Die letzten fünf Tage in Kitzbühel gingen vorbei wie im Flug! Vor allem die letzten drei Tage waren vollgepackt mit Rennaction und einigen Gänsehaut-Momenten, aber auch totaler Niedergeschlagenheit und völliger Erschöpfung. Hier meine Eindrücke von der EM:

Anreisetag war Mittwoch, der 16. Juni im Camper von Roland, zusammen mit Franca und Anabel. Dieses Jahr hatten wir bis jetzt wirklich Glück und konnten immer entspannt mit dem Auto zu den Wettkämpfen reisen. Flüge sind zwar oft kürzer, aber trotzdem immer mit mehr Stress und organisatorischem Aufwand verbunden. Daher finde ich eine Anreise mit dem Auto – neben den ökologischen Gründen natürlich – immer deutlich praktischer. Am Abend bin ich dann noch mit ein paar anderen Jungs und Mädels aus dem deutschen Team, eine lockere Runde um den See gejoggt.

Der Donnerstag war dann wie immer, der große “Streckencheck-Tag”. Kleines Frühstück und danach 40min auf der 4km langen Radrunde, um sich mit dem Anstieg und vor allem dem U-Turn nach der kurzen Abfahrt vertraut zu machen.

Entspanntes Pedalieren mit dem einzig wahren Henry Graf // Quelle: Tom Meyer

Danach wieder zurück ins Hotel, um möglichst wenig Zeit in der heißen Sonne zu verbringen und für das Rennen frisch zu bleiben. Am Nachmittag ging es dann mit dem gesamten Team wieder zum See und zum Streckencheck im Wasser. Am Wettkampfvortag reichen mir meistens 1500m mit ein paar Sprints, um ein gutes Gefühl mitzunehmen und aktiviert für den nächsten Tag zu sein.

Ich muss auch wirklich sagen, dass die Stimmung im Team richtig gut war! Triathlon ist nunmal ein Einzelsport und auch wenn wir sonst über die verschiedenen Stützpunkte im Land verteilt trainieren und wir in den Wettkämpfen Konkurrenten sind, kam dieses Wochenende definitiv ein Gefühl der Gemeinschaft und starken Teams auf! Auch mein eigenes Gefühl war für die kommenden Rennen sehr positiv. Das Niveau in der Elite ist zur Zeit einfach richtig hoch und ich wusste, dass es nicht leicht werden würde, mich für das A Finale zu qualifizieren (Anforderung: Top 9 in meinem Semifinale).

Am Freitag morgen stand nur noch eine kleine Laufaktivierung (15min mit zwei Steigerungen am Ende) auf dem Programm und dann hieß es nur noch warten… Mein Start war um 16:25 Uhr. Genau wie vorhergesagt war es drückend heiß und sogar der See hatte 26 Grad. Trotzdem war das Einschwimmen eine willkommene Abkühlung und ich fühlte mich bereit für die bevorstehende Aufgabe.

Ich erwischte einen guten Start, konnte mich zwar nicht vom Feld lösen, aber fand einen guten Rhythmus und kam unbehelligt um die beiden Bojen. Am Rückweg fand ich auch einen guten Wasserschatten bei dem ich bis zum Ende mitschwimmen konnte. Trotzdem kostete das Schwimmen schon enorm viel Kraft und ich musste sehr viel investieren, um meine Position zu halten (Position 14). Die ersten Meter auf dem Rad wurden ziemlich hart gefahren, aber durch die kurze Schwimmstrecke separierte sich das Feld kaum und nach einer von vier Runden, fand ich mich in einer 16-köpfigen Spitzengruppe wieder. Bei dieser Gruppengröße ist das Radfahren immer sehr chaotisch, da der Kurs zu eng und technisch, für eine geordnete Zusammenarbeit war. Dadurch wurde der Anstieg und die Antritte nach den Kurven sehr hart gefahren und auf den längeren Wegen dazwischen nicht wirklich Druck gemacht. Leider fühlte ich mich genau wie in Berlin kraftlos und immer gleich im roten Bereich, wenn ich mal länger in der Führung fuhr. Auch die Anfahrt auf die Wechselzone war sehr hektisch und ziemlich gefährlich und ich schaffte es zum Glück als Erster abzusteigen und mit einem passablen Wechsel, an Position vier auf die Laufstrecke zu gehen. Das Tempo war von Anfang an enorm hoch (1. Km in 3:02min trotz einem Anstieg und einem kurzen steilen Bergabstück auf Schotter). Nach einer Runde lief ich auf Position sieben, mit knapp 10sek Rückstand auf die Spitze und versuchte meinen Rhythmus zu finden. Von da an war es einfach nur noch unglaublich hart und ich war komplett am Anschlag. Ich merkte zwar wie ich langsamer wurde, konnte aber nicht mehr mobilisieren und musste mich am Ende mit Platz 11 begnügen. Im Ziel übergab ich mich erstmal mehrmals und konnte längere Zeit nicht aufstehen weil meine Hüftbeuger auf beiden Seiten krampften und ich komplett erschöpft war.

Erst eine Stunde später konnte ich wieder etwas klarer denken und war natürlich komplett niedergeschlagen, da ich die Finalqualifikation verpasst und ich für mich wieder keine zufrieden stellende Leistung zeigen konnte. In solchen Momenten bricht einfach alles für einen zusammen und man stellt alles in Frage… auch wenn es bei mir wahrscheinlich aktuell nur an ein paar Kleinigkeiten hakt. Trotzdem mache ich diese Woche mal einen größeren Check (Blutbild etc.) um abzuklären ob es einen klaren Grund für mein schlechtes Gefühl in den letzten Wochen gibt.

Irgendwie schaffte ich es dann mich noch einmal halbwegs zu motivieren um am Samstag im B Finale an der Startlinie zu stehen! Obwohl es mir wirklich schlecht ging und ich im Halbfinale am Freitag gelitten habe wie selten zuvor, war es für mich komischerweise keine Option nicht an den Start zu gehen. Immerhin ist es eine Europameisterschaft und viele Topathleten und auch einige Olympiakandidaten hatten es nicht ins A Finale geschafft. Ich wollte auch einen versöhnlichen Abschluss für das Wochenende finden und einfach mal wieder etwas Selbstvertrauen für die nächsten Wettkämpfe mitnehmen. Das gelang mir dann den Umständen entsprechend auch! Schwimmen und Radfahren lief ähnlich wie am Vortag ab (dieses Mal einen 20 Mann Gruppe am Rad) aber ich lief bewusst etwas kontrollierter los. Mit der Laufzeit, die ich dann hinlegte, hätte ich mich am Vortag auch locker fürs Finale qualifiziert. Aber das brachte mir in dem Moment wenig… am Ende konnte ich noch einen Zielsprint gewinnen und lief als Vierter ins Ziel. Insgesamt also 32. bei der EM und 13. in der U23 Wertung.

Natürlich hatte ich mir mehr erhofft, muss aber jetzt das mitnehmen was es geworden ist und es das nächste Mal besser machen… Der Sport ist auf diesem Niveau einfach knallhart und neben den Höhen muss es einfach auch die Tiefen geben. Jetzt lege ich auf jeden Fall die Beine hoch und erhole mich erst einmal komplett und analysiere noch zusammen mit meinem Team, was wir das nächste Mal besser machen können und woran es aktuell hakt. Am Sonntag starte ich in Potsdam beim zweiten Bundesligarennen der Saison, das wird dann der erste Reiz nach meiner ruhigen Woche. Mal sehen ob das funktioniert, aber ich bin optimistisch!

Bis nächste Woche

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In der heutigen Ausgabe gibts nur ein kurzes Update und das auch noch mit einem Tag Verspätung. Gestern bin ich einfach nicht dazugekommen, da gestern kein typischer Montag in der unmittelbaren Rennvorbereitung war, sondern neben organisatorischen Dingen wie ein PCR Test, auch noch etwas mehr Training auf dem Plan stand. Die Europameisterschaften in Kitzbühel beginnen nämlich schon am Freitag mit den Semifinals!

Gerade bin ich aber sehr gut drauf, da die Schwimmvorbelastung heute morgen optimal lief und ich mich seit Langem mal wieder total frisch gefühlt habe. Jetzt geht es gleich noch für 90min aufs Rad und am Abend bewege ich dann die Beine nochmal ein bisschen schneller beim Laufen;) Ich hoffe, dass ich mein Tief der letzten Wochen jetzt endgültig überwunden habe und am Freitag zeigen kann was ich drauf habe. Die Startlisten sind auch gestern veröffentlicht worden und ich starte im Semifinal zwei (insgesamt drei Semifinals a 30 Athleten). Hier fühle ich mich ganz gut aufgehoben, denn das erste Semifinale ist definitiv am Stärksten besetzt. Ziel ist es auf jeden Fall, unter die Top 9 zu kommen und somit für das Finale am Samstag gesetzt zu sein!

Hier noch einmal die Distanzen:

  • 500m Schwimmen
  • 12km Rad (4 Runden)
  • 3km Lauf (2 Runden)

Das Rennformat ist auf jeden Fall sehr kurz und schnell und erlaubt keine Fehler! Man muss also von Anfang an voll konzentriert sein und vom Start weg Vollgas geben.

Wer noch mehr Infos über das Rennen haben will, kann sich auch gerne die neue Episode meines Podcasts anhören. Die schnelle Sendung:

https://open.spotify.com/episode/0YjqIpcTIdfUWl1KmKB7ME?si=chPibNF6R2qanrnpVi7c2A&dl_branch=1

Das Rennen lässt sich am Freitag ab 16:25 Uhr live auf triathlonlive.tv verfolgen und ich würde mich über euren Support freuen!

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Die Deutschen Meisterschaften sind Geschichte und der erste Saisonhöhepunkt hinterlässt bei mir – neben ein paar positiven Aspekten – vor allem einige Fragezeichen. In der Jahresplanung war Berlin ganz klar das erste große Ziel. So wie vor zwei Jahren hatte die Elite DM große Bedeutung. Fast alle deutschen Top-Athleten waren an der Startlinie und das öffentliche Fernsehen gab dem Ganzen eine große Bühne. Für mich persönlich endete der Tag mit einer großen Enttäuschung.

Fist-bump mit Maggi Männer nach dem Einschwimmen // Quelle: Petko Beier

Akt 1: Das Schwimmen

Showtime // Quelle: Petko Beier

Wie zu erwarten, war das “Schwimmen” in erster Linie pures Chaos und Prügelei. Nach einem schlechten Start landete ich mitten im Feld, fühlte mich aber auch total kraftlos und konnte mich nicht freischwimmen. Vor allem an den ersten zwei Bojen habe ich einige Ellbogen abbekommen und legte den ein oder anderen, unfreiwilligen Tauchgang ein. Das erste Mal in meinem Leben musste ich Brust um eine Boje Schwimmen, weil um mich herum nur noch Körper waren und ich keinen einzigen Zug mehr machen konnte, kein schönes Erlebnis… Das liegt meiner Meinung nach aber weniger an mutwillig unfairen Verhalten der anderen Athleten, sondern vor allem an der Schwimmstreckengestaltung in Berlin.

  • Das Feld ist mit 90 Athleten ziemlich groß
  • Da ein Neoprenanzug erlaubt war, gehen kaum Lücken im Feld auf
  • Der See ist so flach, dass man die ersten ca. 80 Meter der Schwimmstrecke laufen kann
  • Dadurch separiert sich das Feld auf dem Weg zur ersten Boje kaum und es dort kommen viel zu viele Athleten gleichzeitig an

Nach der letzten Boje hatte ich dann plötzlich etwas Platz und konnte frei schwimmen. Hier arbeitete ich mich zumindest noch unter die ersten 25 Athleten nach vorne und stieg mit 20sek Rückstand aus dem Wasser.

Akt 2: Der erste Wechsel

Der Weg in die Wechselzone ist am Wannsee sehr speziell. Nach dem Schwimmen rennt man erst einmal 100 Meter durchs Wasser und über den Strand, anschließend rund 100 Treppenstufen nach oben und dann noch ca. 100 Meter bergauf zum Rad. Der Weg tat wie schon vor zwei Jahren enorm weh aber dieses Jahr musste ich mich enorm quälen und überwinden hier das Tempo hochzuhalten. Durch einen schnellen Wechsel verbesserte ich mich aber direkt um 10 Positionen und stieg knapp hinter der Spitze aufs Rad. Dafür das ich mein Rennen im Schwimmen schon fast abgeschrieben hätte, war diese Ausgangslage überraschend gut.

Akt 3: Das Radfahren

1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga Maenner Berlin, 1. Wettkampf, 06.06.2021

Normalerweise kann ich vor allem am Anfang des Radfahrens gleich gut Druck machen, aber gestern verlor ich sogar direkt ein paar Hinterräder und war froh, dass ich nicht komplett aus der Gruppe fiel. Ich konnte auch überhaupt keinen Beitrag zur Führungsarbeit leisten und fuhr nur im Windschatten mit. Das reichte mir völlig! Am Ende des Radfahrens versuchte ich mich dann noch einmal mental neu einzustellen und das schlechte Schwimmen und Radfahren möglichst zu vergessen.

Akt 4: Der zweite Wechsel

RUN! // Quelle: Petko Beier

Ich konzentrierte mich auf die Anfahrt zur Wechselzone und schaffte es auch als Erster vom Rad zu steigen. Wie im ersten Wechsel auch schaffte ich es hier eher durch Taktik als durch gute Leistung mich gut zu positionieren und ging an Position vier auf die Laufstrecke.

Akt 5: Der Lauf

Um ehrlich zu sein merkte ich auch hier gleich, dass das Tempo für mich viel zu hoch war aber ich versuchte trotzdem erst einmal bei den Führenden mitzulaufen. Die ersten 500 Meter fühlten sich so an, wie normalerweise die letzten 500 Meter im Triathlon und nach knapp einem Kilometer musste ich komplett rausnehmen um nicht zu kollabieren. Ich verlor direkt den Kontakt zur Spitze und konnte danach nicht schneller als 3:20min/km laufen. Selbst dieses Tempo fühlte sich hart an, aber so konnte ich mir zumindest vorstellen ins Ziel zu kommen. Nach drei Kilometer schloss ich zu Lasse Lührs auf, der auch einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte und lieferten uns so eine Art “Not gegen Elend” Duell. Zumindest das konnte ich am Ende noch gewinnen!

Zugabe

Mit dem 14. Platz bin ich am Ende noch mit einem blauen Auge davongekommen, da ich in der Spitzengruppe saß und wir mit 25sek Vorsprung auf die große Verfolgergruppe auf die Laufstrecke gingen. Ansonsten hätte es auch gleich ganz anders ausgesehen. Um ehrlich zu sein habe ich mich die ganze Woche schon ziemlich erschöpft und kraftlos gefühlt. Ich habe einfach gehofft, dass ich durch die Wettkampfanspannung und meine aktuelle, eigentlich sehr gute Form, meine Leistung abrufen könnte… leider war das nicht so und ich brauche jetzt erst einmal ein paar ruhigere Tage um wieder frisch zu werden. An was es genau liegt kann ich auch nicht genau sagen, aber auffällig ist, dass unsere gesamte Trainingsgruppe keine gute Leistung gezeigt hat und seit der ersten Impfung vor zwei Wochen, nicht mehr so richtig performen kann. Im Grundlagentraining und Alltag war das zwar kein Problem, aber vermutlich haben wir zu früh wieder mit der ersten harten Einheit begonnen. Bei der nächsten Impfung werde ich auf jeden Fall erst einmal länger die Beine hochlegen und nur ein bisschen Bewegungstherapie betreiben.

Nächste Woche stehen dann auch schon die Europameisterschaften an und ich hoffe, dass ich mich bis dahin wieder komplett erhole!

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Wie letztes Wochenende schon angekündigt, geht es diese Woche nach Berlin! Deutsche Meisterschaft und das erste Rennen der 1. Bitburger Triathlon Bundesliga der Saison in Einem. Genauer gesagt, war das letzte richtige Rennen die DM 2019 – ebenfalls in Berlin!

Würde direkt ja zur Platzierung aus 2019 sagen

2019 kam ich direkt aus einem Grundlagentrainingslager an den Start und landete überraschenderweise auf dem dritten Platz in der U23 und auf dem sechsten Platz in der Elite Wertung. Damals hatte ich gerade noch so die erste Radgruppe erwischt und von der Rennsituation profitiert und einige stärkere Athleten hinter mir gelassen. Jetzt in diesem Augenblick würde ich die gleiche Platzierung nächsten Sonntag direkt wieder nehmen. Weiter nach vorne darf es natürlich auch gehen;) Aber auch wenn ich im Vergleich zu 2019 in jeder Disziplin stärker geworden bin, kann das Rennen diese Woche eine ganz andere Dynamik annehmen und ich habe das Gefühl, dass meine Leistung von vor zwei Jahren, dieses Jahr nicht einmal für eine Top 10 Platzierung reichen würde…

Alle sind fit, alle haben Bock…

Der Grund für diese Einschätzung ist nicht meine mangelnde Form, sondern die Stärke des restlichen Feldes. Eigentlich sind alle deutschen Top- Kurzdistanzathleten – außer Jonas Schomburg – am Start und machen das Rennen damit wahrscheinlich zu einem der bestbesetzten nationalen Wettkämpfen seit Jahren! Außerdem ist jeder heiß sich zu beweisen und seinen Trainingskollegen oder Freunden, mit welchen man sich schon seit Jahren duelliert, mal wieder zu zeigen wo der Hammer hängt!

…Genau wie ich!

Zum Glück bin ich auch mega fit und habe Bock;) Ich bin auf jeden Fall heiß drauf, dass die Saison so richtig losgeht und ein Rennen auf das nächste folgt. Gestern habe ich noch die letzte wichtige Einheit abgehakt und starte mit gesundem Selbstvertrauen in die neue Rennwoche. Vor meinem ersten Wettkampf in Italien war ich vom Gefühl her noch etwas eingerostet und hatte vielleicht sogar ein bisschen zu viel Respekt vor meinen Gegnern. Ich bin gespannt wie jetzt der zweite Triathlon der Saison läuft, aber ich habe ein gutes Gefühl!

Live im ZDF/ ARD

Ihr könnt das Rennen auf jeden Fall ab 9:40 Uhr diesen Sonntag verfolgen. Ob im ZDF oder der ARD weiß ich aktuell noch nicht aber das wird sich dann schon ergeben. Es wird dieses Jahr denke ich auch spannend im Kampf um den Mannschaftstitel, denn die Favoriten aus Buschütten werden von einem starken Team aus Saarbrücken herausgefordert! Vielleicht schafft es mein Team aus Neckarsulm dieses Mal auch das zweite Mal aufs Podium… we will see!

Wir sehen uns am Sonntag!

Euer Simon

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Weil letzte Woche nicht wirklich viel passiert ist, gibts heute einen Ausblick auf meine nächsten Rennen.

Europacup Caorle Rad // Quelle: Silva Ultralite Triathlon

Mit meiner Leistung in Caorle letzte Woche bin ich zwar noch nicht hundert Prozent zufrieden, aber der 15. Platz ist rückblickend doch mehr wert als ich dachte. Damit habe ich mir grade noch so die Weltcup Quali gesichert und außerdem wurde ich letzte Woche für die Europameisterschaft in Kitzbühel nominiert! Diese findet vom 18.-20. Juni über das Format der Supersprintdistanz statt. Am Freitag werden die Halbfinals über 500m Schwimmen, 12km Radfahren und 3km Laufen ausgetragen. Die Besten aus jedem Semifinale qualifizieren sich dann für das Finale am Samstag (vermutlich 30 Athleten). Es wird auf jeden Fall cool als Elite Athlet an der Startlinie zu stehen, denn der Triathlon in Kitzbühel und ich kennen uns schon ziemlich lange;) Das erste Mal bin ich hier vor über 10 Jahren gestartet! (Damals natürlich noch bei den Schülern) Meine Eltern, meine Schwester und ich fuhren früher immer mit unserem VW Bus zu den Rennen und übernachteten auf Campingplätzen oder direkt am See an der Wettkampfstrecke. Kitzbühel war auf jeden Fall immer eine Reise wert, auch wenn es in meiner Erinnerung dort immer geregnet hat.

Radabstieg EC Caorle // Quelle: Alessio Fioravanti

Bevor es für mich nach Kitzbühel geht, steht aber noch ein weiteres Highlight auf dem Programm: DM Elite in Berlin am 05./06.06. Diese wird im Rahmen der 1. Triathlon Bundesliga und “den Finals” (ein Zusammenschluss mehrer nationaler Titelkämpfe aus den verschiedensten Sportarten) ausgetragen und daher auch im ZDF/ ARD übertragen. Dazu dann aber nächste Woche noch genauere Infos.

Wechselzone EC Caorle // Quelle: Silca Ultralite Triathlon

Das Training diese Woche ist ziemlicher Standard. Ein paar harte Einheiten (auch gekoppelt) aber allzu viel passiert nicht mehr im Hinblick auf Berlin. Eine Empfehlung kann ich euch für die Woche aber noch geben: Am Mittwoch Vormittag (Start 10:30 Uhr) wird in Kienbaum der interne Wettkampf der DTU für die letzten Olympiatickets ausgetragen. Das Format: Einzelstart mit Windschattenverbot über die Mixed Team Relay Distanz (ca. 300m/ 7km/ 1,9km). Angeblich gibt es auch einen Livestream also schaut einfach mal auf den Kanälen/ der Website der DTU vorbei, denn das wird auf jeden Fall spannend und vermutlich wird die Entscheidung innerhalb weniger Sekunden fallen.

Einen guten Start in die Woche und nächsten Montag gibts wieder mehr Text;)

Simon

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Das war ein hartes Stück Arbeit! Mein erstes Rennen dieses Jahr und dann gleich ein top besetzter Elite Europacup. Und genau wie ich vermutet hatte, ging es von Anfang an voll zur Sache und gab keine ruhige Minute im Rennen.

Anreise: Business Class

Zum Prozedere im Vorfeld des Wettkampfes will ich eigentlich gar nicht so viel sagen. Es war auf jeden Fall deutlich entspannter als erwartet. Leere Straßen auf der Reise und kurze Wartezeiten bei der Grenzkontrolle. An der österreichisch-italienischen Grenze gab es gar keine Kontrolle. Grund: Coach Roland hielt es für wichtig, Kilometer zu sparen und den kürzesten Weg, quer durch die Alpen zu nehmen. Im großen Sprinter vom BTV auf der Rückbank die steilsten, kurvigsten und höchsten Pässe zu fahren ist zwar landschaftlich schön, aber definitiv nicht komfortabel! Grüße an dieser Stelle Roland. Auch die Coronatests vor dem Rennen waren gut organisiert und da wir uns in einem Apartment einquartiert hatten, waren wir auch ziemlich isoliert von den anderen Athleten und unabhängig von Beschränkungen bei der Essensgestaltung.

Showtime

Ernst wurde es dann am Samstag! Das Starterfeld war mit 76 Athleten nicht nur groß, sondern auch qualitativ sehr gut besetzt. Neben vielen jungen Talenten, waren auch einige erfahrene Athleten am Start, die auch schon im Weltcup oder im WTCS gute Leistungen gezeigt haben. Ich konnte mich also sehr schwer einschätzen, aber wollte auch nicht völlig ohne Spannung ins Rennen gehen und nahm mir vor, mindestens in die Top 15 zu laufen und möglichst viele Punkte für die Weltrangliste zu sammeln. Mir war allerdings klar, dass es bei dieser Mischung aus sehr starken Läufern und Schwimmern, an einem schlechten Tag auch gleich mal deutlich weiter nach hinten gehen konnte. Daher war ich kurz vor dem Start schon relativ angespannt und hatte auch Respekt vor der bevorstehenden Aufgabe. Das Schwimmen fand im Meer statt und der Kurscheck am Vortag hatte meine Vorfreude auf das Rennen eher gedämpft. Es war ziemlich wellig und sehr unruhig zum Schwimmen. Vor allem mit einem “Beach Start”, also Start am Strand mit anschließendem Sprint ins Wasser, werden die Karten immer komplett neu gemischt und nicht unbedingt die besten Schwimmer landen am Ende ganz vorne. Mit meiner hohen Startnummer hatte ich nicht mehr viele Auswahlmöglichkeiten an welcher Position ich starten wollte. Durch den langen Weg zur ersten Boje war es allerdings sehr fair und ich hatte keinen Nachteil durch meine Startposition.

Der letzte Triathlon war zwar jetzt acht Monate her, aber eines hat sich definitiv nicht verändert. Nach dem Athleten “Line up” steht man bis zum Zerreißen angespannt an der Startlinie und will loslegen, aber statt dem erwarteten Startsignal kommt immer die Ansage: “two minutes to start”. Dann atmen alle um einen herum erst einmal laut auf und eine gefühlte Ewigkeit vergeht bis dann die nächste Ansage kommt: “one minute to start”. So schnell wie alle einen Schritt zurückgetreten sind und sich entspannt haben, ist dann aber plötzlich die Anspannung wieder da! Jeder senkt den Kopf, denkt nur noch an sich und wartet auf den Startschuss.

On your marks… Goo!

Ich erwischte einen soliden Start und konnte die erste Meter relativ frei schwimmen. Ich befand mich auf der rechten Seite des Feldes und schwamm hier ungefähr an zehnter Position. Auf halben Weg zur Boje zentrierte sich dann aber langsam das Feld, (jeder Athlet will natürlich den kürzesten Weg, innen um die Boje nehmen) und die vorderen Schwimmer von links, trafen auf meinen Zug der rechts gestartet war. Hier verlor ich ein paar Positionen und ab diesem Zeitpunkt befand ich mich mitten im Gedränge und Positionenkampf… der Wellengang erschwerte es zusätzlich sich auf die eigene Technik zu konzentrieren und ich verlor etwas den Überblick. Ich kam gut um die Bojen und konnte mich auf dem Rückweg noch etwas nach vorne arbeiten, fand aber nicht wirklich meinen Rhythmus und konzentrierte mich auf den Schwimmausstieg. Ich stieg an Position 33 aus dem Wasser mit 35sek Rückstand auf die Spitze. Rein in die Wechselzone, machte hier ein paar Plätze gut und sprang aufs Rad.

Bike

Ich sah direkt, dass sich ca. 50 Meter vor mir eine Radgruppe formierte und das das Tempo enorm hoch war, da alle Athleten wie an einer Perlenschnur aufgereiht, hintereinander fuhren und sich so klein wie möglich machten. Das stellte sich später heraus, war zu diesem Zeitpunkt die zweite Radgruppe mit ca. 25 Athleten. Schöne Grüße an dieser Stelle an Jonas Breinlinger, der hier ordentlich Betrieb machte! Vorne befand sich eine sechsköpfige Spitzengruppe mit ca. 15sek Vorsprung. In der ersten von sechs Radrunden schloss ich die Lücke zur zweiten Radgruppe und arbeitete mich innerhalb dieser langsam nach vorne. Dabei musste ich immer wieder Lücken zufahren, die durch den technisch anspruchsvollen Kurs und die vielen Antritte entstanden. In diesem Moment hatte ich keinen Kopf dafür was hinter mir passierte. Das kostete mich zwar einiges an Überwindung und Kräfte, aber es sollte sich lohen. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass hinter mir immer mehr Athleten aus der Gruppe vielen, da das Tempo vorne sehr hoch war und durch meine Beschleunigung beim Lückenschließen, die meisten Athleten mein Hinterrad nicht halten konnten. Erst in der dritten Runde hatte ich mich innerhalb der Gruppe nach vorne gearbeitet und zu diesem Zeitpunkt waren wir schon fast an der Spitzengruppe dran. Als wir dann in der vierten Runde den Anschluss herstellten, waren noch 14 Athleten von den anfangs 25 übrig. Zusammen mit der Spitzengruppe also jetzt 20 Athleten. Erst hier konnte ich mich dann etwas erholen, da ich zwar noch in der Führung mitarbeitete, dadurch allerdings deutlich schneller um die Kurven fahren konnte und nicht immer komplett herunterbremsen und wieder voll antreten musste. Wir arbeiteten gut zusammen und vergrößerten die Lücke nach hinten immer weiter. Beim Abstieg zum Laufen hatten wir ungefähr 55sek Vorsprung auf die große Verfolgergruppe mit ca. 40 Mann.

Run

Ich wechselte gut und lief als Vierter aus der Wechselzone. Um ehrlich zu sein hatte ich schon am Rad gemerkt, dass ich die ersten zwei Radrunden zu viel investieren musste und deutlich “drüber” war. Meine Beine fühlten sich zwar noch ganz gut an, aber ich hatte einfach zu viel Laktat aufgebaut und merkte vor allem die Atmung. den ersten Kilometer hielt ich mich noch ganz gut, aber danach musste ich die meisten Athleten aus meiner Gruppe vorbeilaufen lassen. Ich fokussierte mich einfach auf meine Technik und pendelte mich an Position 15 ein. Hier hätte man das Rennen dann von mir aus auch beenden können, denn danach veränderte sich für mich nichts mehr. Von hinten lief niemand auf, aber ich kam den beiden Athleten, die ca. 15 Meter vor mir liefen, auch nicht mehr näher. Ich fokussierte mich einfach auf meine Technik und versuchter die Schrittfrequenz hochzuhalten, aber es wurde immer härter und am Ende war es ein ganz schöner Kampf. Ich verteidigte allerdings meinen 15. Rang, sicherte mir damit die Weltcup Qualifikation und wurde zweitbester Deutscher hinter Jonas Breinlinger.

Fazit

Sicherlich noch kein perfektes Rennen und vor allem mit einem besseren Schwimmen, wäre im Laufen noch mehr möglich gewesen. Allerdings habe ich auch viele Top Leute hinter mir gelassen und bin mit der Platzierung fürs erste zufrieden. Die Saison ist ja noch jung und es gibt noch einige Rennen in denen ich mich beweisen darf!

Wer sich das Rennen noch einmal ansehen will, hier ist der Link zum Livestream:

https://www.triathlonlive.tv/videos/2021-europe-triathlon-cup-caorle-elite-races

Bis nächste Woche!

Simon

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Yeehaa! Endlich ist es wieder so weit und die Triathlonsaison beginnt. Dieses Mal kein halbseidener Testwettkampf, sondern richtige Rennaction mit Massenstart und internationalen Konkurrenten. Dafür gehts ab nach bella Italia -genauer gesagt nach Caorle (in der Nähe von Venedig).

Die Vorbereitung

Ich habe ja versucht, euch ein bisschen bei meiner Vorbereitung auf diese Saison mitzunehmen und hoffe auch, dass an dieser Stelle zumindest ein paar Leute gespannt auf das kommende Wochenende blicken. Denn Trainingsergebnisse sind schön und gut, aber letztendlich zählt die Performance im Wettkampf. Hier geht es ehrlich Mann gegen Mann, (oder natürlich Frau gegen Frau;)) und hier muss man zeigen, für was man den Winter über gearbeitet hat. Meine Vorbereitung lief auch wirklich sehr gut und ich halte es hier jetzt schonmal schriftlich fest, dass bei mir Ausreden wie zum Beispiel Trainingsrückstand im Laufen, nicht zählen können. Natürlich wird sich erst am Samstag zeigen, ob ich mein Potential gleich im ersten Rennen abrufen kann oder ob ich enttäuscht wieder nach Hause fahren muss. Der erste Wettkampf ist einfach immer eine Gleichung mit sehr vielen Unbekannten, aber ich werde alles geben diese zu lösen;)

Start vom letzten harten Vorbereitungstraining am Samstag, nächste Woche gleiche Uhrzeit, nur dann hoffentlich mit ein paar weniger Schichten an der Startlinie // Bild: Tom Meyer

Das Rennen

Normalerweise melden sich für einen Elite Europacup um die 100 Athleten. Diejenigen mit den meisten Weltranglistenpunkten landen dann zuerst auf der Startliste und je nachdem wie groß das Starterfeld ist (meistens um die 65 Athleten) wird dann von vorne nach hinten aufgefüllt. So gehen am Ende natürlich auch einige Athleten leer aus. Meistens ändert sich die Startliste allerdings noch hunderte Male (durch Absagen von Athleten auf der Liste) und irgendwie landen dann auch immer Athleten mit sehr wenigen Punkten am Start. Schwerer wird es dann im Weltcup oder bei den WTCS (World Triathlon Championships Series) auf die Liste zu kommen. Wenn Continentalcups – zu denen auch der Europacup zählt, die dritte Liga wäre, könnte man den Weltcup als die zweite und die WTCS Rennen als die erste Liga des Triathlons bezeichnen. Hier gibt es einfach mehr Preisgeld und Punkte zu gewinnen und dadurch steigt die Leistungsdichte des Starterfeldes. Zurück zu meinem Wettkampf. Dadurch dass es letztes Jahr durch die Pandemie, insgesamt sehr wenige Wettkämpfe gab und außerdem keine Punkte vergeben wurden, will jetzt natürlich jeder an den Start und sich beweisen. So haben sich für den EC in Caorle um die 200 Männer gemeldet und die Leistungsdichte ähnelte anfangs eher einem Welt-, als einem Europacup. Dadurch war es für mich als junger Athlet mit sehr wenigen Punkten unmöglich, es aus eigener Kraft auf die Startliste zu schaffen und ich landetet zunächst auf der Warteliste. Zum Glück gibt es für solche Situationen eine Ausnahmeregelung die es ermöglicht, Athleten innerhalb der gleichen Nation zu “tauschen”. Das bedeutet konkret, dass die Deutsche Triathlon Union drei sehr gute Athleten gemeldet hat, die den Wettkampf aber gar nicht starten wollten. Die landeten natürlich auf der Liste und wurden dann gegen zwei weitere Nachwuchsathleten und mich eingetauscht.

Das bedeutet also, der EC in Caorle ist sehr gut besetzt, alle sind heiß sich zu beweisen und ich habe auch ein bisschen extra Druck, da ich den Startplatz vom Verband zugesprochen bekommen habe… Ich hoffe das war jetzt nicht zu langweilig, aber ich denke mal ganz interessant zu sehen, wie der Wettkampf für mich am Samstag so einzuordnen ist.

Das Fazit

Ich bin auf jeden Fall super heiß auf das Rennen und freue mich auch einfach, den Sport halbwegs normal ausüben zu können. Natürlich wird es keine Zuschauer geben und der Papieraufwand im Vorfeld des Rennens war auch schonmal weniger, aber das nehme ich gerne in Kauf! Aktuell weiß ich leider noch nicht ob es einen Livestream geben wird, aber der Startschuss fällt definitiv am Samstag um 16:00 Uhr und falls man das Rennen verfolgen kann, schreibe ich noch einen kurzen Beitrag dazu am Freitag.

Bis nächsten Montag und drückt mir die Daumen

Euer Simon

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Es ist wie es ist, schon wieder Montag. Der Titel verrät heute auch einiges über meine Laune, als ich heute früh aufgewacht bin. Heute verstehe ich voll und ganz, warum viele Leute den Montag hassen. Das Wochenende erscheint ewig weit weg, man muss früh zur Arbeit und das zurückliegende Wochenende war zwar schön, aber viel zu kurz und nicht erholsam genug. Ich musste heute auch früh raus und wusste die erste Hälfte des Tages würde lang werden.

Meine heutige Gefühlswelt

6:45 Uhr: der Wecker klingelt. Viel zu früh! Fühle mich wie von einem Zug überrollt, aber hilft ja nichts. Aufstehen, bereue direkt, gestern Abend nach dem Abendessen nur noch auf der Couch gelegen zu haben, anstatt nochmal zu dehnen und die Muskeln mit der Blackroll zu lockern. Verdammt meine Waden sind echt zu! Erstmal in die Küche, vielleicht hilft ja der doppelte Espresso… ah schon besser. Next step: Frühstück. Habe schon wieder richtig Hunger, aber eigentlich keine Lust schon wieder Haferflocken zu essen. Ist aber einfach das Beste für langsame Energiefreisetzung und das anstehende Krafttraining + Schwimmen. Bisschen Zimt, Honig, Hafermilch, Walnüsse und Apfel rein. Schmeckt eigentlich ganz gut, also rein damit.

7:30 Uhr: Raus aus dem Haus, ab aufs Stadtrad. Zumindest regnet es nicht, aber nur zwei Grad… echt jetzt es ist inzwischen Mai! Air Pods rein, Musik an. Bisschen Deutschrap um wach zu werden. Erster Kilometer geschafft, ich war auch schonmal schneller auf dem Weg zum Schwimmbad. Fünf Kilometer später, bin langsam warm geworden und am Bad angekommen. Maske auf, rein und umziehen.

8:00 Uhr: Beginn Krafttraining. Wir sind zu Fünft im Kraftraum. Ein kurzes “Guten Morgen”, aber mehr Kommunikation gab auch nicht. Jeder macht sich auf seiner eigenen Matte warm, paar Mobilisationsübungen bevor das angeleitete Training beginnt. Den Anderen gehts wohl so wie mir. Keiner hat Lust was zu sagen und jeder arbeitet still vor sich hin.

8:15 Uhr: Roland stellt uns kurz das heute Training dar und routinemäßig machen wir uns an die Stationen. Koordinationsleiter, Stützvariationen mit dem Petziball, Wadenheben und natürlich auch ein paar Bauchübungen. Langsam steigt auch bei allen die Laune und wir quatschen über die Sportevents am Wochenende und werfen uns mit den Bällen ab;) fühle mich langsam wieder ganz gut.

8:45 Uhr: Jetzt noch ein bisschen Arbeit an den Gewichten. Zwei Sätze a 8 Wiederholungen, schnellkräftig ausgeführt. Das ermüdet einen nicht zu stark, aber setzt einen guten Reiz. Heute auf dem Programm: Bankdrücken, Ruderzug, Kreuzheben, Klimmzüge, Dips und Ausfallschritte mit Langhantel. Krafttraining macht echt Spaß! Außer Klimmzüge, da geht bei mir einfach nichts vorwärts und nach zwei Mal Sechs Stück bin ich KO!

9:15 Uhr: Rein in die Badehose und runter in die Schwimmhalle. Die restliche Trainingsgruppe kommt dazu. Kurze Mobilisation inklusive Tratschrunde. Noch schnell einen Riegel essen und dann ab ins Wasser. Heute auf dem Plan: fünf Kilometer mit Sprints und Schnelligkeitsausdauer.

9:30 Uhr: Der erste Kilometer fühlt sich wie immer nach dem Krafttraining zäh an. Ich habe kein Wassergefühl und schwere Arme. Nach den ersten Technikübungen wird es aber besser und die ersten Sprints fühlen sich wieder gut an! Merke aber wie die Energie langsam knapp wird und nehme noch ein Gel. Noch einen 50er auf Zeit: 27,6 sek. Ok für die Vorbelastung und mit schweren Armen. Nur noch ein bisschen ausschwimmen zum Lockern.

11:20 Uhr: Training beendet, kurze Besprechung für die nächste Einheit morgen und dann ab nach Hause.

12:00 Uhr: Liege auf der Couch und schreibe den Blog, der Rest des Tages ist frei! Laune ist wieder gut und der Montag doch gar nicht so verkehrt.

Anmerkung der Freundin: “Frei hast du erst wenn dein Teil des Haushalts erledigt ist.”

Stimmt, Montag ist der einzige Tag an dem ich dafür Zeit habe… aber danach hab ich dann frei!

Machts gut und guten Start in die Woche!

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Die letzte Woche war definitiv eine Arbeitswoche. Am Ende standen über 36h Training in meinem Protokoll und die habe ich definitiv auch gespürt. Allerdings waren es gar nicht einzelne, harte Einheiten die mich gefordert haben, sondern schlicht und einfach die Summe aller Einheiten. Im Vergleich: normalerweise trainiere ich zwischen 25 und 30 Stunden (reine Trainingszeit ohne Dehnung/ Physiotherapie etc.).

Warum so viel Umfang diese Woche?

Hier muss ich gleich mal klarstellen, dass dafür die Intensität der einzelnen Einheiten deutlich niedriger war als in den letzten Wochen. Hier hatten wir uns ja spezifisch auf den Leistungstest vorbereitet und schon einige wettkampfspezifische Sets auf dem Plan. Diese Woche war also die Order vom Coach: lang und ruhig. Das hat den Hintergrund, dass die Saison noch lang wird und man zwischendurch das Grundlagentraining nicht vernachlässigen darf. Ansonsten steht man im ersten Rennen der Saison topfit an der Startlinie, wird aber wahrscheinlich im Verlauf der Saison sein hohes Niveau nicht aufrecht halten können. Für mich persönlich macht das so zumindest Sinn;)

Zahlen, Zahlen, Zahlen

Aber was bedeutet das jetzt konkret… Hier mal mein Training der letzten Woche:

  • Schwimmen: 35km (7 Einheiten)
  • Radfahren: 495km (5 Einheiten)
  • Laufen: 75km (5 Einheiten)
  • Kraft/ Athletik: 2:30h (2 Einheiten)
  • Gesamtstunden: 36,5h

Das Learning der Woche

Wenn man die Intensitäten zurückschraubt, ist es nicht schwer den Umfang zu erhöhen. Als ich letzten Samstag den Plan gesehen habe, konnte ich mir zuerst nicht so richtig vorstellen, das Training zu überleben. Aber wie es dann immer so ist, schafft der Körper doch mehr, als man sich manchmal zutraut. Vor allem merkte ich, dass mich lange Einheiten zwar akut ermüden, aber dass ich mich am nächsten Tag wieder ziemlich frisch fühlte. Intensive Einheiten mit Intervallen spürt man im Gegensatz dazu meistens noch etwas länger.

Dann lieber doch kurz und schnell

Als Resümee lässt sich sagen, dass die letzte Woche eine willkommene Abwechslung zum sonstigen Training war. Vor allem die langen Läufe über 19km und die zwei langen Radtouren über 5h haben richtig Spaß gemacht. Hier konnte haben wir uns auf unbekanntes Terrain begeben und ein paar schöne neue Spots und Wege entdeckt. Trotzdem habe ich es ehrlich gesagt vermisst, sich so richtig schnell zu bewegen und bei harten Sessions zu leiden, aber auch sich durchzukämpfen und sich mit den anderen Jungs zu batteln! Dafür liebe ich einfach den Sport und hier sitzt auch nach wie vor meine Leidenschaft. Der Ironman muss also noch ein bisschen auf mich warten;)

Genug zur letzten Woche, heute Abend ist wieder Podcast Zeit. Mal sehen um was es so gehen wird, aber ich denke es wird nicht allzu strukturiert… wir versuchen die Episode dann in den nächsten Tagen auch gleich rauszuhauen!

Euch allen einen guten Start in die Woche!

Euer Simon

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Endlich mal wieder ein Wettkampf, habe ich im letzten Blog noch geschrieben und schon ist der wieder passé. Es ist immer nicht ganz einfach, die Trainingsroutine zu durchbrechen und ein Rennen optimal vorzubereiten. In den letzten Jahren habe ich aber eine ganz gute Taktik dafür gefunden. Ein harter (ca. 3-wöchiger) Trainingsblock bis eine Woche vor dem Wettkampf. Dann nur noch kürzere Einheiten mit kurzen Intervallen in der angepeilten Renngeschwindigkeit um ein Gefühl für das Tempo zu entwickeln. Hier ist es völlig normal, dass man meistens erst einmal in ein kleines Loch fällt, wenn man die Trainingsbelastung reduziert. Die Schwierigkeit ist, dann im Laufe der Woche die richtige Balance zwischen Belastung und Erholung zu finden. Um am Wettkampftag ausgeruht, aber trotzdem aktiviert und bereit ist seine Leistung abzurufen.

Der Plan ging auf

Letzte Woche hat das bei mir auf jeden Fall optimal geklappt und der Plan ging auf! Unter der Woche hatte ich – vor allem im Schwimmen – überhaupt kein gutes Gefühl im Wasser. Auch das Laufen ging mir nicht so leicht von der Hand wie in den letzten Wochen. Hier braucht man dann einfach Vertrauen in sich selbst. Ein erfahrener und ruhiger Coach, der einem aufbauend zur Seite steht, um sich nicht verrückt zu machen hilft auch. Ich fühlte mich dann erst am Freitag das erste Mal so richtig erholt. Für den Samstag war ich bereit meine angepeilten Zeiten abzuliefern. Zusammen mit Magnus und Max habe ich ja noch einen kurzen Podcast mit unseren Erwartungen aufgenommen. Wer den noch nicht gehört hat, kann hier gerne mal reinhören: https://open.spotify.com/episode/1Q3VIZfzt267oBAOj3lLEq?si=9X2_QzHrSaiFx7bP3AKqWQ

Ich habe daraufhin einige kritische Nachrichten bekommen, dass wir uns da ja einiges Vorgenommen haben! Wir haben uns gegenseitig im Podcast mal eingeschätzt. Da wir täglich zusammen trainieren, deckte sich die Einschätzung auch ganz gut mit den eigenen Erwartungen. Ich hatte auf jeden Fall 9:12min für die 800m Schwimmen und 14:35min für die 5000m Laufen angepeilt. Aber gleich eingeschränkt, dass diese Zeit schlechtem Wetter auch unrealistisch sein könnte.

Abgeliefert??

Schwimmen:

Jetzt aber mal zum wirklich Wichtigen;) Das Schwimmen lief schon einmal sehr gut und ich konnte mit 9:08min eine neue persönliche Bestzeit aufstellen. Somit auch meine eigenen Erwartungen etwas übertreffen. Vor allem Max hatte einen extrem starken Tag im Wasser. Er knackte mit 8:58min die 9min Marke. Wahrscheinlich seine eigene Bestzeit! Magnus zeigte, dass er auch an einem schlechten Tag (er hatte nicht die frischesten Arme) uns im Schwimmen immer noch im Griff hat und war nochmal 4sek schneller als Max (8:54min).

Laufen:

Laufstart war dann relativ knapp nach dem Schwimmen um 13:40 Uhr und das Wetter spielte nicht so richtig mit. Es war relativ windig und mit 6 Grad auch ziemlich kalt! Aber Ausreden gibts hier ja nicht 😉 Max zu schlagen war zu dem Zeitpunkt schon relativ unwahrscheinlich geworden. Wir sind zur Zeit ähnlich gut im Laufen drauf. Das einzige Szenario, in dem ich ihn hätte schlagen können, wäre wahrscheinlich ein Zielsprint gewesen. Aber dafür sind 10sek Rückstand vom Schwimmen einfach schon zu viel…

Ich lief auf jeden Fall planmäßig los (erster Km 2:53min). Dann kam Magnus etwas näher, aber verlor hier schon ein zwei weitere Sekunden auf Max. Es war nicht einfach zu laufen. Obwohl ich ganz gute Beine hatte, war es enorm zäh auf dem Tempo dranzubleiben. Kilometer zwei und drei waren dann um die 2:57min und hier holte ich auch Magnus ein. Ab da tat es einfach nur noch richtig weh und ich musste mich enorm durchbeißen!

Die letzten beiden Kilometer lief ich dann in 2:57min und 2:55min und kam mit 14:40min ins Ziel. Mit der Zeit bin ich für die Bedingungen echt zufrieden! Gratulation an der Stelle nochmal an Max Sperl, der einen super Tag erwischte und 14:28 lief! Respekt auch an die Jungs und Mädels in Saarbrücken, die am Sonntag den Test absolvierten. Das nämlich bei etwas wärmeren Temperaturen, aber dafür umso krassere Zeiten ablieferten! Deutschlandweit landete ich in mit meiner Gesamtzeit auf Platz Sechs. Natürlich durch unterschiedliche Bedingungen nicht ganz vergleichbar, aber definitiv eine gute Standortbestimmung.

Over and out so wie auf dem Bild!

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Es ist endlich soweit und das monatelange Warten hat ein Ende: Das erste Rennen der Saison steht vor der Tür 😉 Nicht ganz ernst nehmen, natürlich bin ich heiß auf ein Rennen, aber so richtig Triathlon ist es dann am Wochenende doch noch nicht…

Dezentraler Kadertest (800m Swim + 5000m Lauf)

Im Frühjahr findet jedes Jahr eine Leistungsüberprüfung über 800m im Schwimmen und 5000m Laufen auf der Bahn statt. Teilnehmer sind meistens alle Nachwuchs- und Eliteathleten auf der Kurzdistanz in Deutschland. Der Test soll als Baseline für den Athleten selbst, aber auch als Vergleich zwischen den Athleten dienen. Offensichtlich fehlen hier ein paar wichtige Parameter wie Schwimmen im Freiwasser, das Radfahren und auch die Kombination Radfahren-Laufen, um den Test mit einem Triathlon zu vergleichen. Man sollte die Ergebnisse also für den weiteren Saisonverlauf nicht überbewerten. Es ist aber definitiv ein guter Indikator für die persönliche Entwicklung über die Jahre hinweg. Vor Corona hat der Wettkampf immer an einem zentralen Ort stattgefunden (Potsdam, Saarbrücken oder einmal auch schon in Nürnberg). Dieses Jahr wird er aber dezentral an den jeweiligen Bundesstützpunkten in Eigenregie durchgeführt. Man kann sich also leider nicht mit allen Athleten, sondern nur mit seiner eigenen Trainingsgruppe messen. Aber halb so schlimm, da wir inzwischen in Nürnberg einige konkurrenzfähige Athleten sind und uns sicher ein gutes Battle liefern werden!

Review 2016-2020

Dieses Jahr werde ich zum sechsten Mal am Test teilnehmen und ich habe mal ein bisschen in meiner Erinnerung gekramt. Die Zeiten stimmen höchstwahrscheinlich nicht auf die Sekunde, da es nie offizielle Ergebnislisten gibt, aber +/- 5sek ist denke ich alles korrekt. Zahlen konnte ich mir schon immer gut merken;)

  1. Potsdam 2016: Erstes Jahr Jugend A (16 Jahre alt), Swim: 9:29min & Run: 15:38min
  2. Potsdam 2017: 9:20min & 15:24min
  3. Saarbrücken 2018: 9:29min & im Laufen nicht gestartet (Verletzung)
  4. Nürnberg 2019: 9:31min & 15:40min (schlimmster Wettkampf meines Lebens, nach zwei Wochen ohne Training wegen Krankheit)
  5. Nürnberg 2020: 9:25min & 14:46min

In meinem nächsten Podcast, der hoffentlich noch vor Samstag rauskommt, gehe ich dann noch ein bisschen genauer auf die Hintergrundstories der Zeiten ein. Wen das also interessiert, sollte die nächste Folge der Muskelmeisterei nicht verpassen!

Auf jeden Fall hoffe ich am Samstag auf ein bisschen Wettkampf Feeling! Wahrscheinlicher ist es aber, dass sich der Test einfach wie ein hartes Training anfühlen wird. Dafür sind die Trainingsstätten einfach zu gewohnt und meine Konkurrenten, werden meine Kumpels sein, mit denen ich jeden Tag trainiere. Ich bin aber trotzdem mega gespannt was an dem Tag möglich sein wird und hoffe ich konnte euch auch ein bisschen heiß auf das Wochenende machen;)

Drückt mir die Daumen und habt einen guten Start in die Woche

Euer Simon

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Es kommt mir so vor wie gestern, dass ich den letzten Blog geschrieben habe und schon ist wieder eine Woche vorbei! Die letzten Wochen vergingen wortwörtlich wie im Flug und ich kann gar nicht mehr genau sagen, was ich alles gemacht habe. Wahrscheinlich vergeht die Zeit auch deswegen so schnell, weil jeder Tag – zumindest mehr oder weniger – gleich abläuft. Vielleicht geht es euch ja ähnlich! Vielleicht liegt es auch daran, dass man nicht Essen oder ins Kino gehen kann und auch sonst keine Events anstehen, die den Alltag unterbrechen. Heute am Ostersonntag ist aber mal Zeit fürs Entspannen und Beine hochlegen!

Coach Roland hat Ruhe verordnet

Heute ist der erste freie Tag, seit meiner Saisonpause im September. Irgendwie schon fast komisch und surreal mal nicht an die nächste Einheit zu denken, einen Treffpunkt fürs Radtraining mit den Jungs auszumachen, oder zu planen was man zu welchem Zeitpunkt am Tag isst, um die nötige Energie für die nächste Einheit reinzubekommen. Am Freitag stand noch ein langer Ausdauertag (1h Lauf, 5h Rad+ 35min Koppellauf) als Abschluss einer kurzen aber intensiven Trainingswoche auf dem Programm. Mein Coach hat uns dann noch einmal bewusst gesagt, dass wir das Wochenende zur optimalen Regeneration nutzen sollen. Auf jeden Fall eignet sich der heutige Tag auch, um mal etwas zu entschleunigen und die letzten Wochen Revue passieren zu lassen.

Saisonvorbereitung lief optimal

Ich denke wir haben den Winter – auch ohne Trainingslager – optimal für die Saisonvorbereitung genutzt und ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Trainings seit Dezember. Wir haben eine sehr gute Grundlage in den niedrig intensiven Bereichen gesetzt, gleichzeitig aber auch die Schnelligkeit nicht vernachlässigt. Vor allem mit den Fortschritten im Laufen bin ich sehr zufrieden und ich habe das Gefühl, hier endlich meine Verletzungsanfälligkeit in den Griff bekommen zu haben! Der Tag heute markiert gleichzeitig auch so etwas wie einen Wechsel in der Trainingszyklisierung, da langsam aber sicher die Wettkämpfe vor der Tür stehen.

Saisonstart rückt näher

Saisonstart ist für mich der 18. April. Daher auch heute der freie Tag, um noch einmal komplett zu regenerieren und sich neu zu fokussieren. Die nächsten zwei Wochen stehen jetzt komplett im Zeichen der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung und ich freue mich schon riesig auf die kurzen und schnellen Einheiten vor dem ersten Showdown der Saison! Wie das Rennen genau aussehen wird und wer alles am Start sein wird erfahrt ihr nächste Woche im Blog.

Quelle: Tom Meyer // Me, Myself and a Muffin

Jetzt wünsche ich allen erst einmal frohe Ostern und einen entspannten Sonntag mit hoffentlich vielen leckeren Schoko-Eiern!

Euer Simon

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Hallo zusammen,

Den heutigen Blog will ich mal einer einzigen Einheit widmen, da die Location einfach immer für geile Einheiten herhält. Dazu kommt, dass es auch die erste triathlonspezifische Einheit seit langer Zeit war. Was das bedeutet: Meistens trainiere ich Schwimmen, Radfahren und Laufen separat und getrennt von einander. Der Grund dafür ist, dass man dadurch einfach mehr Qualität in die einzelnen Einheiten bringt und eine Koppeleinheit (also z.B. Radintervalle mit direkt darauffolgenden Laufen) natürlich sehr zeitintensiv, mit hohem logistischen Aufwand und auch einer stärkeren orthopädischen Beanspruchung verbunden ist. Außerdem wurde die Einheit von dem jungen Fotografen Tom Meyer begleitet. Durch ihn habe ich lauter tolle Bilder die ich hier zeigen kann;)

Los ging’s am Samstag um 10 Uhr in Nürnberg. Mein Coach Roland sammelte unsere Beutel mit Laufschuhen und Wechselsachen ein und chauffierte das Ganze schon einmal Richtung Deckersberg. Wir Athleten teilten uns in zwei Kleingruppen auf und machten uns mit dem Rennrad ebenfalls auf zum Deckersberg (Anfahrt ca. 30km). Treffpunkt war dann der Parkplatz am oberen Staubecken. Hier gab nochmal ein kurzes Briefing zur Einheit vom Coach: 4 x den “Deckersberg” von der Happurger Seite. Danach 3 x 2km im Renntempo von 10km laufen. Die Location eignet sich hier wirklich hervorragend. Denn an der Spitze des 3,5km langen Berges eine 1,577km (mit Messrad ausgemessen) lange Asphaltrunde, um das trocken gelegte obere Staubecken herum, existiert.

Die erste Wiederholung sollte zum warm werden noch im oberen GA1 Tempo gefahren werden. Die Vorgaben für die restlichen drei Wiederholungen: Schwelle, GA2 und die letzte WH submaximal ( die würde also richtig wehtun! ). Ich bin regelmäßig auf dem Rad im Labor in Erlangen. Dort habe ich genaue Vorgaben, welche Wattwerte ich in den jeweiligen Bereichen fahren muss. Das ist vor allem im Schwellenbereich sehr wichtig. In genau dem Bereich, kann man schnell das falsche Ziel erreichen (also eine zu hohen laktazide Energiebereitstellung). Hier habe ich über den Winter gemerkt, dass man meistens gar nicht so hart trainieren muss um Fortschritte zu machen. In diesem Fall erzielt man sogar einen besseren Reiz, als wenn man in jedem Intervall an der Belastungsgrenze fährt und alles gibt. Weniger ist also doch meistens mehr…

Aber zurück zur Einheit mit den Fakten:

  • 1. WH: 15:13min, 277W (GA1)
  • 2. WH: 10:17min, 377W (Schwelle)
  • 3. WH: 9:21min, 425W (GA2)
  • 4. WH: 8:36min, 467W (submax)

Die letzte Wiederholung hat schon einiges abverlangt, aber ich habe auf jeden Fall einen neuen persönlichen Wattrekord über 8min aufgestellt. Gerade mit dem Wissen, dass ich danach noch laufen muss, habe ich natürlich nicht alles gegeben. Die Zahlen jedoch bestätigen auf jeden Fall mein Gefühl, dass ich über den Winter einen guten Fortschritt gemacht habe.

Danach nahm ich noch schnell ein Gel und dann ging es oben auf dem Staudamm los mit den ersten 2km. Es war an dem Tag enorm windig. Natürlich war unsere Streckenwahl dafür nicht optimal – und wir dem Wind sehr ausgesetzt. Aber die Kulisse ist es definitiv wert. Man hat einen tollen Blick über die Hersbrucker Schweiz und den unteren Happurger Stausee. Die ersten 2km waren dann auch erst einmal richtig zäh und ich merkte die schweren Beine vom Radfahren deutlich!

Der Wind machte es einem auch nicht gerade leichter. Nach und nach kam ich dann gut ins laufen und wurde auch von Kilometer zu Kilometer schneller! Die Laufeinheit sollte auch nicht ganz so hart sein wie das Radfahren. Ich versuchte hier immer etwas Luft zu lassen und mich auf meine Technik zu konzentrieren.

Meine Zeiten:

  • 1. 2km: 6:25min
  • 2. 2km: 6:15min
  • 3. 2km: 6:05min

Die Einheit hat auf jeden Fall richtig Bock gemacht, weil es sich mal ein kleines Bisschen wie Triathlon angefühlt hat! Die schweren Beine nach dem Radfahren und das anschließende Gefühl langsam ins Laufen zu kommen sind einfach einzigartig!

Daher beten wir einfach mal, dass es im Sommer Wettkämpfe geben wird. Sodass ich das Gefühl auch im Rennen genießen kann;) Unter welchen Umständen auch immer diese Rennen dann stattfinden werden, das ist mir eigentlich alles egal…

Ich hoffe euch haben die Insights gefallen und wir hören uns nächste Woche wieder!

Euer Simon

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Es ist zwar noch nicht Montag, aber für mich persönlich ist die Woche schon vorbei. Als Profisportler kommt es sowieso öfter mal vor, dass man jegliches Zeitgefühl verliert. Sodass man sich ab und zu fragt, welcher Wochentag denn jetzt eigentlich ist… Das Training für diese Woche ist auf jeden Fall vorbei. Heute morgen stand zum Abschluss noch ein schön entspannter, langer Lauf auf dem Programm (18km, 1:20h). Jetzt heißt es Beine hoch und Regenerationsmodus an.

Aktuelle Plakatkampagne des Goldenen Rings

“it never gets easier, you just go faster” – als ob!

Im Vergleich zur letzten Woche Woche ist meine Stimmung heute auch deutlich besser. Obwohl das Training der letzten Tage sehr intensiv war, fühl ich mich körperlich auch noch fitter und erholter! Das passt eigentlich auch gut zum Aufwärtstrend dieser Woche. Wieder einmal hab ich mir gedacht, dass das bekannte Sprichwort: “it never gets easier, you just go faster” für mich nicht zutrifft. Wenn man körperlich und mental gut drauf ist, eine Einheit einfach gut läuft, fühlt es sich meistens auch leichter an. Diese Woche hat mir das Training – auch trotz schlechtem Wetter – immer richtig Bock gemacht. Da ging sogar die gestrige 4h lange Radeinheit auf der Rolle schnell vorbei;)

Das wars schon wieder von meiner Seite aus. Aktuell passiert wirklich nicht viel in meinem Alltag und der Blog hier soll ja auch nicht langweilig werden;)

Noch ein kleiner Ausblick

Morgen Vormittag gibts dann doch mal eine Abwechslung, denn es geht ab zu Flo Kerschner. Die Stimme des Hitradio N1´s hat mich zum Podcast “Medaillentraum” eingeladen. Ich bin schon einmal gespannt wie so ein “professioneller” Podcast abläuft. Ich habe ja schon mit meinem eigenen Podcast Erfahrung gesammelt. Aber ich denke es fühlt sich noch einmal anders an, es “professionell” zu machen. Ich versuche auf jeden Fall den Podcast auch auf der Muskelmeisterei hochzuladen. An dieser Stelle noch Vielen Dank an den Goldenen Ring, der das ganze arrangiert hat!

Hier noch die sehr gut gemachte, neue Episode der Class of 22, als Ausklang für den heutigen Blog:

Das Filmteam hat mich im Januar einen halben Tag begleitet. Eine Lauf- und Radeinheit gefilmt und mir ein paar Fragen über meine Vorbereitung auf die kommende Saison gestellt.

Wir hören uns nächste Woche!

Euer Simon

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Letzte Woche hab ich hier noch groß getönt. Das harte Wintertraining sei vorbei und der Sommer solle vor der Tür stehen. Wenn man jetzt aber aus dem Fenster guckt, ist es eher grau und nass, als sonnig und warm. Noch dazu sind meine beiden Buddys Max und Magnus ab in den Süden nach Gran Canaria. Nach guten vier Monaten Training an einem Ort hab ich ihn jetzt doch bekommen… den Durchhänger!

Warum nicht mit nach Gran Canaria

Warum ich nicht mit nach Gran Canaria alias GC geflogen bin ist eigentlich relativ schnell beantwortet. Erstens ist mir das Risiko einer Coronainfektion während einer Reise aktuell noch zu hoch. Zweitens ist auch das gesamte Drum und Dran nicht 100% gesichert. Haben die Pools vor Ort durchgehend geöffnet, steigen die Infektionszahlen plötzlich an. Dadurch können sich Mutationen schneller ausbreiten aus als gedacht… Natürlich kann auch alles glatt gehen und man findet perfekte Trainingsbedingungen. Definitiv wäre es eine willkommene Abwechslung für den Kopf! Ich will meine beiden Kumpels auch gar nicht verurteilen und verstehe die Entscheidung für ein Trainingslager vollkommen. Ich persönlich hätte mir wahrscheinlich direkt einen Flug für den nächsten Tag gebucht. Zum Glück habe ich noch die Stimme der Vernunft, in Person meiner Freundin Michelle ;). Sie bereitet sich gerade auch intensivst auf ihr Physikum (Zahnmedizin) vor. Ich versuche ihr hier mal etwas zurückzugeben, so wie sie mich auch immer während intensiven Trainingsphasen unterstützt. Sie schlägt meine durchschnittliche Trainingszeit pro Tag, mit ihren acht Stunden lernen, auf jeden Fall deutlich!

Entspannt bleiben und Kuchen essen

Dazu kam, dass das Training letzte Woche überhaupt nicht lief. Ich habe mich von Einheit zu Einheit geschleppt und habe mich nie richtig erholt. Der Umfang ist zur Zeit meistens um die 25-30h/ Woche. Wenn man da einmal zu viel in einer Einheit investiert, wird es einfach schwer wieder aus diesem Defizit rauszukommen. Naja, am Wochenende habe ich daher im Training etwas rausgenommen. Und heute fühle ich mich schon wieder richtig gut und bereit für die nächste Woche! Auch mental komme ich -glaube ich – jetzt wieder besser klar. Es kann nicht jede Einheit perfekt laufen und zum Glück ist es ja auch erst Mitte März. Somit noch reichlich Vorbereitungszeit bis zum ersten Rennen der Saison! Also immer schön entspannt bleiben und Kuchen essen.

It’s Podcast time

Was mir definitiv auch wieder beim entspannen geholfen hat, war der Podcast am Samstag Abend. Zusammen mit Julian Müller (Arzt, Physio und Kumpel – nicht immer in dieser Reihenfolge) nehme ich nun schon seit einem Jahr den Podcast “Muskelmeisterei” auf. Hier quatschen wir einfach über aktuelle Sportereignisse – wie die Challenge Miami am Wochenende – Anekdoten oder sonstige Themen auf die wir Bock haben. Hört doch mal in die neue Folge rein:

https://open.spotify.com/show/2bBBJDYfGXU5VCENblQU02?si=VvZklfQpTdaPu7RS3duUeQ

Ansonsten einfach auf Spotify unter – Muskelmeisterei

Muskelmeisterei: Die neue Episode von Samstag Abend: Anzeige geht raus!

In diesem Sinne wars das für heute

Euer Simon

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Hey meine lieben Freunde!

Mein letzter Blogeintrag ist schon eine Weile her, aber jetzt bin ich definitiv wieder zurück im Blogger-Business 😉 Der Sportblog Simon Henseleit 2.0 ist da!

ipp ist jetzt offiziell mein Sponsor und wird mich auf meinem Weg im Profitriathlon begleiten!

Ich hoffe, dass das hier erst der Beginn meiner Karriere ist. Damit die gemeinsame Reise noch ein paar Jahre dauert! Ich werde jetzt auf jeden Fall regelmäßiger diesen Blog schreiben. Um euch einfach ein paar mehr Insights als auf Social Media geben. Das soll hier auch keine ausschweifende Kolumne werden. Auf Instagram ist meistens einfach kein Platz für Beiträge mit viel Textinhalt. Wenn man mal ehrlich zu sich selbst ist, schaut man sich einen Post nicht länger als ein paar Sekunden an. Vielleicht liest man noch die erste Zeile der Unterschrift aber dann scrollt man auch schon weiter. Wer also Lust hat einmal die Woche ein bisschen zu lesen, ist hier richtig. Themen werden hauptsächlich meine Trainingsinhalte, wichtige Wettkämpfe oder sonstige Events.

Lange Ausfahrt letzten Mittwoch in die fränkische Schweiz/ 143km / 5:20h / 2100hm

Die letzten Tage war das Training etwas ruhiger und ich hatte mal wieder Zeit mich richtig zu regenerieren. Damit ich den Speicher aufladen kann. Das Training geht zur Zeit sehr gut voran aber ist auch ziemlich fordernd. Daher habe ich die letzten vier ruhigeren Tage wirklich gut gebrauchen können.

Auch wenn wir hier in der Trainingsgruppe schon seit Anfang Dezember zusammen trainieren, gab es zum Glück noch keinen Lagerkoller. Ich denke auch, dass wir uns alle zusammen auf ein neues Leistungslevel gehoben haben! Leider steht ein Trainingslager noch nicht in Aussicht (die Corona-Neuinfektionszahlen im Ausland sind einfach noch zu hoch). Dafür werden die Tage hier in Nürnberg immer länger und schöner. Für mich persönlich ist jetzt also das harte und zähe Wintertraining geschafft und der Sommer kann kommen!

Hometraining am 10.03.2021 um 18:30Uhr auf der Clubplattform unserclub.de

Fürs Erste würde ich mich freuen wenn ihr am Mittwoch auf Zoom bei einer entspannten halben Stunde Athletik mitmacht! Inhalt sind laufspezifische Athletikübungen inklusive ein paar Koordinationsaufgaben. Mein Partner “der Goldene Ring” hat in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Nürnberg und der Community Plattform des 1. FC Nürnbergs “unser Club” die “Hometraining” Reihe ins Leben gerufen. Hier bieten alle Sportler des Goldenen Rings unterschiedliche Trainingseinheiten oder Vorträge an, welche im Bezug zu ihrer Sportart stehen. Diesen Mittwoch bin ich an der Reihe. Wenn dich neue Trainingsinhalte interessieren, gehts zur Anmeldung:

https://bit.ly/3bdqklX

Ansonsten hören wir uns in den nächsten Wochen wieder!

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Name: Simon Henseleit

Geburtsdatum: 15.01.2000

Sportart: Triathlon

Disziplin: Sprintdistanz

Kader: Perspektivkader (B-kader)

Hobbys: Skifahren, Lesen, Netflix

Was ich besonders mag: Das Gefühl nach einer harten und erfolgreichen Trainingseinheit

Was ich gar nicht mag: Verletzungen

Lieblings-Essen: egal was, Hauptsache viel

Getränk: Cola

Band: Logic

Schulfach: Geographie

Serie: Game of Thrones

Film: Drive

Schauspielerin/Schauspieler: Robert Downey Jr.

Buch: Illuminati

Sportlerin/Sportler: Jan Frodeno

Was ich noch sagen will: Danke an alle die mich auf meinem Weg begleiten und unterstützen, denn ohne euch wäre das nicht möglich.

Sportliche Erfolge:

Saison 2019:

  • 1. Platz Europameisterschaft Junioren Team Relay – Weert
  • 1. Platz Superleague Junioren – Jersey
  • 1. Platz Deutsche Meisterschaften Junioren – Grimma
  • 1. Platz Europacup Junioren – Tiszaujavaros
  • 1. Platz hep challenge Heilbronn Sprint
  • 2. Platz Elite Rennen Ihringen
  • 6. Platz Deutsche Meisterschaft Elite (U23- Wertung Platz 3) – Die Finals Berlin
  • 7. Platz Europameisterschaft Junioren Einzel – Weert
  • 10. Platz 1. Bundesliga Herren – Düsseldorf
  • 10. Platz Junioren Weltmeisterschaft – Lausanne

Saison 2018:

  • 1. Platz Heilbronner Stimme Firmenlauf
  • 1. Platz Triathlon Neckarsulm
  • 2. Platz Junioren Europacup – Tabor
  • 3. Platz Bayerische Meisterschaften Elite – Trebgast
  • 21. Platz 1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga – Binz
  • 22. Platz 1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga – Kraichgau
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Lang ist es her seit dem letzten Blog, aber in der Zwischenzeit ist auch nicht viel passiert… außer Training und ein bisschen Uni stand nicht viel auf dem Programm. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber immer wenn jeder Tag gleich aussieht vergeht die Zeit umso schneller! Jetzt endlich wieder mal ein Triathlon Wettkampf!

So stand auf einmal der erste Triathlon vor der Tür! Die gesamte Nürnberger Trainingsgruppe war mit am Start. Auch wurden die österreichischen Staatsmeisterschaften ausgetragen. Das Rennen war ohnehin schon mit Namen wie Kristian Blumenfelt, Gustav Iden und allen österreichischen Topathleten, hochkarätig besetzt. Das Format beim Mostiman (Wallsee, Österreich) war ein speziell auf die Coronaumstände angepasster Einzelstart im Jagdmodus. Alle 10 Sekunden ging ein Athlet auf die Strecke und auch das Windschattenfahren auf dem Rad war verboten.

Ich ging mit einer eher geringen Erwartungshaltung ins Rennen, da die Radstrecke mir zwar in die Karten spielte. Bei einem so gut besetzten Feld rechnete ich mir aber wenig Chancen auf das Podium aus. Mein Ziel war es, meine bestmögliche Performance an den Tag zu legen und damit natürlich so weit vorne wie möglich zu landen!

Ich ging als 22. ins Rennen und merkte schon nach dem Sprung ins Wasser, dass ich ein gutes Tempo schwimmen konnte und schnell meinen Rhythmus fand. Ich sammelte auch beim Schwimmen schon ein zwei Athleten ein und kam mit der siebtschnellsten Schwimmzeit aus dem Wasser.

Endlich wieder Triathlon Wettkampf Simon Henseleit

Auch auf dem Rad arbeitete ich mich kontinuierlich nach vorne und versuchte immer wieder, meine Position so aerodynamisch wie möglich zu halten. Am Ende wurde es enorm hart, die Watt mit welchen ich losgefahren bin, zu halten. Ich musste etwas herausnehmen, aber als ich vom Rad stieg und in die Wechselzone lief, hörte ich die Durchsage des Moderators, das ich das Rennen nach den ersten zwei Disziplinen anführte!

Endlich wieder Triathlon Simon Henseleit auf der Radstrecke
 Simon Henseleit am Walsee

Das pushte mich für die anstehenden fünf Kilometer natürlich enorm. Als ich dann hörte, dass ich nach der ersten Runde immerhin noch an Position zwei lag, gab mir das die Bestätigung, dass ich heute auf dem Podium landen könnte!

Simon Henseleit Wallsee Laufstrecke

Die letzten Meter taten enorm weh. Als ich ins Ziel lief konnte ich es zuerst immer noch nicht so richtig glauben aber nach mehrmaligen Nachfragen war klar, dass es knapp zu Platz zwei in der Tageswertung gereicht hatte!

Es hat sich auch einfach mal wieder richtig gut angefühlt den Sport nicht nur zu trainieren, sondern einen Wettkampf zu erleben, sich völlig zu verausgaben und am Ende glücklich Im Ziel zu liegen!

Wer das Rennen noch ein bisschen ausführlicher Zusammengefasst haben will, kann sich gerne den Podcast vom Triathlon Magazin mit Max Sperl, Fred Funk und mir anhören. Die beiden Jungs waren auch erfolgreich und landeten auf den Plätzen vier und fünf.

Endlich wieder Triathlon: Ich hoffe einfach, dass das nicht der einzige Wettkampf in dieser Saison war und dass es noch ein paar Veranstalter gibt, die unter Berücksichtigung von Abstandseinhaltung und Starter- und Zuschauerbegrenzung ein tolles Event auf die Beine stellen. Ich halte mich auf jeden Fall fit und wenn ein Rennen möglich ist und der Aufwand der Anreise dazu im Verhältnis steht, werde ich auch definitiv an der Startlinie stehen!

In den Medien:

https://www.merkur.de/sport/lokalsport/schongau/triathlet-simon-henseleit-in-bestechender-form-90014843.html

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Starke Gegner

Endlich ist es soweit: Das erste Rennen der Saison steht vor der Tür! Naja zumindest virtuell… ab Donnerstag werde ich in der Superleague Rennserie auf der Online Plattform Zwift zu sehen sein. Ich werde gegen enorm starke Athleten antreten. Unter anderem den zweifachen Olympiasieger Alistair Brownlee und den aktuellen Weltmeister auf der Kurzdistanz Vincent Luis. Ich bin zwar im Moment in einer sehr guten Radform, aber die Jungs sind wahrscheinlich noch einmal eine andere Liga… Aber ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben. Vielleicht kann ich ja ein paar Attacken setzen und die großen Namen etwas ärgern!

Das Rennen

Das Rennen ist wie ein Etappenrennen bei der Tour de France konzipiert und wir fahren in Teams. Zum Glück nicht so lang (ca. 30km) aber dafür von Beginn bis Ende Vollgas. Ich bin der Team Captain für Team Germany. (Das bedeutet nicht, dass ich dir stärkste Athlet hier bin, sondern einfach für die Kommunikation und Orga zuständig bin;) ). Zwischendurch gibt es immer wieder Zwischensprints. Bei denen man sich Punkte für die Tageswertung im Team sichern kann. Am Ende gibt es auch etwas Preisgeld zu gewinnen. Die Rennen können auch per Livestream verfolgt werden. Es werden euch auch zwei Kommentatoren mit Infos versorgen. Ich werde in den nächsten Tagen den Link auf meinen Social Media Kanälen posten. Auf jeden Fall wird das Rennen auf dem Youtube Kanal und der Facebook Seite von Superleague Triathlon ab Donnerstag ca. 19:45 Uhr übertragen. Um 20:15 Uhr ist dann scharfer Start (Renndauer ca. 40min).

VALLETTA, MALTA – OCTOBER 20, 2019: in the Nike Fun Run during Super League Triathlon Malta on October 20, 2019 in Valletta, Malta. (Photo by That Camera Man/Superleague Triathlon)

Neuer Sponsor

Außerdem darf ich nun endlich meinen neuen Radsponsor bekannt geben: Es ist die große Radmarke Giant! Mein Trainingsbike habe ich schon bekommen und das TCR fährt sich wirklich super. Ich hoffe es wird dieses Jahr noch möglich sein, ein paar Rennen auf der Straße draußen zu starten. Um hier das neue Rad zu testen.

Hier noch ein paar Bilder:

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Auch wenn so langsam die Normalität in dem Alltag zurückkehrt, kann man das für den Sport leider nicht behaupten!

Natürlich verständlich, dass gewisse Beschränkungen bestehen bleiben müssen. Und, dass leider noch nicht alle Sportstätten öffnen können. Allerdings könnte man sich vor allem von der Stadt Nürnberg etwas mehr Entgegenkommen erhoffen. Da Triathlon in erster Linie ein Outdoorsport ist, ist man nun wirklich nicht abgängig von Sportstätten. Wäre da nicht das Schwimmen… Und genau da liegt das Problem. Inzwischen haben in ganz Deutschland, außer in Bayern, die Schwimmbäder wieder geöffnet. Es ist auch bekannt, dass sich der Erreger des SARS Virus nicht über das Wasser verbreiten kann. ( vor allem durch das Chlor im Wasser). Wenn man also garantieren kann, dass außerhalb des Beckens, im Vor- und Nachbereitung der Schwimmeinheit also, die Abstand- und Hygienebestimmung eingehalten werden, sollte dem Schwimmtraining nichts mehr im Wege stehen.

Aber in welchem Schwimmbad? Das Langwasserbad in welchem ich normalerweise trainiere, kann laut Aussage von Seiten der Stadt „aus Kostengründen“ nicht öffnen. Wir haben nur Glück, dass aktuell Bademeisterfortbildungen im Südstadtbad stattfinden. Sonst hätten wir wohl noch auf unbestimmte Zeit keine Chance gehabt zu trainieren und unseren Job zu machen. Ist der Stellenwert eines Sports wie Triathlon in der Gesellschaft wirklich so niedrig, dass man hier im Gegensatz zum Fußball wo keine Mühen gescheut werden, alle Mühen scheut?!

Sehr schade meiner Meinung nach. Ist Sport letztendlich nicht Kultur und ein wichtiger Teil in der Gesellschaft? Nächster Jahr ist das Geschrei dann wieder groß wenn keine Medaillen bei Olympia für die Stadt Nürnberg geholt werden… Aber ohne Unterstützung wird so etwas nicht möglich sein.

Naja… In der Zwischenzeit, genieße ich das schöne Wetter draußen. Zumindest bis auch das schwimmen auf der 50 Meter Bahn wieder möglich ist. Ich fahre Rad, gehe laufen und schwimme im Rothsee. Wettkämpfe sollen zwar erst im Herbst wieder stattfinden, aber ohne gründliche Vorbereitung, vor allem im Schwimmen, ist Erfolg hier aussichtslos. Vielleicht ändert sich in den kommenden Wochen ja etwas an der Lage…

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