Deutsche Meisterschaft

Wie bereits angekündigt fanden am Sonntag die Deutschen Meisterschaften in Jena statt. Für mich als ältester Jahrgang des Starterfeldes war es die letzte DM im Nachwuchsbereich. Nachdem die DM im Juli leider abgesagt werden musste wurde es jetzt auf jeden Fall Zeit für das Rennen. Neben der Tatsache, dass es um die nationalen Titel ging, wurden auch noch die letzten Tickets zur Junioren Weltmeisterschaft auf den Bermudas vergeben! Kein Wunder also dass der 5. September bei einigen ganz dick im Kalender markiert war und wir alle auf den Tag hin gefiebert haben.

Die Vorbereitung

Viele Athleten haben nach der verschobenen DM erst einmal ein wenig Pause gemacht um noch mal erholt in den letzten Trainingsblock zu starten, für mich aber war jeder Tag gewonnene Zeit. Ich hatte richtig Spaß am Training, eine super Zeit in der Trainingsgruppe und hab mich einfach sehr gefreut verletzungsfrei recht normal trainieren zu dürfen. Die beiden Bundesliga Rennen in Nürnberg und Saarbrücken liefen gut für mich und es ist einfach so schön zu sehen, wie sich mein Körper langsam wieder an die Trainingsumfänge gewöhnt und anpasst. Gerade im Laufen weiß ich, dass dort momentan noch einiges fehlt um wieder vorne mitlaufen zu können, doch allein die Entwicklung der letzten Wochen waren für mich ein großer Schritt in die richtige Richtung. So bin ich motiviert nach Jena gefahren, natürlich mit dem Wissen dass es ein sehr sehr harter Kampf um eine Medaillen und ein noch härterer um die letzen zwei WM-Tickets werden würde.

Die letzte DM also. Am Tag zuvor musste ich an meine vorherigen drei Deutschen Meisterschaften und alle Deutschland Cups denken – bis auf einen Sturz waren diese Rennen immer sehr erfolgreich und liefen richtig gut. Natürlich wäre es schön an die Deutschen Meistertitel auch dieses Jahr wieder anknüpfen zu können aber anstatt mich davon unter Druck gesetzt zu fühlen war mir eines ganz wichtig: ich wollte mich auf das Rennen freuen, es genießen und schätzen nach zwei sehr schweren Jahren mit Verletzungen und Abitur trotzdem wieder an der Startlinie zu stehen und neben vielen bekannten Gesichtern und Freundinnen zu racen. So war ich vor dem Start eher entspannt weil ich wusste: ich habe alles gegeben um heute wieder hier zu stehen, habe mir nichts vorzuwerfen und egal was jetzt dabei raus kommt, ich werde mit dem Rennen zufrieden sein wenn ich im Ziel sagen kann dass ich alles gegeben habe und es für mich gemacht habe.

Das Rennen

Nach einigen Deutschen Meisterschaften und DTU Cups mit viel Gedränge und einem Drunter und Drüber beim Schwimmen wollte ich diesmal meine Schwimmstärke zeigen und mich bei einem riesigen Starterfeld von 70 Athletinnen nicht unterkriegen lassen. Das hat auch super geklappt und so konnte ich von Anfang an in der Spitze ganz frei schwimmen und ganz vorne mit aus dem Wasser laufen. Klar war: für eine Top-Platzierung wird es nur reichen, wenn sich beim Radfahren eine kleine Spitzengruppe absetzen kann. Das war zunächst auch der Fall und so bin ich mit vier anderen Mädels in einer Führungsgruppe gefahren. Eine Lücke zur Verfolgergruppe war zunächst einmal da – leider aber sehr schwer zu halten. Die Radstrecke kam einer solchen Renntaktik leider gar nicht zu Gute. Ein ganz flacher Kurs, ohne Kurven oder technischen Passagen, da ist es fast unmöglich einer großen Verfolgergruppe standzuhalten. So entstand nach der zweiten von vier Radrunden eine sehr große Gruppe, jetzt ging es vor allem darum sicher auf die Laufstrecke zu kommen. In einer großen Gruppe auf flacher Strecke zu fahren ist oftmals viel gefährlicher als ein technischer Radkurs. An den Wendepunkten zieht sich das Feld lang auseinander und auf der Geraden gibt es viele enge Überholmanöver. Zum Glück gab es hier aber keine Stürze und so ging’s los zum Laufen. Eine reine Laufentscheidung war natürlich nicht worauf ich gehofft hatte – was aber zu erwarten war. So musste ich ein paar Athletinnen recht schnell ziehen lassen und kämpfte mich in einem langen Zielsprint nochmal auf Platz 8 vor.

Platz 8

Für mich in diesen Umständen ein gutes Rennen und ich bin auch zufrieden. Wie ich schon erwähnte, ich habe es versucht und alles gegeben – damit kann ich die Saison sehr gut ausklingen lassen. Natürlich wäre eine weitere DM Medaille und eine WM-Quali unglaublich gewesen aber die Mädels in der Führung haben sich diese völlig verdient erkämpft und ich freu mich schon sehr auf den 17. Oktober ihre Rennen im Fernsehen zu verfolgen und ihnen die Daumen zu drücken.

Wie zum Beispiel ihr hier: goooo Julia xx (@julia.lrb)

Saisonpause

Ich freu mich auf jeden Fall auf die nächste Zeit, denn jetzt gehts weiter in der U23, völlig neue Rennen und Starterfelder in der Elite Klasse und auch hier gibt es natürlich wieder Deutsche/ Europa und Weltmeisterschaften, ein großes Angebot an internationalen Rennen allgemein und auf jeden Fall weiter die Triathlon Bundesliga!

Jetzt aber erst mal ein wenig Saisonpause, vielleicht noch ein paar Road Trips mit unserem VW Bus – vielleicht ein paar Reiseblogs die nächsten Wochen oder was sonst noch so dazu kommt. Am Wochenende gehts gleich aber nochmal zum Triathlon, zwar nicht aktiv als Starterin aber mein Bruder Simon darf am Wochenende in München bei der Super League starten und da bin ich natürlich in der Support Crew dabei!

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Bundesligafinale in Saarbrücken

Am Wochenende fand das letzte Rennen der 1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga in Saarbrücken statt. Nach drei vorherigen Wettkämpfen stand nun endlich das große Finale vor der Tür. Viele spannende Entscheidungen sind gefallen und auch für mein Team, das KTT 01 war es nochmal richtig spannend.

Ein richtiger Teamfight

Die Bundesligarennen unterscheiden sich grundsätzlich ein wenig von den „üblichen“ Triathlon Wettkämpfen. Statt einem Einzelwettkampf zählt in der Bundesliga das Teamergebnis. Von vier Starterinnen zählen die Ergebnisse der besten drei in die Teamwertung. Während des Wettkampfes ist aber jede relativ auf sich gestellt. In Saarbrücken war das aber mal anders – ein richtiger Teamfight.

Das Rennformat in Saarbrücken sah folgendermaßen aus: das Schwimmen fand im Schwimmbad statt, dabei musste jede Athletin 600m im Becken Schwimmen. Das Team ist jedoch nacheinander gestartet, wie ein Staffelschwimmen also. Mit dem Anschlag der jeweiligen Athletin durfte die nächste Schwimmerin starten. Die ersten drei Athletinnen sind dann nach ihrem Schwimmen in Richtung Wechselzone gelaufen und haben dort in einem abgesperrten Bereich (für jedes Team eine „Wartebox“) auf die vierte Athletin gewartet.

Saarbruecken, Deutschland – August 28: Henseleit Franca (16), Herrmann Felipa (13), ProAthletes KTT 01, Triathlon Bundesliga 2021 in Saarbruecken. (Photo by JoKleindl)

Ich bin in meinem Team an letzter Position gestartet, so habe ich gewartet und mich warm gemacht bis die dritte Athletin am Beckenrand angeschlagen hat und los ging das Rennen. Also erst einmal 600m Schwimmen – dann direkt aus dem Becken klettern und wie in einem normalen Wettkampf in die Wechselzone laufen. Jetzt aber ein entscheidender Unterschied: kurz vor der Wechselzone haben meine anderen drei Mädels schon auf mich gewartet und sind dann gemeinsam mit mir zu den Rädern in die Wechselzone gelaufen. Ab hier war es dann ein richtiges Teamrennen: Windschatten gefahren wird nur im eigenen Team und mindestens drei Athletinnen müssen zusammen die Ziellinie überqueren. Auf der anspruchsvollen Radstrecke konnten wir richtig gut aufholen und uns von Platz 5 nach dem Schwimmen auf Platz 4 vorarbeiten.

Saarbruecken, Deutschland – August 28: Henseleit Franca (16), ProAthletes KTT 01, Triathlon Bundesliga 2021 in Saarbruecken. (Photo by JoKleindl)

Auf der letzten Radrunde wurde dann die Lücke zum Team aus Witten auch immer kleiner, doch 30sek auf Platz 3 waren immer noch viel. Unsere Chance war dann jedoch ein Sturz im Team von Witten und wir konnten vorbeiziehen – zum Glück ist den Athletinnen aber nichts Größeres passiert. Plötzlich auf Rang 3 liegend ging es dann los auf die Laufstrecke. Hier waren die Beine erst einmal richtig schwer nach dem anspruchsvollen und bergigen Radkurs aber auch hier hat das Teamrennen seine Vorteile um das ein oder andere Mal ein wenig geschoben zu werden.

Rang 3

Podium bei der Bundesliga! Auf jeden Fall ein Ergebnis an das wir nächstes Jahr hoffentlich öfter anknüpfen können!

Saarbruecken, Deutschland – August 28: Herrmann Felipa (13), Henseleit Franca (16), Neubert Tanja (15), ProAthletes KTT 01, Triathlon Bundesliga 2021 in Saarbruecken. (Photo by JoKleindl)

What‘s next?

Nach der etwas unglücklichen Absage der Deutschen Meisterschaft in Schongau steht jetzt ein neuer Termin und zwar diesen Sonntag! Am 5. September findet also die Deutsche Meisterschaft in Jena statt. Ich bin schon sehr gespannt auf das Rennen und natürlich ein wenig enttäuscht keine Heim DM auf sehr anspruchsvollem und bergigen Radkurs zu haben aber immerhin wird das Rennen nachgeholt. Für mich wird das also die letzte Junioren DM sein bevor es dann ab nächstem Jahr in die U23/Elite Klasse geht. Ich freu mich auf das Rennen und werde es auf jeden Fall noch einmal genießen!

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Ein Raceblog

Fast schon wieder eine Woche her das Bundesligarennen in Nürnberg… aber gleich mal vorne weg: es lief ziemlich gut:)

Das erste Mal war die 1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga zu Gast in Nürnberg und ich würde sagen es war ein voller Erfolg. Für mich war die Anreise und das ganze Drumherum auf jeden Fall sehr entspannt. Meine Wohnung in Nürnberg liegt mit dem Fahrrad nur ca. 5min entfernt von der Wöhrder Wiese, hier war die Wechselzone für den Wettkampf aufgebaut. So konnte ich erst einmal ganz entspannt zu Hause schlafen, dort frühstücken und nach einem ersten Warm up dann mit dem Rad und Gepäck zum See fahren. Wie sieht so ein typisches Wettkampf warm up eigentlich aus?

Wettkampfvorbereitung

Jeder Athlet hat hier sicher seine eigene Strategie und Vorlieben und weiß, was er/sie machen muss um dann fit und bereit an der Startlinie zu stehen. Je nachdem wann der Start des Rennens ist sieht eine Wettkampfvorbereitung dann in etwa so aus für mich. Morgens um 6 klingelt der Wecker, nach einer kleinen Aktivierung, Dehnung und Mobilisation mache ich dann gerne einen Auftaktlauf in der Früh. Das bedeutet mein hauptsächliches Lauf warmup mache ich morgens einige Stunden vor dem Wettkampf, direkt vor dem Start aktiviere ich mich dann nur nochmal über ein paar Technikübungen und Steigerungsläufe. Nach einem kleinen Lauf und kurzer Vorbelastung geht es dann wieder zurück in die Wohnung, das Ganze ist wirklich sehr kurz und dauert nicht viel länger als 20min. Jetzt auf jeden Fall Frühstück – hier gilt ganz allgemein die 3h Regel, die sicher allen Athleten bekannt ist. Grob 3h vor dem Start das letzte Mal gut essen, dann sollte es grob gesagt hoffentlich keine Magenprobleme geben. Jetzt ist es 7 Uhr, Zeit sich nochmal kurz hinzulegen. Dann geht es kurz aufs Rad um auch hier die Beine ein wenig zu lockern. Zurück in die Wohnung, 8:40 Uhr ein letzter Check und los zur Wechselzone.

Am See treffe ich dann die anderen Mädels aus meinem Team. Um 9 Uhr gehts los und wir richten die Wechselzone ein, kurz nochmal die Wege einprägen, nochmal ein letzter Check und weiter gehts im Warm up Prozess. Noch ca. 1h (Start um 10:15 Uhr) Zeit, Zeit genug um noch ein zweites Lauf warm up und das einschwimmen zu machen. 9:45 Uhr: ausreichend aktiviert bin ich jetzt auf jeden Fall, also rein in den Neoprenanzug und los zum einschwimmen.

Credit Marcel Hilger

Jetzt laufen die Minuten schneller als man denkt und schon stehen wir aufgereiht an der Startlinie. Noch ein wenig Gel und Wasser und los gehts. Der Reihe nach werden die Teams aufgerufen und wir schwimmen an die Startlinie. Peng, der Startschuss fällt!

Das Rennen

Gute Arme beim schwimmen, kein Gedränge oder Geprügel – es lief einfach. So kam ich dann an Position 7 in der Führungsgruppe aus dem Wasser. Nach einem schnellen Wechsel ging’s dann schon aufs Rad. Hier hatten wir durchgängig ca. 30sek Vorsprung vor der 1. Verfolgergruppe. Nach 20km auf dem Rad dann der zweite Wechsel, hier hätte ich wirklich ein wenig aufmerksamer sein sollen. Fast wäre ich nämlich an meinem Wechselplatz vorbei gelaufen und dann beim abrupten Stoppen auf dem nassen Teppich ausgerutscht. Aber alles nochmal gut gegangen. Rein in die Laufschuhe und los auf die 5km. Seit meinem Trainingslager in der Toskana im Juni konnte ich endlich mal wieder durchgehend laufen. Das habe ich auf jeden Fall gemerkt und so lief das Laufen schon um Welten besser als bei der EM Anfang Juni. Drei schnelle Läuferinnen kamen noch aus der Verfolgergruppe nach vorne geflitzt, doch am Ende war es dann Platz 10 für mich!

@bettinphotography

Nach fast 2 Jahren ohne Bundesligarennen für mich war das auf jeden Fall ein Ergebnis mit dem ich mehr als zufrieden bin. Und mit den Bundesligarennen geht es gleich weiter! Schon am 29. August findet das letzte Rennen der Bundesliga Saison in Saarbrücken statt und ich freu mich sehr wieder mit den Mädels am Start zu sein:)

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DM Schongau

Das sportliche Highlight aller Nachwuchsathleten ganz “Triathlondeutschlands”: Die Deutschen Meisterschaften der Jugend und Juniorinnen/Junioren. Der 18.07 war so auf jeden Fall dick und fett im Kalender markiert und hat nicht nur uns Athleten, nein bestimmt noch viel mehr die Trainer und Familie in Aufregung versetzt. Für mich als ältester Jahrgang des Starterfeldes wäre das somit meine letzte Deutsche Meisterschaft geworden. Wäre? Tja, lief leider alles nicht so wie geplant…

Nicht nur irgendein Rennen: ein Heimrennen! Seit Wochen, nein eher seit Monaten war mein Heimverein, das Volllast Tri-Team Schongau am vorbereiten, Genehmigungen einholen, tausende Male Telefonate mit den Ämtern führen, Strecken ausmessen… Die Deutsche Meisterschaft auf die Beine zu stellen war besonders in diesem Jahr eine ganz schöne Herausforderung. Aber alles sah top aus und so kamen am Freitag alle 16 Landesverbände in den Süden gefahren um sich auf die Deutsche Meisterschaft am Sonntag vorzubereiten. Ganzschön ungewohnt in so einer kleinen Stadt auf einmal so viele Triathleten zu sehen;)

Seit vielen Jahren findet der Schongau Triathlon jährlich statt (ausgenommen im letzten Jahr) und normalerweise wird dort immer im Lech geschwommen. Aufgrund der heftigen Regenfälle und der zu starken Strömung war das aber dieses Jahr nicht möglich. Zum Glück gab es sehr schnell einen Plan B und zwar Schwimmen im Lechstausee. Das bedeutete zwar eine kleine Veränderung der Streckenführung, war aber nicht weiter dramatisch. Nach Streckenchecks und Teambesprechungen war also alles klar und alle bereit für einen Wettkampf.

Wetterbericht: Nur Regen?

Nur das Wetter wollte nicht so ganz mitspielen. Ganz egal welchem Wetterbericht man Glauben schenken wollte, Regen war auf jeden Fall dabei. Für die Helfer an der Schwimmstrecke begann die Vorbereitung schon um 7 Uhr morgens, da sah der Stausee noch ganz friedlich aus. Nicht mehr lang, da begann schon das erste Treibholz Richtung Schwimmstart zu treiben. Keine kleinen Stecken und Hölzchen – eher mal ein ganzer Baum und große Äste. Schon in der Wechselzone am Schwimmstart angekommen war auf einmal ein wenig Chaos. Schwimmen? Eher nicht!

@ Jan Diener – Vorfreude auf den Duathlon haha

Duathlon

Jetzt also fix: kein Schwimmen – zu gefährlich bei der aktuellen Hochwasserlage! Also alle wieder zurück in die Stadt und die Wechselzone einrichten für einen Duathlon. Das bedeutet erst laufen, dann Radfahren und dann noch einmal laufen. Startzeiten alle ein wenig nach hinten verschoben aber weiter gehts. Für uns Ältere hieß das nochmal ab ins Bett und die Beine hochlegen:) parallel war mein Bruder Simon auf einem Elite Europacup in Ungarn am Start, warum das gerade jetzt wichtig ist? – Auf einmal kam ein Anruf von ihm und die Frage: startet ihr überhaupt? Alle gleich aufgesprungen und nach unten vors Hotel gelaufen, im strömenden Regen standen dort alle Betreuer und wussten auch nicht so recht. Während den Rennen der Jugend B Athleten hatte es wohl schon einige Stürze auf der nassen Straße gegeben und es sah nicht so aus als würde sich das Wetter so schnell ändern. Ganz schnell gings dann aber mit der Entscheidung – alle Rennen abgesagt! Tja, sicherlich nicht ein Wettkampftag den wir uns so vorgestellt haben aber Sicherheit geht nun einmal immer vor.

Wie gehts jetzt weiter?

Ums kurz zu fassen: genau wissen wir das alle noch nicht. Ein Nachholevent? Wann und wo wird es eine WM-Quali geben? Aber das wird sich sicher alles in den nächsten Tagen klären. Viel wichtiger jetzt erst einmal: Gute Besserung an alle gestürzten Athleten, ich hoffe alle sind wohl auf und dann bestimmt bis ganz bald!

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10 days of sunhine… oder doch eher ein Infoblock

Endlich mal wieder Trainingslager! Über ein Jahr ist es jetzt schon her, dass ich ein richtiges Trainingslager gemacht habe. Kaum vorstellbar in einer Zeit ohne Corona, in der ich mich gefühlt nur von Trainingslager zu Trainingslager bewegt habe, dazwischen noch ein paar Wettkämpfe hatte und die Schule auch noch irgendwie dabei war. Gerade in den Sommermonaten 2019 war das der Fall und ich kann mich noch gut erinnern, als ich sechs Wochen vor den Sommerferien eigentlich schon gar nicht mehr in der Schule, sondern schon vollkommen in der WM Vorbereitung war und zwischen Trainingslager und Wettkämpfen gependelt bin. Schule? Um mal ganz ehrlich zu sein – vor den Sommerferien passiert wirklich nicht mehr so viel, aber ich habe mich auch immer gut um meine Unterlagen gekümmert und alles nachgearbeitet. Tzzzzz…. Schule, jetzt nicht mehr hehe!

Abitur 2021

Bevor ich gleich auf mein Trainingslager in der Toskana zurückkommen werde, möchte ich mal ein paar Worte zu meiner Schule in Nürnberg schreiben und so vielleicht auch den Einen oder Anderen ein wenig über die Koordination von Leistungssport und Schule informieren. Insgesamt bin ich nun schon seit knapp fünf Jahren in Nürnberg und trainiere dort am Bundesstützpunkt Triathlon. Warum nach Nürnberg? Im September 2016 habe ich mich mit gerade mal 13 Jahren dazu entschlossen meinem großen Bruder Simon nachzueifern und ins Sportinternat, das Haus der Athleten, in Nürnberg zu ziehen. Ja, womöglich war es doch ein wenig früh mit knapp 14 Jahren schon zu Hause auszuziehen und ich will auch nicht lügen – ganz einfach war es sicher nicht immer. Aber ich habe die Entscheidung damals für mich getroffen, musste meine Eltern ganz schön davon überzeugen, mich gehen zu lassen und fand es einfach viel zu aufregend in eine Stadt zu ziehen, in einem Internat zu sein, ganz viel selber zu machen… Und ganz ehrlich: ein Teil der Familie war ja immer da, ein großer Bruder ist einfach Gold wert!

Foto: Tom Meyer

Sportklassen und Leistungssport

Jetzt aber mal zur Schule: die Bertolt-Brecht-Schule ist eine Partnerschule des Leistungssports. Sie ist also keine reine Sportschule, doch hat pro Jahrgangsstufe eine Sportklasse. Diese Sportklassen haben einen etwas anderen Stundenplan als die “normalen” Klassen. Das bedeutet, dass die Schüler der Sportklassen die Möglichkeit haben 3x pro Woche morgens zu trainieren. Somit beginnt der Unterricht nicht ganz normal um 8 Uhr, sondern erst um 9:45 Uhr. Die ersten beiden Stunden morgens werden dann jedoch nachmittags wieder nachgeholt, sodass die Sportler natürlich genauso viel Unterricht haben wie die anderen Klassen. Für mich sah das in der neunten und zehnten Klasse dann ungefähr so aus: Montag und Mittwoch von 8-15:45 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9:45-15:45 Uhr und Freitag von 9:45-13 Uhr. Schon ganz schön viel auf den ersten Blick und entspannt ist es auch ehrlich nicht, umso besser wird es dann aber in der Oberstufe! (Keine Angst, es war trotzdem sehr machbar:) ) Hier kommt nämlich der eigentliche Vorteil der Sportklassen erst ins Spiel! Als Leistungssportler an der BBS hat man die Möglichkeit, die Oberstufe statt der zwei Jahre zu strecken und somit in drei Jahren zu absolvieren. Dadurch reduzieren sich die Wochenstunden natürlich immens. Anstelle einer 36+ Stundenwoche, hat sie Sportklasse ca. zwischen 22-24 Stunden Unterricht. Somit bleibt mehr Zeit für Lernen, natürlich auch Training aber vor allem auch Regeneration!

Immer wieder scheitern Sportler an den harten Anforderungen, Schule und Leistungssport unter einen Hut zu bekommen. Ganz ehrlich? Ich war mehr als froh über die Möglichkeit, die Schule um ein Jahr zu strecken und so ein wenig Entspannung in das Ganze zu bekommen.

Klappt es auch?

Meine Trainer bezeichnen das Abiturjahr immer ein wenig als Wundertüte. Trotz Streckung bleibt es eine Belastung und je nach persönlichen Zielen wird diese Belastung dann eben mehr oder weniger. Vor dem Abitur habe ich mir nicht wirklich viele Gedanken über das letzte Schuljahr gemacht und dachte auch nicht, dass es mich dann doch recht stressen wird. Ich wollte Sport und Schule immer perfekt koordinieren und dachte, dass es doch mit der Streckung recht entspannt bliebe. Gerade mit dem Anspruch, es nicht zum “Problem” werden zu lassen, habe ich mich dann aber doch ein wenig übernommen. Ich bin mit sehr hohen Ansprüchen an mich in das Abitur gegangen und wurde auch belohnt – ein wenig Einbußen gab es dafür aber im Sport. Erst nach dem Abi habe ich eigentlich gemerkt, dass mein mentaler Fokus wirklich super stark auf meiner Abi-Note lag. Das ist ja auch völlig in Ordnung und seitdem ich das realisiert habe, fällt es mir um einiges leichter, meine aktuelle sportliche Leistung besser einzuordnen und auch damit zufrieden zu sein.

Heimrennen: DM Schongau

Am 18. Juli ist es soweit – Deutsche Jugend und Junioren Meisterschaft in Schongau! Ein Heimrennen! Ach darüber könnte ich jetzt auch noch super viel schreiben und eigentlich fehlen ja auch noch ein paar Infos zu meinem TL in der Toskana. Die DM verschiebe ich mal auf meinen nächsten Blog in ein paar Tagen, dafür jetzt noch ein paar Stories zum neidisch werden aus der Toskana 😉

Endlich wieder Toskana!

Mein absolutes Lieblingstrainingslager! Toskana. Nachdem es im letzten Jahr natürlich nicht ansatzweise realisierbar war und auch dieses Jahr die Karten recht schlecht aussahen, bin ich umso glücklicher, dass es dennoch geklappt hat! Nach meiner kleinen Rundreise nach der EM in Kitzbühel war mein letzter Stopp also das Trainingscentrum Poggio al`Agnello in der Toskana. Viel muss ich dazu eigentlich gar nicht schreiben. 10 Tage – nur Sonne – top Training und eine noch coolere Zeit mit der Trainingsgruppe 🙂 Vielleicht noch ein paar Fotos 😉

Bis in ein paar Tagen!

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Spontane Entschlüsse und EM

Einfach mal in einer Wundertüte leben – so komme ich mir gerade ein wenig vor:) seit knapp 2,5 Wochen bin ich jetzt schon unterwegs und war kaum länger als 4 Tage an einem Fleck, bis jetzt zumindest. Bevor ich anfange muss ich allerdings noch ein wenig was nachholen. Also zuerst einmal:

JEM Kitzbühel

Heute vor zwei Wochen fanden die ersten Qualifikationsrennen für die Europameisterschaften statt. Wie bereits in meinem letzten Post erklärt gab es bei der diesjährigen EM in Kitzbühel nicht nur ein Rennen, sondern mehrere Halbfinals am Freitag und dadurch erst eine Qualifikation für die A und B Finals am Samstag. Die Voraussetzung für eine Qualifikation für das A Finale am Samstag war eine top 9 Platzierung im jeweiligen Halbfinale. Durch mein Rennen am Freitag hat das zum Glück geklappt und nach einer Renndauer von nicht ganz 40min hieß es dann gleich wieder zurück ins Hotel, ausruhen, Physio und Beine hochlegen für das Finale am nächsten Tag.

Foto: Tom Meyer

Gerade noch versucht wieder ein wenig zu regenerieren, da standen wir am Samstag Vormittag schon wieder aufgereiht auf dem Pontoon und los gings. Nach meinem Rennen am Freitag musste ich schnell einsehen, dass meine derzeitige Laufform definitiv nicht ausreichen würde um bei den Mädels vorne mitlaufen zu können. Das war nach meiner Laufpause schon recht absehbar, trotzdem ist es dann natürlich nochmal etwas anderes wirklich im Rennen zu sein und auf der Laufstrecke zu merken, dass leider einfach nicht mehr viel da ist an Schnelligkeit und Tempohärte. Aber so war es nun mal und trotzdem freute ich mich auf das Rennen am Samstag. Nach all den Vorrennen am Freitag, in denen kein einziges Mal eine Ausreißergruppe mit schnellen Schwimmern durchgekommen war, war auch hier relativ klar, dass das Rennen eine reine Laufentscheidung werden würde. Erst einaml keine besonders guten Aussichten für mich, aber nach einem guten Schwimmen und Radfahren brachte ich mich in eine möglichst gute Position vor dem zweiten Wechsel. So ging ich ganz vorne mit dabei auf die Laufstrecke und versuchte nochmal alles rauszuholen. Nach einer vierwöchigen Laufpause fühlte sich das zweite mal schnell laufen in etwas mehr als 24 Stunden dann doch sehr zäh an und so kämpfte ich mich auf Platz 21. Sicherlich kein Ergebnis mit dem ich in erster Linie super zufrieden bin, doch einfach mal angepasst an die Umstände auf jeden Fall nicht schlecht und etwas auf dem man gut aufbauen kann.

Platz 21

Nach meinem Zieleinlauf habe ich erstmal den flauschigen blauen Teppichboden im Zielbereich genossen und ein paar Minuten gebraucht um wieder halbwegs funktionstüchtig aufstehen zu können. Was danach kam war allerdings erst richtig cool (und damit meine ich nicht das eiskalte Wasser, das mir gleich gereicht wurde). Viel mehr meine ich die anderen deutschen Mädels, die einfach nur on fire waren! Neben Platz 21 im A Finale gab es somit noch Platz 1, 4 und 10!!

Foto: Tom Meyer

Aber als wäre das nicht schon genug, kam der nächste deutsche Europameister bei den Junioren nicht ganz 2h später ins Ziel und auch in der Elite gab es Podiumsplätze zu feiern! Mit all den Vorläufen, Finals und dann auch noch dem Staffelbewerb am Sonntag gab es im Rahmen der EM 22(!) Rennen. Kein Wunder, dass ich am Sonntag Abend ziemlich platt war. Insgesamt also ein sehr erfolgreiches Wochenende für Triathlon Deutschland mit einer sehr starken Mannschaft und tollem Team:)

Weiter gehts

Nach der EM wollte ich noch ein paar Tage in Österreich bleiben und eine gute Freundin besuchen. Nachdem also am Montag Vormittag die ganze Mannschaft wieder in alle Richtung aufgebrochen war, setzte auch ich mich ins Auto und fuhr nach Innsbruck. Auch hier gings natürlich weiter mit dem Training, verbunden mit ganz viel quality time.

An qualitiy time gabs einiges nachzuholen und so gings dann nach vier sehr schönen Tagen in Tirol weiter an den Gardasee. Nachdem meine Eltern seit ein paar Wochen einen neuen VW Bus haben gings zusammen mit meiner Mama gleich auf dem Campingplatz und mal wieder back to the basics. Früher waren wir sehr oft in Arco, also immer ein richtig schöner Fleck um ein paar Tage zu verbringen. Neben klassischen Trainingseinheiten im Freibad gabs natürlich auch ein bisschen Alternativsport. Und auch wenn es im ersten Moment sicher nicht das Angenehmste war einmal um kurz vor 5 aufzustehen um eine Bergtour zu machen, hat es sich auf jeden Fall gelohnt als erstes die schöne Aussicht auf den Gardasee zu genießen. Dazu noch ein bisschen Eis, Pizza und Pasta –

besser gehts nicht?

Sorry, irgendwie schon. Wie ich ganz am Anfang schon erwähnt habe, alles eine kleine Wundertüte im Moment. Nach Arco gings nämlich nicht nach Hause und nach einem kurzen Zwischsenstopp in Verona auch nicht wieder zurück nach Nürnberg, sonder weiter in die Toscana… Hier macht ein Teil der Trainingsgruppe gerade ein letztes Vorbereitungstrainingslager für unsere Olympionikin Anabel Knoll, die schon in knapp 2 Wochen nach Tokyo fliegen wird. Kurz nach der EM habe ich kurzfristig beschlossen mitzukommen und meinen Trip noch ein wenig zu verlängern, in der Hoffnung Anabel beim schwimmen ein wenig als Trainingspartnerin zu unterstützen. Leider hat das bis jetzt noch nicht so ganz geklappt und so hab ich mich beim letzten Schwimmtraining mehr als ein Strandgast oder eine treibende Boje gefühlt, als eine Schwimmerin. Trotzdem – richtig schön hier, tolle Zeit mit dem Team, viel Sonne und jede menge gute Laune.

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EM Quali und Abiprüfungen

Jetzt melde ich mich auch mal wieder:) die letzten zwei Wochen waren ganz schön voll gepackt. Um ehrlich zu sein, wahrscheinlich ein wenig zu voll aber manchmal kommt einfach alles auf einmal zusammen und dann ist das einzige was hilft, versuchen so entspannt wie möglich zu bleiben. In meinem Fall hieß das drei schriftliche Abiturprüfungen und dazwischen noch ein interner Qualifikationswettkampf für die Europameisterschaften in Kitzbühel. Spoiler vorne weg: Abi lief zuerst gut, dann Horror und dann wieder gut – und die Quali hat auch noch geklappt. Alles in allem also auf jeden Fall positiv, wobei mich das Mathe Abitur immer noch ganz schön sauer macht;)

vom Deutsch Abitur direkt zum Qualiwettkampf

Jetzt erst einmal Schritt für Schritt. Am 12. Mai wurde dieses Jahr das Deutsch Abitur in Bayern geschrieben. Es war zwar lang aber eigentlich ganz entspannt, mal sehen wie gut meine Interpretationsversuche dann am Ende waren:) Ab 8 Uhr morgens saßen wir dann also im Klassenzimmer, 13:45 Uhr Abgabe und dann sofort los nach Kienbaum. Kienbaum ist ein Olympisches und Paralympisches Trainingszentrum in der Nähe von Berlin und der Austragungsort unsers diesjährigen Qualifikationswettkampfes für die Junioren Europameisterschaften.

Dieser Wettkampf war ein interner Qualifikationswettkampf im kleinen Rahmen. Die schnellsten zehn Mädels und Jungs der dezentralen Leistungsüberprüfung vor ein paar Wochen durften an die Startlinie gehen und um die begehrten Tickets kämpfen. Die besten drei bei den Mädels bzw. zwei bei den Jungs würden sich dann qualifizieren. Nach der fünfstündigen Anreise noch am Mittwoch fand der Wettkampf dann am Freitag statt.

750m – 20km – 5km

16 Grad Wassertemperatur, etwas Regen und ca. 12-14 Grad Außentemperatur waren angesagt. Vielleicht keine Traumbedingungen und noch ein wenig frisch aber auf jeden Fall angenehmer als 35 Grad und schwüle Hitze für einen Wettkampf. Vor dem Rennen habe ich versucht möglichst entspannt zu bleiben. Ich wusste, dass es mein klares Ziel war am Sonntag wieder mit einem Ticket nach Hause zu fahren, aber genauso gut wusste ich auch, dass die Konkurrenz stark ist und dass hier natürlich jeder das Ziel hat ein Ticket zu holen.

Dann gings auf einmal schon los und nach zwei Runden schwimmen im Freiwasser mit kurzem Landgang und einem absolut ausbaufähigem ersten Wechsel, bei dem sich mein Vorsprung schnell minimiert hat, formierte sich dann eine vierköpfige Spitzengruppe beim Radfahren. Hier haben wir Mädels richtig gut gearbeitet und konnten die Führung auf ca. 80sek auf die Verfolger ausbauen. Auf der Laufstrecke war mir dann ziemlich schnell klar, dass meine momentane Form einfach noch nicht ausreicht um wieder ganz vorne mitlaufen zu können und ich musste schnell von den ersten beiden Athletinnen abreißen lassen. So kam ich dann auf Rang drei ins Ziel und habe mir somit mein EM Ticket gesichert! Schon in 3 Wochen steht dann die Europameisterschaft in Kitzbühel an.

Kurzer Zwischenstopp und weiter mit den Prüfungen

Nach dem Rennen musste wir dann aufgrund der dortigen Coronabestimmungen und einer Mindestaufenthaltsdauer im Trainingscenter noch bis Sonntag bleiben. Die zwei Tage nach dem Rennen habe ich dann vorwiegend noch zur Abiturvorbereitung in Mathe genutzt. Das Mathe Abitur war dann am Dienstag und naja, toll ist was anders. Trotz guter Vorbereitung sollte es einfach nicht so klappen, aber da war ich nicht allein – hier nochmal beste Grüße ans Kultusministerium. Abhaken und abwarten, am Freitag stand dann nämlich schon die nächste und letzte Abiprüfung an, für mich war das Geschichte. Das lief zum Glück ziemlich gut:)

@reyemotion02

Übers Wochenende bin ich dann seit Langem mal wieder nach Hause gefahren und hab den ganzen Abistress mal in Nürnberg gelassen. Heute fahre ich dann wieder nach Nürnberg, starte bald mit den Vorbereitungen für die mündlichen Prüfungen und freu mich auf ein paar gemeinsame Trainingstage mit der Crew in Nürnberg.

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Triathlon und dann gleich 3x?!

Kaltes Wasser, schnelle Wechsel, kurvige Radstrecke, kalter Wind, ein bisschen Sonne… war alles mal mit dabei am Wochenende. Am Samstag war es endlich so weit und wir haben mal wieder Triathlon gemacht! Genauer gesagt standen “Minitriathlons” auf dem Programm. Am Samstag spät vormittags haben wir uns also in der Trainingsgruppe getroffen und sind Richtung Büchenbach aufgebrochen. Dort haben wir nahezu perfekte Trainingsbedingungen um ungestört ein bisschen zu racen und mal wieder einen richtigen Triathlon zu machen. Auf dem Betriebsgelände der Firma Memmert gibt es einen kleinen 25m Pool, ein mal um die Firma und 1000 Antritte später hatten wir dann auch die Radstrecke in der Tasche und ein mal ums Gelände, dazu ein bisschen Wald und Wiese gab es dann noch die Laufstrecke.

Minitriathlons: im Grunde genommen ganz einfach, nämlich ganz normale Triathlons nur eben in Miniversion, also einfach mit stark verkürzten Streckenlängen. Nach dem Aufwärmen und einschwimmen standen also 3 kleine Triathlons auf dem Programm, die Streckenlängen haben sich dabei von Durchgang zu Durchgang nochmals verkürzt. Ab in den Neo und schon gings los. Plötzlich standen wir schon an der Startlinie und als dann einer der Coaches auch noch typische Vorwettkampfmusik laut auf der Musikbox angefangen hat zu spielen, war definitiv ein wenig Wettkampfstimmung da. Überraschender Weise haben die Wechsel gleich ganz gut geklappt, der Neo war schnell ausgezogen und schon gings weiter aufs Rad. Hier haben wir versucht das Beste aus der Strecke rauszuholen und haben ein paar Kurven und Wendepunkte eingebaut. Spätestens im 3. Durchgang haben die Oberschenkel ganz schön darunter gelitten;) Müde Beine gabs dann auch gleich mal auf den ersten Laufmetern, aber auch hier hat sich der Körper schnell wieder daran erinnert, dass jetzt laufen angesagt ist und müde Beine nun mal dazu gehören.

Riegel, Gel und weiter geht’s

Zwischen den Durchgängen gabs dann auch nur eine kleine Pausen, also schnell einen Riegel, danach nochmal ein Gel und schon waren wir wieder im Wasser. Auf einmal war es dann auch schon 17 Uhr und nach einer kurzen Abschlussbesprechung gings dann wieder zurück. Am Samstag Abend stand dann nur noch Pizzabestellen und Füße hochlegen auf dem Programm:)

Und sonst so?

Tja, nächste Woche geht’s los mit der ersten schriftlichen Abiprüfung, also steht noch einiges an Vorbereitung an;). Letzten Freitag war so auch schon mein letzter offizieller Schultag. Um die Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten, habe ich ab heute auch nur noch Online Unterricht. Ansonsten geht’s wie gewohnt weiter mit der Saisonvorbereitung, lernen und was sonst einfach immer noch alles so los ist…. wie zum Beispiel unsere Mottowoche;)

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Back to Racing

Puh, geschafft! Das erste Race der Saison ist Geschichte. Wie schon bereits im letzten Blog angekündigt, fand am Samstag unser Swim&Run hier in Nürnberg statt. Nach ein paar ersten Tränen beim ein oder anderen Corona-Schnelltest vor der Schwimmhalle (diese Tests sind aber auch unangenehm;)) gings dann auch schon los. Erst einmal ein bisschen warm machen, Arme schwingen und mit dem Theraband ein wenig aktivieren, Badekappe und Schwimmbrille auf und los zum einschwimmen. Hier gibt es keine direkten Vorgaben was richtig oder falsch ist, jeder Athlet hat sein persönliches Programm vor dem Wettkampf und weiß, was er/sie braucht um gut aktiviert zu sein für das Rennen.

Für mich bedeutet das meistens ca. 1,5km ein wenig durchs Wasser baden, ganz gemütlich anfangen, Wassergefühl aufbauen und dann aber ganz wichtig: auf jeden Fall noch ein paar kurze Sprints und vielleicht ein bis zwei 50er in der angepeilten Wettkampfgeschwindigkeit schwimmen um nochmal Tempogefühl und Sicherheit zu bekommen. Dann sind es noch ca. 30min bis zum Start, Zeit für ein paar Bissen Riegel und ein paar Schlücke von einem süßen Getränk, ein paar Minuten noch runter kommen, entspannen und zugleich den Fokus aufrecht erhalten. Schon sind es kaum noch 10min bis zum Start und während wir gespannt die Rennen der Jungs verfolgen und eine Bestzeit nach der anderen fallen hören, werden die Arme ein letztes Mal geschwungen, vielleicht ein wenig gehüpft und los geht´s zum Startblock. Spätestens jetzt ist das Vorwettkampfgefühl wieder da, ein wenig Aufregung, Anspannung aber auch Vorfreude gleich loslegen zu dürfen.

Die 800m liefen richtig gut und so stand am Ende meine neue Bestzeit in 9:52 min.

5000m – 12,5 Runden auf der Bahn

Danach gings auch schon recht zügig zur Laufbahn, dort gabs dann in etwa das gleiche Programm. Ein wenig einlaufen, leichte Lockerung, Steigerungen, Jungs anfeuern und selber ab an die Startlinie. Nach den Abständen der Schwimmzeiten wird jetzt im Jagdstart losgelaufen und der Wettlauf gegen die Stoppuhr beginnt. Bei sieben Grad und starkem Wind auf jeden Fall keine leichte Aufgabe. Doch genau diese Herausforderungen machen den Sport ja auch aus. Dazu gehört nun einmal auch ein Rennen ohne Gruppe, in der man sich im Windschatten ein wenig ausruhen könnte oder einen Pacemaker. 5000m tun weh, so oder so;)

Am Ende stand aber auch hier eine neue Bestzeit: 17:52min.

EM Quali-Wettkampf in Kienbaum

Wie bereits im letzten Blog erwähnt, wurde der gleiche Test auch noch in Potsdam und Saarbrücken durchgeführt. Nach diesen Ergebnissen steht seit gestern Abend eine vorläufige Startliste für einen internen Wettkampf, bei dem die JEM Tickets vergeben werden. Die besten sieben Athleten des Tests in der Jugend/Junioren Klasse haben sich für diesen Quali-Wettkampf direkt qualifiziert. Mit Platz 3 in der Jugend/Junioren Wertung steht für mich somit der erste Triathlon der Saison fest.

Mit den Ergebnissen vom Wochenende bin ich auf jeden Fall super zufrieden. Vor allem beim Laufen steht zwar noch einiges an Arbeit und Kilometer an, aber nach meinen bisherigen Trainingsumfängen und der langen Verletzungspause im letzten Jahr kann ich auf jeden Fall zufrieden sein.

Also Daumen hoch und bis bald!

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Volleyball zur Wettkampfvorbereitung;)

T-3 days to go! Endlich tut sich mal was und es ist wirklich soweit – der erste “Contest” steht vor der Tür. Am 17./18.04 findet auf verschiedene Standorte verteilt, natürlich mit strengem Hygienekonzept, eine dezentrale “Leistungsüberprüfung” statt. Dies bedeutet ein 800m Schwimmtest im 50m Becken und anschließend ein 5000m Lauf auf der Bahn. Der Laufstart erfolgt dann nach der Gundersen-Methode, also nach den Abständen der Schwimmzeiten. Für uns in Nürnberg wird dieser Test am Samstag stattfinden. Zeitgleich auch am Bundesstützpunkt in Potsdam und am Sonntag dann noch in Saarbrücken. Leider wird es so natürlich keinen direkten Vergleich innerhalb der einzelnen Rennen geben. In erster Linie geht es ja darum mal wieder ein bisschen Wettkampfluft zu schnuppern. Dazu kommt, wieder ein Gefühl für den eigenen Leistungsstand zu bekommen.

Erster Wettkampf seit August 2019

Leider war ich im letzten Jahr längere Zeit verletzt. Somit konnte ich an keinem Turnier teilnehmen (obwohl sowieso nicht viel stattgefunden hat). Trotzdem ist es ein ganz ungewohntes Gefühl mal wieder in einer Vor-Wettbewerb-Woche zu sein. Neben den Wettbewerben habe ich diese Zeit auf jeden Fall auch vermisst! In der Woche vor den Rennen ist immer “tapern” angesagt. Hierbei liegt der Fokus vollkommen darauf sich zu erholen. Das heißt, nach anstrengenden Trainingswochen wieder zu Kräften zu kommen und gegen Ende der Woche den Körper durch kurze Aktivierungseinheiten auf den bevorstehenden Wettbewerb bestmöglich vorzubereiten. Plötzlich ist man mit dem Schwimmtraining schon fertig, bevor man das Gefühl hatte überhaupt ins Wasser gesprungen zu sein. Am Ende stellt man sich eher die Frage, ob es sich denn lohnt für 1,5km überhaupt ins kalte Nass zu springen 😉 In einer kurzen Radausfahrt werden die Beine ein wenig ausgeschüttelt und das Rad eher spazieren gefahren. Besonders gerne aber mag ich die Laufeinheiten. In dieser Phase, die “Laufvorbelastung” gestaltet sich durch wenige, kurze Intervalle. Zum Schluss noch ein paar Meter in der angepeilten RacePace des bevorstehenden Contests. Außerdem ist Carboloading angesagt, viel Schlafen und einfach mal “abchillen”, wie es mein Trainer so gerne sagt.

Volleyball Abi

Hört sich ja alles ganz verlockend und entspannt an, mal sehen wie mein morgiges Volleyball Abitur da so rein passt. Bevor in ein paar Wochen (blöderweise zeitgleich mit dem Start der Rennsaison) die schriftlichen Abiturprüfungen beginnen, steht morgen der erste Teil des Sport Abis an: Volleyball. Auch hier hat sich coronabedingt ein wenig was verändert. Statt dem klassischen 6 gegen 6, spielen wir morgen nur im 3 gegen 3. Nach ein paar Technikprüfungen wird das auf jeden Fall der spaßigere Teil werden. Selbst wenn es eigentlich heißt: tapern und entspannen. Ich bin mir sicher, dass es morgen ein ganz schönes Battle geben wird. Wie auch immer das aussehen mag, wenn ein paar Triathleten, Mountainbiker, Federballer;) … mal einen Volleyball in die Hand bekommen. Nachdem wir im November das letzte Mal Sportunterricht hatten bin ich ziemlich gespannt wie das morgen so laufen wird. Mit der 1a Vorbereitung am Wochenende, ein wenig im Garten zu spielen (ständig den Ball aus der Hecke oder dem Nachbargarten zu holen) und den Triathleten aus der WG nebenan auch noch ihr ganzes Können abzuverlangen, kann es ja nur gut werden.

Also jetzt erst mal ein wenig Fokus auf das Abi morgen. Darauf gut erholen und mit voller Power an den Start am Samstag.

Daumendrücken nicht vergessen:)

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Abi-Corona-Sport?

Etwas über mich:

hey! Ich bin Franca Henseleit, 18 Jahre alt und wohne seit fünf Jahren in Nürnberg. Ich bin Leistungssportlerin im Triathlon. Momentan bin ich noch Schülerin an der Bertolt-Brecht Schule, mache aber dieses Jahr mein Abitur. Ich versuche das alles kombiniert mit Corona ein wenig auf die Reihe zu bekommen:)

Zuerst einmal bin ich sehr stolz, seit diesem Jahr Teil des ipp Sportbloggerteams zu sein. Ich freu mich total hier ein paar Einblicke in mein Leben als Athletin/Schülerin/Schwester/Tochter/Freundin… geben zu dürfen.

Wie überall, hat auch Corona für mich einiges geändert, doch zuerst einmal zu den Basics. Seit 2016 wohne ich hier in Nürnberg.

Damals als 13-Jährige habe ich mich dazu entschlossen mit meinem großen Bruder (Simon Henseleit) ins Frankenland zu folgen. Mein Zuhause im Allgäu benutze ich nur noch als “Wochenend-” und “Ferienresidenz”. Ich wollte meinem großen Bruder, der schon zwei Jahre als Triathlet im Sportinternat lebte nacheifern. Plötzlich fand ich mich in einer Großstadt. Diese Stadt hatte nicht mehr viel gemeinsam mit einem Dorf, in dem es fast mehr Kühe als Einwohner leben. Vielleicht war das Ganze nicht bis zum Ende durchdacht von mir. Mit 13 Jahren wollte ich schon von zu Hause auszuziehen, doch es war einfach zu aufregend. Ein Teil der Familie war ja immer da. Außerdem stünde ich jetzt mit Sicherheit nicht genauso hier mit all meinen Erfahrungen und Erlebnissen der letzten Jahre. Meine Elternmuss es wohl auch viele Nerven gekostet haben mich so früh gehen zu lassen. Sie haben mich aber immer unterstützt. Schon sind fast fünf Jahre Nürnberg vorbei. Für mein letztes Schuljahr bin ich aus dem Internat ausgezogen. Seit September wohne ich zusammen mit drei anderen Triathleten aus meiner Trainingsgruppe in einer WG.

Abi:

Jetzt stehe ich auf einmal vor dem Abitur und werde am 12. Mai meine erste Prüfung schreiben. Leider ist es momentan gar nicht so einfach weit in die Zukunft zu planen. Und sich über Wettkämpfe und Qualifikationen Gedanken zu machen, also lieber kleine Ziele setzen. Zur Zeit steht vor allem das Abitur an, wenigstens das ist relativ sicher.

Sport und Corona:

So versuche ich mich Tag für Tag am Training zu orientieren. Spaß am Sport zu haben und einfach glücklich zu sein. Außerdem, dass ich trotz Corona gesund bin und weiter trainieren zu darf. Natürlich müssen auch wir Abstriche machen, doch ich möchte mich auf keinen Fall beschweren. Unser traditionelles Ostertrainingslager in der Toskana findet natürlich nicht statt, dafür wird meine Trainingsgruppe hier ein paar Tage zusammen verbringen. Nebenbei werde ich versuchen die Pausenzeiten zwischen den zwei bis drei Einheiten am Tag auch ein wenig effektiv für die Abivorbereitung zu nutzen. Und mir sicher hin und wieder wünschen, dass ein Tag doch ruhig noch ein paar mehr Stunden haben könnte.

Jetzt steht aber erst einmal eine Schwimmeinheit morgens um 7 an:)

Stay tuned…

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Franca Henseleit – Porträt

Franca Henseleit

Name: Franca Henseleit

Geburtsdatum: 31.12.2002

Sportart: Triathlon

Disziplin: Sprintdistanz

Kader: NK1

Hobbys: Freunde treffen, Reiten, Kochen, Bergtouren

Was ich besonders mag: Unternehmungen und Reisen die noch lange in Erinnerung bleiben.

Was ich gar nicht mag: Entscheidungen treffen und zu wenig Zeit für Dinge die mir wichtig sind

Lieblings-Essen: Süßkartoffelcurry

Getränk: Orangina

Band: Queen

Schulfach: Bio

Serie: Friends

Film: Interstellar

Schauspielerin/Schauspieler: Henry Cavill

Buch: Morgen kommt ein neuer Himmel

Sportlerin/Sportler: Rachel Klamer, Colleen Quigley

Was ich noch sagen will: Danke an alle, die mich auf meinem Weg unterstützen, an meiner Seite stehen und es zu etwas ganz Besonderem machen.

Sportliche Erfolge:

1. Platz Junioren Europameisterschaft Team Relay Weert 2019

8. Platz Junioren Europameisterschaft Weert 2019

17. Platz Junioren Weltmeisterschaft Lausanne 2019

1. Platz Deutsche Meisterschaft Jugend A Grimma 2019

8. Platz 1. Bundesliga Düsseldorf 2019

1. Platz Deutsche Meisterschaft Jugend A Grimma 2018

8. Platz 1. Bundesliga Kraichgau 2018

1. Platz Deutsche Meisterschaft Jugend B Merzig 2017

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