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Sportblog Simon Henseleit: Trainingslager Kienbaum

Das letzte Trainingslager der Saison ist Geschichte. Für die Junioren Weltmeisterschaftsvorbereitung ging es nach Kienbaum ins ehemalige Leistungszentrum der DDR. Die Trainingsbedingungen hier sind sehr gut und neben uns Triathleten waren noch viele andere Sportarten vor Ort. Schon ganz lustig wenn man dann mit Christoph Hartig und Gina Lückenkämper am Buffet steht!

Die 10 Tage verliefen auf jeden Fall nach Plan und und ich konnte noch ein paar richtig harte Einheiten absolvieren. Am meisten Spaß hat die gestrige Einheit gemacht: Minitriathlons. Insgesamt drei Triathlons mit 10min Pause dazwischen mit jeweils 200m schwimmen, 4km radfahren und 1-1,5km laufen. Diese Einheit ist sehr rennspezifisch und hilft dabei, sich noch einmal an alle drei Disziplinen am Stück zu gewöhnen und ein bisschen Selbstvertrauen zu tanken!

Auch wenn ich gerade ziemlich müde bin, blicke ich zuversichtlich auf das Rennen nächste Woche Freitag. Die Form stimmt und bis dahin werde ich mich auch noch erholen.

Die JWM in Lausanne ist das Highlight des Jahres und um 10 Uhr wird am Freitag den 30. August der Startschuss fallen. Drückt mir die Daumen und verfolgt das Rennen live unter:

triathlonlive.tv

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Simon Henseleit Triathlon-Blog: Rückblick Weihnachtsfeier und Olympia Almcrosslauf München

Es ist nun schon zwei Wochen her aber ich hatte seit dem Olympia Almcross in München alle Hände voll zu tun. Saisonplanung, Sponsorentermine und natürlich auch der alljährliche Weihnachtseinkauf standen auf der to-do Liste und so kann ich erst jetzt von meinem Rennen berichten.

Auf dem Programm standen 3,3km bergige Wiesenstrecke mit Heuballen, welche den sowieso schon anstrengenden Kurs noch erschwerten. Es waren fast alle Triathleten aus meiner Trainingsgruppe hier in Nürnberg am Start und so wusste ich, dass es besonders nach meiner OP vor 8 Wochen ein harter Kampf um das Podium werden würde.

Wir gingen die erste Runde sehr schnell an und hatten uns nach 1,5km, zu dritt einen 15sek Vorsprung herausgelaufen. In der zweiten Runde zog Moritz Horn dann das Tempo an und ich konnte nicht mehr folgen. Als ich versuchte das Tempo von Moritz mitzugehen riss allerdings auch eine Lücke zu Dion Heindl auf, der an Position drei lag. So lief jeder von uns auf der letzten Runde ein einsames Rennen, immer knapp 10sek trennten uns voneinander aber jeder Versuch die Lücke zu schließen scheiterte.

So kämpfte ich mich auf Platz zwei, mit einer guten Zeit von 10:45min, ins Ziel und dachte mir wieder einmal wie hart so ein kurzer Crosslauf doch sein konnte.

Bei der Siegerehrung wurden wir mit Bierkrügen belohnt was einen ja fast wieder das Leiden der letzten 10min vergessen ließ und anschließend sprangen wir noch für drei lockere Schwimmkilometer ins nahe gelegene Olympiabad.

Außerdem fand letzte Woche Freitag die alljährliche Weihnachtsfeier von ipp statt und meine Freundin Michelle und ich bedanken uns herzlich für die gelungene Veranstaltung. Auch wenn ich beim Bowling wohl noch etwas an Feinschliff vertragen könnte, war es eine willkommene Abwechslung zum Trainingsalltag und das leckere Essen rundete den Abend ab.

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Simon Henseleit Triathlon-Blog: Saisonabschluss Binz

Letzten Samstag wurde es noch einmal ernst. Unter schönster Kulisse im Ostseebad Binz auf Rügen, fand das Finale der 1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga statt. Unser Team lag in der Gesamtwertung auf Rang 10 und der Vorsprung auf die Teams aus Münster und Heidelberg war hauchdünn. Auch der bergige Radkurs versprach Spannung pur und die zuschauerfreundlichen Runden zogen zahlreiche Leute.

Ich reiste schon drei Tage vor dem Rennen mit meiner Familie an und so konnte ich mich optimal von der acht stündigen Fahrt erholen. Zu meinem Glück war das Schwimmen (welches ich in den letzten Wochen kaum trainieren konnte) mit Neoprenanzug da die Wassertemp. der Ostsee bei 19°C lag.

Der Startschuss fiel schließlich um 16:30Uhr und zusmannen mit 80 weiteren Athleten rannten wir vom Strand aus in die nur langsam tiefer werdende Ostsee. Das Schwimmen lief entsprechend meinen Erwartungen und ich kam im vorderen Hauptfeld aus dem Wasser. Jetzt hieß es meine Stärke auszunutzen und die ersten Meter auf dem Rad möglichst hart zu fahren, um eine kleine Radgruppe zu formieren und ganz nach vorne zu kommen.
Das klappte zunächst auch gut und nach dem Berg fand ich mich in einer 4-köpfigen Gruppe wieder. Die erste Radrunde war mit 403 Watt Normalized Power auch deutlich die härteste und schnellste (insg. 361W NP auf 20km). Nachdem die 2. Und 3. Radgruppe zusammengefahren war, legte dann jeder die Beine hoch und sparte seine Kräfte fürs Laufen. Die 1. Radgruppe arbeitete gut zusammen fuhr dadurch 1:30min auf uns heraus. Ich hielt mich weiterhin im vorderen Teil der 25 Mann großen Gruppe auf um Stürze zu vermeiden und wurde damit belohnt, dass ich als Zweiter meiner Gruppe und somit als 10. Gesamt auf die Laufstrecke ging. Nach der ersten Laufrunde (4 gesamt) befand ich mich an Position 18 und konnte dort meinen Rythmus finden. In der dritten Laufrunde musste ich ärgerlicherweise eine 10 sekündige Penalty absitzen, da meine Schwimmbrille neben der Wechselbox lag und so verlor ich einige Plätze die ich in der letzten Laufrunde allerdings wieder fast alle gut machen konnte. Vor allem die letzten Meter taten unglaublich weh aber ich konnte noch den Zielsprint gegen einen Athleten unserer direkten Konkurrenten aus Heidelberg gewinnen. Somit kam ich als 21. als erster Mann meines Teams (die anderen kamen auf die Plätze 35, 36, 53) aus Neckarsulm ins Ziel. Mit diesem Resultat bin ich zufrieden auch wenn ich durch die Zeitstrafe eine Top 20 Platzierung verpasste und wir uns in der Gesamt-Teamwertung leider Münster geschlagen geben mussten.

Auch wenn die Saison 2018 nicht optimal lief konnte ich doch mit einem 2. Platz beim Europacup in Tabor, meinen ersten internationalen Erfolg erringen und auch zufrieden auf meine erste Bundesliga Saison zurückblicken.

Voller Vorfreude blicke ich nun auf die nächste Saison um mit dem HEP-Team aus Neckarsulm unser diesjähriges Resultat zu verbessern und meine Einzelkarriere in nationalen und auch internationalen Rennen voranzutreiben. Für mein letztes Juniorenjahr ist mein größtes Ziel, das Ticket für die Junioren Europameisterschaft zu lösen und verletzungsfrei durch den Winter zu kommen. (Letzteres wird in Anbetracht meiner bisherigen Verletzungen wohl die größere Herausforderung ;)).

Zum Abschluss möchste ich hier noch ein großes Dankeschön an IPP und Dr. Volker Klügl aussprechen, die mich diese Saison in ihr Sportblogger Team aufgenommen haben und mich somit optimal bei meiner sportlichen Karriere unterstützen.

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Simon Henseleit Triathlon-Blog: Surfen in Portugal!

Auch wenn die Saison für mich noch nicht zu Ende ist, bin ich seit zwei Wochen in Portugal im Urlaub. Nach einem sechs-tägigen Städtetrip in Lissabon bin ich nun mit meiner Freundin in Ericeira zum Surfen. Der Plan war, hier viel zu laufen und zu schwimmen. Aber da anscheinend jedes Schwimmbad in Portugal im August das Wasser aus dem Becken lässt, muss das Paddeln auf dem Surfbrett vorerst reichen. Die Tempoeinheiten im Laufen gehen dafür umso besser und so bin ich zuversichtlich, dass der letzte Bundesligawettkampf in Binz nicht komplett schief geht. Jetzt heißt es aber erstmal die letzten zwei Tage zu genießen und anschließend noch einmal zwei harte Trainingswochen – mit viel Rad- und Schwimmkilometer – zu absolvieren.

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Simon Henseleit Triathlon-Blog: Junioren Europacup Tabor – Platz 2

Mir war von Anfang an klar, dass der Wettkampf in Tabor eine Wundertüte werden würde. Das Rennen war international besetzt und neben schnellen Europäern, waren sogar einige Neuseeländer den weiten weg nach Tschechien gereist. Bereits vor zwei Jahren stand ich hier an der Startlinie und auch wenn die Vorbereitung -verletzungsbedingt- nicht optimal lief, wollte ich natürlich meinen 22. Platz von damals verbessern. Die Radstrecke war sehr selektiv und neben dem kurvigen Stadtkurs gab es zur Abwechslung auch mal einige Höhenmeter zu absolvieren. Somit standen für mich die Chancen gut, mich selbst nach einem schlechtem Schwimmen nach vorne zu arbeiten.
Der Startschuss fiel dann schließlich um 12:05 Uhr bei 37 Grad im Schatten. Der Start war ziemlich hektisch, doch die vielen Schlägereien kamen mir entgegen, da so erst spät ein geordnetes Feld entstand, bei welchem ich mich schön in den Wasserschatten einreihen konnte und überraschenderweise nicht allzu viel Zeit auf die Spitze verlor. So stieg ich knapp 40 sek hinter dem ersten Athleten aus dem Wasser, aber durch lange und steile Wege zum Fahrrad, in die Altstadt Tabors, holte ich wertvolle Sekunden auf. Die ersten Meter nach der Wechselzone waren sehr technisch und die Order des Trainers war, die ersten Kilometer alles zu geben was die Beine hergaben um die 1. Radgruppe noch zu erwischen. Nach dem technischen Part in der Stadt war ich alleine auf 20 sek an die 12 Mann starke Gruppe herangekommen, allerdings tat es unglaublich weh diese restlichen Sekunden zuzufahren. Nach einer Runde (insg. 4 Runden a 5 km) hatte ich den Anschluss schließlich hergestellt und hielt mich zunächst zwei Runden am Ende der Gruppe auf um mich zumindest etwas zu erholen. Zu Beginn der letzten Radrunde fuhr ich als Erster in den kurvigen Stadtpart, mit der Hoffnung eine Ausreißergruppe zu bilden. Und tatsächlich schafften wir es uns zu dritt von der Gruppe zu lösen und so gut zusammenzuarbeiten, dass wir mit 35 sek Vorsprung vom Rad stiegen und uns auf die ebenfalls bergige Laufstrecke begaben. Das Radfahren hatte zwar einige Körner gekostet, aber nach zwei von drei Laufrunden schaffte ich es dann schließlich mich von dem Österreicher und dem Neuseeländer zu lösen.

In Führung liegend machte ich mir schon Hoffnungen auf den Sieg aber Ricardo Baptista aus Portugal schaffte es, die Lücke die beim Radfahren aufgegangen war zuzulaufen und zu mir aufzuschließen. Am Ende hatte ich ihm nichts mehr entgegenzusetzten und er holte sich verdient den Sieg und verwies mich auf Platz zwei. Dylan McCullough (NZL) rundete das Podium ab und kam auf Platz drei.

Mit diesem ersten internationalen Podium bin ich mehr als zufrieden und natürlich heiß auf das Bundesligarennen kommenden Sonntag in Thübingen. Dort wird noch ein Ticket für die Junioren WM in Australien vergeben und auch wenn die Konkurrenz hart zu schlagen sein wird, hoffe ich natürlich wieder auf schnelle Beine und ein cooles Rennen.

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