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Frederic Funk Triathlon-Blog: Deutscher Meister!

Bis 10 Tage vor dem Rennen war überhaupt noch nicht klar, ob ich bei den Deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz in Ingolstadt überhaupt an den Start gehen werde. Grund dafür war der Europa Cup in Weert, welcher zugleich der Qualifikationswettkampf für die Elite EM in Glasgow Anfang August war. Auch dieser fand am 10. Juni statt und da es auch noch eine Olympische Distanz war hat es mich schon sehr gereizt dort zu starten. Zwar hatte ich mich etwas zu spät gemeldet und war erst auf der Warteliste, wäre aber mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit mit der letzten Aktualisierung sieben Tage vor dem Rennen noch auf die Startliste gerutscht und wenn man auf der Startliste ist, muss man starten, sonst gibt dies Sanktionen sowohl seitens der DTU, als auch der ITU. Letztendlich bin ich alles mal mit einem klaren Kopf durchgegangen und hab mich endgültig dazu entschieden in Ingolstadt an den Start zu gehen, was sich als die richtige Entscheidung herausstellen sollte. Kurz zu meinem Gedankengang: Sagen wir an einem sehr guten Tag könnte ich das EM Ticket in Weert lösen, zur EM fahren und dort an einem sehr guten Tag sagen wir Platz 15 erreichen (ist alles nur hypothetisch). Was hab ich nun von einem 15. Platz bei der EM? An demselben sehr guten Tag könnte ich in Ingolstadt Deutscher Meister werden und davon habe ich einfach deutlich mehr.

Nun aber zum Rennen. Am Mittwoch vorher wurde ich zu meiner ersten Pressekonferenz eingeladen, was eine super neue Erfahrung für mich war. Dort konnte man schon feststellen wie professionell die bereits neunte Austragung des Triathlons in Ingolstadt organisiert ist. Moderiert wurde das ganze von Sport1 Moderator Hartwig Thöne.

Der Wettkampf selber fand dann am Sonntag statt. Da die Anreise von Nürnberg nicht all zu weit ist, entschieden meine Freundin und ich erst am Wettkampftag selber anzureisen, auch wenn der Wecker bereits um 4 Uhr klingelte.

Vor Ort trafen wir uns mit meinen Eltern, die auch beide über die Mitteldistanz an den Start gingen und um die Deutschen Meistertitel der Altersklassen kämpften. Das ganze Vorstartprocedere vor einer Mitteldistanz ist wesentlich stressfreier als vor kürzeren Distanzen, da man sich nicht ganz so viel erwärmen muss.

Die Wassertemperatur betrug 24°C, also war der Neo für die Elite verboten. Da dies zu erwarten war, besorgte ich mir vorher noch einen Speedsuit von KIWAMI, eine Art zweite Schicht, vergleichbar mit den Schwimmanzügen der Schwimmer. Vielen Dank an dieser Stelle an KIWAMI für die schnelle Lieferung!

Pünktlich um 8 Uhr fiel der Startschuss für die Elite. Mein Plan für das Schwimen war so lange wie möglich an den Vorjahressieger Lukasz Woijt dranzubleiben. Dieser war Schwimmprofi und bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Nun ja, gute 100m kam ich mit. Ab da wurde es ein einsames und gefühlt sehr langes Schwimmen, aber ich war gut unterwegs und stieg mit knapp 1:20min Rückstand und 40s Vorsprung auf Platz 3 aus dem Wasser. Das Wichtigste war nun Ruhe bewahren.

Die Ruhe konnte ich beim Radfahren mehr oder weniger bewahren, die ersten 20km fuhr ich deutlich über meiner Schwelle bis ich Woijt endlich wenigstens auf Sichtweite hatte. Dann konnte ich etwas konstanter und ruhiger fahren. Eins war klar: Beim Radfahren ging heute was! Den einzig längeren Berg bei der Hälfte der Radrunde genoss ich regelrecht, da die Strecke größtenteils flach war und man viel liegen musste, allerdings bin ich das Zeitfahrrad dafür noch nicht genug gewohnt und war froh über jeden auch nur kleinen Hügel bei dem ich mal im Wiegetritt hochfahren konnte.

Nach circa 35 Kilometern war ich dann hinter Woijt und hatte selbst bei 20m Abstand einige Ersparnisse. Gut fünf Kilometer ruhte ich mich etwas aus bevor ich ihn kurz vor dem Wendepunkt in die zweite Radrunde überholte. Ich versuchte vorne den Druck hochzuhalten, und meinen Vorsprung so schnell es geht auszubauen. So fuhr ich bis Mitte der zweiten Runde wieder ziemlich hart und war mir gar nicht sicher, ob Woijt mir vielleicht folgen konnte. Beim Wendepunkt an der Spitze des Berges sah ich dann, dass ich eine Lücke von fast 2min rausfahren konnte. Meine Beine ließen nicht nach und in der Führung macht es unglaublich Spaß. Beide meine Eltern kamen mir auf dem Rückweg in die Wechselzone nochmal entgegen und feuerten mich an, was mich zusätzlich motivierte.

2:01h brauchte ich für die 86,5km, also ziemlich genau ein 43er Schnitt. 315 Watt und 327 Watt Normalized. 4,4 Watt/kg. Knapp 3min Vorsprung vor Woijt und über 7min Vorsprung vor Patrick Reger auf Platz 3. Ursprünglich war Niclas Bock auf Platz 3, allerdings vergaß er in der zweiten Runde die kleine Extraschleife zu fahren. Sein Blog dazu hier. Sehr schade, da er auch super im Rennen lag. Viel Erfolg für Roth, Niclas!

Das Loslaufen gestaltet sich nach einem 90km Soloritt natürlich als besonders schwer und ich brauchte einige Kilometer bis ich meinen Rhythmus fand. Nach der ersten von vier Runden um den Baggersee ging es mir dann deutlich besser und ich hörte, dass ich meinen Vorsprung von drei auf fünf Minuten ausbauen konnte, allerdings machte mir mein Magen etwas
Probleme und da ich dies nicht ausreizen wollte, nahm ich das Tempo etwas raus und der Vorsprung wurde nicht wirklich kleiner. Auf Woijt baute ich aus, Reger lief dann auf Platz 2.

Man darf sich nie zu früh sicher sein, aber in der letzten Runde war mir klar, dass es reichen wird. Auch wenn es mental und bei der Hitze nicht ohne war, vier mal um den Baggersee zu laufen, haben mich vor allem die Zuschauer mega motiviert. Vielen Dank an alle, die mich angefeuert haben!

Dann war es soweit und ich konnte die letzten 100m im Zielkanal richtig genießen. Deutscher Meister über die Mitteldistanz! Nach meinem Juniorentitel 2016 mein zweiter Meistertitel und mein erster in der Elite.

Im Ziel nahm ich dann das drei Liter Bierglas entgegen und nach einem großen Schluck schüttete ich, koordinativ am Ende, den Rest, statt über mich, eher hinter mich. Das muss ich noch üben 😉

Patrick Reger lief auf Platz 2 ins Ziel und Lukasz Woijt konnte den dritten Platz noch knapp vor Dominik Sowieja ins Ziel retten. Meine Mutter wurde zweite in ihrer AK, mein Vater dritter und meine Freundin gewann ihre AK über die Sprintdistanz!

Alle Ergebnisse findet ihr hier.

Nochmal vielen Dank an alle für die Unterstützung, vor allem an meine Sponsoren und meine Eltern für das geliehene Material 😀 Und ein großes Dank an Gerhard Budy und sein Team, die mal wieder eine top Veranstaltung auf die Beine gestellt haben. Nun habe ich es endlich mal als Athlet selber miterlebt. Ich kann den Triathlon in Ingolstadt nur jedem empfehlen, nicht jede Mitteldistanz muss Challenge oder Ironman sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich bin super zufrieden mit meinem Rennen und wenn sich das Radfahren noch weiter so entwickelt bin ich sehr zuversichtlich. Nun freue ich mich auf den Rothsee Triathlon am kommenden Sonntag, wo das Ziel ist den Titel vom letzten Jahr zu verteidigen!

Bis dahin
Frederic

Hier noch mein Zielinterview mit Tri2b.com

(Bilder: 1. Melanie Schoch/inxmedia.de
2, 4, 5, 6, 7. Harald Eggebrecht/ Tri2b.com
3. Ingo Kutsche)

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Frederic Funk Triathlon-Blog: Meine erste Mitteldistanz

Bereits am Mittwoch der Rennwoche reiste ich mit meinem Trainingspartner und Freund Julian Erhardt mit dem Auto an die Adria, nach Riccione. Am Tag darauf wurden wir erstmal mit sehr schlechtem Wetter begrüst, so besichtigten wir die Strecken gleich unter harten Bedingungen. Die Wettervorhersage für den Renntag war Gott sei Dank sehr gut, denn die Abfahrten wären bei Nässe mit dem Rad kein Spaß geworden.

In den letzten Tagen vor meiner ersten Mitteldistanz hieß es aber hauptsächlich ausruhen, Beine hochlegen und Nudeln essen. Aus Angst im Wettkampf leer zu gehen, aß ich schon hier und da mal den einen Teller mehr 😉

Dann war es endlich so weit und der Wettkampftag stand an. Der Start war „erst“ um 10 Uhr und das Check In direkt davor. Bei den vielen Mitteldistanzen ist der Start noch früher und man stellt sein Rad bereits am Abend davor in die Wechselzone, da es meistens sehr viele Teilnehmer sind und es am Rennmorgen sich nur überlaufen würde.

Dadurch, dass Riccione ein Rennen der Marke Challenge war, waren es auch hier fast 1000 Teilnehmer und davon knapp 50 Profitriathleten. Durch einige Nachmeldungen war das Rennen dann noch stärker besetzt als ich gedacht hatte, dennoch machte ich mir keinerlei Druck und wollte nur konstant und ohne Pannen durchkommen.

Der Rennmorgen war relativ stressfrei, da man sich auch nicht all zu viel erwärmen muss, da der Wettkampf ohnehin vier Stunden dauern sollte. Das Meer war sehr wellig und die Temperatur betrug 18°C, also durfte, wie erwartet, mit Neopren geschwommen werden.

Und dann stand ich schon an der Startlinie und wartete darauf mit 1000 anderen Athleten ins Rennen geschickt zu werden, allerdings nicht alle gleichzeitig. Die Profis bekamen ihre eigenen Startwellen fünf Minuten vor dem Rest.

Ich stand auf der linken Seite des Feldes, während die Favoriten sich alle rechts hingestellt hatten. Dann fiel der Startschuss. Das Reinlaufen und ein paar Delfinsprünge bekam ich sehr gut hin und so führte ich das Feld auf meiner Seite an. Allerdings merkte ich nach der ersten Boje, dass es nicht wirklich rund lief und ich mit dem sehr welligen Wasser auch nicht ganz klar kam und keinen Rhythmus fand. So gab ich mein Bestes in der Führungsgruppe zu bleiben, von der sich am Ende aber drei Athleten absetzen konnten, wo ich gerne mitgeschwommen wäre, aber ich wollte auch nicht all meine Körner beim Schwimmen schon verschießen.

Die 1,9km kamen mir ewig vor und ich war froh als es endlich vorbei war. Laut den Schwimmuhren der Athleten waren es sogar 2,1km. Der Laufweg in die Wechselzone war auch sehr lang und da man noch den Neo halb anhatte, war dies auch kein Spaß.

Mit einigen anderen Athleten sprang ich dann aufs Rad. Die ersten Kilometer aus der Stadt raus waren sehr stressfrei. Da bin ich ganz anderes gewohnt. So führte ich erstmal eine lange Gruppe von Athleten an, einige mit fairen Abstand, einige nicht. Ich halte teilweise sogar zu viel Abstand und so kommt es, dass mich andere Athleten überholen und vor mir einscheren, das kann ganz schön nervig sein, da man zu diesem Athleten dann wieder erstmal den Abstand herstellen muss. Laut Reglement hat man dafür fünf Sekunden Zeit, sprich man muss das treten kurz aufhören.

Nach 15km kam die erste Steigung, welche zwar kurz und sehr steil war. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich im hinteren Teil dieser Gruppe und fuhr die Steigung auch nicht all zu hart hoch. Vorne konnte sich allerdings der Österreicher Thomas Steger von der Gruppe absetzen und eine Lücke von wahrscheinlich 300m herstellen. Oben gab es dann eine Verpflegungsstation, was für mich beim Radfahren auch neu war. Ich konnte mir eine Wasserflasche greifen und mein Trinksystem vorne wieder auffüllen, auch wenn dies noch nicht leer war. Bei den Verpflegungsstationen kann man, denke ich, froh sein, wenn man überhaupt irgendwas bekommt.

Danach entschied ich mich zu Thomas Steger aufzuschließen und trat das erste mal im Wettkampf ernsthafter in die Pedale. An der Gruppe vorbei und für die nächsten knapp 3km trat ich gut 360 Watt und es fühlte sich aber sehr kontrolliert an. Keiner der Gruppe folgte mir und so waren wir dann erstmal zu zweit, als es in die erste bergab Passage ging. Diese war nur sehr kurz und dann ging es für 15km leicht bergauf, wo man aber gut in Aeroposition fahren konnte. Ein paar Athleten konnten von hinten dann wieder aufschließen, aber dann wurde es ernst und ein langer steiler Berg stand an.

Ich wusste, dass Thomas Steger sehr gut bergauf fährt, also nahm ich mir vor an ihm dranzubleiben. Das war leichter gesagt als getan, für acht Minuten trat ich fast 400 Watt und fuhr den Berg mehr oder weniger voll hoch. Zwar blieb ich an Steger dran, aber ob dies eine clevere Idee war, wusste ich nicht. Beim Wendepunkt an der Spitze des Berges hatte ich für die bereits 45km 325 Normalized Power und dann ging es erstmal länger bergab, also gut zum „ausruhen“.

Zu zweit konnten wir knapp zwei Minuten Vorsprung auf den nächsten Athleten rausfahren. Vorne weg war seit Beginn Gulio Molinari und noch ein anderer Italiener, welche beim Wendepunkt circa 3 Minuten Vorsprung hatten.

Auf dem Rückweg wechselten Steger und ich mich gut ab. Wir waren schnell unterwegs, aber ich denke da haben wir einiges an Zeit liegen lassen, denn wir fuhren knapp 300 Watt oder weniger und es fühlte sich für mich relativ locker an, allerdings hatte ich nicht den Mut mehr zu treten. Bei der Verpflegungsstation auf dem Rückweg, 15km vor dem Radziel, konnten der Slowene Jaroslav Kovacic und der Österreicher Christoph Birngruber von hinten aufschließen und wir sammelten den Italiener von vorne ein, so waren wir eine Gruppe von 5 Athleten, die bis zur Wechselzone auch so blieb.

Beim Wechsel vergaß ich erstmal, dass ich Startnummer 19 habe und stellte mein Fahrrad an den Platz der Nummer 18. Nach kurzem Zögern bemerkte ich es und stellte mein Rad nochmal um. Außerdem musste ich nach dem Schuhe anziehen meinen Rücken kurz andehnen, da dieser extrem verspannt war und schmerzte. Ich ließ viel Zeit beim Wechsel und lief als letzter der Gruppe raus. Und auch das Loslaufen ging gar nicht, ich fand keinen Rhythmus und merkte wie heiß es eigentlich war. Den Italiener konnte ich relativ schnell einholen, doch die anderen drei liefen dasselbe Tempo wie ich, bzw. Thomas Steger noch schneller.

Am Wendepunkt der ersten von drei Runden á 7km holte ich dann Birngruber ein und war dann auf Position vier. Molinari hatte nach dem Radfahren über sechs Minuten Vorsprung. Kovacic war circa 100m vor mir.

In der ersten Runde gab es bei den hinteren Verpflegungsstationen auch nur Schwämme, so hatte ich ziemlich Durst und legte nach der ersten Runde erstmal eine Gehpause an der Verpflegungsstation ein, um so viel Wasser wie möglich über mich zu schütten und zu trinken.

Wie als ob ein Schalter bei mir umgelegt wurde, begann ich mich richtig gut zu fühlen und fand meinen Rhythmus. Ich kam immer näher an Kovacic und konnte ihn bei der Hälfte der Laufstrecke stellen. Mit einer Tempoverschärfung ging ich vorbei, so dass er keine Chance hatte dranzubleiben. Nun lief ich tatsächlich an dritter Position.

Es fing an wieder richtig Spaß zu machen und schon waren es auch nur noch 7 Kilometer. Natürlich tat alles weh und ich konnte kaum erwarten, dass es vorbei ist. Der Halbmarathon ging viel schneller rum, als ich vorher gedacht hatte.

Auf den letzten 500m fing ich schon an zu genießen und mich zu freuen. Auf der Zielgeraden bekam ich regelrecht Gänsehaut und lief als dritter hinter Molinari und Steger über die Ziellinie.

Ich war mega glücklich und zufrieden mit dem dritten Platz bei meiner allerersten Mitteldistanz. So kann es weiter gehen! Ergebnisse hier. Julian erwischte leider keinen guten Tag und kam als 25. über die Ziellinie.

Natürlich habe ich jetzt Blut geleckt und freue mich jetzt schon wieder auf meine nächste Mitteldistanz, aber dennoch werde ich noch etwas mehr wert auf Sprint und Olympisch geben, da ich erst 20 Jahre alt bin und erstmal meinen Speed maximieren sollte, bevor es dann komplett auf Mittel und später dann Lang gehen soll.

Danke an alle für die Glückwünsche und ein besonderer Dank gilt meinem Hauptsponsor: Meine Eltern. Einerseits natürlich für die finanzielle Unterstützung und andererseits für den allgemeinen Support in allem, was ich tue 🙂

In 1,5 Wochen starte ich in Ungarn auch schon meine erste Sprintdistanz für diese Saison und hoffe dort wieder frisch an der Startlinie zu stehen.

Bis dahin
Frederic

Pressemeldungen:

tri-mag.de

tri2b.com

dtu-info.de

 

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Frederic Funk Triathlon-Blog: Meine erste Mitteldistanz (Vorbericht)

Um mich selber auch wieder ein bisschen in den Rennmodus zu bringen, schreibe ich mal hier ein kurzes Update bzw. einen kleinen Vorbericht zu meiner ersten Mitteldistanz am kommen Sonntag.

Die letzten 2,5 Wochen seit dem Europa Cup in Melilla waren nahezu perfekte Trainingswochen. Weder mein gesundheitliches Befinden noch das Wetter machten mir bei irgendeiner Trainingseinheit einen Strich durch die Rechnung. Dazu war ich nie so müde und oder demotiviert, dass ich mal eine Einheit freiwillig weggelassen habe. Außerdem konnte ich bei einem 5000m Laufwettkampf komplett aus dem Training eine neue persönliche Bestzeit von 15:17min aufstellen. Ganz zufrieden war ich damit nicht mal, aber beschweren kann ich mich sicher nicht, hätte davor ja auch weniger trainieren können 😉

Ich bin sehr glücklich über diese zwei harten, aber dennoch nicht zu harten Trainingswochen und auch meine Trainingsergebnisse zeigen, dass die Form immer besser wird. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich bereit bin für meine erste Mitteldistanz, aber das ist wohl eher dem Respekt vor der Länge geschuldet. Die 1,9km Schwimmen im Mittelmeer werden für mich sicher keine Probleme darstellen, die 90km werde ich hoffentlich auch noch in einer respektablen Leistung hinbekommen, aber danach noch einen Halbmarathon? Ins Ziel bringen? Ja, gar kein Problem! Schnell ins Ziel bringen? Genau das ist die Frage. Wie schnell kann ich wohl noch laufen nachdem ich 90km auf dem Rad hart gearbeitet habe? Zu dem allen kommt auch noch die Ernährung, was bei meinen bisherigen Distanzen von unter zwei Stunden Rennzeit noch nie eine große Rolle gespielt hat. Da bin ich allerdings ganz zuversichtlich und denke mit meinem Unterstützer Muscle Milk Protein bzw. Cytosport eine gute Lösung gefunden zu haben, die ich auch schon in harten Trainingseinheiten erfolgreich getestet habe.

Das Feld bei der Challenge Riccione ist sicher auch kein schlechtes und es sind einige Athleten am Start, die ich selbst sehr bewundere und nun habe ich die Gelegenheit mich mit ihnen zu messen. Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf das Rennen und war noch nie selber so gespannt auf mein Endergebnis. Drückt mir die Daumen!

Bis dahin
Frederic

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