Das Rennen in Berlin war ein voller Erfolg! Das erste Mal wurde ein Rennen der 1. Bitburger Triathlon Bundesliga im ARD/ ZDF übertragen und ich wusste im Vorfeld, dass die Streckenprofile mir sehr entgegenkommen. Neben der Bundesliga wurde am Wochenende auch die Deutschen Meisterschaften der Elite und der U23 ausgetragen. Ich wusste, dass ich gut in Form war, rechnete mir aber keine Chancen auf die Vergabe der Meistertitel, oder einen Platz auf dem Podium aus. Doch es sollte anders kommen!

Am Start konnte ich mich gleich vom 90 Mann starken Starterfeld lösen und weit ins flache Wasser hineinlaufen. Dadurch entging ich dem großen Gemenge an der ersten Boje und kam als 15. aus dem Wasser.

Die Finals – Berlin City Triathlon 2019 (Quelle: Petko Beier)

Bevor es aufs Rad ging, musste ich aber erst einmal über den Strand und 100 Stufen zur Wechselzone überwinden, was sich als extrem hart herausstellte! Nach einem guten Wechsel fand ich mich dann in der Spitzengruppe wieder. Hier arbeiteten wir gut zusammen und konnten einen Vorsprung von 25 Sekunden auf das große Verfolgerfeld herausfahren. Es machte extrem Spaß an der großen Zuschauertribüne vorbeizufahren und zu wissen, dass man sich gerade als einer der jüngsten Athleten, neben international erfolgreichen Profitriathleten, an der Spitze des Rennens befindet.

Quelle: Conny Ziegler
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Die Finals – Berlin City Triathlon 2019 (Quelle: Petko Beier)

Ich stieg als dritter Athlet vom Rad, wusste aber dass ich mit den Profis wie Jonas Schomburg und Justus Nieschlag, beim Laufen nicht mithalten würde. So kämpfte ich um einen Platz in den Top10 und nach einer von zwei Laufrunden wurde mir plötzlich zugerufen, dass ich auf Platz vier in der Wertung der Deutschen U23 Meisterschaft lag.

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Die Finals – Berlin City Triathlon 2019 (Quelle: Petko Beier)

Als Junior hatte ich mir hier überhaupt keine Chancen ausgerechnet und so gab ich auf dem letzten Kilometer alles, um mich auf das Podium vorzukämpfen. Beflügelt von den Anfeuerungsrufen der vielen Zuschauer, gelang es mir dann auch, meinen direkten Konkurrenten um den dritten Platz zu schlagen und ich lief als insgesamt Sechster Deutscher ins Ziel! Mit diesem Erfolg bin ich mehr als zufrieden, vor allem da ich auch meinen Hauptsponsor “hep” im öffentlichen Fernsehen sehr gut präsentierte. Im Ziel konnte ich allerdings meinen Erfolg gar nicht in Ruhe genießen, da ich gleich zur Doping Kontrolle musste. Andererseits ist es gut zu Wissen, dass es im Triathlon durch die vielen Kontrollen fair zugeht! 

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Die Finals – Berlin City Triathlon 2019

Ich hoffe, das Format der “Finals” wird in den nächsten Jahren wiederholt werden. Durch den Zusammenschluss mehrerer Sportarten, erhält das Event einen olympischen Charakter und erregt viel mehr Aufmerksamkeit, als wenn jede Sportart ihre deutsche Meisterschaft einzeln austrägt. Bis jetzt habe ich nur positives Feedback gelesen und auch ich als Athlet bin sehr begeistert! Wer sich eine kurze Zusammenfassung des Rennens ansehen will, kann das auf der Internetseite der Sportschau. Ich bin der Athlet im grünen Anzug! Das Rennen war außerdem ein guter Test für meinen wichtigsten Wettkampf dieses Jahr, die Junioren Weltmeisterschaften in Lausanne. Bis dahin ist aber noch ein bisschen Zeit, welche ich zur perfekten Vorbereitung auf das Rennen nutzen werde.

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Leider kann man im Leistungssport nicht immer alles perfekt planen und wer keine Rückschläge verkraften kann, ist hier sowieso nicht richtig aufgehoben. Schon einen Tag nach dem Crosslauf fühlte ich mich gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe. Ich beschloss sofort kein Risiko einzugehen und bis zum Abflug am Freitag das Training ruhen zu lassen. In den Tagen vor einem Trainingslager werden sowieso keine entscheidenden Trainingseinheiten geplant und so konnte ich mich noch einmal entspannen und in Ruhe das Rad und alle sonstigen Sachen für Mallorca packen.

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Radtraining auf der Bahn

Der Reisetag versprach schon ziemlich stressig zu werden – Abflug 04:00 nachts am Flughafen Nürnberg! Doch zum Glück klappte der Rädertransport reibungslos und die Flugzeiten wurden eingehalten. Wer schon einmal sein Rad im Flugzeug transportiert hat weiß, dass es da auch oft Probleme gibt!

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Am Freitag waren wir dann nur locker Radfahren und Laufen und ich fühlte mich eigentlich wieder fit. Doch als ich am Samstag aufwachte stellte sich heraus, dass die Krankheit noch gar nicht richtig ausgebrochen war… jetzt nach weiteren 6 Tagen ohne Training fühle ich mich langsam wieder auf der Höhe, aber das Trainingslager ist auch schon fast vorbei. Vielleicht reicht es ja morgen noch für einen lockeren “coffee-ride” bevor wir am Sonntag wieder nach Hause fliegen. Naja die Saison ist noch lang und es stehen ja auch noch zwei größere Vorbereitungsphasen in der Toskana und in Rabenberg an. Deswegen: Aufstehen und weitermachen!

Zuhause wartet dann vielleicht schon mein neues Rad auf mich. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was Christoph Schwerdt vom Triathlon.de Shop für mich zusammengebastelt hat!

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