Spontane Entschlüsse und EM

Einfach mal in einer Wundertüte leben – so komme ich mir gerade ein wenig vor:) seit knapp 2,5 Wochen bin ich jetzt schon unterwegs und war kaum länger als 4 Tage an einem Fleck, bis jetzt zumindest. Bevor ich anfange muss ich allerdings noch ein wenig was nachholen. Also zuerst einmal:

JEM Kitzbühel

Heute vor zwei Wochen fanden die ersten Qualifikationsrennen für die Europameisterschaften statt. Wie bereits in meinem letzten Post erklärt gab es bei der diesjährigen EM in Kitzbühel nicht nur ein Rennen, sondern mehrere Halbfinals am Freitag und dadurch erst eine Qualifikation für die A und B Finals am Samstag. Die Voraussetzung für eine Qualifikation für das A Finale am Samstag war eine top 9 Platzierung im jeweiligen Halbfinale. Durch mein Rennen am Freitag hat das zum Glück geklappt und nach einer Renndauer von nicht ganz 40min hieß es dann gleich wieder zurück ins Hotel, ausruhen, Physio und Beine hochlegen für das Finale am nächsten Tag.

Foto: Tom Meyer

Gerade noch versucht wieder ein wenig zu regenerieren, da standen wir am Samstag Vormittag schon wieder aufgereiht auf dem Pontoon und los gings. Nach meinem Rennen am Freitag musste ich schnell einsehen, dass meine derzeitige Laufform definitiv nicht ausreichen würde um bei den Mädels vorne mitlaufen zu können. Das war nach meiner Laufpause schon recht absehbar, trotzdem ist es dann natürlich nochmal etwas anderes wirklich im Rennen zu sein und auf der Laufstrecke zu merken, dass leider einfach nicht mehr viel da ist an Schnelligkeit und Tempohärte. Aber so war es nun mal und trotzdem freute ich mich auf das Rennen am Samstag. Nach all den Vorrennen am Freitag, in denen kein einziges Mal eine Ausreißergruppe mit schnellen Schwimmern durchgekommen war, war auch hier relativ klar, dass das Rennen eine reine Laufentscheidung werden würde. Erst einaml keine besonders guten Aussichten für mich, aber nach einem guten Schwimmen und Radfahren brachte ich mich in eine möglichst gute Position vor dem zweiten Wechsel. So ging ich ganz vorne mit dabei auf die Laufstrecke und versuchte nochmal alles rauszuholen. Nach einer vierwöchigen Laufpause fühlte sich das zweite mal schnell laufen in etwas mehr als 24 Stunden dann doch sehr zäh an und so kämpfte ich mich auf Platz 21. Sicherlich kein Ergebnis mit dem ich in erster Linie super zufrieden bin, doch einfach mal angepasst an die Umstände auf jeden Fall nicht schlecht und etwas auf dem man gut aufbauen kann.

Platz 21

Nach meinem Zieleinlauf habe ich erstmal den flauschigen blauen Teppichboden im Zielbereich genossen und ein paar Minuten gebraucht um wieder halbwegs funktionstüchtig aufstehen zu können. Was danach kam war allerdings erst richtig cool (und damit meine ich nicht das eiskalte Wasser, das mir gleich gereicht wurde). Viel mehr meine ich die anderen deutschen Mädels, die einfach nur on fire waren! Neben Platz 21 im A Finale gab es somit noch Platz 1, 4 und 10!!

Foto: Tom Meyer

Aber als wäre das nicht schon genug, kam der nächste deutsche Europameister bei den Junioren nicht ganz 2h später ins Ziel und auch in der Elite gab es Podiumsplätze zu feiern! Mit all den Vorläufen, Finals und dann auch noch dem Staffelbewerb am Sonntag gab es im Rahmen der EM 22(!) Rennen. Kein Wunder, dass ich am Sonntag Abend ziemlich platt war. Insgesamt also ein sehr erfolgreiches Wochenende für Triathlon Deutschland mit einer sehr starken Mannschaft und tollem Team:)

Weiter gehts

Nach der EM wollte ich noch ein paar Tage in Österreich bleiben und eine gute Freundin besuchen. Nachdem also am Montag Vormittag die ganze Mannschaft wieder in alle Richtung aufgebrochen war, setzte auch ich mich ins Auto und fuhr nach Innsbruck. Auch hier gings natürlich weiter mit dem Training, verbunden mit ganz viel quality time.

An qualitiy time gabs einiges nachzuholen und so gings dann nach vier sehr schönen Tagen in Tirol weiter an den Gardasee. Nachdem meine Eltern seit ein paar Wochen einen neuen VW Bus haben gings zusammen mit meiner Mama gleich auf dem Campingplatz und mal wieder back to the basics. Früher waren wir sehr oft in Arco, also immer ein richtig schöner Fleck um ein paar Tage zu verbringen. Neben klassischen Trainingseinheiten im Freibad gabs natürlich auch ein bisschen Alternativsport. Und auch wenn es im ersten Moment sicher nicht das Angenehmste war einmal um kurz vor 5 aufzustehen um eine Bergtour zu machen, hat es sich auf jeden Fall gelohnt als erstes die schöne Aussicht auf den Gardasee zu genießen. Dazu noch ein bisschen Eis, Pizza und Pasta –

besser gehts nicht?

Sorry, irgendwie schon. Wie ich ganz am Anfang schon erwähnt habe, alles eine kleine Wundertüte im Moment. Nach Arco gings nämlich nicht nach Hause und nach einem kurzen Zwischsenstopp in Verona auch nicht wieder zurück nach Nürnberg, sonder weiter in die Toscana… Hier macht ein Teil der Trainingsgruppe gerade ein letztes Vorbereitungstrainingslager für unsere Olympionikin Anabel Knoll, die schon in knapp 2 Wochen nach Tokyo fliegen wird. Kurz nach der EM habe ich kurzfristig beschlossen mitzukommen und meinen Trip noch ein wenig zu verlängern, in der Hoffnung Anabel beim schwimmen ein wenig als Trainingspartnerin zu unterstützen. Leider hat das bis jetzt noch nicht so ganz geklappt und so hab ich mich beim letzten Schwimmtraining mehr als ein Strandgast oder eine treibende Boje gefühlt, als eine Schwimmerin. Trotzdem – richtig schön hier, tolle Zeit mit dem Team, viel Sonne und jede menge gute Laune.

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