1st week in Queens

Hey aus Amerika:)

seit genau einer Woche bin ich jetzt schon hier, an der Queens University of Charlotte. Diese Woche ist auf jeden Fall super schnell vergangen und vor allem in den ersten paar Tagen konnte ich es gar nicht glauben wirklich hier zu sein. Am Dienstag vor einer Woche saß ich auf einmal im Flugzeug, hab ein paar gute Filme geschaut, versucht möglichst wenig zu schlafen um gleich mal ein wenig gegen den Jetlag anzukämpfen (hat nur so halb geklappt;). Dann stand ich plötzlich am Flughafen, zum Glück hat alles gleich mit meinem Visum und Einreiseformularen geklappt – dafür ist dann gleich mal der Reißverschluss von meinem einen Koffer gerissen haha.

Am Flughafen wurde ich dann mit einem Unishuttle abgeholt und gleich zur Uni gebracht. Vor Ort habe ich dann gleich mal meine Schlüssel bekommen und habe die anderen „neuen“ Triathletinnen getroffen. Mit mir sind noch drei neue Triathletinnen nach Queens gekommen, 2 aus Südafrika und eine Athletin aus Neuseeland. Also gleich mal ganz schön international:)

No one here

Durch Corona wurde der Unistart um eine Woche nach hinten verschoben und so ist unsere 1. Uniwoche nur online. Letzte Woche war dann erst mal kaum jemand hier am Campus und das war ganz schön seltsam zuerst. Seit dem Wochenende kommen aber immer mehr Studenten wieder zurück an den Campus und es füllt sich langsam. Am Montag hatte ich meine ersten Unikurse und bis jetzt bin ich total happy mit meinen Professoren. Hoffentlich geht es ab Montag dann aber wieder normal weiter und wir haben unsere Kurse wieder in Präsenz.

NBA

Am Wochenende war ich auch noch gleich auf meinem ersten NBA Game und auch wenn ich ehrlich gesagt davor noch nie so richtig Basketball geschaut habe war es richtig cool. (Und dann haben die Charlotte Hornets auch noch gewonnen also hey was will man mehr:)

Training

Natürlich bin ich nicht nur auf irgendwelchen Spielen unterwegs sondern auch am trainieren. Noch ist es hier mit dem Training relativ entspannt und wir dürfen viel frei (zwar in der Gruppe aber ohne Trainer) trainieren. Die College Triathlon Saison ist hier erst im Herbstsemester, deswegen hat das Team gerade noch etwas off season bevor das richtige Training dann im Februar los geht. Bis dahin haben wir aber trotzdem die Möglichkeit normal zu trainieren. Momentan trainieren ich also noch mehr nach den Plänen von meinem Trainier in Deutschland und bin auf jeden Fall schon sehr gespannt wie es dann ab Februar so ist.

Bis jetzt gefällt es mir aber schon richtig gut. Klar, ich bin hier gerade mal eine Woche und muss mich noch an ganz schön viel gewöhnen aber ich habe schon richtig coole Leute kennen gelernt und das ist schon mal viel wert:)

See ya

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Neujahrsvorsätze und so – Teil 2

Heute gibt es, wie angekündigt, einen kleinen Ausblick auf meine Saisonplanung. Natürlich ist da zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts in Stein gemeißelt und vor allem im Hinblick auf die sich ständig ändernden Coronaregeln kann man nichts sicher planen. Daher will ich auch noch gar nicht auf meine Wettkampfplanung eingehen, sondern erst einmal die anstehenden Trainingslager und den Aufbau bis zum ersten Rennen planen. Nach letztem Jahr komplett ohne Trainingslager in der Vorbereitung, will ich auf jeden Fall nicht nur in Nürnberg trainieren. Meiner Meinung nach kann man gut einen gewissen Teil der Saisonvorbereitung gut in der Kälte und auf der Rolle absolvieren. Ein Tapetenwechsel ist aber trotzdem wichtig um im Kopf frisch zu bleiben!

Saisonstart

Quelle: Projekt Classof22

Dieses Jahr bin ich ziemlich spät ins Training gestartet und das merke ich auch aktuell noch deutlich im Training. Durch die lange letzte Saison, den Bundeswehrlehrgang und meine Ellenbogenverletzung, ging es für mich erst im Dezember wieder los. Im Vergleich zu letzter Saison war ich Anfang Januar schon zwei Monate länger im Training und die Einheiten waren schon deutlich intensiver. Da muss man aber einfach cool bleiben und auf den Trainingsplan und den Trainer vertrauen. Bis zu den ersten Rennen ist es noch ein ganzes Stück und ich habe noch das ein oder andere Trainingslager vor mir, die mir dann hoffentlich noch den nötigen Formboost geben 😉

Trainingslager numero uno

Quelle: Tom Meyer

Die aktuelle Planung sieht vor, dass ich Anfang Februar mit der Nationalmannschaft nach Fuerteventura ins Trainingslager gehe. Darauf freue ich mich schon ziemlich, weil es dort wieder neue Gesichter und Abwechslung im Training geben wird. Außerdem werde ich zu diesem Zeitpunkt sechs Wochen hier in Nürnberg trainiert haben und für das ist für mich genau die richtige Dauer, bevor es in der Kälte hier zäh wird durchzuziehen.

Trainingslager numero dos

Quelle: mein Handy

Nach diesen drei Wochen werde ich aber auch wieder froh sein von der eintönigen Vulkaninsel runterzukommen. Die nächsten zwei Wochen sind noch nicht ganz spruchreif, aber eventuell (wenn die Flugverbindung passt) werde ich von Fuerte direkt nach Mallorca fliegen und mich der jüngeren Trainingsgruppe aus Nürnberg anschließen. Dort ist Michelle als Trainerin mit dabei und ich kann meine ersten ruhigen Tage nach den intensiven Wochen in Fuerte genießen und ein bisschen Zeit mit meiner besseren Hälfte verbringen 😉 Danach wird natürlich wieder hart trainiert und Mallorca ist einfach immer eine Reise wert!

Trainingslager numero tres

Um die Reise durch den Süden perfekt zu machen, habe ich dann vor mit der Fähre ans Festland überzusetzen und von Barcelona mit dem Zug nach Girona zu fahren. Dort werde ich wieder mit der Gruppe aus Nürnberg zusammentreffen und den Rest des März in DER Triathlon- /Radsportstadt trainieren. Wir haben dort letztes Jahr sehr gute Erfahrungen gemacht und die Kombination von Trainingsbedingungen, Kaffees und Stadtleben ist sicher einzigartig.

Mal sehen ob das alles so klappt, aber es wäre auf jeden Fall ein richtig cooles Erlebnis und nicht nur Trainingslager, sondern auch ein bisschen Urlaub und Abenteuer… mit gerade mal drei relativ kurzen Flügen, auch noch mit meinem Umwelt-Gewissen zu vereinbaren.

Ich halte euch hier auf jeden Fall auf dem Laufenden!

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Neujahrsvorsätze und so – Teil 1

Das wars also mit 2021! Damit das hier aber kein langweiliger Jahresrückblick wird, denn davon gab es sicherlich schon genug, werde ich in diesem Blog mal einen vorsichtigen Blick auf das vor uns liegende Jahr werfen und meine persönlichen Vorhaben aufschreiben. So etwas soll ja bekanntlich bei der Verwirklichung helfen… Wer trotzdem noch nicht genug von Rückblicken hat, kann sich aber natürlich gerne die letzte Episode der Muskelmeisterei anhören.

Grundsätzlich bin ich kein Fan davon, jedem Jahresende bzw. -beginn entgegenzufiebern und mir alle möglichen Vorsätze fürs neue Jahr vorzunehmen. Das vergangene Jahr wird dadurch ja nicht gelöscht und man vergisst vielleicht, die guten Dinge ins neue Jahr mitzunehmen. Trotzdem kann ich mich der ganzen Besinnung über die Feiertage nicht völlig entziehen und nehme mir auch gerne die ein oder andere Sache fürs neue Jahr vor.

Ich würde mich eher als einen analytischen Typ bezeichnen und daher habe ich mir zwei Dinge für das neue Jahr vorgenommen, die im Letzten vielleicht nicht perfekt liefen.

intensity control / train smart

Wow englische Begriffe. Hört sich aber einfach besser an als „Intensitätskontrolle und trainiere schlau!“ – finde ich zumindest… Was ich damit meine: Der Sport Triathlon ist als klassischer Ausdauersport, mit viel Fleiß im täglichen Training verbunden. Trotzdem wird wahrscheinlich nicht der Athlet gewinnen, der am meisten und am härtesten trainiert, sondern derjenige, der in den richtigen Bereichen trainiert. Letztes Jahr habe ich zusammen mit meinem Coach wieder viel über meinen Körper dazugelernt und zu wenig und zu langsames Training war sicher nicht das Problem am Anfang der Saison 😉 daher gilt also für dieses Jahr: schlau und in den richtigen Bereichen im Training zu agieren.

Lebe den Moment! 

Dieses Mal deutsch, dafür aber eine ganz schön abgedroschene Phrase. Im eigentlichen Sinn aber sehr schön und meiner Meinung nach ein guter Neujahrsvorsatz. Ich neige schnell dazu, immer ans Nächste zu denken und entspannte Momente zu wenig wertzuschätzen. Der Ehrgeiz der mir im Sport sicher hilft erfolgreich zu sein, steht mir hier öfter mal im Weg. Daher finde ich den Vorsatz sehr passend für mich, die schönen Momente dieses Jahr mehr zu genießen – im Sport aber auch abseits davon.

So viel zu meinen Vorsätzen für 2022. Wem der Beitrag zu philosophisch war – Pech gehabt. Nächste Woche gibts dafür wieder mehr Triathlon und ich stelle euch meine geplanten Trainingslager und Wettkämpfe für die nächsten Monate vor, so gut es geht bei der aktuellen Situation. 2022 ist wohl doch nicht so anders als 2021 🙁

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Schon wieder so weit?

Wie jedes Jahr gehts dann doch auf einmal immer super schnell und es ist der letzte Tag des Jahres. Ganz klassisch, dass natürlich heute ein kleiner Post dazu kommt. Aber ich möchte diesen Blog gar nicht wirklich dazu nutzen um auf das vergangene Jahr zurück zu blicken – viel mehr möchte ich in das neue Jahr schauen, denn da wird es für mich so einige Veränderungen geben!

Bevor ich aber dazu komme, ach vielleicht doch noch ein kleiner Rückblick – aber nicht um in Erinnerungen zu schwelgen – aber so versteht man meine Zukunftspläne denke ich ein wenig besser;)

Rückblick: ganz kurz:)

Dieses Jahr war bei mir ganz schön viel los und so ist dieser Blog Post auch immer weiter nach hinten gerutscht… dafür wollte ich mir aber heute auf jeden Fall noch kurz Zeit nehmen und somit, los geht‘s!

Eine der größten Aufgaben dieses Jahr war für mich mit Sicherheit das Abitur. Neben meiner Triathlonsaison wollte ich unbedingt ein richtig gutes Abi schreiben und habe im Winter über ganz schön rausgenommen im Training. Nachdem es die letzten Jahre doch immer sehr viel war im Sport unterwegs zu sein und nebenbei noch gut in der Schule sein zu wollen, haben meine Trainier und ich ganz bewusst entschieden dieses Jahr alles daran zu setzen mich verletzungsfrei, entspannter und somit auch einfach glücklicher durch den Winter zu bringen. Den Fokus auf den Sport wollten wir dann vermehrt wieder nach den ganzen Abiprüfungen setzen. Leider hat das mit dem verletzungsfrei nicht zu 100% geklappt, sehr lange Ausfälle blieben mir dieses Jahr aber zum Glück erspart. Nach so einer Vorbereitung habe ich mich dann sehr überraschend für die EM in Kitzbühel qualifiziert und durfte in meinem letzten Juniorenjahr hier nochmal an die Startlinie treten.

Weiter ging es dann mit einem absolut geilem Trainingslager in der Toskana, meiner Abi Abschlussfeier von der ich dann direkt zur geplanten Heim DM in Schongau gefahren bin (die dann leider aber wegen Hochwasser und gefährlichen Rennbedingungen abgesagt wurde), dafür dann einem Heim Bundeliga Rennen in Nürnberg, einem Mannschaftspodium in Saarbrücken bei der Bundesliga und zu guter letzt noch einer letzten Deutschen Meisterschaft im Juniorenbereich. Vielleicht war es nicht ganz das letzte Juniorenjahr das ich mir als ältester Jahrgang dieser Altersklasse vorgestellt hätte, trotzdem durfte ich so viele tolle Erfahrungen machen, habe unglaublich viel für mich mitgenommen und spannende Entscheidungen getroffen die anders vielleicht nie entstanden wären!

Saarbruecken, Deutschland – August 28: Herrmann Felipa (13), Henseleit Franca (16), Neubert Tanja (15), ProAthletes KTT 01, Triathlon Bundesliga 2021 in Saarbruecken. (Photo by JoKleindl)
@triathlonpics

Tapetenwechsel

Ganze fünf (5!) Jahre war ich jetzt am Bundesstützpunkt Triathlon in Nürnberg. Zuerst im Internat, dann noch in einer Athleten WG und ehrlich, ich hatte einer hammer Zeit dort! Und jetzt ist das alles vorbei? Vorbei auf jeden Fall nicht aber es wird mit Sicherheit ein wenig anders wenn ich das nächste mal nach Nürnberg komme.

Nach der abgesagten Deutschen Meisterschaft im Juli war ich erst einmal sehr aufgeschmissen um ehrlich zu sein und wusste so gar nicht was ich denn jetzt machen soll. Klar, das war nur ein Rennen (und wurde später auch noch nachgeholt) aber es lag genau in meiner „Nach-Abi-Zeit“ und auf einmal tauchte in jeder Konversation auf einmal die Frage auf: „Und wie geht es jetzt weiter bei dir? Was machst du jetzt nach dem Abi?“. Mm – gute Frage. Ich hatte gar nie groß darüber nachgedacht nach dem Abi NICHT in Nürnberg zu bleiben. Dort gefällt es mir, die Trainingbedingungen sind gut und ich habe tolle Leute um mich herum. Und trotzdem; als die Mietvertragsverlängerung für meine Wohnung in meinem Postfach lag und immer mehr Menschen nach meinem Plan für die nächste Zeit fragten, wurde mir immer mehr klar, dass die „einfach in Nürnberg bleiben“ Variante zwar nicht schlecht war, ich aber auch nicht zu 100% zufrieden damit war.

Also fing ich an zu überlegen – long story short – (die Entscheidung fiel tatsächlich auch super schnell): ich möchte studieren, gleichzeitig aber auch noch weiter Leistungssport machen. Eine etwas schwierige Kombi… und so kam ich also auf Amerika. Hier gibt es eine ganz gute Möglichkeit Studium und Sport über die Uni zu verbinden. Dort habe ich ein Stipendium bekommen (eine Kombination aus einem Akademischen- und einem Sportstipendium) und werde schon nächste Woche dorthin aufbrechen!

Jetzt ist es vielleicht ein wenig verständlicher warum die letzen Wochen ganz schön viel bei mir los war und wenige ruhige Phasen blieben. Neben den Vorbereitungen für meine Abreise durfte ich im Dezember noch ins Trainingslager nach Fuerteventura, dann war schon wieder Weihnachten, die Feiertage und zu guter letzt jetzt schon Silvester – und meine Abreise nach Amerika in schon 4 Tagen!

@reyemotion (Tom Meyer Sportphotograph)

Am 4. Januar geht es also los an die Queens University of Charlotte in North Carolina. Dort gibt es Triathlon als Unisportart mit einer starken Trainingsgruppe und gleichzeitig darf ich mein Psychologiestudium beginnen. Mehr zum Ablauf des Studiums, meinem Stipendium, den Wettkämpfen, Unileben &allem Möglichen gibts dann ganz bestimmt beim nächsten Mal und im Laufe des Jahres.

Jetzt gehts aber gleich zum Silvesteressen und noch länger möchte ich euch jetzt mit dem Blogpost auch nicht aufhalten:)

Feiert schön und einen guten Start ins neue Jahr!

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Der Weihnachtsblog

Heute gibts kein langes Gelaber sondern nur kurze Weinachtswünsche und ein paar Bilder der letzten Tage. Der Cut könnte dabei nicht drastischer sein, denn nach +20 Grad auf Fuerte, warteten frostige -7 Grad in München auf uns. Der Kälteschock blieb grade so aus und seit gestern ist es ja (leider) auch schon wieder wärmer. Heute war ich auf jeden Fall entspannt mit der Familie skaten und genieße die nächsten ruhigen Tage, mit wenig Training und dafür umso mehr Plätzchen, Kaffee und gutem Essen. In diesem Sinne: Hohoho, frohe Weihnachten euch allen!

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Same procedure as every year…

Nach einem sehr entspannten November, bin ich letzten Dienstag nach Fuerteventura geflogen. Meine Trainingsgruppe ist schon eine Woche vorher aufgebrochen, aber ich wollte noch ein paar Tage in Nürnberg verbringen. Die letzten Jahre hatte ich meinen Trainingsbeginn zwar immer schon etwas früher, aber es hat sich bewährt, hier im Dezember in der Sonne eine gute Grundlage für die neue Saison zu legen.

Auch dieses Jahr sind wir wieder zusammen mit der österreichischen Nationalmannschaft unterwegs und haben so eine abwechslungsreiche Truppe, die das Training nie langweilig werden lässt. Dadurch dass ich etwas später dazugestoßen bin, habe ich bei den meisten Einheiten auch noch etwas weniger und lockerer trainiert. Die letzte Woche war also perfekt zum “reinkommen” in den Trainingsalltag.

Die letzte Woche in Zahlen

  • Swim: 5 Einheiten/ 7:05h/ 24km
  • Bike: 5 Einheiten/ 12:30h/ 340km
  • Run: 5 Einheiten/ 4:00h/ 50km
  • Gym/ Athletik: 3 Einheiten/ 2:30h
  • Gesamt: 26:05h

Vor allem zu Beginn der Saison ist es immer interessant die Entwicklung im Training zu beobachten. Es ist jedes Jahr wieder erstaunlich, wie schnell man von der Top Form beim letzten Triathlon der Saison, durch drei Wochen Saisonpause komplett unfit wird;) Natürlich ist das Training des letzten Jahres, durch die kurze Pause nicht weg, aber am Anfang fühlt man sich genau so! Als hätte man Jahre nicht trainiert. Während der Saison fühlen sich die Bewegungen komplett natürlich und harmonisch an und man hinterfragt eigentlich kaum einen Ablauf. Jetzt hingegen hinterfrage ich jeden Zug beim Schwimmen und jeden Schritt beim Laufen. Die Bewegung an sich fühlt sich einfach noch nicht ganz natürlich an und ich brauche immer ein paar Tage, bis ich mich im lockeren Training wieder wohlfühle.

Die erste Hälfte des Trainingslagers ist jetzt vorbei und ab morgen kommen auch schon ein paar schnelle Meter im Grundlagentraining dazu. Das ist aber eigentlich immer ganz angenehm und eine willkommene Abwechslung bei den längeren Trainingseinheiten. Der Coach hat auch angekündigt, dass morgen beim Radfahren Laktat gemessen wird, damit wir uns auch genau an die individuellen Trainingsbereiche halten. Dazu aber dann nächste Woche mehr…

Bis dahin – euch allen eine entspannte vorweihnachtliche Zeit!

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No Plan November

Da ja inzwischen jeder den “Movember” kennt, habe ich dieses Jahr für mich persönlich den “No Plan November” eingeführt. No Plan beinhaltete dabei: in erster Linie kein Trainingsplan, kein Training, kein Blog und leider auch einen ungeplanten und sehr schmerzhaften Crash.

Doch alles der Reihe nach… nach meinem Abschlussrennen in Portugal ging es für mich direkt nach Warendorf, für einen dreiwöchigen Bundeswehrlehrgang. Dabei stand dieses Mal keine militärische Weiterbildung an, sondern ein Übungsleiterlehrgang (Trainer C). Gleichzeitig gab es die Order von Roland, zwei Wochen die Beine hochzulegen und vielleicht mal die Laufschuhe in die Hand zu nehmen – aber ansonsten Trainingsverbot;) Ich habe dieses Jahr auch wie nie zugvorgemerkt, wie sehr ich diese Pause und den bewussten “Fokus-Verlust” gebraucht habe. Ansonsten hatte ich meistens nach ein bis zwei Tagen schon wieder den Drang mich zu bewegen und zu trainieren, aber dieses Jahr war ich wirklich froh über die Pause. Ich merkte richtig, wie die lange Saison mich mental und körperlich gefordert hatte und wahrscheinlich wäre jede weitere Trainingswoche nach dem Rennen in Portugal eher kontraproduktiv gewesen.

Nach zwei Wochen kehrte dann aber langsam der gewohnte Bewegungsdrang zurück und ich hatte zwar noch eine Lehrgangswoche vor mir, wollte aber am Abend nach dem Unterricht wieder ins Training einsteigen. Wollte… Als ich nämlich am Sonntag Richtung Bahnhof unterwegs war, blieb ich in einer Straßenbahnschiene hängen und machte einen eher uneleganten Abgang über den Lenker. ich war nicht schnell unterwegs und dachte zuerst auch das nichts passiert war, aber im Laufe der Zugfahrt schwoll mein linker Ellenbogen an und ich konnte ihn kaum noch bewegen. Die Nacht auf Montag war ebenfalls ziemlich schmerzhaft und ich beschloss ins Krankenhaus zu fahren, um ein Röntgenbild zu machen und einen Bruch auszuschließen. Zum Glück konnte man hier auch nichts erkennen, außer einem großen Bluterguss im Gelenk, der wahrscheinlich auf eine Kapselverletzung zurückzuführen ist. Auch die Bänder und Sehnen hat es etwas erwischt. So verlängerte sich die Saisonpause gleich mal auf drei Wochen… Ich habe aber die Zeit gut genutzt und mich beim Bundeswehrarzt boostern lassen.

Jetzt bin ich wieder in Nürnberg und zum Glück wird der Ellenbogen von Tag zu Tag besser. Da ich die Impfung gut vertragen habe, war ich am Wochenende schon ein paar mal auf der Rolle und Laufen geht ebenfalls problemlos. Schwimmen ist natürlich noch nicht mit beiden Armen möglich, ich hoffe aber, dass das nächste Woche auch wieder geht.

Am Dienstag den 07.12. geht es dann ab in den Süden für die ersten Grundlagenkilometer der Saison. Bis dahin wäre es natürlich wichtig, dass ich wieder voll einsatzbereit bin. Der Rest der Nürnberg Gruppe ist heute geflogen, ich hatte aber schon im Vorfeld geplant, noch eine Woche locker in Nürnberg zu trainieren und erst dann zur Gruppe zu stoßen.

Soweit das Update von mir, euch allen einen besinnliche erste Dezemberwoche und die besten Adventskalendergeschenke!

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Schon mal einen Baum gepflanzt?

Fast schon wieder eine Woche ist es her: die große Baumpflanzaktion mit der Class of 22 im Hofoldinger Forst. Class of 22? Nächstes Jahr im Sommer werden die European Championships in München ausgetragen. Dieses Event vereint neun Sportarten in einem Event und wird mit Sicherheit eines DER großen sportlichen Highlights 2022 (Tickets gibt es übrigens schon auf der Website zu kaufen;)

Die Class of 22 bildet sich aus 14 Athleten, die auf Ihrem Weg zu den European Championships ‘22 medial begleitet werden. Immer wieder gibt es hier Update Folgen auf YouTube zu sehen! Mein Bruder Simon und ich dürfen Teil der Class of 22 sein; bald steht hier wieder eine neue Folge an. Aber jetzt erst mal zum neusten Event der Class of 22.

Klimaneutralität mit Count&Last

Das Thema Nachhaltigkeit und Klimaneutralität spielt natürlich auch bei der Austragung der European Championships eine große Rolle. Hierfür gibt es ein Nachhaltigkeitskonzept für die Organisation des Großevents. Die sechs Fokusthemen dabei sind: Klimaneutralität, Abfall & LitteringNachnutzung von Bauten & SportgerätenWirkung auf den Breiten- & LeistungssportInklusion & Barrierefreiheit und lokale Wertschöpfung. Diese Fokusthemen sind ein Teil der Count&Last Aktion der European Championships Munich 2022.

Der zweite Teil des Nachhaltigkeitskonzepts besteht aus zwölf verschiedenen Projekten. Jeden Monat bis zum Start des Sportevents gibt es eine neue interaktive Kampagne. Im Monat Oktober war dies die „From Routes to Roots“ Aktion. Ziel war es über die Platform Strava (hier können sportliche Aktivitäten hochgeladen werden) möglichst viele Kilometer zu sammeln. Die gesammelten Kilometer wurden dann in Bäume umgerechnet – nicht zu vergessen, am Anfang habe ich ja von einer Baumpflanzaktion erzählt.

69.000 Kilometer

Gemeinsam haben wir es geschafft über 69.000km zu sammeln und so das Ziel von 1000 Bäumen zu erreichen. So entstand also unsere Baumpflanzaktion im Hofoldinger Forst am letzten Dienstag.

1000 kleine Lärchen galt es zu pflanzen – eine ganz schöne Aufgabe mit knapp 35 weiteren Helfern und ca. 2,5h Zeit. Aber nicht nur das, sondern sogar knapp über 1000 kleine Bäumchen haben wir gepflanzt und so ein vom Borkenkäfer befallenes Waldstück im Hofoldinger Forst wiederbelebt.

Um zur Frage in der Überschrift zurück zu kommen: nein, bis zum letzten Dienstag hatte ich noch nie einen Baum gepflanzt. Dafür am Dienstag Abend dann gleich um die 30! 😉 und es hat richtig Spaß gemacht. Am Ende waren wir zwar alle ziemlich geschafft und platt aber es war auf jeden Fall eine coole Erfahrung und eine tolle Aktion für einen guten Zweck mit Zukunft.

Schaut doch gerne mal auf die Seite der European Championships Munich 2022 oder auf den YouTube Kanal!

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Das Beste kommt zum Schluss

Ich halte zwar nicht allzu viel von solchen Standardphrasen, aber hier trifft die Aussage wohl “den Nagel auf den Kopf”… haha. Spaß beiseite, das Wochenende in Quarteira hat vor allem richtig Spaß gemacht und es ist natürlich ein Traum, mit meinem ersten internationalen Podium die Saison zu beenden. Neben dem erfolgreichen Rennen, waren aber auch einfach all die Dinge mit dabei, die den Sport so besonders machen.

Was meine ich damit? Dass ich den Sport so ausüben kann wie ich das aktuell tue, sehe ich erst einmal als ein unglaubliches Privileg. Trotzdem ist das ganze Profidasein natürlich neben seinen Höhen, auch mit vielen Tiefen und Momenten des Zweifelns verbunden. Diesen Prozess und manche Dinge, die viele Leute vielleicht als Opfer oder Verzicht sehen würden, genieße ich an den meisten Tagen oder kann sie zumindest gut aushalten. Aber ohne solche Momente wie am Wochenende würde ich vermutlich nicht mit derselben Intensität für den Sport brennen. Damit meine ich jetzt auch nicht nur das erfolgreiche Rennen! Das ist aus meiner Position jetzt zwar sehr einfach zu sagen, aber ganz unabhängig vom Ergebnis, hatte ich auch schon vor dem Wettkampf diese Momente.

Da war zum Beispiel die Radausfahrt am Donnerstag. Ich bin alleine gereist und habe die ganze Zeit Musik und Podcast gehört oder Netflix geschaut. Als ich in Quarteira ankam, hatte ich gerade noch genug Zeit um mein Rad aufzubauen und noch eine kleine Runde zu drehen bevor es dunkel wurde. Wenn ich alleine mit dem Rad unterwegs bin höre ich oft Musik, aber nach dem ganzen Tag Beschallung, hatte ich darauf überhaupt keine Lust und fuhr einfach los. Die ersten Meter Bewegung sind an so einem Reisetag mit viel Sitzen immer die Hölle. Die Beine sind schwer und der Kreislauf total im Keller. Aber nach 15 Minuten fand ich einen guten Rhythmus und genoss die Ruhe und die untergehende Sonne. Ich konnte mich einfach voll in die Bewegung vertiefen, dachte an nichts anderes und fühlte mich enorm klar. Genau solche Momente finde ich aber auch einfach nur dann, wenn man sich davor überwindet und bewusst auf die Aufgabe einlässt.

Insgesamt waren wir zu sechst in einem Air BnB untergebracht, also war der Freitag vor dem Rennen auch sehr unterhaltsam. Wir machten gemeinsam unsere Rennvorbereitung und verbrachten die meiste Zeit mit dem typischen Vorwettkampf – Gequatsche, bei dem man sich eigentlich nur gegenseitig aufzieht, um die eigene Nervosität zu überspielen;) Diese Momente in guter Gesellschaft machen auch einfach Spaß und gehören zu einem typischen Wettkampfwochenende dazu.

Doch jetzt zum Rennen an sich. Ich hatte Startnummer vier und zählte damit das erste Mal dieses Jahr zum erweiterten Favoritenkreis. Es ist zwar nur eine Nummer, aber ich verspürte dadurch auch mehr Druck von Außen als sonst. Zum Verständnis: Die Nummern bilden die Rangfolge der Athleten in der Weltrangliste ab. Ich war also der Viertbestplatzierte im Ranking der am Samstag am Start war. Das Rennen ging über die olympische Distanz und auch wenn ich mir hauptsächlich einen versöhnlichen Saisonabschluss vorgenommen hatte, wollte ich doch insgeheim das Podium angreifen.

Das Start war zunächst einmal ziemlich ruppig und der Wellengang erleichterte die Orientierung im großen Starterfeld nicht gerade. Nach der ersten von zwei Schwimmrunden, befand ich mich im vorderen Drittel, sah aber dass sich ganz Vorne niemand lösen konnte. Ich machte auf der zweiten Runde ein paar Plätze gut und stieg in einer guten Ausgangslage (20sek Rückstand auf Position eins) aus dem Wasser.

Auf der ersten von sechs Radrunden konnte ich die Lücke nach Vorne gleich schließen, nahm dabei aber auch einige andere Athleten mit nach Vorne. So fand ich mich in einer 21 Mann starken Spitzengruppe wieder und versuchte zwar das Tempo hochzuhalten, gleichzeitig aber auch nicht zu viel zu investieren. in Runde drei und vier konnte ich mich mich ein paar Mal vom Hauptfeld lösen, wurde aber nach ein paar Kilometern immer wieder eingeholt. Danach entschied ich mich aufs Laufen zu warten und auch wenn ich mich nicht endgültig lösen konnte, hatte es einigen Athleten Kräfte gekostet meine Attacken wieder zu neutralisieren. In der letzten Runde attackierte dann ein Niederländer, aber ich entschied mich dagegen, alleine nachzufahren und hielt es für nicht sehr sinnvoll, gerade unmittelbar vor dem anstehenden 10km Lauf noch einmal so hart zu fahren.

Ich stieg als dritter vom Rad und hatte eigentlich die perfekte Ausgangslage, ganz Vorne mit auf die Laufstrecke zu gehen. Dann passierte mir etwas, was ich davor noch nie erlebt hatte. Ich blieb mit meinem Fuß beim Anziehen des rechten Schuhs hängen und musste ihn mit viel Kraft nach vorne in den Schuh drücken. Das löste, warum auch immer, einen ziemlich starken Krampf im rechten Oberschenkel aus, was es nicht gerade einfacher machte den linken Schuh anzuziehen 😉 Der Krampf löste sich zwar beim Loslaufen wieder, aber ich lief dadurch als Letzter aus der Wechselzone was mich enorm ärgerte. Meine Beine fühlten sich aber sehr gut an und nach dem ersten Kilometer hatte ich die meisten Athleten wieder überholt und lief an Position fünf, mit einem Rückstand von ca. fünf Sekunden, zu Platz zwei bis vier. Der Niederländer war immer noch alleine an der Spitze.

Nach meinem schnellen Anlaufen merkte ich, dass ich es zu dem Trio vor mir (mit dabei die Favoriten Anthony Pujades & David Castro) nicht ganz schaffen würde und nahm etwas Tempo raus. Ich fand aber einen guten Schritt und schon nach einer Runde musste der Brite bei Pujades und Castro abreißen lassen und ich arbeitete mich an Position vier vor. In der zweiten Runde holten die beiden den Niederländer ein und vor mir bildete sich wieder ein Trio. Ich lief jetzt ca. zehn Sekunden dahinter, verlor kaum, aber kam auch nicht näher. Ich blieb die ganze Zeit fokussiert und war mir sicher, dass der Niederländer auch noch abreißen lassen würde. Ich wollte unbedingt diesen dritten Platz! Mitte der dritten Runde trat dann genau das ein und Anfang der vierten Runde stellte ich den Kontakt zu Platz drei her. Ich lief aber nicht viel schneller und reihte mich erst einmal hinter dem Niederländer ein und nutze den Windschatten um mich etwas zu erholen. ich hatte ihn auch etwas unterschätzt, denn bei Kilometer acht beschleunigte er zwei-, dreimal und versuchte mich loszuwerden. Auch vor dem Wendepunkt hielt er dagegen und ließ mich nicht vorbei. Ich beschloss es auf einen Zielsprint ankommen zu lassen, aber testete ihn noch einmal ca. 400 Meter vor dem Ziel. Dieses Mal erhöhte ich das Tempo deutlich und er hielt nur kurz dagegen und musste mich dann aber vorbeilassen. Ich biss auf die Zähne und hielt das Tempo weiter hoch und merkte wie ich mich lösen konnte! Platz eins und zwei hatte ich dabei die Ganze Zeit im Blick und kam auch hier nochmal näher, aber am Ende fehlten hier doch ein paar Sekunden um noch weiter vorne zu landen. Kurz vor dem Ziel nahm ich dann etwas Tempo raus um den Zieleinlauf zu genießen! Der Niederländer kam zehn Sekunden danach ins Ziel und hatte mir wirklich einen guten Kampf geliefert.

Abschließend lässt sich sagen, dass ich sehr zufrieden mit dem letzten Rennen der Saison bin und dass der dritte Platz am Abend auch mit ein paar Bier gut gefeiert wurde;) In den nächsten Tagen lasse ich die Saison erst einmal sacken und genieße die Saisonpause so gut es geht (hier beim Bundeswehrlehrgang in Warendorf). Die Tage wird auf jeden Fall auch ein Podcast zum Wochenende rauskommen, den ihr euch gerne anhören könnt.

Bis dahin… Over and Out

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Ein letztes Mal

Ein letztes Mal das Rad von der Wand nehmen, die Laufschuhe in den Beutel packen, ein letztes Mal motivieren und zur letzten harten Einheit der Saison das Haus verlassen. Gestern fiel mir das enorm schwer und vielleicht auch gerade deswegen, weil es die letzte wichtige Einheit, in der letzten richtigen Trainingswoche der Saison 2021 war. Am Donnerstag fliege ich für den letzten Europacup der Saison nach Quarteira, bevor es dann in die verdiente Saisonpause geht.

Die Trainingswoche war auch nochmal richtig intensiv und ich habe da so ein Gefühl, dass Roland mich noch einmal richtig an die Grenze bringen wollte, damit ich mich dann umso mehr auf die Pause freue und da komplett die Finger vom Sport lasse! Wer weiß… aber gerade fühle ich auf jeden Fall genau so. Ich freue mich auf das anstehende Rennen – vor allem weil es noch einmal über die olympische Distanz geht – bin aber auch froh, wenn dann das lange Triathlon Jahr zu Ende geht. Dabei ist meine Form gerade sehr gut und ich ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dass mir jetzt am Ende die Luft ausgeht. Ganz im Gegenteil! Jetzt stecke ich die Trainingsbelastung viel besser weg als im Frühjahr und was dort an der ein oder anderen Stelle zu hart oder zu viel war, passt jetzt sehr gut in den Trainingsrythmus. Ich denke auch, dass wir die zweite Saisonhälfte noch einmal sehr gut aufgebaut haben und vor allem das Trainingslager in Girona, hat in Kombination mit der Mitteldistanz auf Mallorca nochmal einen guten Boost gegeben.

Die letzte Trainingswoche in Zahlen

Wie sieht so eine Woche denn im Detail bei mir aus? Für die Zahleninteressierten hier ein kurzer Überblick:

  • Montag: Leistungsdiagnostik Rad/ Lauf inkl. 1h Rad 35km // 30min Lauf 8,5km, Ausschwimmen 4km
  • Dienstag: Tempowechsel Schwimmen 5km + 1h Krafttraining // 1,5h Rad Rolle + 17km Koppellauf mit 3x3km gesteigert
  • Mittwoch: hartes Schwimmen 5,1km // Radintervalle 95km mit 5x10min 350-420W
  • Donnerstag: Grundlage Schwimmen 5,5km + 1h Krafttraining // 19km Dauerlauf locker
  • Freitag: Laufen Intervalle 5x300m (52sek), 5x1km (3:05min), 3x300m 50-46sek // Tempowechsel Schwimmen 4,5km // 50km Crossrad locker
  • Samstag: Radintervalle 2 x ((6x1min hart / 1min locker) + 6min intensiv)) + 15min Koppellauf + 40min ausfahren
  • Sonntag: 17km Dauerlauf locker // 3km schwimmen locker

Insgesamt: 25h // 27km Schwimmen // 280km Rad // 80km Lauf // 2h Kraft

Jetzt lege ich aber erst einmal die Beine hoch und genieße die letzte Taperphase!

Diese Woche wird auch noch ein (hoffentlich) interessanter Podcast für euch rauskommen, in dem es um meine letzte Leistungsdiagnostik geht. Wie immer bei der Muskelmeisterei auf Spotify 😉

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Kurzer Besuch in Girona

Die letzten Wochen war es hier wohl ein bisschen still auf dem Blog und trotzdem ist einiges passiert. Deswegen gibt es hier jetzt auf jeden Fall mal ein kurzes Update. Nach meinem letzten Triathlon Wettkampf der Saison beim DTU Cup in Jena gab es für mich erst einmal eine kleine Saisonpause. Hier habe ich einfach das schöne Sommerwetter genossen, war viel in den Bergen unterwegs, entspannt und die Zeit genossen.

Einen der letzten richtig warmen Sommertage habe ich zusammen mit meiner Mama eine Tour auf die Zugspitze gemacht. Das war auf jeden Fall nochmal ein Highlight des Sommers und auch ein ganz schönes Abenteuer mit Steigeisen über den Gletscher zu wandern, vorbei an Gletscherspalten um am Ende am Gipfel des höchsten Berges Deutschlands anzukommen.

Nach diesen ganzen Unternehmungen ging es dann aber mal wieder in Richtung Triathlon. Ziemlich spontan beschloss ich so meinen Trainingskollegen nachzukommen und sie bei ihrem Trainingslager in Girona zu begleiten. Für einige stand hier nochmal ein letzter Trainingsblock für die Saison an bevor es dann zu den letzten Rennen ging. Am Sonntag Abend Flug gebucht und am Dienstag Morgen in Girona gelandet.

Hier durfte ich ein paar wirklich sehr schöne Tage in der Sonne verbringen, trainieren und zum Europacup in Barcelona zuschauen fahren. Girona liegt ca. 110 km von Barcelona entfernt und so beschlossen wir, die nicht beim Europacup an den Start gingen, am Morgen des Renntages mit dem Fahrrad nach Barcelona zu fahren (&natürlich mit dem Teambus wieder zurück;).

Café & co

Neben Trainingseinheiten &co gab es noch jede Menge guten Café, unschlagbaren Kuchen und Bananabread aus Jan Frodenos Café, der La Cumuna höchst persönlich.

Nach einer Woche Sonnenschein, gutem Training und viel Spaß mit der Trainingsgruppe ging es dann leider schon wieder zurück nach Deutschland. Hier wurde ich erst einmal mit kalten Temperaturen und Regen begrüßt. Kein Wunder warum sich in Girona immer mehr Profi Triathleten ansammeln und dort einen Großteil des Jahres verbringen.

Jetzt steht noch einiges hier an Vorbereitung und Planung an und worum es genau geht, darüber werde ich in den nächsten Wochen sicher mal berichten:)

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Gefühlsachterbahn Mitteldistanz

Kurz hab ich überlegt den Beitrag einfach nur “Challenge Mallorca, meine erste Mitteldistanz” zu nennen, entschied mich aber dann doch für den etwas plakativen und reißerischen Titel 😉 Er trifft einfach auch den Nagel auf den Kopf, denn am Samstag war von Allem etwa dabei. Der Beitrag hier ist ganz nach der Devise: “so wenig wie möglich, so viel wie nötig” verfasst, aber wer Lust auf eine ausführlichere Besprechung mit Maurice Clavel als Gast hat, kann sich auf die nächste Podcastepisode freuen.

Für den heutigen Blog, habe ich außerdem das erste Mal im meinem Leben, Geld für Wettkampfbilder ausgegeben. Ich bin ja neu im Mitteldistanzbusiness, aber auf der Kurzdistanz ist das immer deutlich leichter mit den Bildern.

Jetzt aber mal etwas Inhalt

So eine Mitteldistanz hat es definitiv in sich und vor allem der Kurs in Mallorca hat die mangelnde Vorbereitung nicht wirklich verziehen! Der Radkurs war sehr unrythmisch und die Laufstrecke übertraf das Ganze noch mit vier Runden, Kopfsteinpflaster, etlichen Wendepunkten und ständigem Auf und Ab. Das Schwimmen war daher das Entspannteste am Wettkampf und ich konnte mich mit einer kleinen Gruppe vom Hauptfeld absetzen und mit knapp einer Minute Vorsprung aufs Rad springen.

Im Vergleich zu den anderen rund 50 Profiathleten hatte ich kein Zeitfahrrad und verließ mich (mangels eines TT Rads) auf mein Straßenrennrad. Das war kein riesiger Nachteil, aber vor allem auf den schnellen Abschnitten (bergab, oder auf den langen Geraden) merkte ich den aerodynamischen Unterschied deutlich und musste deutlich härter fahren als geplant. Nach ca. 10 Kilometer war der Vorsprung vom Schwimmen auch schon weg und die schnellsten Athleten überholten mich. Ich versuchte direkt das Tempo mitzugehen und reihte mich dahinter ein. Ich hatte mir vorgenommen mich nicht zu verstecken und das Rennen auch wirklich als Wettkampf zu bestreiten und solange es ging vorne mitzumischen. Ich wollte es nicht einfach nur nach geplanter Wattvorgabe oder Pace beim Laufen für mich machen. Das wurde mir am Ende auch zum Verhängnis, um das schon einmal vorweg zu nehmen.

Auf einem Bergab-Abschnitt ging dann allerdings die Lücke auf und ich hatte nicht die Power diese wieder zu schließen. Also fand ich mich zusammen mit sechs anderen Athleten in der “zweiten Gruppe” wieder. Auch wenn Windschattenverbot galt, hilft einem eine Gruppe (selbst bei vorgeschriebenen Abstand von 12 Metern) enorm und ich leistete meinen Beitrag zur Führung und hatte richtig Spaß auf den kurvigen Straßen rund um Peguera. Man ist einfach nicht die ganze Zeit am Anschlag wie bei einem Kurzdistanzrennen und hat viel mehr Luft um die Wettkampfsituation an sich zu genießen. Das ist ja auch der Grund warum man den Sport macht, es macht einfach Spaß sich mit Gegnern zu messen, dabei zu gewinnen aber natürlich auch zu scheitern… Ich konnte auch bis zum Ende der 90 Kilometer gut arbeiten und stieg als insgesamt Sechster vom Rad. Am Ende war allerdings nicht mehr viel Zug in unserer Gruppe und wir verloren auf der zweiten Runde enorm viel Zeit auf die Spitze. Dort machten die beiden Jungs Fred und Clearly Nils* natürlich auch ordentlich Druck!

*Anmerkung der Redaktion: Fred Funk und Nils Frommhold 😉

ich lief los und war auf das Schlimmste gefasst. Manchmal fühlen sich die Beine nach 20 Kilometer schon enorm schwer an und jetzt bin ich 90 Kilometer unterwegs gewesen! Aber genau das ist eines der Dinge die viele Leute nicht begreifen: Jetzt am Samstag waren meine Beine enorm gut, ja fast schon locker! Dadurch dass man auf der Mitteldistanz einfach sehr kontrolliert fährt und nicht ständig Antritte über 1000 Watt oder harte Führungsarbeit im Wind, durch Laktatbildung abpuffern muss, fühlen sich die Beine erstaunlich gut an. Die ersten Kilometer gingen also wie von alleine. Ich versuchte wirklich mich zurückzuhalten und lief ca. 3:20min/km. Direkt zu Beginn überholte ich den fünften Platz und bekam die Info, dass ich 3:30 min hinter Position drei (also dem Podium) lief. Hier war mein Kopf auch noch voll im Rennmodus und dachte nur daran, weiter nach vorne zu kommen und ein mögliches Podium zu realisieren.

Bei Kilometer zehn drehte sich so langsam der Wind. Gedanken wie, “Erst die Hälfte geschafft”, “Jetzt würde ich normalerweise in den Zielkanal abbiegen” und “Der fünfte Platz ist doch top, nur noch nach hinten absichern”, schossen mir durch den Kopf. Ich wurde immer müder und lief bei jeder Verpflegungsstation sehr langsam und versuchte so viel Iso und Cola wie möglich zu greifen. Meine Beine wurden langsam schwer und ich bekam richtig starkes Kopfweh. Bei Kilometer 13 realisierte ich dann, dass es wohl hart werden würde, überhaupt ins Ziel zu kommen und die ersten Athleten schlossen die vorher unendlich groß erschienene Lücke zu mir. Meine letzten Ambitionen gab ich beim Eingang in die letzte Runde auf und mir war nun völlig egal, als Wievielter ich ins Ziel laufen würde. Ich wollte einfach nur noch bis dahin kommen.

Es war ein komplett anderes Leiden als auf den kurzen Distanzen, wo das gebildete Laktat in den Muskeln und die Lunge durch das heftige Atmen anfängt zu brennen. Meine Atmung war relativ entspannt und mein Puls auch relativ niedrig, aber ich war einfach unglaublich müde und alles fühlte sich schwer an. Doch letztendlich war die Ziellinie da und ich überquerte sie als 15ter, knapp acht Minuten hinter Platz eins.

Facts

  • 1,9km Schwimmen: Vierter aus dem Wasser / 23:50min
  • 90km Rad, 1100hm, 2:13h, 40,5km/h, 330W im Schnitt
  • ca. 20,7km Laufen, ca. 100-150hm: 1:13:45min, 3:34min/km
  • Gesamtzeit: 3:54h

Fazit

Ich bin wirklich zufrieden mit dem Wettkampf am Samstag. Natürlich hat man vor dem Start die kleine Hoffnung, das man jetzt Wunder vollbringt und auch ohne Vorbereitung oder Zeitfahrrad die “Longos” ärgern kann und ganz vorne mitmischt. Aber realistisch gesehen, hätte es auch viel schlechter laufen können und ich hätte auf dem Rad deutlich mehr Zeit liegen lassen können, oder von Anfang an beim Laufen gelitten. Dann wäre der Tag wirklich lang geworden! Denn auch wenn ich mich auf den letzten Laufkilometern unglaublich langsam gefühlt habe, ist die Laufzeit über diese schwere Strecke nicht allzu schlecht für meinen ersten Halbmarathon. Ich habe auch von vielen Seiten Lob für mein Rennen und Verhalten im Wettkampf bekommen und will an dieser Stelle auf nochmal allen dafür Danken. Hier gibt es zwischen Kurz- und Langdistanz nämlich keinen Unterschied: sei es Hobby- oder Profiathlet, du bist immer Willkommen und wirst von Jedermann herzlich aufgenommen!

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Runners High in Barcelona

Schnell und undankbar. Diese zwei Worte fallen mir direkt ein, wenn ich an den Europacup am vergangenen Sonntag denke. Schnell daher, da es beim Sprintrennen in Barcelona von Anfang an direkt zur Sache ging und vor allem der Kurs ein unglaublich schnelles Rennen ermöglichte. Undankbar, da es auf diesem Niveau einfach sehr viele schnelle Läufer gibt und nur Sekunden den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage bedeuten.

Das ganze Set up des Wettkampfes war zunächst einmal sehr angenehm und entspannt. Zwar bot die Uferpromenade von Barcelona keine sehr malerische Szenerie, sondern eher triste und graue Häuserfronten, dafür war aber die Stimmung unter den Athleten umso angenehmer und fast schon ausgelassen. Man merkte auf jeden Fall, dass es für viele das letzte Rennen der Saison und das letzte Hindernis für die lang erwartete Offseason war. Die Urlaubsstimmung lag definitiv in der Luft. Für mich bestand die Schwierigkeit eher darin, den Switch von der Trainingslagerstimmung aus Girona, zu einer richtigen Wettkampfstimmung vor Ort hinzubekommen. Wenn man hier einfach so ohne Spannung an der Startlinie steht und sich nicht selbst ordentlich pusht, hat man auf den umkämpften ersten Metern eigentlich schon verloren.

Durch den kurzen Weg, reisten wir erst am Samstag morgen aus Girona an und verbrachten auch nicht viel Zeit mit den Streckenbesichtigungen. Das Meer war so unruhig, dass es einen nur müde machte zu schwimmen und viel Gefühl baut man hier im Salzwasser sowieso nicht auf. Auch der Radkurs war ziemlich stupide an der Küste entlang und nicht einmal die Wendepunkte waren kritisch, sondern wurden durch eine doppelte 90 Grad Kurve entschärft. Die Zeichen standen vor dem Rennen also eigentlich alle auf einer schnellen Laufentscheidung. Bei so einem flachen Kurs ist es immer schwer für Spitzengruppen durchzukommen, da die Verfolger die Ausreißer immer vor Augen haben und durch den Windschatten, ab einer bestimmten Distanz angesogen werden. Allerdings waren ein paar Athleten am Start, die das Rennen entscheidend beeinflussen konnten (z.B. Jonas Breinlinger aka Tyler oder Dylan McCullough). Diese Athleten haben vor allem eine sehr gute Schwimm/ Rad Kombo und versuchen eigentlich immer von Anfang eine kleine Spitzengruppe zu etablieren. Ihre Chancen für eine vordere Platzierung stehen so einfach deutlich besser, als wenn es auf eine Laufentscheidung mit allen Athleten ankommt.

Mir geht es da natürlich genauso und die Startliste war vor allem mit sehr guten Läufern besetzt. Daher war mein Ziel auch, wenn möglich ganz vorne aus dem Wasser zu kommen und am Rad auch gleich zur Führungsarbeit beitragen zu können und nicht erst viel Energie in eine Aufholjagd zu verschwenden.

Doch jetzt zum Rennen: die erwartete Laufentscheidung blieb aus… naja fast zumindest. Mit meinem Schwimmen bin ich relativ zufrieden, aber ich verlor am Rückweg im hohen Wellengang etwas die Orientierung und machte unnötige Meter. Ich kam ca. an 20ter Position aus dem Wasser mit 18sek Rückstand auf die Spitze. Doch das waren ein paar Sekunden zu viel. Irgendwo vor mir ging die Lücke am Anfang des Radfahrens auf und als ich mich vorgearbeitet hatte, sah ich ca. 100 Meter vor mir eine 12-köpfige Spitzengruppe. Der Nachteil an so einem technisch einfachen und flachen Kurs ist die gesamte Geschwindigkeit des Rennens. Man sieht als Verfolger zwar die Führenden vor sich, kann aber aufgrund der bereits hohen Geschwindigkeit wenig Unterschied machen. Die erste Runde fuhr ich einen 47km/h Schnitt und verlor zwar nicht auf die Führenden aber konnte eben auch keine Sekunden gut machen. Vorne waren auch genau die üblichen Verdächtigen und waren sich einig, dass sie vorne auch weiter unter sich bleiben wollten 😉 Als dann noch die dritte Radgruppe zu meiner bereits großen Gruppe aufschloss, wurde es fast unmöglich, gut zusammenzuarbeiten und der Vorsprung der Ausreißer wuchs bis auf 35sek an.

Daher beschloss ich ab Kilometer 10, mich taktisch klug zu verhalten und möglichst viele Körner fürs laufen zu sparen. Ich positionierte mich auch bei der Anfahrt auf die Wechselzone gut und stieg als Erster vom Rad. Schon auf den ersten Laufmetern fühlte ich mich sehr gut und reihte mich hinter den ersten Läufern auf meiner Gruppe ein und fokussierte mich einfach nur auf den Athleten vor mir.

Das Tempo war wie immer zu Beginn des Laufens sehr hoch, aber dieses Mal konnte ich meinen Schritt gut finden und fühlte mich nicht direkt komplett am Anschlag. Ich merkte aber dass wir sehr schnell unterwegs waren und beim ersten Wendepunkt hatten wir den Rückstand auf die langsameren Läufer aus der Spitzengruppe bereits halbiert. Auch meine Gruppe dünnte sich immer mehr aus und nach einer von zwei Laufrunden waren wir noch acht von anfangs über 40 Athleten. Ich merkte richtig wie ich mich im Windschatten etwas erholen konnte und blieb immer an Position drei bis vier um möglichst viel Energie zu sparen. Bei Kilometer drei verschärfte dann ein Spanier abrupt das Tempo und ich musste kurz Zeit richtig auf die Zähne beißen. Motivierte mich aber mit dem Gedanken, dass es einfacher war in der Gruppe als alleine zu laufen und konnte den Kontakt wieder herstellen. Danach überholten wir noch ein zwei weitere Athleten und ich lag jetzt an Position 14. Auf den letzten Metern ging mir dann aber doch etwas die Luft aus und ich konnte nicht mehr mit um die Top 10 sprinten und lief zufrieden ins Ziel.

Am Ende stand eine Laufzeit von 14:38min und ein 14ter Platz in der Ergebnisliste. Vor dem Rennen hätte ich mir diese Zeit niemals zugetraut und auch wenn ich beim Schwimmen mein Ziel nicht ganz erreicht habe, macht das der sehr gute Lauf wieder wett und ich kann definitiv Selbstvertrauen für die letzten Rennen der Saison mitnehmen.

Gerade sitze ich am Flughafen in Barcelona und warte auf meinen Flug nach Mallorca. Das nächste Rennen findet am Samstag statt und wird definitiv ein Abenteuer: Challenge Peguera über die Mitteldistanz. Mal sehen was mich hier erwarten wird!

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Girona – inoffizielle Hauptstadt der Triathlonwelt

Nördlich die katalanischen Pyrenäen, südlich die Costa Brava und die Metropole Barcelona. Wenn Girona wirklich so etwas wie die Hauptstadt der Triathlonszene wäre, dann natürlich mit dem einzig wahren Jan Frodeno als König. Wenn er morgens mit dem Espresso Doppio aus der Lamarzocco Maschine auf seine Terrasse tritt, liegt ihm die Stadt wortwörtlich zu Füßen. Denn seine Villa liegt auf einer Anhöhe direkt neben dem Stadtzentrum, mit all seinen schmalen, gepflasterten Gassen und unzähligen Hipster Kaffees und Restaurants. Und ganz ehrlich, ich kann auch verstehen warum Girona Frodos Wahlheimat geworden ist. Der 50m Pool ist nicht weit, es gibt gute Trails zum Laufen und vor allem die Radstrecken sind ein Traum. Umgeben von bewaldeten Hügeln, liegt die Stadt in einer großen Ebene, sodass man von flachen bis sehr bergigen Routen alles abdecken kann. Und das auf sehr schönen, kaum befahrenen und kleinen Straßen…

Doch was hab ich mit dem Ganzen zu tun? Die Saison ist doch schon fast vorbei oder? Fast, aber noch nicht ganz! Zwei Rennen stehen definitiv noch auf dem Programm: als erstes ein Europacup in Barcelona am 10. Oktober und das zweite wird definitiv spannend, meine Premiere auf der Mitteldistanz bei der Challenge Mallorca!

Zur Vorbereitung dieser beiden Rennen bin ich jetzt hier in Girona und werde von hier aus zunächst nach Barcelona und am Mittwoch darauf nach Mallorca reisen. Viel Zeit für die Vorbereitung auf die Mitteldistanz bleibt jetzt nicht mehr, daher werden wir im Trainingsalltag nicht viel verändern und ähnliche Einheiten wie bei der Vorbereitung auf die WM über die olympische Distanz trainieren. Den Europacup nehme ich daher noch voll aus dem Training mit, was bei einer Sprintdistanz ja auch meistens ganz gut funktioniert…

Girona war aber definitiv die Reise im Vorfeld wert und wir haben beschlossen auch nächstes Jahr ein oder zwei Trainingslager hierher zu verlegen. Die Zeit gerade dient also auch dem “Scouten” für nächstes Jahr;) Hier jetzt noch ein paar Bilder von den ersten Trainingstagen:

Girona bei Nacht

Ausfahrt an Tag 3:

96km/ 3:15h/ 1000hm

Tag 4: Costa Brava Loop 116km/ 3:55h / 1400hm

Coffee stop 😉

Bisschen Touri Mode muss auch sein…

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WTCS-Debüt Hamburg

Die Feuertaufe auf der größten Bühne im Kurzdistanztriathlon ist überstanden! Die Topstars waren zwar nicht alle am Start, aber der Kurs, die Zuschauer und das Gefühl war definitiv WTCS würdig. Für mich war es eine sehr gute Chance Erfahrung zu sammeln und in der Entwicklung einen Schritt nach vorne zu machen. Aber natürlich wollte ich mich auch nicht unter Wert verkaufen und “nur” Erfahrung sammeln. Um ehrlich zu sein wollte ich vor dem Rennen auf jeden Fall in den Top 20 landen!

Fokus vor dem Start // Quelle: Petko Beier

Das Wasser war mit 16,5 grad ziemlich kalt – deswegen Neopren Pflicht. Durch meine hohe Startnummer durfte ich mir erst als einer der Letzten meine Startposition aussuchen, was natürlich nicht optimal war. Dadurch stand ich relativ weit links und die Bojen müssen in Hamburg im Uhrzeigersinn umschwärmen werden. Die Challenge war hier also möglich schnell anzuschwimmen um nach Innen an die Boje zu kommen und Weg zu sparen. Ich erwischte auch wieder einen guten Start und konnte mich am Anfang vom Feld lösen und frei schwimmen. Links und rechts von mir formierten sich dann zwei Züge mit den schnellsten Schwimmern und ich orientierte mich nach rechts. Die Positionen im Wasserschatten waren enorm umkämpft und es reichte für mich nicht ganz um nach Innen zu kommen. Hier muss ich das nächste Mal noch konsequenter sein und mich noch mehr durchsetzen! Auf dem Rückweg war es dann kaum möglich auf diesem Niveau noch nach vorne zu schwimmen. Etwas beängstigend ist in Hamburg die Passage unter dem Tunnel am Jungfernstieg hindurch. Hier wird es kurzzeitig schon relativ eng und man muss einfach ruhig bleiben, denn es wird gleich wieder heller und breiter.

Schwimmausstieg bis Radaufstieg lief reibungslos und nach den ersten harten Metern auf dem Rad befand ich mich in der Verfolgergruppe hinter einer ca. zehn-köpfigen Spitzengruppe (12 Sekunden Vorsprung). Am Anfang war ich mir nicht ganz sicher, ob ich mit letzter Konsequenz mitarbeiten sollte, da ich beim ersten Wendepunkt zwei Deutschlandeinteiler in der Spitzengruppe ausmachen konnte. Nach der ersten Runde (von insgesamt sechs Radrunden) waren wir aber schon auf acht Sekunden dran und ich beschloss mitzuarbeiten, da neben mir noch vier weitere deutsche Athleten in der Verfolgergruppe saßen. In der dritten Runde schlossen wir die Lücke und waren nun ca. 35 Athleten insgesamt und sieben davon aus Deutschland. Ich hielt mich weiter vorne um auf dem engen und kurvigen Kurs keinen Sturz zu riskieren. Es war auch ziemlich Zug auf der Kette und obwohl ich mich bei den Wendepunkten gut positionierte, musste ich schon ordentlich antreten um das Hinterrad des Vordermanns zu halten.

Auch die Anfahrt auf die Wechselzone war enorm hektisch und jeder wollte sich vor dem kurvigen Part in der Stadt vorne platzieren. Ich stieg ungefähr als 15ter ab, verlor ein paar Sekunden beim linken Schuh und fand mich mitten im Hauptfeld wieder. Ich hatte mich schon auf ein hohes Anfangstempo eingestellt, wurde aber dann trotzdem etwas überrumpelt, wie schnell angelaufen wurde! Ich fand auch keinen guten Schritt und litt wirklich schon ordentlich auf der ersten Laufrunde.

Erstaunlicherweise fing ich mich aber dann noch und konnte noch ein paar Positionen gutmachen. Auf den letzten Metern krampften meine Beine und mein ganzer Körper fühlte sich schwer an und ich war echt froh als ich über die Ziellinie lief!

Platz 24 und fünftbester Deutscher (von insgesamt acht Athleten) war das Ergebnis. Kein Wundertag aber ein solides Resultat und im Nachhinein bin ich auch mit der Laufzeit (15:19min auf vermessenen fünf Kilometern) sehr zufrieden. Als Fazit würde ich sagen, dass ich mich gut verkauft habe und vor allem keine Fehler gemacht habe. Für die Zukunft brauche ich hier im Laufen einfach noch ein höheres Niveau um weiter vorne landen zu können…

Jetzt steht erst einmal eine ruhige Woche an, bevor es nach Spanien für die letzten zwei Rennen der Saison geht. Eines davon vielleicht auch über eine neue Distanz 😉

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Busy busy busy

Die letzten Wochen vergingen wie im Flug! Dabei erscheint mir jetzt das Erlebte unglaublich lange her und unmöglich in nur zwei Wochen zu passen. Doch da geht es wahrscheinlich nicht nur mir so… Gerade sitze ich im Zug nach Hamburg und habe daher Zeit, die letzten Wochen Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf das kommende Wochenende zu geben.

Challenge Roth

Ist zwar schon ein bisschen Schnee von gestern, aber mein Tag als Zuschauer beim fränkischen Traditionsrennen war richtig cool! Von meinem Hauptsponsor “hep” hab ich dafür VIP Tickets bekommen und konnte so mal aus einer ganz anderen Perspektive ein Triathlonrennen verfolgen. Los ging’s natürlich schon ziemlich früh, aber dafür stand ich dann rechtzeitig um 6:30Uhr direkt an der Startlinie unten am Wasser. Mit Kaffee in der einen und zwei Weißwürsten und Breze in der anderen Hand, ließ es sich da auch gut aushalten, bis die ersten Männer nach 3,8km aus dem Wasser kamen;) Für den Rest meines Tages wurde ich mit einem Tesla von Station zu Station chauffiert und begleitete die Profis auf ihrem Weg über die Langdistanz, auf den Social Media Kanälen von “hep”. Dafür dass sich die Kurz- und Langdistanz beide als Triathlon bezeichnen, sind das wirklich zwei komplett unterschiedliche Sportarten. Im Vergleich zu den Wettkämpfen auf welchen ich mich sonst so rumtreibe, geht es hier eher um das Event an sich und man hat eben viel Zeit als Zuschauer, die Atmosphäre aufzusaugen und die Höhen und Tiefen eines jeden Sportlers in einem solch langen Wettkampf mitzuerleben. Bei den kürzeren Distanzen, geht es eben mehr um die Geschwindigkeit und sich im direkten Duell, Kopf an Kopf gegen seine Konkurrenten durchzusetzen. Diese Art von “Battle” findet man zwar auch mal mehr mal weniger auf der Langdistanz, aber ich denke hier liegt der Fokus eher auf dem Kampf gegen sich selbst. Natürlich hat auch Beides seine Daseinsberechtigung und ich kann auch nachvollziehen, warum man Fan der längeren Distanzen ist. Für mich liegt der Reiz aktuell einfach in schnellen, spektakulären und eng umkämpften Rennen, wo man vielleicht sogar bis zum Zielsprint nicht vorhersagen kann wer gewinnt und ich würde mich sehr freuen, wenn sich die Kurzdistanz langfristig einen ähnlichen Stellenwert wie die Langdistanz erkämpfen könnte. In anderen Ländern wie Frankreich oder Großbritannien ist ja sogar der olympische Triathlon viel beliebter als Ironmanrennen…

Der Tag in Roth war auf jeden Fall eine coole Erfahrung und auch wenn dieses Jahr nicht einmal halb so viele Athleten und Zuschauer am Start waren wie normal, war die Stimmung top! Veranstaltungen wie diese, leben auch einfach von den Zuschauern und daher hoffe ich, dass es hier nächstes Jahr wieder sei richtig abgehen kann!

Highspeed Action Superleague

Härter könnte der Cut hier wortwörtlich nicht sein. Von der Langdistanz in Roth kommen wir nun zum schnellsten und definitiv spektakulärsten Format im Triathlon – der Superleague!

Die Superleague existiert nun schon seit ein paar Jahren und hat sich fest im Rennkalender der besten internationalen Kurzdistanzathleten etabliert. SLT (Super-League-Triathlon) ist unabhängig von Verbandstrukturen und ist vor allem bekannt für ihre besonderen Rennformate, hohe Preisgelder und sehr gutes und einfach zugängliches Streaming der Wettkämpfe. Das Ganze immer noch an besonderen Orten in der ganzen Welt. Die diesjährige Championships Series besteht aus vier Wettkämpfen, die alle im September stattfinden. Begonnen hat das Ganze im Businessbezirk von London, weiter ging’s mit dem Olympiapark in München und die noch ausstehenden Wettkämpfe finden in Jersey (old Jersey im Ärmlkanal) und Malibu (USA) statt. Ausführlich erkläre ich die Superleague im nächsten Podcast der Muskelmeisterei, der in den nächsten Tagen online gehen sollte.

Hier der Link zur letzen Ausgabe vor der SLT in München: https://open.spotify.com/episode/1zoNREqhDiXxQVClS4TRKa?si=W7Tn–yzSlCehzI7eXU2Vg&dl_branch=1

Wie bin ich die Geschichte jetzt eigentlich reingeraten?! Vor zwei Jahren bin ich in der Superleague bei den Junioren in Jersey gestartet, diesen Wettkampf konnte ich gewinnen und durfte daher am Abend noch bei den Profis ran. Dort habe ich mich top verkauft und wurde 15ter. Am nächsten Tag ging ich dann allerdings nicht mehr an den Start, weil das eine zu hohe Belastung gewesen wäre, aber ich habe auf mich aufmerksam gemacht und wurde nach Malta direkt zu den Profi eingeladen. Mein Auftritt hier war zwar nicht sonderlich erfolgreich (ich stürzte auf dem Rad und wurde anschließend eliminiert, da ich ich 90sek Rückstand auf den Führenden hatte) aber ich war den Organisatoren rund um Triathlonlegende Chris McCormack, nun ein Begriff. Da lag es natürlich auf der Hand, dass ich als “Local Hero” in München eine Wildcard bekam;)

Munich, Germany – SEPTEMBER 11th 2021 . Athletes training at the Olympic Park Munich ahead of Superleague Munich on 12/9/21 (Darren Wheeler – That Cameraman/SuperLeague)

Die Superleague ist unter den Athleten außerdem für eine sehr hohe Professionalität bekannt. Von der Anreise über Unterkunft, Verpflegung und Physiotherapie ist eigentlich für alles gesorgt. In Kombination mit den Preisgeldern ist es daher kein Wunder, dass jeder Athlet immer sehr gerne Teil der Superleague ist. Ich persönlich gehe hier auch immer sehr gerne an den Start. Neben den besonderen Formaten ist es vor allem auch die gute und lockere Stimmung unter den Athleten, die sehr viel Spaß macht. Meistens findet SLT nach der offiziellen ITU Wettkampfsaison statt und die meisten sehen das als Bonus, Spaß am Wettkampf an sich zu haben. Abseits von Weltcuppunkten, Kaderkriterien oder dem Hintergedanken Olympia…

Jetzt aber zum Rennen an sich. Das Format in München: The Equalizer. Ein 2,4km langer Time Trial, gefolgt von einem doppelten Triathlon mit den Distanzen: 300m Schwimmen, 3,6km Rad und 1,8km laufen. Hier wurde in den Abständen vom vorherigen Zeitfahren gestartet. Der Kurs war sehr anspruchsvoll und hatten pro 1,2km langer Runde einen Anstieg, mehrere Kopfsteinpflastersektionen, zwei Wendepunkte und eine Haarnadelkurve nach der Abfahrt. Bei den Männern und Frauen waren jeweils 21 Athleten am Start und mein Ziel vor dem Wettkampf war es erst einmal, nicht eliminiert zu werden (jeder der nach einer Disziplin, 90sek hinter dem Führenden liegt, wird aus dem Rennen genommen). Ich wollte mich aber natürlich auch zeigen und beweisen, dass ich der Wildcard auch würdig bin!

Munich, Germany – SEPTEMBER 12th 2021 . SuperLeague Munich Mens Pro race at the Olympia Park Munich 12/9/21 (Darren Wheeler – That Cameraman/SuperLeague)

Der Time Trial lief gut und ich fokussierte mich vor allem auf die technischen Passagen und versuchte beim Rest wirklich alles zu geben, was meine Beine hergaben. Mir war klar, dass auf diesem Niveau Sekunden entscheiden würden und man sich hier nicht schonen durfte. die anschließende Pause war sowieso lang genug um sich zu erholen und das gebildete Laktat zu verstoffwechseln! Mein Gefühl hatte mich nicht getäuscht und ich fand mich auf Platz 6 wieder. Das war eine top Ausgangslage für den anstehenden doppelten Triathlon.

Nachdem die Frauen ihr Rennen beendet hatten, stellten wir uns direkt in der Reihenfolge des Zeitfahrens auf und wurden nacheinander auf die Strecke geschickt. Das Ganze war enorm hektisch und da die Zeiten gerundet wurden, startete ich knapp hinter dem Führenden und zusammen mit fünf anderen Athleten. Die erste Herausforderung war der Weg zum Wasser, da wir oben auf dem Coubertinplatz starteten und die Treppen/ oder Wiese bergab zum Olympiasee laufen mussten. Kurz vor dem Start drehte sich der Topfavorit Vincent Luis noch einmal zu allen um und meinte nur: “boys, dont kill us on the downhill!” Was der Boss ansagt wird dann auch befolgt und jeder rannte zwar schnell Richtung Wasser, aber niemand riskierte einen Sturz…

Munich, Germany – SEPTEMBER 12th 2021 . SuperLeague Munich Mens Pro race at the Olympia Park Munich 12/9/21 (Darren Wheeler – That Cameraman/SuperLeague)

Das erste Schwimmen war dann aber enorm hektisch und der Weg zum Wasser waren die letzten ruhigen Momente die ich für die nächste halbe Stunde bekommen sollte. Vom ersten Zug an war richtig Zug in der Gruppe und jeder wollte Positionen gutmachen und ja nicht abreißen. Das darauffolgende Radfahren war ebenfalls eines der härtesten die ich je hatte und vor allem durch die Wendepunkte wurde jeder anschließende Antritt zur Qual! Ich war am Ende der ersten Gruppe und konnte zwar zwei Athleten auf dem Rad überholen, aber der Ziehharmonika-effekt war trotzdem nach jeder Wende deutlich spürbar. Nach drei Runden war das Radfahren dann aber auch schon vorbei und es ging zum Laufen. Hier setzte sich vorne eine siebenköpfige Spitzengruppe ab und ich konnte dem hohen Tempo nich ganz folgen. Ich lief die erste Runde zusammen mit Jonas Schomburg und dem Australier Aaron Royle. In der zweiten Runde kamen noch der Schweizer Max Studer und Jannick Schaufler dazu. Es gab keinen Zeitpunkt zum Erholen, denn gerade als man etwas den Laufrhythmus gefunden hatte, musste man schon wieder an die Vorbereitung fürs nächste Schwimmen denken und die Brille und Badekappe aufsetzen.

MUNICH, GERMANY – SEPTEMBER 12: during the Mens Pro Race at Super League Triathlon Munich event at Olympiapark on September 12 2021 in Munich, Germany. (Petko Beier/SuperLeague)

das zweite Schwimmen überstand ich gut in meiner Gruppe und auch beim Radfahren blieben wie zusammen. Als es auf den abschließenden Lauf ging, konnte ich noch einmal alle Reserven mobilisieren und machte in der Schlussrunde zwei Positionen gut. Am Ende lief ich auf Rand 12 ins Ziel und dachte mir wieder nur wie hart denn Triathlon sein konnte!

MUNICH, GERMANY – SEPTEMBER 12: during the Mens Pro Race at Super League Triathlon Munich event at Olympiapark on September 12 2021 in Munich, Germany. (Petko Beier/SuperLeague)

Trotzdem hat das Rennen mega viel Spaß gemacht und zu sehen, dass man mit den besten Triathleten der Welt mithalten kann, ist schon motivierend. Vor allem im Laufen weiß ich aber was meine Hausaufgaben für nächstes Jahr sind, denn hier muss ich einfach noch ein bisschen draufpacken, damit ich die Jungs vorne auch mal wirklich ärgern kann;)

Next Stop: WTCS Hamburg

Es geht direkt weiter! Relativ kurzfristig habe ich die Möglichkeit von der DTU bekommen, mein erstes WTCS Rennen zu starten und das dieses Wochenende in Hamburg! Für diese Chance bin ich extrem dankbar, denn die WTCS (Word Triathlon Championship Series) ist die höchste Rennserie, welche man auf der Kurzdistanz starten kann. Start ist am Samstag um 18:00 Uhr und ARD/ ZDF überträgt das Rennen über die Sprintdistanz live :(). Ich bin gespannt wo ich dann am Ende landen werde, aber für mich ist es einfach eine super Chance Erfahrung zu sammeln und ich nehme es einfach als Bonus von einer super Saison mit!

Das wars für heute. Drückt mir die Daumen und wer noch keine Pläne für Samstag Abend hatte weiß jetzt Bescheid was zu tun ist;)

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Deutsche Meisterschaft

Wie bereits angekündigt fanden am Sonntag die Deutschen Meisterschaften in Jena statt. Für mich als ältester Jahrgang des Starterfeldes war es die letzte DM im Nachwuchsbereich. Nachdem die DM im Juli leider abgesagt werden musste wurde es jetzt auf jeden Fall Zeit für das Rennen. Neben der Tatsache, dass es um die nationalen Titel ging, wurden auch noch die letzten Tickets zur Junioren Weltmeisterschaft auf den Bermudas vergeben! Kein Wunder also dass der 5. September bei einigen ganz dick im Kalender markiert war und wir alle auf den Tag hin gefiebert haben.

Die Vorbereitung

Viele Athleten haben nach der verschobenen DM erst einmal ein wenig Pause gemacht um noch mal erholt in den letzten Trainingsblock zu starten, für mich aber war jeder Tag gewonnene Zeit. Ich hatte richtig Spaß am Training, eine super Zeit in der Trainingsgruppe und hab mich einfach sehr gefreut verletzungsfrei recht normal trainieren zu dürfen. Die beiden Bundesliga Rennen in Nürnberg und Saarbrücken liefen gut für mich und es ist einfach so schön zu sehen, wie sich mein Körper langsam wieder an die Trainingsumfänge gewöhnt und anpasst. Gerade im Laufen weiß ich, dass dort momentan noch einiges fehlt um wieder vorne mitlaufen zu können, doch allein die Entwicklung der letzten Wochen waren für mich ein großer Schritt in die richtige Richtung. So bin ich motiviert nach Jena gefahren, natürlich mit dem Wissen dass es ein sehr sehr harter Kampf um eine Medaillen und ein noch härterer um die letzen zwei WM-Tickets werden würde.

Die letzte DM also. Am Tag zuvor musste ich an meine vorherigen drei Deutschen Meisterschaften und alle Deutschland Cups denken – bis auf einen Sturz waren diese Rennen immer sehr erfolgreich und liefen richtig gut. Natürlich wäre es schön an die Deutschen Meistertitel auch dieses Jahr wieder anknüpfen zu können aber anstatt mich davon unter Druck gesetzt zu fühlen war mir eines ganz wichtig: ich wollte mich auf das Rennen freuen, es genießen und schätzen nach zwei sehr schweren Jahren mit Verletzungen und Abitur trotzdem wieder an der Startlinie zu stehen und neben vielen bekannten Gesichtern und Freundinnen zu racen. So war ich vor dem Start eher entspannt weil ich wusste: ich habe alles gegeben um heute wieder hier zu stehen, habe mir nichts vorzuwerfen und egal was jetzt dabei raus kommt, ich werde mit dem Rennen zufrieden sein wenn ich im Ziel sagen kann dass ich alles gegeben habe und es für mich gemacht habe.

Das Rennen

Nach einigen Deutschen Meisterschaften und DTU Cups mit viel Gedränge und einem Drunter und Drüber beim Schwimmen wollte ich diesmal meine Schwimmstärke zeigen und mich bei einem riesigen Starterfeld von 70 Athletinnen nicht unterkriegen lassen. Das hat auch super geklappt und so konnte ich von Anfang an in der Spitze ganz frei schwimmen und ganz vorne mit aus dem Wasser laufen. Klar war: für eine Top-Platzierung wird es nur reichen, wenn sich beim Radfahren eine kleine Spitzengruppe absetzen kann. Das war zunächst auch der Fall und so bin ich mit vier anderen Mädels in einer Führungsgruppe gefahren. Eine Lücke zur Verfolgergruppe war zunächst einmal da – leider aber sehr schwer zu halten. Die Radstrecke kam einer solchen Renntaktik leider gar nicht zu Gute. Ein ganz flacher Kurs, ohne Kurven oder technischen Passagen, da ist es fast unmöglich einer großen Verfolgergruppe standzuhalten. So entstand nach der zweiten von vier Radrunden eine sehr große Gruppe, jetzt ging es vor allem darum sicher auf die Laufstrecke zu kommen. In einer großen Gruppe auf flacher Strecke zu fahren ist oftmals viel gefährlicher als ein technischer Radkurs. An den Wendepunkten zieht sich das Feld lang auseinander und auf der Geraden gibt es viele enge Überholmanöver. Zum Glück gab es hier aber keine Stürze und so ging’s los zum Laufen. Eine reine Laufentscheidung war natürlich nicht worauf ich gehofft hatte – was aber zu erwarten war. So musste ich ein paar Athletinnen recht schnell ziehen lassen und kämpfte mich in einem langen Zielsprint nochmal auf Platz 8 vor.

Platz 8

Für mich in diesen Umständen ein gutes Rennen und ich bin auch zufrieden. Wie ich schon erwähnte, ich habe es versucht und alles gegeben – damit kann ich die Saison sehr gut ausklingen lassen. Natürlich wäre eine weitere DM Medaille und eine WM-Quali unglaublich gewesen aber die Mädels in der Führung haben sich diese völlig verdient erkämpft und ich freu mich schon sehr auf den 17. Oktober ihre Rennen im Fernsehen zu verfolgen und ihnen die Daumen zu drücken.

Wie zum Beispiel ihr hier: goooo Julia xx (@julia.lrb)

Saisonpause

Ich freu mich auf jeden Fall auf die nächste Zeit, denn jetzt gehts weiter in der U23, völlig neue Rennen und Starterfelder in der Elite Klasse und auch hier gibt es natürlich wieder Deutsche/ Europa und Weltmeisterschaften, ein großes Angebot an internationalen Rennen allgemein und auf jeden Fall weiter die Triathlon Bundesliga!

Jetzt aber erst mal ein wenig Saisonpause, vielleicht noch ein paar Road Trips mit unserem VW Bus – vielleicht ein paar Reiseblogs die nächsten Wochen oder was sonst noch so dazu kommt. Am Wochenende gehts gleich aber nochmal zum Triathlon, zwar nicht aktiv als Starterin aber mein Bruder Simon darf am Wochenende in München bei der Super League starten und da bin ich natürlich in der Support Crew dabei!

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Bundesligafinale in Saarbrücken

Am Wochenende fand das letzte Rennen der 1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga in Saarbrücken statt. Nach drei vorherigen Wettkämpfen stand nun endlich das große Finale vor der Tür. Viele spannende Entscheidungen sind gefallen und auch für mein Team, das KTT 01 war es nochmal richtig spannend.

Ein richtiger Teamfight

Die Bundesligarennen unterscheiden sich grundsätzlich ein wenig von den „üblichen“ Triathlon Wettkämpfen. Statt einem Einzelwettkampf zählt in der Bundesliga das Teamergebnis. Von vier Starterinnen zählen die Ergebnisse der besten drei in die Teamwertung. Während des Wettkampfes ist aber jede relativ auf sich gestellt. In Saarbrücken war das aber mal anders – ein richtiger Teamfight.

Das Rennformat in Saarbrücken sah folgendermaßen aus: das Schwimmen fand im Schwimmbad statt, dabei musste jede Athletin 600m im Becken Schwimmen. Das Team ist jedoch nacheinander gestartet, wie ein Staffelschwimmen also. Mit dem Anschlag der jeweiligen Athletin durfte die nächste Schwimmerin starten. Die ersten drei Athletinnen sind dann nach ihrem Schwimmen in Richtung Wechselzone gelaufen und haben dort in einem abgesperrten Bereich (für jedes Team eine „Wartebox“) auf die vierte Athletin gewartet.

Saarbruecken, Deutschland – August 28: Henseleit Franca (16), Herrmann Felipa (13), ProAthletes KTT 01, Triathlon Bundesliga 2021 in Saarbruecken. (Photo by JoKleindl)

Ich bin in meinem Team an letzter Position gestartet, so habe ich gewartet und mich warm gemacht bis die dritte Athletin am Beckenrand angeschlagen hat und los ging das Rennen. Also erst einmal 600m Schwimmen – dann direkt aus dem Becken klettern und wie in einem normalen Wettkampf in die Wechselzone laufen. Jetzt aber ein entscheidender Unterschied: kurz vor der Wechselzone haben meine anderen drei Mädels schon auf mich gewartet und sind dann gemeinsam mit mir zu den Rädern in die Wechselzone gelaufen. Ab hier war es dann ein richtiges Teamrennen: Windschatten gefahren wird nur im eigenen Team und mindestens drei Athletinnen müssen zusammen die Ziellinie überqueren. Auf der anspruchsvollen Radstrecke konnten wir richtig gut aufholen und uns von Platz 5 nach dem Schwimmen auf Platz 4 vorarbeiten.

Saarbruecken, Deutschland – August 28: Henseleit Franca (16), ProAthletes KTT 01, Triathlon Bundesliga 2021 in Saarbruecken. (Photo by JoKleindl)

Auf der letzten Radrunde wurde dann die Lücke zum Team aus Witten auch immer kleiner, doch 30sek auf Platz 3 waren immer noch viel. Unsere Chance war dann jedoch ein Sturz im Team von Witten und wir konnten vorbeiziehen – zum Glück ist den Athletinnen aber nichts Größeres passiert. Plötzlich auf Rang 3 liegend ging es dann los auf die Laufstrecke. Hier waren die Beine erst einmal richtig schwer nach dem anspruchsvollen und bergigen Radkurs aber auch hier hat das Teamrennen seine Vorteile um das ein oder andere Mal ein wenig geschoben zu werden.

Rang 3

Podium bei der Bundesliga! Auf jeden Fall ein Ergebnis an das wir nächstes Jahr hoffentlich öfter anknüpfen können!

Saarbruecken, Deutschland – August 28: Herrmann Felipa (13), Henseleit Franca (16), Neubert Tanja (15), ProAthletes KTT 01, Triathlon Bundesliga 2021 in Saarbruecken. (Photo by JoKleindl)

What‘s next?

Nach der etwas unglücklichen Absage der Deutschen Meisterschaft in Schongau steht jetzt ein neuer Termin und zwar diesen Sonntag! Am 5. September findet also die Deutsche Meisterschaft in Jena statt. Ich bin schon sehr gespannt auf das Rennen und natürlich ein wenig enttäuscht keine Heim DM auf sehr anspruchsvollem und bergigen Radkurs zu haben aber immerhin wird das Rennen nachgeholt. Für mich wird das also die letzte Junioren DM sein bevor es dann ab nächstem Jahr in die U23/Elite Klasse geht. Ich freu mich auf das Rennen und werde es auf jeden Fall noch einmal genießen!

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U23 WM Edmonton

Hier in Kanada ist es gerade noch Montag, bei euch wahrscheinlich schon Dienstag Nacht bis dieser Blog online geht;) Letzte Woche war einfach mal wieder so viel los, dass ich nicht zum Blockschreiben gekommen bin! Deshalb jetzt hier die Zusammenfassung der letzten zwei Wochen:

Part 1: Bundesliga Nürnberg

Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit, aber das Heimrennen in Nürnberg war tatsächlich erst letzte Woche! Die Strecke und die Atmosphäre war richtig gut und seit langem hat sich ein Wettkampf mal wieder so richtig nach Triathlon angefühlt. Zuschauer, Anfeuerungsrufe auf der gesamten Strecke und – was natürlich auch zu einem typischen Triathlon gehört – dass nicht alles nach Plan läuft…

Aber alles der Reihe nach: der Start lief nicht ganz optimal und ich wurde nach ein paar Zügen an der Schulter zurückgezogen (nicht mit Absicht aber der Schwimmer neben mir hat mich einfach bei seinem Zug voll erwischt und nach hinten gedrückt). Ich hatte aber richtig gute Arme und konnte mich wieder nach vorne arbeiten und vor allem am Rückweg noch die Lücke zu ein paar Athleten schließen, die sich vom Feld abgesetzt hatten.

Der Whörder See war mit 16,5 Grad relativ kalt, daher galt Neoprenpflicht // Quelle: Theo Bettin

Durch einen guten Wechsel und einer schnellen ersten Runde konnte ich mit zwei weiteren Jungs zur vier-köpfigen Spitzengruppe aufschließen. Ich investierte hier sehr viel und versuchte das Tempo in unserer Gruppe hochzuhalten. Leider konnten nicht alle Athleten mitarbeiten und so verloren wir langsam aber stetig unseren 15-sekündigen Vorsprung auf die 20 Mann große Verfolgergruppe.

Wendepunkt nach einer von fünf Runden // Quelle: Theo Bettin

Am Ende der vierten Radrunde gab es den Gruppenzusammenschluss. Ich wollte hier auf keinen Fall Positionen verlieren und fuhr weiter vorne. Bis zum Abstieg investierte ich so zwar einiges mehr, konnte aber als Zweiter in die Wechselzone laufen und so – eigentlich – etwas Vorsprung mit auf die Laufstrecke nehmen. Ich verschätzte mich aber ordentlich und war kurz vor meinem Wechselplatz noch viel zu schnell für den nassen Teppich. Als ich dann abbremste zog es mir einfach die Füße weg und ich landete mit voller Wucht auf den Speichen meines Vorderrads.

Das wars mit der guten Ausgangsposition 😉 // Quelle: Triathlon-Bundesliga

Meinem Oberschenkel ging’s zum Glück ganz gut, aber die Carbonspeichen meines Vorderrads sind leider gebrochen… An letzter Position ging ich mit ordentlich Wut im Bauch auf die Laufstrecke. Die erste Kilometer ging es an der Pegnitz entlang bergab Richtung Hauptmarkt und ich versuchte sehr schnell anzulaufen und die verlorenen Plätze wieder gutzumachen. Ich arbeitete mich auch kontinuierlich nach vorne, aber auf Position acht liegend musste ich dann doch etwas rausnehmen und mich wieder etwas erholen. Hier war die Aufholjagd dann eigentlich auch zu Ende und ich kam nicht mehr näher an die Führenden heran. Somit lief ich am Ende auf Platz acht, einigermaßen zufrieden ins Ziel.

Kein optimales Rennen aber eine gute Vorbereitung für die anstehende WM // Quelle: Triathlon-Bundesliga

Ich hoffe auf jeden Fall, dass die Bundesliga nächstes Jahr wieder nach Nürnberg kommt und sich langfristig als Rennen etabliert und den Kurzdistanz Triathlon hier in der Region etwas bekannter macht. Das Feedback war durchweg positiv und auch von den Athleten hab ich nur Gutes gehört. Es sollte dem nächsten Jahr also nichts im Weg stehen;)

Part 2: Edmonton

Jetzt aber zu der aktuellen Situation! Gerade befinde ich mich meinen zweiten Tag in Quarantäne in Edmonton. Nicht schlimm, alles so geplant 😉 die dreitägige strenge Zimmerquarantäne ist von der ITU (international Triathlon Union) so eingeplant um jegliche Risiken einer Infektion mit COVID zu minimieren. Anschließend sind wir allerdings auch nicht wirklich frei, sondern werden nur für unsere Trainingseinheiten zum Wettkampfgelände geshuttelt und anschließend wieder ins Hotel gebracht. Nicht schön, aber in den aktuellen Zeiten einfach notwendig. Ich komme aber eigentlich ganz gut damit klar und bin viel auf der Rolle, simuliere das Schwimmen mit Zugseil und Athletikübungen und freu mich dann umso mehr auf den Wettkampf am Sonntag.

Den heutigen Tag teile ich in den Stories auf Social Media also wer interessiert ist, kann hier gerne mal reinschauen. Für Details, meine Ambitionen für Samstag und sonnige Insights geht dann am Donnerstag ein neuer Podcast online!

Ansonsten euch noch eine erfolgreiche, erholsame oder einfach auch nur schöne Woche!

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Ein Raceblog

Fast schon wieder eine Woche her das Bundesligarennen in Nürnberg… aber gleich mal vorne weg: es lief ziemlich gut:)

Das erste Mal war die 1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga zu Gast in Nürnberg und ich würde sagen es war ein voller Erfolg. Für mich war die Anreise und das ganze Drumherum auf jeden Fall sehr entspannt. Meine Wohnung in Nürnberg liegt mit dem Fahrrad nur ca. 5min entfernt von der Wöhrder Wiese, hier war die Wechselzone für den Wettkampf aufgebaut. So konnte ich erst einmal ganz entspannt zu Hause schlafen, dort frühstücken und nach einem ersten Warm up dann mit dem Rad und Gepäck zum See fahren. Wie sieht so ein typisches Wettkampf warm up eigentlich aus?

Wettkampfvorbereitung

Jeder Athlet hat hier sicher seine eigene Strategie und Vorlieben und weiß, was er/sie machen muss um dann fit und bereit an der Startlinie zu stehen. Je nachdem wann der Start des Rennens ist sieht eine Wettkampfvorbereitung dann in etwa so aus für mich. Morgens um 6 klingelt der Wecker, nach einer kleinen Aktivierung, Dehnung und Mobilisation mache ich dann gerne einen Auftaktlauf in der Früh. Das bedeutet mein hauptsächliches Lauf warmup mache ich morgens einige Stunden vor dem Wettkampf, direkt vor dem Start aktiviere ich mich dann nur nochmal über ein paar Technikübungen und Steigerungsläufe. Nach einem kleinen Lauf und kurzer Vorbelastung geht es dann wieder zurück in die Wohnung, das Ganze ist wirklich sehr kurz und dauert nicht viel länger als 20min. Jetzt auf jeden Fall Frühstück – hier gilt ganz allgemein die 3h Regel, die sicher allen Athleten bekannt ist. Grob 3h vor dem Start das letzte Mal gut essen, dann sollte es grob gesagt hoffentlich keine Magenprobleme geben. Jetzt ist es 7 Uhr, Zeit sich nochmal kurz hinzulegen. Dann geht es kurz aufs Rad um auch hier die Beine ein wenig zu lockern. Zurück in die Wohnung, 8:40 Uhr ein letzter Check und los zur Wechselzone.

Am See treffe ich dann die anderen Mädels aus meinem Team. Um 9 Uhr gehts los und wir richten die Wechselzone ein, kurz nochmal die Wege einprägen, nochmal ein letzter Check und weiter gehts im Warm up Prozess. Noch ca. 1h (Start um 10:15 Uhr) Zeit, Zeit genug um noch ein zweites Lauf warm up und das einschwimmen zu machen. 9:45 Uhr: ausreichend aktiviert bin ich jetzt auf jeden Fall, also rein in den Neoprenanzug und los zum einschwimmen.

Credit Marcel Hilger

Jetzt laufen die Minuten schneller als man denkt und schon stehen wir aufgereiht an der Startlinie. Noch ein wenig Gel und Wasser und los gehts. Der Reihe nach werden die Teams aufgerufen und wir schwimmen an die Startlinie. Peng, der Startschuss fällt!

Das Rennen

Gute Arme beim schwimmen, kein Gedränge oder Geprügel – es lief einfach. So kam ich dann an Position 7 in der Führungsgruppe aus dem Wasser. Nach einem schnellen Wechsel ging’s dann schon aufs Rad. Hier hatten wir durchgängig ca. 30sek Vorsprung vor der 1. Verfolgergruppe. Nach 20km auf dem Rad dann der zweite Wechsel, hier hätte ich wirklich ein wenig aufmerksamer sein sollen. Fast wäre ich nämlich an meinem Wechselplatz vorbei gelaufen und dann beim abrupten Stoppen auf dem nassen Teppich ausgerutscht. Aber alles nochmal gut gegangen. Rein in die Laufschuhe und los auf die 5km. Seit meinem Trainingslager in der Toskana im Juni konnte ich endlich mal wieder durchgehend laufen. Das habe ich auf jeden Fall gemerkt und so lief das Laufen schon um Welten besser als bei der EM Anfang Juni. Drei schnelle Läuferinnen kamen noch aus der Verfolgergruppe nach vorne geflitzt, doch am Ende war es dann Platz 10 für mich!

@bettinphotography

Nach fast 2 Jahren ohne Bundesligarennen für mich war das auf jeden Fall ein Ergebnis mit dem ich mehr als zufrieden bin. Und mit den Bundesligarennen geht es gleich weiter! Schon am 29. August findet das letzte Rennen der Bundesliga Saison in Saarbrücken statt und ich freu mich sehr wieder mit den Mädels am Start zu sein:)

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