Woche 3: Läuft

Der Titel ist Programm. Aktuell läufts einfach – im Training so wie in der Gruppe. Als ich im Dezember wieder ins Training eingestiegen bin und hier für zwei Wochen trainiert habe, spürte ich das Training deutlich und wurde in den letzten Tagen schon ziemlich müde. Jetzt fühlt sich das Training zwar schon sehr umfangreich und intensiv an, aber ich kann mich an den Entlastungstagen immer wieder gut erholen und starte wieder relativ frisch in den neuen Trainingsblock. Wir trainieren hier meisten einen drei/ eins Rhythmus, d.h. drei intensive Belastungstage, mit einem ruhigeren Entlastungstag im Anschluss. Heute im Blog: grobe Trainingsanalyse der letzten Woche mit Umfang und Intensität der Einheiten.

Wochenstruktur

Am Montag bin ich mit einem ruhigen Entlastungstag in die Woche gestartet. Bis zum frühen Nachmittag hatte ich komplett frei und danach stand nur noch eine Stunde Krafttraining mit 1,5 Stunden Schwimmen (5,1km) im Anschluss auf dem Plan. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag waren dann deutlich umfangreicher und hatten an jedem Tag eine “Schlüsseleinheit” und zusätzlich ein bis zwei lockerere Einheiten.

  • Dienstag: 4x2km Lauf gesteigert (6:50min – 6:20min) + 4km Schwimmen locker + 3h Rad mit 16x8sek Sprint
  • Mittwoch: 1:15h Rad locker vor dem Frühstück + intensive Koppeleinheit am frühen Nachmittag; hier sind wir das gleiche Programm wie vor einer Woche geschwommen 3x400m + 6x200m im Schwellenbereich (bei mir 1:12-13/ 100m) und im Anschluss bin ich direkt aufs Rad und 5x8min Intervalle gefahren
  • Donnerstag: 40min Lauf + 5:10h auf dem Rad + 15min Koppellauf zügig (3:20min/km) + 4km locker Schwimmen am Abend
Laktatabnahme mit Tim und Mika

Der Freitag stand dann wieder im Zeichen der Entlastung mit Kraft- und Schwimmtraining. Allerdings hatte ich in der Früh noch einen langen Lauf (1:45h) auf dem Programm und dadurch war der Tag dann doch nicht ganz geschenkt nach dem sehr langen Training am Donnerstag. Samstag und Sonntag wurde dann noch einmal etwas umfangreicher. Der Samstag begann mit Intervallen auf dem Rad und endete mit Schwimmen im Meer und einem lockeren Lauf. Hier begleitete mich Tom Meyer für ein Fotoshooting für Shop4runners und die ersten Bilder sahen schon sehr vielversprechend aus! Der Sonntag begann dann sehr untypisch nicht mit einem lockeren und langen Lauf, sondern mit kurzen Laufintervalllen (2x15x200m). Zum Abschluss der Woche ging es nochmal länger aufs Rad (4:10h).

Die Wochenstats

  • Gesamt: 34h
  • Schwimmen: 28,5km // 8:30h
  • Rad: 515km // 17:50h
  • Lauf: 77km // 5:40h
  • Kraft: 2h

Insgesamt wieder eine sehr gute Trainingswoche für mich und ich schätze mich aktuell wirklich sehr glücklich solche Trainingsbedingungen hier zu haben und diese auch wirklich gut nutzen zu können! Ich habe keinerlei Beschwerden und das Training geht mir auch einfach mental total locker von der Hand. So wie jetzt kann also weitergehen!

Am Sonntag ist das erste Trainingslager dann auch schon zu Ende und ich fliege nach Mallorca. Bis jetzt verging die Zeit hier super schnell und ich hoffe, dass ich gut und sicher durch die dritte Woche komme und weiterhin so viel Spaß mit der Gruppe im Training habe. Trotzdem freue ich mich jetzt aber auch schon auf den Tapetenwechsel in Mallorca und dort auch Michelle mit dabeizuhaben!

Im nächsten Blog gingst dann hoffentlich auch coole Bilder von Tom;)

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Woche 1: Ich bin dann mal weg

Die Reise hat begonnen! Für die nächsten zwei Monate bin ich also unterwegs und nicht zu Hause in Nürnberg. Eine ganz schön lange Zeit… Das Ziel wird daher nicht sein möglichst viel zu trainieren, sondern die zwei Monate im Gesamten zu betrachten und eine möglichst konstante Vorbereitung für die anstehende Saison zu absolvieren. Es wird also auch die ein oder andere ruhige Woche, mit mehr Zeit für Regeneration und Dingen abseits des normalen Trainings geben, um nicht völlig ausgebrannt in Deutschland wieder anzukommen. Meinen wöchentlichen Blog werde ich aber gerne weiterhin führen und in Kombination mit dem Podcast “Muskelmeisterei”, versuche ich euch auf der gesamten Reise so gut es geht mitzunehmen. Etappe eins:

Trainingsbuddy für die nächsten drei Wochen: Schombi aka Jonas Schomburg // Quelle: Tom Meyer

Drei Wochen Las Playitas mit der DTU

Zurück auf der Insel. Fuerteventura ist vielleicht nicht mein Lieblings-Trainingslager Ort, aber hier kann vor allem eines: fokussiert ohne Ablenkungen sein Training durchziehen. Wir Bayern würden sagen: des is a gmahte Wiesn! Man muss sich nicht ums Essen kümmern, die Lauf- und Radrouten sind bekannt und der 50m Pool ist – naja 50 Meter lang… Hier wird mich also nichts überraschen, weder im positiven Sinne noch (hoffentlich) im negativen Sinne. Ich kann mich einfach drauf verlassen, dass ich die nächsten drei Wochen hier qualitativ sehr gut trainieren kann.

Die einzig neue Situation hier sind meine Trainingspartner. Ich bin nicht mit meiner Gruppe aus Nürnberg hier, sondern mit den restlichen Kadermitgliedern der DTU. Das ist auch mal ganz cool weil wir normalerweise verstreut über die verschiedenen Stützpunkte in Deutschland trainieren und jetzt seit Langem mal wieder zusammen als Gruppe aufeinandertreffen. Normalerweise sieht man sich nur bei den Wettkämpfen im Sommer und da bleibt meistens nicht viel Zeit sich auszutauschen. Daher freue ich mich jetzt hier vor allem auf gute Gespräche bei den Grundlageneinheiten und natürlich werden wir uns bei den harten Trainingseinheiten gegenseitig auch gut pushen;)

Mehr gibts heute auch nicht zu erzählen und wie immer werde ich unter der Woche ein paar Insights auf Instagram posten und ansonsten gibt es den nächsten Blog am Montag in einer Woche. Solltet euch irgendetwas speziell interessieren (Trainingsinhalte, -umfang, Ernährung, Gruppendynamik etc.) könnt ihr mir gerne auf Instagram direkt schreiben und ich versuche es das nächste Mal in den Blog oder Podcast einzubauen.

Bis nächste Woche

Simon

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Same procedure as every year…

Nach einem sehr entspannten November, bin ich letzten Dienstag nach Fuerteventura geflogen. Meine Trainingsgruppe ist schon eine Woche vorher aufgebrochen, aber ich wollte noch ein paar Tage in Nürnberg verbringen. Die letzten Jahre hatte ich meinen Trainingsbeginn zwar immer schon etwas früher, aber es hat sich bewährt, hier im Dezember in der Sonne eine gute Grundlage für die neue Saison zu legen.

Auch dieses Jahr sind wir wieder zusammen mit der österreichischen Nationalmannschaft unterwegs und haben so eine abwechslungsreiche Truppe, die das Training nie langweilig werden lässt. Dadurch dass ich etwas später dazugestoßen bin, habe ich bei den meisten Einheiten auch noch etwas weniger und lockerer trainiert. Die letzte Woche war also perfekt zum “reinkommen” in den Trainingsalltag.

Die letzte Woche in Zahlen

  • Swim: 5 Einheiten/ 7:05h/ 24km
  • Bike: 5 Einheiten/ 12:30h/ 340km
  • Run: 5 Einheiten/ 4:00h/ 50km
  • Gym/ Athletik: 3 Einheiten/ 2:30h
  • Gesamt: 26:05h

Vor allem zu Beginn der Saison ist es immer interessant die Entwicklung im Training zu beobachten. Es ist jedes Jahr wieder erstaunlich, wie schnell man von der Top Form beim letzten Triathlon der Saison, durch drei Wochen Saisonpause komplett unfit wird;) Natürlich ist das Training des letzten Jahres, durch die kurze Pause nicht weg, aber am Anfang fühlt man sich genau so! Als hätte man Jahre nicht trainiert. Während der Saison fühlen sich die Bewegungen komplett natürlich und harmonisch an und man hinterfragt eigentlich kaum einen Ablauf. Jetzt hingegen hinterfrage ich jeden Zug beim Schwimmen und jeden Schritt beim Laufen. Die Bewegung an sich fühlt sich einfach noch nicht ganz natürlich an und ich brauche immer ein paar Tage, bis ich mich im lockeren Training wieder wohlfühle.

Die erste Hälfte des Trainingslagers ist jetzt vorbei und ab morgen kommen auch schon ein paar schnelle Meter im Grundlagentraining dazu. Das ist aber eigentlich immer ganz angenehm und eine willkommene Abwechslung bei den längeren Trainingseinheiten. Der Coach hat auch angekündigt, dass morgen beim Radfahren Laktat gemessen wird, damit wir uns auch genau an die individuellen Trainingsbereiche halten. Dazu aber dann nächste Woche mehr…

Bis dahin – euch allen eine entspannte vorweihnachtliche Zeit!

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Elena Krawzow Schwimmblog: Trainingslager auf Fuerteventura

Liebe Leserinnen & Leser,

 

es ist mal wieder Zeit, Euch mit Neuigkeiten zu versorgen.

 

Ich bin seit 8. März im Trainingslager auf Fuerteventura, es ist sehr sonnig und in der Sonne auch sehr warm, aber windig. Den ersten Sonnenbrand habe ich schon hinter mir. Das TL geht jetzt in die zweite Woche, ich trainiere 5,5 Stunden pro Tag im Rhythmus 2-2-1. Das bedeutet, dass an jedem dritten Tag nur eine Einheit, meistens die am Vormittag stattfindet. Ich bin froh, wenn es am 22. wieder nach Hause geht. Wobei, „nach Hause“ stimmt ja auch nicht ganz, denn ich werde mein Praktikum in Berlin verlängern und von April bis Mitte Mai in einem Krankenhaus arbeiten.

 

Ich bin erledigt, es ist wirklich sehr sehr anstrengend! Cross-Training (keine Bergläufe, sondern Mischformen des Trainings im Wasser und zu Land zur Steigerung der Schnelligkeitsausdauer), Athletiktraining (Kraft-Schnelligkeit-Ausdauer) zermürben mich und etliche Kilometer im Wasser sowie jede Menge Tests bin ich seitdem geschwommen:

 

8×100 Stufentest (Steigerungstest)

16×100 in BZ3 (Belastungszone 3 von insgesamt 8)

8×200

4×400 Lagen

3×800

6×400

5x5x100

 

Die Tests schwimme ich meistens in Kraul, aber es gibt auch Ausnahmen.

Das Training bringt mich an meine Grenzen und manchmal möchte ich einfach nur aufhören. Die anschließenden Tests aber zeigen mir dann, dass sich die Schinderei gelohnt hat.

 

Oft wird das Laktat gemessen, damit die Trainer auch genau erkennen können, wie sehr uns die vorangegangene Serie belastet hat.

 

Mitte und Ende April werde ich dann hoffentlich unter Beweis stellen, dass die Plackerei in neue Bestzeiten ausartet J. Vom 17.-22.4. starte ich bei den British Open in Glasgow und vom 25.-27.4. bei den IDM (Internat. Deutsche MS) in Berlin.

 

Bis demnächst

Eure Elena

Mein Trainier Semechim
Mein Trainier Semechim

Deutschland - Team
Deutschland – Team

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