Bis bald mal;)

so… während ihr das hier vielleicht schon lest werde ich höchst wahrscheinlich irgendwo in der Luft schweben, schlafen, abwarten und die letzten 4 Monate Revue passieren lasse.

Es geht nämlich wieder los! Am Montag beginne ich mein zweites Semester an der Queens University of Charlotte in North Carolina. Hier studiere ich mit einem Sport Stipendium Psychologie. Gerade bin ich also am Flughafen, sitze in einem kleinen Restaurant und schaue mir die natürlich mal wieder völlig überteuerte Speisekarte an. Also doch lieber den Laptop aus der Tasche holen und hier noch ein paar Zeilen schreiben:)

Koffer gepackt, Freunde und Familie verabschiedet, was jetzt?

Vier Monate Europa

Natürlich gehen mir gerade die letzen vier Monate durch den Kopf und das ist auch gut so und schön. Meine Semesterferien seit Anfang Mai waren toll, ich war unterwegs, habe Freunde gesehen, Wettkämpfe gemacht und das Leben genossen. Schon verrückt, wie diese vier Monate nun doch schon wieder vorbei sind, doch der Gedanke, dass ich in diesem Jahr vor diesen vier Monaten auch schon vier Monate in Amerika war ist ehrlich gesagt noch viel verrückter…

Schon oft habe ich jetzt versucht mal ganz bewusst an alles zu denken, was ich in dieser Zeit alles so gemacht habe, aber mal ganz ehrlich: könnt ihr euch erinnern was ihr so die letzten vier Monate genau gemacht habt? Eher ein wenig schwierig oder? Je mehr ich darüber nachdenke, desto schöner finde ich es aber eigentlich. Denn der Gedanke alle schönen Sachen auf diese vier Monate zu begrenzen, die Zeit in der ich da bin “voll auszunutzen”, alles “zu genießen”, möglichst viel zu unternehmen bevor ich dann Ende August wieder fliege… ist das nicht total irrsinnig?

Erstens, ich komm ja wieder;) aber zweitens, drittens, viertens und so weiter… warum muss alles im Sommer immer so perfekt sein? Die Zeit drum herum ist doch genauso schön, genauso wertvoll, und genauso gut auch wenn nicht alles geplant ist, man keine tollen Reisen macht, die man irgendwo zeigt, immer etwas zu erzählen hat und unterwegs ist. Das habe ich vor allem in den letzten Wochen zu Hause gemerkt. Da war ich einfach mal da.

Klar, je nachdem wen man fragt ist das wohl Ansichtssache wie viel ich dann wirklich mal ”da da”, also zu Hause in Steingaden, im Haus, bei meinen Eltern, in meinem Zimmer und einfach mal da war. Doch ich hatte das Gefühl sehr viel da zu sein, denn ich war immer “da”, wenn ich mich wohl gefühlt habe. Und das ist doch ganz egal wo das ist, solange es irgendwo ist:)

Hui, ganz schön tiefe Gedanken hier am Flughafen, allein am Restauranttisch, aber ist doch egal, ist sogar schön und gut so.

Abschiedsschmerz?

Wie oft ich diese Frage die letzten Monate beantwortet habe? Heimweh, Vorfreude, wie geht es jetzt weiter, wie läuft das dort alles so, bist du zufrieden, wie ist das Training, wie ist der Sport? Ja – ganz schön oft… und bestimmt schreibe ich auch mal einen extra Blog nur zu diesen Erfahrungen rund um den Sport, das Training, die Förderung… aber jetzt muss ich gleich erstmal los zum einchecken und in den Flieger, der in genau 55 min eigentlich schon in der Luft sein wird.

Doch klar – ist es mir schwer gefallen wieder zu gehen, freue ich mich, was überwiegt?

Ja, Abschiede sind nie leicht, aber von meiner besten Freundin habe ich mich zum Beispiel gar nicht so richtig verabschiedet. Ein kurzer Drücker wie immer, ein Bussi auf die Backe und los gehts, weil 5 mal drücken macht es auch nicht wirklich besser und man freut sich doch eher den anderen wieder auf den Weg zu schicken, eine tolle Zeit zu haben und ehe man sich versieht sieht man sich auch schon wieder.

Meine Eltern sehen das wahrscheinlich nicht ganz so entspannt und werden vielleicht beim Lesen hier die ein oder andere Träne verdrücken, aber wie alle immer sagen ”ich bin ja auch nur einmal über den Teich”.

Trotzdem, gar nicht traurig? Doch, schon. Ich hatte hier wunderschöne vier Monate und besonders in der Mitte davon fiel es mir schwer, mir vorzustellen, das alles bald wieder (temporär) zurückzulassen. Doch eine Sache hat mir sehr geholfen, und zwar mich von dem Gedanken ein wenig zu lösen immer etwas zu verpassen wenn ich nicht da bin. Mir läuft hier gerade nichts weg, ich kann jederzeit nach Hause kommen, bin all in all in ca. 14h zu Hause, hab eine unglaubliche Möglichkeit mein Leben so zu leben wie ich es gerade tue und diese Möglichkeit möchte ich nutzen, doch vor allem genießen und schätzen!

So schnell und flüssig habe ich wohl noch nie einen Blog geschrieben und mal sehen was ich darüber denke wenn ich ihn später mal durchlese, aber jetzt muss ich einfach los, ab in den Flieger!

bis ganz bald:)

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