Koppeleinheit am Deckersberg

Hallo zusammen,

Den heutigen Blog will ich mal einer einzigen Einheit widmen, da die Location einfach immer für geile Einheiten herhält. Dazu kommt, dass es auch die erste triathlonspezifische Einheit seit langer Zeit war. Was das bedeutet: Meistens trainiere ich Schwimmen, Radfahren und Laufen separat und getrennt von einander. Der Grund dafür ist, dass man dadurch einfach mehr Qualität in die einzelnen Einheiten bringt und eine Koppeleinheit (also z.B. Radintervalle mit direkt darauffolgenden Laufen) natürlich sehr zeitintensiv, mit hohem logistischen Aufwand und auch einer stärkeren orthopädischen Beanspruchung verbunden ist. Außerdem wurde die Einheit von dem jungen Fotografen Tom Meyer begleitet. Durch ihn habe ich lauter tolle Bilder die ich hier zeigen kann;)

Los ging’s am Samstag um 10 Uhr in Nürnberg. Mein Coach Roland sammelte unsere Beutel mit Laufschuhen und Wechselsachen ein und chauffierte das Ganze schon einmal Richtung Deckersberg. Wir Athleten teilten uns in zwei Kleingruppen auf und machten uns mit dem Rennrad ebenfalls auf zum Deckersberg (Anfahrt ca. 30km). Treffpunkt war dann der Parkplatz am oberen Staubecken. Hier gab nochmal ein kurzes Briefing zur Einheit vom Coach: 4 x den “Deckersberg” von der Happurger Seite. Danach 3 x 2km im Renntempo von 10km laufen. Die Location eignet sich hier wirklich hervorragend. Denn an der Spitze des 3,5km langen Berges eine 1,577km (mit Messrad ausgemessen) lange Asphaltrunde, um das trocken gelegte obere Staubecken herum, existiert.

Die erste Wiederholung sollte zum warm werden noch im oberen GA1 Tempo gefahren werden. Die Vorgaben für die restlichen drei Wiederholungen: Schwelle, GA2 und die letzte WH submaximal ( die würde also richtig wehtun! ). Ich bin regelmäßig auf dem Rad im Labor in Erlangen. Dort habe ich genaue Vorgaben, welche Wattwerte ich in den jeweiligen Bereichen fahren muss. Das ist vor allem im Schwellenbereich sehr wichtig. In genau dem Bereich, kann man schnell das falsche Ziel erreichen (also eine zu hohen laktazide Energiebereitstellung). Hier habe ich über den Winter gemerkt, dass man meistens gar nicht so hart trainieren muss um Fortschritte zu machen. In diesem Fall erzielt man sogar einen besseren Reiz, als wenn man in jedem Intervall an der Belastungsgrenze fährt und alles gibt. Weniger ist also doch meistens mehr…

Aber zurück zur Einheit mit den Fakten:

  • 1. WH: 15:13min, 277W (GA1)
  • 2. WH: 10:17min, 377W (Schwelle)
  • 3. WH: 9:21min, 425W (GA2)
  • 4. WH: 8:36min, 467W (submax)

Die letzte Wiederholung hat schon einiges abverlangt, aber ich habe auf jeden Fall einen neuen persönlichen Wattrekord über 8min aufgestellt. Gerade mit dem Wissen, dass ich danach noch laufen muss, habe ich natürlich nicht alles gegeben. Die Zahlen jedoch bestätigen auf jeden Fall mein Gefühl, dass ich über den Winter einen guten Fortschritt gemacht habe.

Danach nahm ich noch schnell ein Gel und dann ging es oben auf dem Staudamm los mit den ersten 2km. Es war an dem Tag enorm windig. Natürlich war unsere Streckenwahl dafür nicht optimal – und wir dem Wind sehr ausgesetzt. Aber die Kulisse ist es definitiv wert. Man hat einen tollen Blick über die Hersbrucker Schweiz und den unteren Happurger Stausee. Die ersten 2km waren dann auch erst einmal richtig zäh und ich merkte die schweren Beine vom Radfahren deutlich!

Der Wind machte es einem auch nicht gerade leichter. Nach und nach kam ich dann gut ins laufen und wurde auch von Kilometer zu Kilometer schneller! Die Laufeinheit sollte auch nicht ganz so hart sein wie das Radfahren. Ich versuchte hier immer etwas Luft zu lassen und mich auf meine Technik zu konzentrieren.

Meine Zeiten:

  • 1. 2km: 6:25min
  • 2. 2km: 6:15min
  • 3. 2km: 6:05min

Die Einheit hat auf jeden Fall richtig Bock gemacht, weil es sich mal ein kleines Bisschen wie Triathlon angefühlt hat! Die schweren Beine nach dem Radfahren und das anschließende Gefühl langsam ins Laufen zu kommen sind einfach einzigartig!

Daher beten wir einfach mal, dass es im Sommer Wettkämpfe geben wird. Sodass ich das Gefühl auch im Rennen genießen kann;) Unter welchen Umständen auch immer diese Rennen dann stattfinden werden, das ist mir eigentlich alles egal…

Ich hoffe euch haben die Insights gefallen und wir hören uns nächste Woche wieder!

Euer Simon

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Abi-Corona-Sport?

Etwas über mich:

hey! Ich bin Franca Henseleit, 18 Jahre alt und wohne seit fünf Jahren in Nürnberg. Ich bin Leistungssportlerin im Triathlon. Momentan bin ich noch Schülerin an der Bertolt-Brecht Schule, mache aber dieses Jahr mein Abitur. Ich versuche das alles kombiniert mit Corona ein wenig auf die Reihe zu bekommen:)

Zuerst einmal bin ich sehr stolz, seit diesem Jahr Teil des ipp Sportbloggerteams zu sein. Ich freu mich total hier ein paar Einblicke in mein Leben als Athletin/Schülerin/Schwester/Tochter/Freundin… geben zu dürfen.

Wie überall, hat auch Corona für mich einiges geändert, doch zuerst einmal zu den Basics. Seit 2016 wohne ich hier in Nürnberg.

Damals als 13-Jährige habe ich mich dazu entschlossen mit meinem großen Bruder (Simon Henseleit) ins Frankenland zu folgen. Mein Zuhause im Allgäu benutze ich nur noch als “Wochenend-” und “Ferienresidenz”. Ich wollte meinem großen Bruder, der schon zwei Jahre als Triathlet im Sportinternat lebte nacheifern. Plötzlich fand ich mich in einer Großstadt. Diese Stadt hatte nicht mehr viel gemeinsam mit einem Dorf, in dem es fast mehr Kühe als Einwohner leben. Vielleicht war das Ganze nicht bis zum Ende durchdacht von mir. Mit 13 Jahren wollte ich schon von zu Hause auszuziehen, doch es war einfach zu aufregend. Ein Teil der Familie war ja immer da. Außerdem stünde ich jetzt mit Sicherheit nicht genauso hier mit all meinen Erfahrungen und Erlebnissen der letzten Jahre. Meine Elternmuss es wohl auch viele Nerven gekostet haben mich so früh gehen zu lassen. Sie haben mich aber immer unterstützt. Schon sind fast fünf Jahre Nürnberg vorbei. Für mein letztes Schuljahr bin ich aus dem Internat ausgezogen. Seit September wohne ich zusammen mit drei anderen Triathleten aus meiner Trainingsgruppe in einer WG.

Abi:

Jetzt stehe ich auf einmal vor dem Abitur und werde am 12. Mai meine erste Prüfung schreiben. Leider ist es momentan gar nicht so einfach weit in die Zukunft zu planen. Und sich über Wettkämpfe und Qualifikationen Gedanken zu machen, also lieber kleine Ziele setzen. Zur Zeit steht vor allem das Abitur an, wenigstens das ist relativ sicher.

Sport und Corona:

So versuche ich mich Tag für Tag am Training zu orientieren. Spaß am Sport zu haben und einfach glücklich zu sein. Außerdem, dass ich trotz Corona gesund bin und weiter trainieren zu darf. Natürlich müssen auch wir Abstriche machen, doch ich möchte mich auf keinen Fall beschweren. Unser traditionelles Ostertrainingslager in der Toskana findet natürlich nicht statt, dafür wird meine Trainingsgruppe hier ein paar Tage zusammen verbringen. Nebenbei werde ich versuchen die Pausenzeiten zwischen den zwei bis drei Einheiten am Tag auch ein wenig effektiv für die Abivorbereitung zu nutzen. Und mir sicher hin und wieder wünschen, dass ein Tag doch ruhig noch ein paar mehr Stunden haben könnte.

Jetzt steht aber erst einmal eine Schwimmeinheit morgens um 7 an:)

Stay tuned…

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Wochenrückblick #2: Aufwärtstrend

Es ist zwar noch nicht Montag, aber für mich persönlich ist die Woche schon vorbei. Als Profisportler kommt es sowieso öfter mal vor, dass man jegliches Zeitgefühl verliert. Sodass man sich ab und zu fragt, welcher Wochentag denn jetzt eigentlich ist… Das Training für diese Woche ist auf jeden Fall vorbei. Heute morgen stand zum Abschluss noch ein schön entspannter, langer Lauf auf dem Programm (18km, 1:20h). Jetzt heißt es Beine hoch und Regenerationsmodus an.

Aktuelle Plakatkampagne des Goldenen Rings

“it never gets easier, you just go faster” – als ob!

Im Vergleich zur letzten Woche Woche ist meine Stimmung heute auch deutlich besser. Obwohl das Training der letzten Tage sehr intensiv war, fühl ich mich körperlich auch noch fitter und erholter! Das passt eigentlich auch gut zum Aufwärtstrend dieser Woche. Wieder einmal hab ich mir gedacht, dass das bekannte Sprichwort: “it never gets easier, you just go faster” für mich nicht zutrifft. Wenn man körperlich und mental gut drauf ist, eine Einheit einfach gut läuft, fühlt es sich meistens auch leichter an. Diese Woche hat mir das Training – auch trotz schlechtem Wetter – immer richtig Bock gemacht. Da ging sogar die gestrige 4h lange Radeinheit auf der Rolle schnell vorbei;)

Das wars schon wieder von meiner Seite aus. Aktuell passiert wirklich nicht viel in meinem Alltag und der Blog hier soll ja auch nicht langweilig werden;)

Noch ein kleiner Ausblick

Morgen Vormittag gibts dann doch mal eine Abwechslung, denn es geht ab zu Flo Kerschner. Die Stimme des Hitradio N1´s hat mich zum Podcast “Medaillentraum” eingeladen. Ich bin schon einmal gespannt wie so ein “professioneller” Podcast abläuft. Ich habe ja schon mit meinem eigenen Podcast Erfahrung gesammelt. Aber ich denke es fühlt sich noch einmal anders an, es “professionell” zu machen. Ich versuche auf jeden Fall den Podcast auch auf der Muskelmeisterei hochzuladen. An dieser Stelle noch Vielen Dank an den Goldenen Ring, der das ganze arrangiert hat!

Hier noch die sehr gut gemachte, neue Episode der Class of 22, als Ausklang für den heutigen Blog:

Das Filmteam hat mich im Januar einen halben Tag begleitet. Eine Lauf- und Radeinheit gefilmt und mir ein paar Fragen über meine Vorbereitung auf die kommende Saison gestellt.

Wir hören uns nächste Woche!

Euer Simon

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Franca Henseleit – Porträt

Franca Henseleit

Name: Franca Henseleit

Geburtsdatum: 31.12.2002

Sportart: Triathlon

Disziplin: Sprintdistanz

Kader: NK1

Hobbys: Freunde treffen, Reiten, Kochen, Bergtouren

Was ich besonders mag: Unternehmungen und Reisen die noch lange in Erinnerung bleiben.

Was ich gar nicht mag: Entscheidungen treffen und zu wenig Zeit für Dinge die mir wichtig sind

Lieblings-Essen: Süßkartoffelcurry

Getränk: Orangina

Band: Queen

Schulfach: Bio

Serie: Friends

Film: Interstellar

Schauspielerin/Schauspieler: Henry Cavill

Buch: Morgen kommt ein neuer Himmel

Sportlerin/Sportler: Rachel Klamer, Colleen Quigley

Was ich noch sagen will: Danke an alle, die mich auf meinem Weg unterstützen, an meiner Seite stehen und es zu etwas ganz Besonderem machen.

Sportliche Erfolge:

1. Platz Junioren Europameisterschaft Team Relay Weert 2019

8. Platz Junioren Europameisterschaft Weert 2019

17. Platz Junioren Weltmeisterschaft Lausanne 2019

1. Platz Deutsche Meisterschaft Jugend A Grimma 2019

8. Platz 1. Bundesliga Düsseldorf 2019

1. Platz Deutsche Meisterschaft Jugend A Grimma 2018

8. Platz 1. Bundesliga Kraichgau 2018

1. Platz Deutsche Meisterschaft Jugend B Merzig 2017

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Erstes “Rennen” der Saison und neuer Radsponsor!

Starke Gegner

Endlich ist es soweit: Das erste Rennen der Saison steht vor der Tür! Naja zumindest virtuell… ab Donnerstag werde ich in der Superleague Rennserie auf der Online Plattform Zwift zu sehen sein. Ich werde gegen enorm starke Athleten antreten. Unter anderem den zweifachen Olympiasieger Alistair Brownlee und den aktuellen Weltmeister auf der Kurzdistanz Vincent Luis. Ich bin zwar im Moment in einer sehr guten Radform, aber die Jungs sind wahrscheinlich noch einmal eine andere Liga… Aber ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben. Vielleicht kann ich ja ein paar Attacken setzen und die großen Namen etwas ärgern!

Das Rennen

Das Rennen ist wie ein Etappenrennen bei der Tour de France konzipiert und wir fahren in Teams. Zum Glück nicht so lang (ca. 30km) aber dafür von Beginn bis Ende Vollgas. Ich bin der Team Captain für Team Germany. (Das bedeutet nicht, dass ich dir stärkste Athlet hier bin, sondern einfach für die Kommunikation und Orga zuständig bin;) ). Zwischendurch gibt es immer wieder Zwischensprints. Bei denen man sich Punkte für die Tageswertung im Team sichern kann. Am Ende gibt es auch etwas Preisgeld zu gewinnen. Die Rennen können auch per Livestream verfolgt werden. Es werden euch auch zwei Kommentatoren mit Infos versorgen. Ich werde in den nächsten Tagen den Link auf meinen Social Media Kanälen posten. Auf jeden Fall wird das Rennen auf dem Youtube Kanal und der Facebook Seite von Superleague Triathlon ab Donnerstag ca. 19:45 Uhr übertragen. Um 20:15 Uhr ist dann scharfer Start (Renndauer ca. 40min).

VALLETTA, MALTA – OCTOBER 20, 2019: in the Nike Fun Run during Super League Triathlon Malta on October 20, 2019 in Valletta, Malta. (Photo by That Camera Man/Superleague Triathlon)

Neuer Sponsor

Außerdem darf ich nun endlich meinen neuen Radsponsor bekannt geben: Es ist die große Radmarke Giant! Mein Trainingsbike habe ich schon bekommen und das TCR fährt sich wirklich super. Ich hoffe es wird dieses Jahr noch möglich sein, ein paar Rennen auf der Straße draußen zu starten. Um hier das neue Rad zu testen.

Hier noch ein paar Bilder:

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Michelle Braun Triathlon-Blog: Phantomkurs 2

Nach viel zu kurzen Semesterferien ging es am 11. September wieder mit der Uni los, genauer gesagt mit dem Phantomkurs 2. Im dritten Semester hatte ich ja bereits den Phantomkurs 1 erfolgreich bestanden. Das bedeutet, ich bin für den letzten vorklinischen Kurs vor dem Physikum zugelassen.

Das erste mal kein Plastikkopf

Der Inhalt des Kurses brachte uns zum ersten Mal an einen echten Patienten. Zum Glück wurden wir aber nur aufeinander losgelassen. Die Aufgaben bestanden darin, eine Zahnschiene für einen Kommilitonen, genauer gesagt eine Äquilibrierungsschiene, herzustellen. Und zwar von Anamnese bis zum fertigem Endprodukt. Da es mir schon letztes Semester sehr gut gefallen hatte klinisch zu arbeiten, freute ich mich auf die Herausforderung. Der erste Schritt war die Anamnese. Hierbei wurde der Gesundheitszustand des Gebisses, sowie eventuelle muskuläre Beschwerden in Nacken- und Kopfbereich gecheckt. Für die Schiene musste ich anschließend die Abdrücke nehmen. Das stellte sich schon als erste Herausforderung dar. Herbert, unser Plastikphantomkopf, hatte sich nie über herabtropfendes Alginat, Würgereiz oder zu starken Zug beschwert. Ich musste genau auf die Hygiene und korrektes Arbeiten bei einem echten Patienten achten. Nach mehreren Anläufen klappte es dann aber ganz gut und die Abdrücke waren bereit für das Erstellen der Gipsmodelle.

Genauere persönliche Anpassung

Um die Bewegung des Unterkiefers aufzuzeichnen, benötigt man ein sogenanntes Stützstiftregistrat. Um so die genaue persönliche Relation des Kiefers im Gesicht zu bestimmen. Dabei wird eine Art lockere Zahnspang Dies ist nötig, um die Schiene im Zahntechniklabor perfekt für den Träger anzupassen. Erst nach diesem Schritt wird dann die eigentliche Schiene erstellt. Ziel ist es, das der Patient mit allen Backenzähnen Kontakt mit der Schiene hat. Beim Vorschieben des Unterkiefers sollte er jedoch nur Kontakt mit den Schneidezähnen haben. Und bei dem seitlichen Verschieben mit den Eckzähnen.

Feinheiten

Diese Voraussetztungen zu erfüllen ist nicht so einfach. Ich habe einige Stunden damit verbracht, die Schiene so einzuschleifen, dass sie passend war. Anschließend wird poliert, im Patientenmund eingepasst und erneut poliert. Circa 2 Wochen haben wir für den ganzen Prozess gebraucht, aber am Ende war ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

fertige Äquilibrierungsschiene
Gipsmodell zum Erstellen der Schiene

Prüfungen und Noten

Da jeder praktische Kurs auch Theorie beinhaltet, gab es für jeden noch eine müdliche und eine schriftliche Abschlussprüfung. Und ein wissenschaftliches Referat zu meistern. Heute habe ich die Ergebnisse des Kurses erhalten. Ich kann mit besandenem Phantom 2 Kurs und gutem Gefühl, in das eigentliche vierte Semester starten.

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