Zurück in Amerika

Gerade bin ich in die vierte Wochen hier in Charlotte gestartet und um ehrlich zu sein, ich weiß gar nicht genau ob es sich so anfühlt als würde die Zeit fliegen oder doch eher sehr langsam vorbei gehen.

Es fühlt sich gerade so an als wären die Tage unendlich lang und die Wochen dann doch sehr kurz (falls das irgendwie Sinn macht:). Jedenfalls bin ich wieder zurück am Campus, die Uni hat wieder angefangen, das Training natürlich auch und das Leben drum herum geht auch seinen Weg.

Ehrlich gesagt fällt es mir gerade noch ein wenig schwer hier wieder völlig anzukommen. Seit dieser Woche ist es schon um einiges besser, doch vor allem die zweite und dritte Woche waren gar nicht so einfach. In der ersten Woche war gleich wieder ziemlich viel los, ich habe all meine Freunde hier wieder getroffen, jeder hat viel vom Sommer zu erzählen, die Uni geht los, das Training steht an, neue Athleten sind da… ihr seht schon: es ist ganz schön viel. In der ersten Woche blieb mir so auch kaum Zeit mal kurz darüber nachzudenken, dass ich jetzt tatsächlich wieder hier bin und was das für mich heißt.

4 Monate als wären sie nicht da gewesen

Dieser kleine und vielleicht etwas zu lange Zwischentitel trifft es für mich ganz gut. Vier Monate habe ich all meine Freunde und Trainingskollegen hier nicht gesehen und jeder hat so seinen Sommer ein wenig vor sich hingelebt. Natürlich war ich viel in Kontakt mit meinen Freunden und hab jede Woche mal bis nach Neuseeland, Südafrika, oder natürlich Amerika telefoniert, doch gleichzeitigk taucht doch jeder ein wenig ab in sein Leben zu Hause. Das war für mich erst einmal ein wenig seltsam als ich hier wieder angekommen bin. Jeder fragt danach wie denn dein Sommer war und klar, es gibt viel zu erzählen, denn vier Monate sind einen lange Zeit, doch letzten Endes lernt man hier die Leute doch eher nur im Unikontext kennen und weiß sehr wenig über deren Leben zu Hause. Natürlich erzählt man von Freunden und Familie, Urlaub oder tollen Unternehmungen, doch leider kennt man ja niemand aus deren sozialem Umfeld zurück zu Hause.

So erzählt jeder ein wenig vom Sommer, doch ich habe auch sehr schnell für mich gemerkt, dass das Leben und die Erlebnisse, die man teilt, sich dann doch eher nur in den zwei mal vier Monaten Semester abspielen. Das ist ja irgendwie auch logisch und auch völlig ok, doch zurückzukommen aus einem Sommer mit so vielen schönen Erinnerungen, tollen Erfahrungen und Erlebnissen und nicht so wirklich fähig zu sein allen davon zu berichten, da hier natürlich niemand meine Freunde zu Hause kennt oder genau weiß, wie mein Leben zu Hause aussieht, ist dann teils doch ein wenig schade.

Deshalb hat es sich eben ein wenig so angefühlt, als wären die letzten vier Monate vielleicht sogar gar nicht passiert, denn das Leben hier geht weiter wie es im Mai aufgehört hat, als hätte es den Sommer nicht gegeben. Vielleicht ist das aber auch nur meine Wahrnehmung und vielleicht auch anders als internationale Studentin. Und ganz ehrlich, das hört sich jetzt gleich recht traurig an aber es ist wirklich völlig ok, denn ich mag das Leben hier und hab mich richtig gefreut meine Freunde hier wieder zu sehen. Und noch was, ich freu mich schon so ein paar von meinen Freunden hoffentlich auch mal mein Zuhause zu zeigen 🙂

Training, Uni & Co

Wie schon erwähnt, mit Unibeginn ging auch das Training gleich wieder los. In diesem Semester sind sieben neue Mädels in mein Team gekommen (schon wieder ganz international bunt gemixt) und das hab ich ehrlich vermisst. Jeden Tag mit so einer coolen und vor allem großen Truppe an Mädels zu trainieren, das hatte ich in den letzten Jahren wirklich sehr selten.

Dieses Semester ist das Training allerdings ein wenig strenger und fast nur in der großen Trainingsgruppe. Im Gegensatz zum letzten Semester sind wir nämlich jetzt in der Saison und bereiten uns gemeinsam auf die Nationals am 12. November in Tempe (Arizona) vor. Da Triathlon immer nur im Herbst Semester Saison hat und im Frühling nur ein NCAA Wettkampf stattfindet ist dort das Training ein wenig lockerer. Das heißt, es gibt weniger Trainingseinheiten die im gesamten Team und mit Trainier organisiert sind und es gibt öfter die Möglichkeit das Training selbst ein wenig freier zu gestalten.

Das war gerade am Anfang auch wieder eine größere Umstellung für mich, denn über den Sommer hatte ich einen sehr freien Trainingsplan. Ich habe zwar fest ein paar Wettkampftermine im Kalender stehen gehabt, doch das Training darum herum habe ich sehr oft allein gemacht, dann eine Zeit lang in Nürnberg am Stützpunkt trainiert, oder an einen Aktivurlaub am Gardasee angepasst. Nun wieder in einer sehr strikten Routine zu sein, nach vier Monaten voller freier Entscheidungen war also schon erst einmal sehr ungewohnt.

Die ersten Wettkämpfe

Doch wie zuvor schon erwähnt, gerade in solch einer Situation ist ein gutes Team gold wert, und da bin ich hier wirklich gut aufgehoben:). So hatten wir in den ersten paar Wochen auch schon zwei Wettkämpfe (einen Swim&Rund und einen Triathlon), beide Rennen konnten wir als Uni gewinnen. Am Sonntag geht’s gleich weiter mit dem nächsten Triathlon, dann der nächste Wettkampf ca. 3 Wochen danach und dann stehen schon die Nationals Mitte November an:)

Leider muss ich hier aber noch kurz erwähnen, dass ich seit ca. 1,5 Wochen Schmerzen im Mittelfuß habe und nicht wirklich gut trainieren kann. Deshalb bin ich bis jetzt auch noch keinen Triathlon gestartet und werde vermutlich auch am Sonntag eventuell nur Schwimmen und Radfahren. Die Probleme im Mittelfuß kamen ziemlich plötzlich und ich habe nicht einmal viele Laufkilometer gesammelt. Wer mein Training ein wenig genauer kennt weiß, dass ich nur relativ wenig laufe und über die letzten Jahre leider auch viel verletzt war. So bin ich auch die letzten Wochen nicht mehr als 35km gelaufen und der Fuß ist trotzdem beleidigt. Also mal sehen wie sich das in den nächsten Tagen, hoffentlich nicht Wochen entwickeln wird…

Das wars auch schon wieder und ein kleiner Rundumschlag mit ein paar Updates, aber bald gibt es bestimmt ein paar mehr Details zu meinen Kursen dieses Jahr, wie sich mein Fuß (hoffentlich zum Guten) entwickelt und so weiter…

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