Zwei Wochen Oberbayern

Zwei Wochen “Sommerpause” in meiner alten Heimat Steingaden sind vorbei und ich bin wieder in Nürnberg angekommen. Zusammen mit einer paar Kumpels hab ich auf das Haus meiner Eltern aufgepasst und natürlich auch gut trainiert. Ein kurzer Rückblick auf die letzten Wochen…

Es ist wahrscheinlich schon ein paar Jahre her, dass ich so lange am Stück in Steingaden war, aber die ruhige Lage im Alpenvorland tat auf jeden Fall gut. Nach den Wettkämpfen in Nürnberg und München war ganz schön viel los und nach den ganzen Nachrichten und Glückwünschen tat ein bisschen Abstand und Ruhe auf dem Dorf sehr gut. Den Jungs hat es auch gut gefallen, auch wenn wir alle mal ein paar Tage außer Gefecht waren und nicht ganz so trainieren konnten wie wir uns das vorgestellt hatten… naja die Diener Brüder haben jetzt wenigstens endgültig geklärt wer der bessere Tischtennisspieler ist 😉

Auf dem Trainingsplan stand zu meiner Freude auch ziemlich viel Radfahren und so konnte ich mal komplett neue Runden und Wege erkunden. Ohne Strava wäre ich “zuhause” auf jeden Fall ziemlich aufgeschmissen gewesen. Als ich 2014 nach Nürnberg gezogen bin, waren meine langen Trainingseinheiten grade mal zwei Stunden und Intervalle bin ich da auch irgendwie noch nicht so richtig gefahren. Ich musste also feststellen, dass ich mich zuhause eigentlich gar nicht auskenne und alles komplett neu entdecken konnte. Was auch ziemlich verwirrend war, dass ich mir die Distanzen in meinem Kopf immer viel länger vorstellte, als Sie dann in Wirklichkeit waren… Für 30 Kilometer brauchte ich früher einfach auch deutlich länger als heute.

Was das Schwimmen betrifft, ist das immer so eine Sache in Steingaden. Es gibt wunderschöne Seen, die perfekt zum Freiwasserschwimmen geeignet sind (z.B. Illasbergsee. mündet in den Forggensee), aber kaum Schwimmbäder. Der nächste 50m Indoor Pool ist wahrscheinlich das Olympiabad in München und das nächste Freibad ist zwar “nur” zehn Kilometer entfernt, aber ungeheizt und mit grade mal zwei wackeligen Leinen und Bodenmarkierungen. Man schwimmt also in einem Becken, das komplett mit blauer Folie ausgekleidet ist (auch die Wände) und es einem unmöglich macht, komplett geradeaus zu schwimmen. Also war meistens See angesagt, was für zwei Wochen schonmal in Ordnung ging und auch echt Bock gemacht hat!

besagtes “blaues” Becken in Trauchgau

Im Laufen kämpfe ich jetzt schon seit ein paar Wochen mit einer Verletzung an der Wade und hab hier mal komplett Ruhe gegeben. So langsam wird es auch wieder besser und ich kann die Belastung Stück für Stück erhöhen.

Sicher keine optimale Vorbereitung für den Sprint Weltcup nächste Woche in Valencia aber manchmal liegt auch die Kraft in der Ruhe… oder so ähnlich.

Schönes Wochenende euch da draußen!

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