Dritte OP innerhalb der letzten drei Monate und hoffentlich fürs Erste auch die Letzte! Nachdem ich letzte Woche noch ein paar entspannte Tage in olympischer Atmosphäre in Paris genießen durfte, kamen am Montag die Drähte im Ellenbogen raus.

Ursprünglich war geplant, dass Metall erst in der nächsten Saisonpause zu entfernen. So hätte ich bereits sechs Wochen nach dem Sturz, also vor sechs Wochen, wieder mit dem Schwimmen beginnen können. Bereits gegen Ende der geplanten Heilungszeit habe ich allerdings gemerkt, dass sich das Metall etwas verschiebt und vor allem das Strecken des Armes immer schmerzhafter wurde. Bei der Röntgenkontrolle nach sechs Wochen sah man dann auch, dass der Knochen bereits sehr gut durchbaut wird. Einerseits sehr gute Nachrichten, andererseits schlecht, da durch die gute Knochenheilung, die Drähte leicht Richtung Haut nach außen verschoben wurden. So mussten wir jetzt die Metallentfernung vorziehen, aber abwarten bis die Heilung abgeschlossen war. 12 Wochen war dafür ein guter Mittelweg, damit der Knochen bei der Entfernung keinen Schaden nimmt, ich aber auch langsam wieder vollständig ins Training einsteigen kann.

Montagmorgen ging es dann also los. Auf dem Weg zum Krankenhaus konnte ich gerade noch die letzten Meter der Triathlon Mixed Staffel verfolgen, die nach einem spannenden Rennen die Goldmedaille nach Hause holen konnte. Ich war zugegebenermaßen etwas nervös. Auch wenn ich leider Schin relativ viel Erfahrung mit OP Eingriffen habe, hatte ich noch nie “nur” eine Lokalanästhesie. Das bedeutet das nur das zu operierende Körperteil – in meinem Fall der linke Arm – betäubt wird. Da ich aktuell schon wieder auf dem Rad trainiere und etwas laufe, macht das mehr Sinn als eine Vollnarkose, bei der man zwar nichts von dem gesamten Eingriff mitbekommt und entspannt schläft, aber auch deutlich mehr von der Narkose beeinträchtigt ist. Man kann es ganz gut mit einem Vollrausch und anschließenden Kater vergleichen. Bei mir wurden nur die Nerven im linken Arm betäubt (mit einer Spritze ähnlich wie beim Zahnarzt) und ich hab etwas zur Entspannung bekommen. So konnte ich bereits eine Stunde nach dem Eingriff das Krankenhaus wieder verlassen.

Es war definitiv eine interessante Erfahrung den linken Arm für ein paar Stunden gar nicht bewegen zu können und auch mal etwas von der OP an sich mitzubekommen. Trotzdem bin ich froh, dass jetzt alles geschafft ist und auch das gesamte Metall ohne Probleme aus dem Knochen entfernt werden konnte. Heute war ich bei der ersten Wundkontrolle und die Narbe sieht bereits sehr gut aus, sodass ich vermutlich gegen Ende nächster Woche wieder ins Wasser steigen kann und damit nach gut drei Monaten hoffentlich endlich wieder ordentlich schwimmen kann!

Durch die Verschiebung des Trainingseinstiegs läuft mir diese Saison langsam etwas die Zeit davon und aktuell bin ich nicht sicher ob ich dieses Jahr noch einen Wettkampf starten werde. Die nächsten Wochen halte ich euch hier auf jeden Fall wieder etwas mehr auf dem Laufenden.

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