer, Trainer etc. hinterließen mir deshalb eine kleine Videobotschaft, über die ich mich alle riesig gefreut habe. 

Ich muss ehrlich sagen, dass es mir anfangs ein bisschen unangenehm war, zu wissen das all diese Menschen nur wegen mir gekommen waren. Allerdings war die Stimmung dann so entspannt, dass ich das schnell vergessen hatte. Neben einer sehr schönen Laudatio von Innenminister Herrmann, und vielen Gratulationen gab es auch noch eine unterhaltsame Talkrunde ,bei der wieder sehr lustige Storys aus den letzten Jahren rausgeholt wurden. 

Ein weiteres Highlight der Gala war der passend zu mir mit einer Schwimmleine dekorierte rote Teppich.

Fotos: Senta Christian & Cosima Engel

Botschafter der Lothar-von-Faber Schule

Außerdem wurde ich am Ende des abends noch zum ersten Botschafter meiner Schule ernannt. Dies hat mich sehr gefreut hat, da ich so auch in den nächsten Jahren immer wieder mit meiner Schule in Kontakt kommen werde.
Jetzt heißt es aber erstmal für ein Studium einschreiben, meine Schulzeit hinter mir lassen und die Sommerferien genießen. Vielen Dank an alle, die beim Organisieren der Gala mitgeholfen haben, ich weiß, dass sehr viel Arbeit dahinter steckte.

In ein paar Tagen habe ich nochmal ein paar News für euch von einem Videodreh, der bereits Ende Mai stattgefunden hat.

Bis dann

euer Taliso

Res 2021
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Schwimmblog Taliso Engel: Ball des Sports 2022

Hey,

am 16. Juli fand im Rhein Main Congress Centrum in Wiesbaden der Ball des Sports der Sporthilfe statt. Es war das erste Mal, dass ich zum Ball des Sports eingeladen wurde. Allein diese Tatsache machte die ganze Veranstaltung für mich sehr besonderes. Aber auch wenn es nicht mein erster Ball des Sports gewesen wäre, war es einfach eine sehr beeindruckende Veranstaltung. 

Meine Freundin und ich reisten am Veranstaltungstag an und wurden vom Sporthilfe Mercedes Benz Shuttle direkt zum Hotel gebracht. Im Hotel hatten wir dann erstmal noch ein bisschen Zeit uns fertig zu machen, bevor es dann wieder mit dem Shuttle zur Location ging. 

Natürlich haben wir uns auch direkt ein Los für die Tombola gekauft, da es echt tolle Preise zu gewinnen gab, allerdings hatten wir hier leider nicht so viel Erfolg. 

Danach ging es dann direkt über den roten Teppich in die große Eventhalle, wo wir mit Getränken empfangen wurden. Es gab natürlich auch erstmal etwas zu essen. zwischen den Gängen sorgten coole Acts, zum Beispiel vom Our House für super Unterhaltung. Im Anschluss ans Dinner folgte dann der Eröffnungstanz des Balls. Danach öffnete endlich die Erlebniswelt, wo es jede Menge tolle Lounges von den unterschiedlichsten Partnern der Deutschen Sporthilfe gab. Alles war wunderschön hergerichtet und dekoriert und man hat immer wieder gesehen wie viel Mühe und Zeit in diesen Ball geflossen ist.

Vielen Dank an die Sporthilfe, dass sie immer wieder solche beeindruckenden Events möglichen machen. Diese Veranstaltungen sorgen auch dafür, dass man die ganzen anderen Athletinnen und Athleten endlich mal wieder sieht und sich nach langer Zeit untereinander austauschen kann. Außerdem kommt man dadurch mehr in Kontakt mit den unterschiedlichen Förderern der Sporthilfe und kann hier mit sehr interessanten Persönlichkeiten ins Gespräch kommen. Alles in allem war es einfach ein super Abend und ich freue mich schon sehr drauf, wenn ich irgendwann wieder zum Ball des Sports eingeladen werde. 

Bis bald

Euer Taliso

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Heimrennen Bundesliga Nürnberg

Es ist wieder so weit! Vielleicht nicht das wichtigste – aber definitiv eines der coolsten Rennen dieses Jahr steht am Wochenende an: 1. Triathlon Bundesliga in Nürnberg. Alles zum Format, den Strecken und dem Zeitplan gibt es hier im Blog.

Letztes Jahr hat die Bundesliga hier ihre Premiere gefeiert und da es – meiner Info nach – hauptsächlich positives Feedback gab, kehrt die Bundesliga dieses Jahr wieder zurück. Anders als letztes Jahr ist das Format allerdings kein herkömmlicher Sprint, sondern ein Prolog mit anschließender Einzelverfolgung.

Quelle: Triathlon Bundesliga

Der Prolog wird als “Time Trial” ausgetragen. D.h. alle 30 Sekunden geht ein Athlet*in ins Rennen. Dadurch gilt natürlich Windschattenverbot und jeder Athlet*in kämpft für sich. Am Nachmittag wird dann in der Reihenfolge und den Abständen aus dem Prolog die Einzelverfolgung gestartet, schnellster Athlet*in startet dabei als Erstes und all weiteren dahinter. So wie man es vom Biathlon kennt 😉

Letztes Jahr in Nürnberg auf der Radstrecke

Nachdem man beim ersten Format als Zuschauer kaum einen Überblick haben wird, wer gerade am Schnellsten unterwegs ist, wird es am Nachmittag bestimmt ein sehr spannendes Rennen geben. Der oder die Erste im Ziel ist somit auch der/ die Sieger*in des Tages!

Start für den Prolog ist um 13 Uhr (Frauen) und um 14 Uhr für die Männer. Der Verfolger folgt dann um 15:10 Uhr (Frauen) bzw. 16:15 Uhr (Männer). Die Strecken sind auch ähnlich wie letztes Jahr und das Ziel wird wieder mitten in der Stadt am Hauptmarkt sein. Für alle die beim Rennen zuschauen wollen hier mal eine geschätzte Marschtabelle von mir:

  • 16:15 Uhr: Start Whörder See (Norikusbucht)
  • 16:21 Uhr: Erste Athleten aus dem Wasser
  • 16:22-16:40 Uhr: 4 Runden auf dem Rad (immer vom Parkplatz Norikus, Richtung Norden, Wendepunkt vor B14 und zurück)
  • 16:41-16:50 Uhr: Lauf zur Innenstadt (anschließend noch eine Runde in der Stadt)
  • 16:53 Uhr: Erster Athlet im Ziel am Hauptmarkt

Wenn man sich das Schwimmen anschauen will hat man also noch eine knappe halbe Stunde um in die Stadt zum Hauptmarkt zu kommen, ca. 2km also machbar 😉

Wir sehen uns am Sonntag!

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Sommer 22

Midseason-Break & Co

Vor etwas mehr als vier Wochen fanden die Deutschen Meisterschaften in Berlin statt. Dieses Rennen war für mich erst einmal das Ende der ersten Saisonhälfte. Da meine Wettkampfsaison dieses Jahr noch relativ lang wird und mein letzter Triathlonwettkampf erst am 12. November stattfindet, habe ich mich zusammen mit meinem Trainer dazu entschieden im Sommer nochmal eine kleine Pause einzulegen um frisch und erholt (physisch & psychisch) in die Herbstsaison zu starten.

ein kleiner Urlaub

Dafür gings dann gleich nach dem Rennen in Berlin in eine kleine Auszeit und eine zweiwöchige “Triathlon-freie Zeit“. In dieser kleinen Pause war ich zwar zwei mal Laufen, im Wasser jedoch nur zum Baden und das Rad ist gleich zu Hause geblieben;)

Natürlich war ich aber nicht nur faul und bin herumgelegen, wer mich ein wenig kennt weiß, dass ich einfach gerne draußen aktiv bin und etwas unternehme. Mein Highlight in dieser Zeit war auf jeden Fall eine zweitägige Tour in den Bergen mit einer Übernachtung unter den Sternen. Dafür bin ich mit einer Freundin noch am Abend des ersten Tages in die Höhe aufgestiegen und dort haben wir nach einer zweistündigen Wanderung auf 2400m Höhe nur mit Schlafsack und Isomatte im Freien übernachtet.

Gleich am nächsten Morgen um 6:30 Uhr ging es dann weiter auf den Gipfel (2700m) und über einen weiteren Gebirgssee und eine schöne Rundtour schließlich nach ca. 7h Unterwegssein wieder zurück zum Auto.

Wiedereinstieg ins Training

Gleich zum „Wiedereinstieg“ ins Training bin ich dann aber leider erst mal richtig krank geworden und war nochmal richtig ausgenockt.

Aber alles halb so wild, ein paar Tage mehr oder weniger machen die Form nicht kaputt, viel wichtiger ist es einen Infekt gut auszukurieren um dann wieder gestärkt ins Training zu starten.

Die nächsten Tage habe ich dann zusammen bei einer Freundin in Innsbruck verbracht und dort wieder angefangen etwas triathlonspezifischer zu trainieren. Aber auch hier haben wir wirklich coole Sachen unternommen, eine MTB Tour mit ein wenig downhillen im Bikepark verbunden, hoch auf den Berg gefahren um oben an der Hütte eine kleine Kuchenpause einzulegen…

Bundesliga in Nürnberg 7. August

Gleichzeitig geht es aber natürlich schon wieder auf das nächste Rennen zu und nachdem ich das letzte Bundesligarennen am Schliersee ausgesetzt habe, steht jetzt das Bundesligarennen am 7. August in Nürnberg an!

Momentan bin ich noch zu Hause und trainiere hier (Bergtouren und Alternativtraining gibts auch während der Saison:). Nächste Woche vor dem Rennen werde ich jedoch wieder nach Nürnberg fahren und dort die Tage vor dem Wettkampf verbringen und mich wieder der Trainingsgruppe dort anschließen. Da ein Teil der Gruppe in den letzten Wochen entweder viel auf Wettkampfreisen oder im Höhentrainingslager in Frankreich war, waren kaum Athleten in Nürnberg. Nächste Woche sind jedoch alle wieder da, also genau richtig um nochmal eine coole Woche mit dem Team in Nürnberg zu verbringen!

Mehr zum Bundesligarennen und den Besonderheiten des Wettkampfformates gibt es dann im nächsten Block!:)

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Weltcup Pontevedra Platz 11!

Was für ein Rennen gestern in Pontevedra! Ich hatte ziemlich Respekt vor meinem ersten Weltcupstart und das gleich mal über die olympische Distanz. Gleichzeitig freute ich mich aber auch schon die gesamte Woche auf den Wettkampf und das gute Gefühl hat mich nicht getäuscht!

Es war wirklich krass zu beobachten, wie anders diese Woche im Vergleich zur Woche vor Tiszaujvaros ablief. Nach dem schlechten Rennen in Ungarn, beschlossen Roland und ich nur locker und entspannt zu trainieren, damit ich mich vollständig erholen und wieder frisch werden konnte. Bereits am Dienstag fühlte ich mich aber deutlich besser als die gesamte Woche zuvor und im Gegensatz zu Tiszy, hatte ich dieses Mal auch richtig Bock auf das Rennen. 

Vielleicht war es ein kleiner Infekt, vielleicht auch einfach etwas zu viel Training in der Vorbereitung. Auf jeden Fall habe ich nochmal die Kurve bekommen und stand gestern top fit an der Startlinie und konnte alles aus meinem Körper herausholen!

Quelle: World Triathlon

Schon im Schwimmen konnte ich kontinuierlich Druck aufbauen und die gesamten 1500 Meter in Kontakt mit der Rennspitze bleiben. In der zweiten Schwimmrunde gelang es mir sogar noch ein paar Positionen gutzumachen und als 15ter aufs Rad zu steigen.

Quelle: World Triathlon

Leider waren alle anderen Jungs aber auch aufmerksam und es ging kaum eine Lücke auf. Das bedeutete, dass nach einer schnellen Anfangsphase mit 15 Mann in der Spitzengruppe, noch eine 20-köpfige Gruppe zu uns aufschloss und das Tempo dadurch ziemlich langsam wurde. Auf dem technisch anspruchsvollen Kurs war es mit so einer großen Gruppe fast unmöglich das Tempo hochzuhalten und die dritte Radgruppe – mit starken Läufern wie Max Studer und Sergio Baxter – fuhr ebenfalls zu uns auf. 

Quelle: World Triathlon

Danach hielt ich mich weiterhin vorne auf, um das Sturzrisiko so gering wie möglich zu halten, aber investierte auch nicht allzu viel in der Führung. Gerade als meine Konzentration etwas nachließ und ich mich mal etwas zu weit nach hinten fallen ließ, stürzte vor mir einer der Favoriten – Jawad Abdelmoula – und nahm gleich auch noch Jonas Schomburg mit! Ich konnte gerade noch ausweichen und fuhr direkt wieder ganz nach Vorne, um mich aus dem Getümmel und weiteren Stürzen herauszuhalten. Schombi der Routinier, sprang aber direkt wieder aufs Rad und schaffte es am Ende der vorletzten Runde sogar wieder in die Gruppe! Chapeau Junge;) An der Stelle sei ihm auch verziehen, dass er mich die gesamte achte Runde an Position eins versauern ließ und auch Aufforderungen meinerseits, mal die Führung zu übernehmen, gekonnt ignorierte;)

Quelle World Triathlon

Aber alles halb so wild! Ich hatte top Beine, stieg vorne vom Rad und ging nach einem guten Wechsel als Vierter auf die abschließenden zehn Kilometer. Die ersten Kilometer waren auch brutal schnell, aber ich riskierte und beschloss das hohe Tempo mitzugehen. Nach der ersten Runde befand ich mich daraufhin in einer starken Gruppe mit sechs anderen Jungs (Platz 5-12). Wir wechselten und mit der Führung ab, aber es war nicht ganz einfach, einen guten Rhythmus auf der kurvigen und hügeligen Laufstrecke, durch die Altstadt Pontevedras aufzubauen. 

Ab Kilometer fünf fing es langsam an wehzutun, aber ich hielt mich weiter gut in der Gruppe um Platz fünf! Als es auf die letzten 1,5km ging, erhöhten die Jungs um mich das Tempo noch einmal und ich merkte, wie mir auch langsam die Energie ausging. Ich hielt so lange wie möglich dagegen, aber im Bergabstück ging dann letztendlich doch eine kleine Lücke auf, die langsam aber stetig größer wurde. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mich das letzte Mal so übers Limit gepusht habe, aber nach meiner Performance letzte Woche im Europacup, wollte ich unbedingt um jede Position kämpfen!

Quelle: Tom Productions

Nach hinten hatte ich außerdem auch nicht viel Luft und so musste ich bis zum Zielstrich kämpfen! Am Ende reichte es für Platz 11 womit ich super zufrieden bin und vor allem mit der Laufzeit (30:45min) habe ich mich definitiv selbst überrascht. Es hat auch einfach mega Bock gemacht die gesamte Zeit in der Gruppe um Platz fünf mitlaufen zu können und auch wenn sich die Top 10 natürlich besser anhören würden, kann ich mir nichts vorwerfen.

Im Ziel übergab ich mich auch erstmal ordentlich und verbrachte die nächste Stunde im Sanizelt damit, wieder genug zu Essen und zu Trinken. Für die nächste olympische Distanz nehme ich auch definitiv ein Gel mehr zu mir, da mein Blutzuckerspiegel am Ende des Rennens viel zu niedrig war! Wieder was gelernt… 

Die nächsten Tage werden auf jeden Fall erst einmal ruhiger und wenn ich mich wieder fit fühle, startet auch direkt die Vorbereitung für die restliche Saison. Nächster Wettkampf: Heimrennen bei der Bundesliga in Nürnberg!

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Arbeitstag in Tiszaujvaros

Aller guten Dinge sind wohl nicht immer drei… Nach zwei guten Ergebnissen hier in den letzten Jahren, hatte ich am Samstag einen ziemlich gebrauchten Tag und fand einfach nicht ins Rennen hinein.

Am Montag fühlte ich mich relativ müde vom Training der letzten Woche. Ich war aber zuversichtlich, dass ich mich durch das lockere Training und ein paar Vorbelastungen, gut bis zum Wochenende erholen würde. Der Reisetag am Mittwoch machte die ganze Sache leider nicht besser und irgendwie kam ich einfach nicht in Rennstimmung. Auch die kurzen lockeren Einheiten am Donnerstag und Freitag fühlten sich immer nach Arbeit und Überwindung an.

Ich versuchte einfach positiv zu bleiben und eher die untere Grenze an Training zu absolvieren, um für den Samstag wieder frisch zu werden. Tatsächlich wachte ich hier auch mit einem bessern Gefühl auf und auch wenn meine Erholungs- und Ruhepulswerte ziemlich mies waren, hoffte ich immer noch auf einen guten Wettkampf!

Lass das Rennen beginnen

Das Schwimmen war wie erwartet ziemlich stressig und nach ziemlich rauen ersten Metern konnte ich mich frei schwimmen und noch eine Lücke nach vorne schließen. Leider ging dann irgendwo vor mir erneut eine Lücke auf und ich schaffte es nicht mehr, den Anschluss an die vorderen acht Athleten herzustellen. 

Nach einem schnellen Wechsel, befand ich mich zusammen mit weiteren acht Athleten in der Verfolgergruppe und konnte nach den ersten 8km, die Lücke nach vorne schließen. Der Rest des Radfahrens war ziemlich entspannt und keiner wollte mehr wirklich die Führung übernehmen. Die Strecke im Halbfinale ist auch so flach und ohne technische Schwierigkeiten, dass man deutlich vom Windschatten profitiert und in der Führung wenig Druck auf den Rest der Athleten ausüben kann.  Da ich mich auch nicht besonders stark fühlte, beschloss ich ebenfalls auf meine Laufbeine zu vertrauen.

Dranbleiben 

Am Ende machten Henry und ich noch etwas Druck und wechselten als Erstes auf die Laufstrecke. Hier war das Tempo von Anfang an höher als erwartet und nach gut einem Kilometer bildete sich eine acht Mann starke Spitzengruppe. Ideal eigentlich, da sich die ersten neun Athleten für das Finale qualifizierten. Obwohl ich mich gut in der Gruppe positionierte und im Windschatten lief, wurde es immer härter dranzubleiben. Ich fand einfach keinen lockeren Schritt und merkte wie mein Puls immer höher ging und meine Beine langsam dicht machten. So richtig definieren kann ich es immer noch nicht, aber auch meine Atmung wurde immer schwerer und ich konnte nicht mehr ordentlich Luft holen. 

 

Quelle: Triatlon Klub Tiszaujvaros

Nach ca drei von fünf Kilometern musste ich die Gruppe ziehen und abreißen lassen. In diesem Moment wusste ich auch eigentlich schon, dass das Finale damit gelaufen war. Mein Körper war wie abgeriegelt und ich konnte mich einfach nicht mehr ausbelasten und um die Top10 kämpfen. Am Ende lief ich super enttäuscht auf Rang 13 ins Ziel. Vor allem war ich enttäuscht, dass ich nicht alles geben konnte und auch wenn ich es versucht habe, nicht mehr kämpfen konnte…

Kraft tanken und weiter machen

Auch wenn das Rennen ein ganz schöner Dämpfer war, versuche ich mich jetzt schnellstmöglich vollständig zu erholen. Diesen Sonntag steht schon der nächste Wettkampf an: Weltcup in Pontevedra über die olympische Distanz. Wenn ich mich hier genauso fühle wie am Samstag, dann wird das ein ganz schön langer Tag! Daher stehen jetzt auch nur ruhige Kilometer und viel Schlaf auf dem Programm und ich hoffe einfach, dass ich mir keinen Infekt oder Sonstiges eingefangen habe. 

Also einfach Haken an das Wochenende und Selbstvertrauen im nächsten Rennen zurückholen!

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Schwimmblog Taliso Engel: Ehrungsabend 1. FCN + Abi Zeugnis 

Hallo zusammen,

am Mittwoch, den 6.7.22 war ich zum Ehrungsabend des 1. FCN ins Max-Morlock-Stadion eingeladen. An diesem Abend wurden die langjährigen Mitglieder des Vereins mit der silbernen bzw. goldenen Ehrendnadel des 1. FCN ausgezeichnet. Rund 200 Mitglieder waren im Stadion anwesend. Normalerweise erhält man erst die silberne Ehrennadel und dann irgendwann die Goldene. Durch meine sportlichen Erfolge und speziell aufgrund der Goldmedaille in Tokyo hat sich der 1. FCN allerdings dazu entschieden mir direkt die goldene Ehrennadel zu überreichen. Für mich war es eine riesige Ehre, diese Auszeichnung schon in so jungem Alter zu erhalten. Mit dem Max-Morlock-Stadion hatte sich der FCN auch wieder eine sehr coole Location für die Veranstaltung rausgesucht. Es war alles sehr schön hergerichtet und leckeres Essen gab es sowohl vor den Ehrungen als auch danach. 

Was diese Woche sonst noch so passiert ist:

Ich bin am Dienstagnachmittag nach meiner Erkältung, welche sich jetzt doch recht lang hingezogen hat, endlich wieder ins Training eingestiegen. Ich werde jetzt noch bis Ende Juli normal trainieren, bevor es dann endlich für 3-4 Wochen in den Urlaub geht. Ich freue mich schon sehr auf die Zeit. Ich freue mich aber auch schon sehr auf den Trainingsbeginn nach den Sommerferien, wenn dann die ersten Wettkämpfe wieder anstehen. 

Zudem habe ich letzte Woche am Freitag (8.7.22) auch noch mein Abi Zeugnis erhalten. Somit ist meine Schulzeit jetzt offiziell beendet. Leider haben die Ergebnisse der Prüfungen meinen Schnitt etwas runtergezogen, was mich echt genervt hat, aber insgesamt bin ich dann doch halbwegs zufrieden. 

Bis bald,

Euer Taliso

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Ganz normaler Samstag

Endlich mal eine Woche ohne Rennen für mich. So gern ich auch bei Wettkämpfen an den Start gehe, dieses Wochenende war einfach mal wieder entspannt ohne Reise und Rennfeeling. Kein Wettkampf bedeutet gleichzeitig auch harte Einheiten und vor allem der Samstag hat richtig Bock gemacht. Hier mal ein kleiner Einblick in die Session:

Am Samstag stand kein Schwimmen auf dem Plan. Das allein fühlt sich schon fast nach einem Ruhetag an, da man durch eine Schwimmeinheit einfach immer enorm viel Zeit “verliert”. Da unter der Woche jeder Tag mit Schwimmen beginnt, genoss ich es am Samstag einfach mal auszuschlafen, entspannt zu frühstücken und mich dann langsam für die einzige Einheit des Tages fertigzumachen.

Die einzige Einheit des Tages, aber dafür eine ziemlich Lange… Zuerst Radfahren mit 4x15min am Berg und anschließend ein Koppellauf mit 30min Tempowechsel – zuerst aber zum Radfahren. Rund um Nürnberg gibt es zwar viele kurze Anstiege, aber kaum einen Berg, den man länger als 10min hochfährt. Daher gibt es für die Einheit eigentlich nur eine Möglichkeit: den Anstieg von Oberrüsselbach (für alle Nürnberger: beginnend in Unterrüsselbach in der Nähe von Gräfenberg). Am Anfang und Ende ist es zwar eher flach als bergig, aber man muss mit dem arbeiten was man hat 😉 vor allem weil ich im Sommer überhaupt keine Lust auf Indoor Rolle fahren habe.

Dabei war die Vorgabe die erste und dritte Wiederholung im Kraftausdauerbereich zu fahren, d.h. niedrige Trittfrequenz ca. 60rpm und knapp unterhalb der Schwelle (ca. 360-380W). Da ich aktuell nicht exakt weiß, bei welchem Wattwert meine Schwelle liegt, nehme ich auch immer meine Herzfrequenz zum Vergleich her. Wenn sich die während des Intervalls einpendelt und nicht weiter steigt, passt die Intensität meistens ganz gut. Schlecht wäre, wenn ich so hart fahre, dass die Herzfrequenz bis zum Ende der 15min immer weiter steigt. Ist jetzt nicht ganz wissenschaftlich aber klappt zumindest bei mir ganz gut.

Die zweite und vierte Wiederholung sollte ich immer 30sek im Stehen, im VO2max Bereich fahren (450-500W) und anschließend 1min im Sitzen bei ca. 300W (mit etwas Druck auf dem Pedal aber zum Erholen von den 30sek). Zur Einschätzung, aktuell wiege ich ca. 80kg 😉 die Pause war immer bergab und ca. 7min lang.

Rad: 4x15min

  1. KA: 370W/ 60rpm/ 142bpm/ 6,1km/ 210hm
  2. 30″/ 1min: 394W/ 83rpm/ 145bpm/ 6,5km/ 215hm
  3. KA: 368W/ 61rpm/ 150bpm/ 6,2km/ 210hm
  4. 30″/ 1min: 397W/ 84rpm/ 151bpm/ 6,6km/ 215hm

Insgesamt mit ein- und ausfahren: 105km/ 1.327hm/ 3:20h/ 31.5km/h 254W/ 126bpm

Anschließend ging’s runter vom Rad und direkt in die Laufschuhe.

Lauf: 30min 1/1

Hier war die Vorgabe eine Minute 3:05-3:15min/km und eine Minute 4:00min/km zu laufen. Da ich das Ganze nicht auf der Bahn gelaufen bin, habe ich auch eher das Gefühl die Pace bestimmen lassen, da das GPS auf die Dauer von einer Minute oft eher ungenau ist. Zusätzlich laufen ich auch mit dem Wattsensor von STRYD, damit kann man auch auf welligem Terrain seine Leistung ganz gut mit der Geschwindigkeit im Flachen vergleichen.

Auch der Lauf hat sich am Samstag richtig gut angefühlt und ich konnte ohne großen Kraftaufwand meine Vorgaben realisieren. Insgesamt waren die 30min in 3:35min/km und mit knapp sieben Minuten lockerem auslaufen kam ich am Ende auf: 10km/ 37min/ 3:41min/km

Wers noch genauer wissen will kann sich die Einheiten auch gerne auf Strava anschauen:

https://www.strava.com/activities/7402258395

Ansonsten ist diese Woche noch eine normale Trainingswoche mit viel Umfang und Intensität, bevor ich dann nächste Woche das Training langsam runterfahre, um für den Premium Europacup in Tiszaujvaros fit zu sein!

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Schwimmblog Taliso Engel: Deutsche Meisterschaften 2022

Hallo zusammen,

direkt im Anschluss an die WM auf Madeira Fanden die Deutschen Meisterschaften im Rahmen der Finals in Berlin statt. 

Ich kam am Dienstag, 21.06.2022, zurück nach Nürnberg und wäre planmäßig am Mittwoch früh mit meiner Mannschaft nach Berlin gefahren. Mir ging es aber bereits während des Rückfluges nach Deutschland nicht so gut, weswegen ich den gesamten Mittwoch im Bett verbracht habe und dann erst am Donnerstag mit dem Zug nach Berlin fuhr. 

Das Hauptaugenmerk für die DM hätte ursprünglich eigentlich auf den 50m und 100m Brust gelegen. Aufgrund meiner Gesundheit war aber schnell klar, dass ich die 100m Brust im Einzelrennen nicht schwimmen kann, da diese am selben Tag wie die 4x100m Lagen Staffel der Männer gewesen wären.
Für die Staffel wurde ich allerdings sehr dringend gebraucht, da wir diese ohne mich absagen hätten müssen. Somit lag der Fokus auf der 4x100m Lagen Staffel, bei welcher ich die 100m Brust schwimmen sollte. Nach der Staffel ging es mir schlechter, somit beschlossen mein Trainer und ich, dass ich meine restlichen Einzelstarts (100m Brust, 50m Brust, sowie die 100m Brust in der 4 x 100m Lagen mixed Staffel und die 100m Brust im paralympischen Lauf) absagen muss.

Zum ersten Mal paralympische und olympische Wertung bei den Finals in Berlin

Dies war zudem sehr schade, da es dieses Jahr bei der DM das erste Mal inklusiv paralympische und olympische Läufe gab. Ich wäre als einziger Starter sowohl in der olympischen, als auch paralympischen Wertung an den Start gegangen. Dass ich nicht schwimmen konnte hat mich schon etwas traurig gemacht. 

Bei dem Start über die 4 x 100 m Lagen Staffel erzielten wir bedauerlicherweise nur den 4ten Platz.

Mein gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich nach der Lagenstaffel weiterhin. Somit beschloss ich am Samstag wieder nach Hause nach Nürnberg zu fahren.

Ich freue mich aber bereits jetzt auf die kommenden DM im Juli 2023 und konzentriere mich nun hauptsächlich darauf, wieder gesund zu werden.

Bis bald,

Euer Taliso

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Deutsche Meisterschaft und die Finals in Berlin

Wie vielleicht der ein oder andere so mitbekommen hat fanden über das vergangene Wochenende hinweg die “Finals“ in Berlin statt. Die Finals sind ein Event über vier Tage hinweg und vereinen die Austragung der Deutschen Meisterschaften in 14 Sportarten. Unter anderem natürlich auch Triathlon.

So letzten Donnerstag die Deutsche Meisterschaft in der Team Relay statt, am Samstag das Einzelrennen der Damen und schlussendlich am Sonntag das Rennen der Männer. Die Einzelwettkämpfe am Wochenende fanden im Rahmen eines 1. Bundesligarennens statt und gehörten somit zur Rennserie der 1. Bundesliga. Für mich stand ursprünglich ein Start in der Team Relay sowie im Einzelrennen an, ursprünglich? Leider gab es Anfang der Woche noch einen Coronafall in meiner Trainingsgruppe und so war es dann trotz negativem Test am Mittwoch eifach zu riskant nach Berlin zu fahren und dort dann möglicherweise krank zu werden und das Team und andere Starter anzustecken.

So ging es dann nach zahlreichen (zum Glück negativen) Tests erst am Freitag für mich nach Berlin.

80 Treppen und mehr

Noch am Freitag gab es einen kleinen Kurscheck im Schwimmen, eigentlich eher ungewöhnlich könnte man meinen (da das Schwimmen ja eh oft gleich zu sein scheint), doch in Berlin ist es auf jeden Fall ein wenig tricky. Mit einem Beachstart im Strandbad Wannsee gilt es nämlich erst einmal ca 40m durch das Wasser zu laufen, bevor es tief genug wird um wirklich zu schwimmen. Das ist gar nicht so einfach wie es aussieht und da für das Rauslaufen aus dem Wasser das Gleiche gilt, ist es auf jeden Fall wichtig sich das Ganze einmal anzuschauen und auch zu üben. Nach dem Rauslaufen kommt dann gleich noch die nächste Herausforderung und nach einigen Metern laufen über den Sand kommt dann eine ziemlich lange Treppe mit knapp 80 Stufen. Selbst danach geht der Weg in die Wechselzone noch weiter bergauf, dann erst ist man oben am Eingang zum Strandbad angelangt und es geht weiter aufs Rad.

Foto @bettinphotography

Nach dem Streckencheck gings dann wieder zurück ins Hotel, in die Pizzeria zum Abendessen und nach einer kurzen Teambesprechung dann ab ins Bett.

Renntag

6 Uhr morgens, der Wecker klingelt und es sind noch exakt 4:10h bis zum Startschuss. Also los zum Frühstück, Sachen einpacken, Räder verladen und los zur Wechselzone. In Berlin gibt es die Besonderheit mit zwei verschiedenen Wechselzonen, das bedeutet, dass die erste Wechselzone, in der die Schwimmbrille abgelegt wird, der Helm aufgesetzt und das Rad mitgenommen wird nicht dieselbe Wechselzone ist, in der später nach dem Radfahren das Rad abgestellt und in die Laufschuhe gewechselt wird. Hört sich vielleicht etwas verwirrend an, ist jedoch ganz logisch wenn man erklärt, dass die Radstrecke kein Rundkurs ist, sondern one-way vom Wannsee zum Olympiastadion führt, wo dann ins Ziel gelaufen wird.

Nach den ganzen Formalitäten, alle Checkins gings dann schon los. Nur noch kurz ein wenig einlaufen, noch einmal das Wasser testen, mir schnell noch eine Muschel in die Ferse treten (Dank Doktor Roland Knoll aber alles kein Probelm;) und los zum Start.

2. Stopp der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga am 25. bzw 26. Juni 2022 in Berlin © DTU/Petko Beier

Das Schwimmen lief ziemlich gut und ich war ziemlich froh ohne stolpern oder stürzen gut ins Wasser rein und auch wieder rauszukommen, dann noch die lange Treppe und los aufs Rad. Am Rad gab es eine 11-köpfige Spitzengruppe mit der wir ca 1min auf die Verfolgergruppe herausarbeiten konnten. Angekommen auf dem Olympischen Platz und auf der Laufstrecke gings dann nochmal auf 2 Laufrunden zu je 2,5km.

Platz 8 und 3. in der U23

Das Laufen lief schon mal viel besser als beim ersten Bundesligarennen im Kraichgau und hat richtig Spaß gemacht. Am Ende wurde es dann Platz 8 und Broze in der U23:)

@bettinphotography

Nach dem Rennen ging es dann noch ein wenig nach Berlin, ein bisschen shoppen, Essen gehen und am Abend gabs sogar eine kleine ”Queens Reunion”. Da ja wie bereits erwähnt nicht nur im Triathlon, sondern auch in 13 weiteren Sportarten die Deutschen Meisterschaften stattfanden, kenne ich 3 Jungs aus der Leichtathletik, die mit mir zusammen in Amerika studieren.

Am nächsten Tag stand dann noch das Rennen der Männer an und ebenfalls eine sehr spannende Entscheidung um den Deutschen Meistertitel in der Elite. Das Rennen war auch richtig cool anzuschauen und ein gelungener Abschluss für das Wochenende.

Jetzt geht es für mich in eine kürzere eher sehr ruhige Trainingphase, da meine Saison noch sehr lang wird. Jetzt wird also ein bisschen der Sommer genossen, bei der Bundesliga in Nürnberg am 7. August bin ich dann aber wieder am Start und schon bald danach geht es auch schon wieder zurück nach Amerika.

ach ja – Platz vier im Team gabs auch noch;))

@bettinphotography
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Schwimmblog Taliso Engel: WM 2022, Gold auf Madeira

Hallo zusammen,

nachdem ich Anfang Juni endlich meine Abi Prüfungen hinter mich gebracht hatte, ging es für mich bereits eine Woche später nach Madeira zur diesjährigen WM. Ich hatte in der Woche meiner Prüfungen nur ca. 3-mal trainiert und fühlte mich dementsprechend schlecht auf die WM vorbereitet. Auf Madeira hatte ich noch 3 Tage um ein bisschen zu trainieren und mich auf die Wettkämpfe vorzubereiten, denn bereits meine erste Strecke waren die 100m Brust am Montag. 

Montag: 13.06.2022
Die 100m Brust fühlten sich im Vorlauf echt schrecklich an, aber ich hatte auch nicht wirklich etwas anderes erwartet, weswegen ich absolut unzufrieden war und als zweiter im Finale landete. Ich wollte mir jedoch meinen Weltmeistertitel über die 100m Brust trotz der zuvor genannten Umstände, die nicht förderlich zu der WM-Vorbereitung beigetragen haben, nicht nehmen lassen.
Bei dem Finale über die 100m Brust reichte es dann für den Weltmeistertitel mit einer Zeit von 1.03,89. Dass ich Gold gewonnen habe, war mir im ersten Moment nicht klar, da ich die Anzeigetafeln wie immer nicht lesen konnte. Erst durch die Durchsage des Sprechers wurde mir bewusst, dass ich als Erster angeschlagen habe. 

Dienstag: 14.06.2022
Die 100m Freistil fühlten sich aufgrund des vergangenen Tages und der schweren Beine sehr zäh an, weswegen ich dann auch im Finale nicht an meine Bestzeit rankam und 8ter wurde.

Mittwoch: 15.06.2022
Am Mittwoch hatte ich einen freien Tag. Ich habe 1x locker trainiert, mich sonst ausgeruht und war bei unserer Physiotherapeutin zur Behandlung. 

Donnerstag: 16.06.2022
Im Vergleich zu den 100m Kraul am Dienstag haben sich die 50m Freistil im Vorlauf nicht so schwer angefühlt. Ich kam als 5ter ins Finale und erreichte dann ärgerlicherweise nur den 4ten Platz mit einer Zeit von 24,53, die knapp über meiner Bestzeit, die bei 24,2 Sekunden liegt. 

Freitag: 17.06.2022
Am Freitag hatte ich wieder einen Tag frei. An diesem habe ich erneut 1x locker trainiert und war wie jeden Tag bei unserer Mannschaftsphysiotherapeutin. Ich habe mich an diesem Tag auf meine letzte Strecke, die 200m Lagen, vorbereitet.

Samstag: 18.06.2022
Die 200m Lagen waren im Vorlauf mit einer Zeit von 2:17 Minuten deutlich über meiner Bestzeit, die bei 2:12 liegt. Im Finale konnte ich nochmal etwas schneller schwimmen und erreichte mit einer Zeit von 2:15 den 5ten Platz.

Mit diesem Finale war dann meine WM vorbei, ich bin trotzdem sehr zufrieden vor allem wenn man auf die Vorbereitung zurückblickt. 

Meine Mannschaft flog am Sonntag zurück nach Deutschland. Ich blieb noch 2 Tage länger, mit einigen Freunden, die auch auf Madeira waren. Am Dienstag (21.06.2021) flog ich dann auch zurück nach Deutschland.

Am Flughafen wurde ich von meiner Familie und ein paar Freunden überrascht, die mich zu meinem Weltmeistertitel beglückwünschten. 

Bis bald,

Euer Taliso

Fotoquelle: Ralf Kuckuck DBS, Henschel Media DBS, eigene

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Ballern in Berlin

Wie schon 2019 und 2021 wurde die Deutsche Meisterschaft im Rahmen der “Finals” in Berlin ausgetragen. Das Ganze ist nicht nur wegen der Sendezeit im ZDF so besonders, sondern auch, weil es das einzige Rennen im Jahr ist, bei welchem ausnahmslos alle deutschen Athleten der Kurzdistanz am Start stehen. Hier wird also die interne Hackordnung der Saison festgelegt, aber vorne geht es eigentlich nur darum, wer das Rennen gewinnt. International geht es auf den Platzierungen dahinter auch noch um wertvolle Weltcup Punkte, aber hier gibt es außer der Ehre sonst wenig zu holen. Ich hatte daher auch eine klare Aufgabe für das Rennen…

Aktuell bin ich sicher noch nicht in der Lage, ein solches Rennen in einer Laufentscheidung zu gewinnen und so gab mir mein Coach die Aufgabe, am Ende des Radfahrens zu attackieren. Die Chance damit durchzukommen war ziemlich gering, aber wir wollten es auf jeden Fall probieren.

2. Stopp der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga am 25. bzw 26. Juni 2022 in Berlin © DTU/Petko Beier

Um ehrlich zu sein, fühlte ich mich vor dem Rennen nicht optimal. Mein Beamter Körper war müde und schon beim einlaufen hatte ich leichte Magenprobleme, was ich sonst gar nicht kannte. Ich versuchte aber das Ganze wegzuschieben und optimistisch zu bleiben. Manchmal fällt der Startschuss und durch das Adrenalin und die schnellen ersten Meter, wacht der Körper auf und es geht wie von allein.

2. Stopp der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga am 25. bzw 26. Juni 2022 in Berlin © DTU/Petko Beier

So ganz wollte der Körper dann gestern leider nicht aufwachen… Mein Start war nicht optimal und ich kam zusammen mit dem Hautfeld an der ersten Boje an. Hier ging es auch ganz schön unfair zur Sache und ich stand kurz Mal komplett auf der Stelle und wurde ziemlich lange unter Wasser gedrückt! Ich verstehe ja wenn man ausversehen mal jemanden an der Schulter beim Schwimmen erwischt und nach hinten drückt, aber am Anzug festhalten und am Kopf unter Wasser drücken muss echt nicht sein. Nachdem ich mich wieder etwas sortiert hatte, konnte ich mich am Rückweg frei schwimmen und noch etwas nach Vorne arbeiten. Durch einen schnellen ersten Wechsel befand ich mich dann auch gleich Vorne und musste nicht zu viel beim Anfahren investieren.

Auf dem Weg ihn die Stadt hinein versuchten vereinzelt Athleten wegzufahren, aber ich wollte erst bis zum letzten Berg abwarten. Kurz vorher verlor ich dann aber etwas die Ruhe und fuhr hinter einer Attacke von Jonas Schomburg, Henry Graf und Rico Bogen her. Mein Antritt war aber nicht hart genug und ich fuhr nicht alleine nach Vorne, sondern nahm die gesamte Gruppe mit… Sorry Jungs.

Nachdem wir aber dann auf der Runde um das Olympiastadion angekommen waren erhöhte ich das Tempo auf dem Kopfsteinpflaster und versuchte nach den Kurven alleine wegzufahren. Ich machte dadurch zwar allen die letzten Kilometer schwerer, aber so richtig konnte ich mich nie lösen. Das machte natürlich müde und auch wenn ich so als Erster auf die Laufstrecke ging, war dann nach einem Kilometer in der Spitzengruppe der Ofen aus. Mein Bauch machte mir beim Laufen auch von Anfang an Probleme und ich konnte nie richtig befreit laufen.

2. Stopp der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga am 25. bzw 26. Juni 2022 in Berlin © DTU/Petko Beier
2. Stopp der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga am 25. bzw 26. Juni 2022 in Berlin © DTU/Petko Beier

Nach einem ziemlich langsamen zweiten und dritten Kilometer fing ich mich allerdings wieder etwas und konnte das Tempo wieder erhöhen. Ich überholte noch drei Jungs und lief als 10ter Deutscher ins Ziel. In der U23 reichte es hinter Henry und Tim Hellwig noch für Platz drei und so war es zumindest ein solides Ergebnis. Ich hatte definitiv nicht den Tag um ganz vorne mitzumischen, aber die Beine wären sicher frischer gewesen, wenn ich mich beim Rad mehr zurückgehalten hätte. So hat es aber zumindest ziemlich Spaß gemacht und ich bin wieder um ein paar Erfahrungen reicher 😉

2. Stopp der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga am 25. bzw 26. Juni 2022 in Berlin © DTU/Petko Beier

Insgesamt bin ich gerade ziemlich platt und freue mich auf eine etwas ruhigere Woche. Nach sechs Rennen in drei Wochen (2x Sprint, 4x Supersprint) wird es aber mal wieder Zeit für eine solide Trainingsphase!

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Podium in Kitzbühel

Kitzbühel hat wieder mal geliefert! Top Organisation, gute Stimmung und natürlich die Rennen an sich haben einfach mega Spaß gemacht. Der Nostalgie-Flair auf dem Campingplatz hat das Ganze komplettiert und so fahre ich im Gegensatz zu letztem Jahr, mit einem sehr guten Gefühl nach Hause.

Da nicht nur meine Familie, sondern auch mein Podcast Kollege Julian mit dabei war, gibts sogar heute schon eine neue Episode zu hören – live vom Campingplatz sozusagen ;). Da wir dabei hauptsächlich über die Rennen gequatscht haben, gibts hier heute einfach den Link zur aktuellen Episode und ein paar Bilder vom Rennen.

Außerdem geht es gleich in die nächste Rennwoche, denn nächste Highlight der Saison steht vor der Tür. Am Sonntag wird der Deutsche Meistertitel über die Sprintdistanz in Berlin vergeben – schon zum dritten Mal im Rahmen der „Finals Berlin“. Das bedeutet auch Rennaction vom Feinsten und live TV Übertragung in der ARD/ ZDF.

Meine Form geht auf jeden Fall in die richtige Richtung und das ist auch ganz gut so, denn mit einer Durchschnittsleistung wird man am Sonntag nicht weit kommen. Das Starterfeld ist enorm gut besetzt und ich bin mir sicher, dass sich jeder hier – noch mehr als sonst – beweisen will. Das Rennen wird also auf jeden Fall für Unterhaltung sorgen und ich hoffe, dass ich die Jungs vorne ein bisschen ärgern kann. 

Drückt mir die Daumen, in Berlin braucht man – zumindest beim Schwimmen – auch bekanntlich ein bisschen Glück 🙂

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