Zurück zur Bundesliga

Am Samstag geht‘s auch schon wieder los und das erste Bundesligarennen der Saison steht an. Dafür geht‘s mal wieder ins Kraichgau, dort habe ich 2018 (!) mein aller erstes Bundesligarennen gemacht. 2018 – dafür musste ich gleich mal meine Fotos durchschauen um auch wirklich sicher zu sein, dass das wirklich schon so lange her ist! Aber ja, tatsächlich schon ganze 4 Jahre…

Seit vier Jahren bin ich schon für das Kölner Bundesliga Team KTT-01 am Start, und auch dieses Jahr stehe ich wieder mit Köln an der Startlinie und freue mich auf das Rennen. Typisch für das Rennen im Kraichgau ist der Start erst relativ spät abends, erst um 18:30 Uhr geht‘s los und mal wieder ins große Gewühle beim Schwimmstart. Für die Männer geht‘s sogar erst los zur Prime Time um 20:15 Uhr. Für beide Rennen gibt es auch immer einen ganz guten Livestream meist über die Bundesliga oder Triathlon Deutschland Seite direkt, sobald ich den Link habe werde ich ihn aber auch noch auf meiner Seite veröffentlichen 😉

wieder zurück im Training

Gleich in meiner ersten Woche zurück zu Hause bin ich dann erst mal noch richtig krank geworden und mit Fieber im Bett gelegen. Die ersten 3 Tage nach meinem Flug habe ich mich zwar total super gefühlt und auch sofort wieder an die Deutsche Zeit gewöhnt, dafür hat es mir dann nach 4 Tagen komplett die Füße weggezogen und ich bin ziemlich krank geworden. Fieber hatte ich schon super lange nicht mehr und da war ich dann erst mal ganz schön ausgenockt für ein paar Tage. Die Zeit hat mein Körper aber anscheinend einfach mal gebraucht, vielleicht war dann die lange Reise und die Tatsache, dass ich zu Hause gleich wieder alles Mögliche unternommen habe doch ein wenig viel und dann war eben ein wenig Ruhe angesagt. So habe ich es also doch erst mal langsam angehen lassen, habe meine Mutter natürlich super glücklich gemacht heimzukommen und gleich mal krank zu sein nachdem sie mich 4 Monate nicht gesehen hatte 😉

Und wie sieht‘s jetzt aus? Ja mal sehen, ich bin auf jeden Fall gespannt auf das Rennen und freue mich wieder im Team zu starten. Die letzten beiden Wochen bin ich zurück zu meiner Trainingsgruppe nach Nürnberg und habe mich dort wieder ein bisschen angeschlossen und mittraininert. Das war auf jeden Fall wieder eine kleine Umstellung zum Training in Amerika und ich habe es denke ich auch ganz gut erwischt, dass alle Athleten irgendeinen Wettkampf starten (also eher tapern für den Wettkampf), so konnte ich eher mit geringeren Trainingsumfängen anfangen und wurde nicht gleich ins kalte Wasser geworfen.

Kleiner Eisstop beim Radfahren;)

Freunde, Freude & Racen

Insgesamt fühle ich mich auf jeden Fall nicht unfit und bin gespannt wie sich mein Körper mal wieder in einem Wettkampf schlägt. Nachdem vor allem die letzten beiden Jahre ziemlich schwierig für mich waren konstant durchzutrainieren und ohne Laufverletzungen durchzukommen ist es jetzt schon mal ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich seit 5 Monaten das erste mal seit langer Zeit gut laufen konnte und keine verletzungsbedingten Ausfälle hatte. Im Triathlon nach zwei Disziplinen sieht das dann leicht auch nochmal anders aus aber Vorfreude auf das Event ist auf jeden Fall da und ich freue mich wahnsinnig viele meiner Freunde dort auf dem Wettkämpfen seit Langem wieder zu sehen und sich gegenseitig mal wieder auf den neusten Stand zu bringen. Außerdem sind die Bundesliga Rennen einfach immer ein mega cooles Event mit toller Stimmung, einem stark besetztem Feld und sehr schnellen Athleten!

Nürnberg & Co

Wie schon davor kurz erwähnt bin ich momentan noch in Nürnberg. Hier trainiere ich wie die letzten Jahre auch einfach wieder in meiner alten Trainingsgruppe am Bundesstützpunkt mit. Allerdings werde ich nicht die ganze Zeit hier in Nürnberg bleiben, sondern auch mal nach Hause fahren, Freunde besuchen und an anderen Orten trainieren und auch noch eine kleine Saisonpause machen bevor ich dann Ende August wieder in den Flieger steige und nach Charlotte fliegen werde.

Jetzt geht‘s aber erst mal zum ersten Bundesligarennen der Saison am Samstag und ich bin schon gespannt was ich nächste Woche vom Rennen berichten kann:)

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Europameisterschaft über die Supersprint Distanz

Zurück aus einer kurzen Blogpause! In den letzten zwei Wochen war viel los und ich bin einfach nicht zum Schreiben gekommen. Heute gibt es dafür einen Ausblick auf das Rennen am Wochenende: die EM über die Supersprint Distanz. Was das schon wieder für ein Format ist, wer alles am Start ist und wie ich mich so fühle, jetzt hier im Blog.

Nach vollen zehn Tagen Ruhe, bin ich wieder ins Training eingestiegen und muss sagen, dass ich dieses Gefühl so gar nicht vermisst habe. Alles fühlt sich schwer und nach Arbeit an und die ersten paar Tage hatte ich so gar keinen Spaß am Training. Klar, ich konnte mich wieder bewegen und war gesund, aber selbst die lockerste Einheit war einfach super anstrengend. Wir Leistungssportler sind auch einfach nicht für besonders viel Geduld bekannt… und so habe ich mich durch die erste Trainingswoche ziemlich durchgeschleppt.

Nach den ersten Intensitäten, kam dann aber wieder ein gutes Gefühl und ein guter Rhythmus in den Einheiten auf. Routine und Regelmäßigkeit ist einfach unschlagbar. Auch wenn ich noch nicht wieder da bin, wo ich vor der Pause war, konnte ich doch noch zwei gute Trainingswochen durchziehen.

Wer noch wissen will was sonst so los war, kann sich gerne die neue Podcast-Episode anhören:

Jetzt aber zurück zum Wettkampf. Aktuell sitze ich im Zug nach Leipzig. Von dort gehts morgen weiter mit dem Auto nach Olsztyn, ziemlich weit im Osten von Polen. Hier findet die Europameisterschaft über die Supersprintdistanz statt – am Freitag die Halbfinals und am Samstag Abend dann das Finale. Die Distanzen: 300m Schwimmen, 8km Radfahren und 2km Laufen. Ziemlich kurz also und umso stressiger und schneller aus Athletensicht.

Wir Athleten wurden in drei Startläufe unterteilt. Die besten neun Athleten qualifizieren sich direkt fürs Finale am nächsten Tag, zusätzlich kommen noch die drei Zeitschnellsten weiter, sodass im Finale 30 Athleten an den Start gehen. Ich bin direkt im ersten Halbfinallauf mit Startnummer drei, kann mir also eine gute Startposition aussuchen und dadurch schon einmal eine sehr gute Ausgangslage. Auf den ersten Blick ist der Rad- und Laufkurs ziemlich flach mit nur wenigen technischen Passagen. Ich bin aber schon auf die Streckenbesichtigung gespannt, denn oft ist ein Kurs deutlich technischer und anspruchsvoller als zunächst auf dem Papier. Ich hoffe auf jeden Fall auf keine allzu langweilige Strecke und vielleicht kann man hier ja auch eine entscheidende Attacke setzen…

Zum restlichen Starterfeld: dieses Wochenende sind so einige Triathlonwettkämpfe in ganz Europa und dadurch sind die besten Athleten ziemlich verstreut. Meine Konkurrenten haben natürlich trotzdem was drauf, aber wenn ich einen guten Tag habe, ist hoffentlich Einiges möglich. Ich bin auch wirklich mega gespannt wie mein Körper sich noch bis Freitag erholt und ob ich schon wieder auf dem Niveau vor der Krankheit bin.

Das Rennen kann man wie immer auf triathlonlive.tv verfolgen und die genauen Startzeiten werde ich noch über social media teilen.

Jetzt leg ich aber erstmal die Beine hoch und lass die Form kommen;)

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Back to work

So… das war ne zähe Nummer. Nachdem ich letzte Woche nur mit einer kurzen Erkältung gerechnet habe, musste ich jetzt doch zehn Tage die Füße still halten. Währenddessen will man es immer nicht so richtig wahrhaben, aber eine klassische Bronchitis braucht eben seine Zeit! Die bekannten Mittel Inhalieren, Hustenlöser und Gelomyrtol helfen dann zwar etwas, aber letztendlich ist Zeit die beste Medizin. Heute nehme ich euch mal auf mein Training in den ersten Tagen nach so einer Krankheit mit.

Das Wichtigste ist natürlich, sich vollständig auszukurieren und erst wenn man wieder vollständig gesund ist, wieder mit dem Herz-Kreislauf-Training einzusteigen. Als ich mich wieder gut fühlte, aber noch nicht laufen gehen wollte, bin ich erstmal mit etwas Athletik und Zugseil für die Arme wieder eingestiegen. Hier kann man die Beanspruchung fürs Herz relativ gering halten, aber trotzdem muskulär wieder etwas Spannung aufbauen. Als nächstes bin ich dann für eine lockere Stunde aufs Rad gestiegen. Hier kann man super den Puls kontrollieren und auch mal entspannt rollen. Laufen oder Schwimmen ist dann doch ziemlich schnell relativ beanspruchend. Heute war ich dann das erste Mal wieder im Wasser. Für den Einstieg 2,5km mit viel Technikübungen und eher kurzen Distanzen am Stück (50-200m). Ziel ist hier erstmal wieder Gefühl fürs Wasser aufzubauen und wieder mit einer sauberen Technik einzusteigen. Im Schwimmen merke ich es auch immer am Deutlichsten, wenn ich ein paar Tage rausnehmen musste. Die Sportart ist einfach enorm technik- und gefühlsorientiert!

Heute gehe ich auch das erste Mal wieder locker laufen. Hier werde ich heute auch ganz bewusst auf den Puls achten und schauen, dass dieser im normalen Bereich bleibt. Wird zwar wahrscheinlich ziemlich langsam werden, aber das ist fürs Erste egal. Morgen steht dann wieder Schwimmen in der Früh auf dem Plan und am Nachmittag geht es für zwei lockere Stunden aufs Rad. Auch der Mittwoch und Donnerstag wird noch sehr ruhig ablaufen und erst am Freitag steht dann die erste Intensität auf dem Programm.

Bis dahin versuche ich einfach wieder gut reinzukommen und nichts vorschnell zu überziehen! Am Ende der Woche werde ich dann um die 20 Stunden Training stehen haben. Zum Vergleich: Normalerweise sind es in einer intensiven Woche zwischen 25 und 30 Stunden. Wir versuchen jetzt also nicht direkt das verlorene Training “aufzuholen”, sondern versuchen wieder einen normalen Rhythmus aufzubauen. Der Einstieg ist auf jeden Fall immer das Härteste!

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Ostern mal anders

Das Semester neigt sich nun langsam schon dem Ende zu und die Zeit vergeht mal wieder wie im Flug. Ab heute sind es gerade mal nur noch 1,5 Wochen Uni, dann ein paar letzte Prüfungen, noch 1 Woche Training hier und dann geht’s auch schon wieder zurück. Umso mehr ein Grund die verbleibende Zeit hier nochmal voll auszunutzen und zu genießen. Da wir am Karfreitag keine Uni hatten, wollten wir das verlängerte Osterwochenende voll ausnutzen und haben kurzerhand beschlossen nach Tennessee zu fahren.

Lake House in Tennessee

Bis nach Tennesee? Das sieht auf den ersten Blick ziemlich weit aus mit 4h Autofahrt ist es auf jeden Fall kein Katzensprung, aber so langsam gewöhne ich mich schon an den neuen Blickwinkel was Entfernungen hier in Amerika angeht. Also gings gleich am Donnerstag nach der Uni ans Autopacken und los nach Tennessee. Dort hat ein Freund hier aus meiner Trainingsgruppe ein Ferienhaus, direkt am See, mit Boot und allem was man sich nur wünschen kann.

Die vergangen Jahre (besonders vor Corona) war ich an Ostern immer im Trainingslager in der Toscana mit dem Bayerischen Triathlon Verband, das vermisse ich auf jeden Fall sehr, aber dieses Jahr war die Osterausbeute im Haus am See auf jeden Fall konkurrenzfähig. Leider bin ich übers Wochenende ein wenig krank geworden (kein Corona) und konnte es leider gar nicht ausnutzen mal außerhalb der Stadt rad zu fahren. Dafür haben wir viele andere Sachen unternommen und während die anderen ein wenig trainieren waren, habe ich zusammen mit zwei anderen Mädels ein wenig was für die Uni gemacht, Ostergebäck gebacken, Ostereier versteckt und es auch mal genossen auf der Couch zu liegen.

Klippenspringen

Jeden Tag sind wir mit dem Boot rausgefahren, haben ein wenig die Sonne genossen, Karten gespielt, oder sind zum Klippenspringen ans andere Ufer des Sees gefahren. Während ich dort im Boot saß musste ich jedes mal wieder realisieren, dass das gerade kein Traum ist. Es hat sich einfach so surreal angefühlt, dort im Boot zu sitzen, am Ufer entlang zu fahren, eine Villa nach der anderen zu bewundern, von Jetskis überholt zu werden und das ganze mal schnell über ein Wochenende zu machen. Es fühlt sich surreal an und ich weiß, dass es ein extremer Luxus ist, den ich da gerade erleben darf. Umso mehr habe ich das Wochenende mit meinen Freunde genossen und sehr geschätzt.

Mit dem Boot zum Abendessen

… dieser Teil war auf jeden Fall mit der absurdeste für mich, als wir zum Abendessen gefahren sind – mit dem Boot. Ich dachte ich hör nicht richtig, als der Vorschlag kam. Aber keine 10min später saßen wir alle im Boot, diesmal ohne Schwimmsachen, sondern fertig zum Abendessen. Am Ufer des Sees gibt es ein Restaurant und ich würde fast behaupten, dass die Bootanlegestellen mehr gefüllt waren als der Parkplatz für die Autos.

Dieses Osterwochenende hat sich mehr als gelohnt und nochmal so richtig gut getan um vor dem Prüfungsmarathon in den verbleibenden Wochen ein wenig Kraft zu tanken. Hoffentlich geht meine Erkältung auch schnell wieder weg, ich bins gar nicht mehr gewohnt krank zu sein…

Aber das wird schon, jetzt noch ein wenig lernen und einen Essay schreiben und dann neigt sich der Tag auch schon wieder dem Ende zu.

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Arbeitswoche

Wann ist viel, zu viel? Wann lässt man eine Einheit lieber weg und wann lohnt es sich doch noch durchzuziehen? Mein Training letzte Woche fühlte sich an wie ein Drahtseilakt und mehr als einmal fragte ich mich, ob ich jetzt nicht lieber rausnehmen sollte.

In jedem Fall war die letzte Woche eine ganz schöne Arbeitswoche. Am Montag fühlte ich mich noch richtig gut und hakte mein Training ohne zu überlegen ab. Schwimmen mit Sprints, danach Krafttraining und Abend noch ein lockerer, kurzer Lauf – alles entspannt soweit. Am Dienstag fühlte sich dann aber schon alles nach Arbeit an, meine Nase war ein bisschen zu und ich konnte nicht ganz frei atmen. Die Corona Schnelltests waren zum Glück aber immer negativ und vermutlich ist es einfach ein bisschen Heuschnupfen. Ich fühlte mich auch nicht krank, aber trotzdem hörte ich bei jeder Einheit immer genau in meinen Körper hinein.

Koppeleinheit am Samstag: 2x8x400m (72/ 71sek)

Wir bekommen von unserem Coach immer eine “Range” was die Geschwindigkeit oder Wattwerte bei intensiven Einheiten betrifft. Hier hielt ich mich letzte Woche einfach immer am unteren Bereich auf und auch beim Umfang entschied ich mich selten für das Maximum. So richtig rund lief es aber trotzdem nicht und ich musste mich öfter motivieren als es normalerweise der Fall ist. Ab und zu haben wir auch “optionale” Einheiten auf dem Plan und je nach Befinden kann man sich hier auch bewusst gegen eine Einheit entscheiden. Letzte Woche ließ ich hier einmal Schwimmen, eine Krafteinheit und einen Koppellauf weg. Das schätze ich auch sehr an meinem Trainer Roland, der einen dadurch auch zur Selbständigkeit erzieht und mich auch eher zur Pause ermutigt 😉

Bevor man immer zwanghaft alle Einheiten durchzieht und dann am Ende krank wird und gleich ein paar Tage ausfällt, sind so kleine Anpassungen im täglichen Plan meistens der richtige Weg. Da spreche ich mich persönlich natürlich auch nicht frei von Zwang, aber aus Erfahrung sagt einem der Körper meistens das Richtige.

Schalter umlegen – London is calling

Solche Wochen wird es immer mal wieder geben und da muss man einfach durch. Meine Devise ist hier: Selbstvertrauen nicht verlieren, entspannt bleiben und auf bessere Tage hoffen. Die kommen aber hoffentlich schnell wieder, denn am Donnerstag fliege ich nach London. Die Arena Games der Superleague gehen in die zweite Runde und hier kann man sich keine 90% erlauben. Samstag geht es wieder rund, das Format ist dasselbe wie in München und die Konkurrenz ist auch wieder sehr stark. Mein Ziel ist es, ins Finale zu kommen und meine Fehler von München nicht zu wiederholen! Mal sehen was drin ist.

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Hunger-Games in München

Offiziell “Superleague Arena-Games”, aber der Spaß-Leiden Faktor war für mich definitiv mehr Hunger-Games als Triathlon. Insgesamt war es aber trotz allem ein cooles Event, auch wenn das Format noch einige Schwächen hat und es für mich persönlich nicht sonderlich gut lief.

Wer sich für meinen genauen Rennablauf interessiert, soll sich einfach die neue Podcast Episode anhören;) Die geht im Laufe des Tages noch online und Podcast ist einfach das bessere Medium, um eine detaillierte Rennzusammenfassung wiederzugeben. Hier gibts daher einfach ein paar Bilder und meine Gedanken zum Rennformat allgemein.

Am Freitag konnte man sich mit den Laufbändern vertraut machen und bekam seinen Wettkampfeinteiler. Wie immer bei der Superleague, gab es auch noch ein bisschen Content Shooting, um am nächsten Tag in der Übertragung, Bilder der Athleten zur Verfügung zu haben.

1. Wettkampf: Massenstart (200m/ 4km/ 1km)

2. Triathlon: Verfolgung (200m/ 4km/ 1km)

(Darren Wheeler – That Cameraman/SuperLeague)

Indoor Triathlon?

Insgesamt betrachtet funktioniert das Konzept und Format als Event vor Ort sehr gut. Es ist vor allem ein Event für die Zuschauer vor Ort, denn die Stimmung im Finale war schon cool und das Rennen auch sehr spannend. Man sieht die Athleten die ganze Zeit live und kann jeden Positionswechsel und die verschiedenen Disziplinen komplett mitverfolgen. Wenn der Moderator vor Ort dann dem Publikum noch gut einheizt, dann macht es echt Spaß zuzuschauen!

Als Sportler, der mitten im Wettkampfgeschehen dabei war, bin ich aber natürlich etwas kritischer. Vor allem der Teil auf dem Rad, ist auf Zwift einfach ganz anders, als in der realen Welt. Wenn man nach dem Schwimmen nicht in der Radgruppe dabei war, war es einfach unmöglich die Lücke zu schließen und Zeit gutzumachen. Im Gegenteil, man verlor immer mehr Zeit und war schon fast aus dem Rennen. Das wurde mir persönlich auch zum Verhängnis, aber es ging auch anderen Athleten so. Wenn man wiederum in der Gruppe vorne dabei war, konnte man auch keinen Unterschied machen und es konnte sich nie ein Athlet absetzen. Das Radfahren war also eigentlich immer nur der Lückenfüller zwischen Schwimmen und Laufen und das ist natürlich schade. Entweder du warst vorne dabei, oder halt nicht. Vielleicht wäre eine Lösung des Problems, den Effekt des Windschattens etwas zu reduzieren, denn der ist im Vergleich zur realen Welt deutlich erhöht.

Das gesamte Format ist auch einfach sehr schwimm-lastig. Im Vergleich zu einer normalen Sprintdistanz ist der Schwimmanteil hier 25 Prozent größer. Das wird noch verstärkt, dadurch dass das Radfahren durch den hohen Windschatteneffekt an der Spitze relativ “neutralisiert” ist. Das Laufen finde so wie es ist gut gelöst, aber es ist einfach enorm anstrengend diese Laufbänder selbst anzutreiben und vielleicht finde ich hier ja noch eine effektivere Technik um schneller vorwärts zu kommen;)

wenn es in zwei Wochen in London wieder rund geht, bin ich aber definitiv wieder dabei und geb dem Format noch eine Chance! Ich habe noch eine Rechnung offen mit den Arena Games…

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Last but not least – Woche 8: Race-Week!

So siehts aus… So langsam fange ich an, mein Zuhause zu vermissen. Ob das jetzt am schlechten Wetter liegt, oder an der Tatsache, dass ich einfach schon zwei Monate lang unterwegs bin, kann ich nicht so genau sagen. Fakt ist aber, dass diese Woche die letzte Woche meiner Spanien-Odyssee ist und ich sie mit meinem ersten Rennen in dieser Saison abschließen werde. Los gehts, wo es letztes Jahr zu Ende ging;)

Seit zehn Tagen bin ich jetzt schon wieder in Girona und es hat jeden einzelnen Tag geregnet. Letzte Woche war ich noch ziemlich optimistisch und mich hat der Regen nicht gestört, aber vor allem der Samstag war dann doch ganz schön zäh. Normalerweise ist eine lange Radausfahrt eine meiner Lieblingseinheiten, aber bei 11 Grad und Regen habe ich mich deutlich mehr über das Ankommen, als über das Losfahren gefreut. In so einer Situation ist eine Gruppe immer gold wert. Es war zwar keiner von uns gut gelaunt und wir haben von den vier Stunden Fahrzeit, vielleicht nur 15min geredet, aber dennoch zieht man die Einheit zusammen durch. In der Gruppe würde nie der Gedanke aufkommen, die Einheit jetzt zu kürzen oder wegzulassen, auch wenn sich jeder wahrscheinlich insgeheim genau das gewünscht hat 😉 also schnappt euch eure Freund*innen wenn ihr mal keine Lust habt rauszugehen und zu trainieren, das erleichtert einiges.

Aber jetzt genug mit dem Selbstmitleid, solche Tage wird es immer geben und sind ja bekanntlich auch charakterfestigend! Die Woche die vor mir liegt, ist wie zuvor schon erwähnt, die erste Rennwoche der Saison. Bis Mittwoch trainieren wir noch im normalen Rhythmus weiter, bevor ich zusammen mit der Hälfte der Trainingsgruppe nach Quarteira reise. An das Rennen und die Strecke habe ich natürlich sehr gute Erinnerungen, weil ich letztes Jahr im November hier mein erstes internationales Podium in der Elite feiern konnte.

Dieses Jahr werde ich aber erstmal den Ball flach halten und mit realistischen Erwartungen an den Start gehen. Ich bin sicherlich noch nicht ganz so fit wie im November und dazu ist das Starterfeld ziemlich gut besetzt. Das Rennen wird wieder im Rahmen eines Europacups über die olympische Distanz ausgetragen und wird daher zum Einstieg gleich mal ziemlich hart werden. Das Gute ist, dass es nicht nur mir so gehen wird, sondern die meisten anderen Athleten ebenfalls hier in die Saison einsteigen werden. Keiner wird so genau wissen, was der Andere drauf hat, daher wird das Rennen wahrscheinlich auch sehr nervös und hektisch auf ablaufen. Dazu kommt, dass die Wetterprognose ebenfalls nach Regen und rutschigen Straßen aussieht, also werde ich mich möglichst vorne aufhalten um Stürze zu vermeiden. Was dann auf dem abschließenden Lauf noch möglich ist, wird sich zeigen. Im Laufen fühle ich mich aktuell aber sehr wohl und ich hatte eine gute Vorbereitung mit genug Umfang für ein zehn Kilometer Rennen.

Drückt mir auf jeden Fall die Daumen, am Samstag um 16:30 Uhr gehts los!

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Woche 6: Urlaub in Port de Soller

Ich bin immer noch auf Mallorca, aber gefühlt auf einer anderen Insel. Seit letztem Donnerstag bin ich nicht mehr im Süden in Colonia Sant Jordi, sondern in den Nord-Westen umgezogen. Während der Süden eher flach und für seine langen weißen Sandstrände bekannt ist, bin ich hier mitten im Tramuntana-Gebirge – in Port de Soller. Auch wenn man hier den Strand direkt vor der Nase hat, merke ich doch, dass ich ganz klar Team “Berge” bin. Die Abwechslung hatte ich auch wirklich nötig, denn die letzten Tage in Sant Jordi waren schon ganz schön zäh!

Mein Februar war wirklich ein sehr guter Trainingsmonat, aber vor allem in den letzten Tagen hat sich das auch deutlich bemerkbar gemacht. Mein Körper wurde von Einheit zu Einheit müder und auch mental habe ich die Belastung mehr und mehr gespürt. Es war aber definitiv interessant mal die eigenen Grenzen auszutesten und auch wenn es am Ende zäh wurde, habe ich die Belastung zumindest physiologisch gut verkraftet.

Nachdem der Transfer uns noch ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet hatte, kamen wir dann letzten Mittwoch spontan auf die perfekte Lösung. Der BTV hatte für die komplette Zeit einen Mietwagen und den haben wir uns ausgeliehen und sind am Mittwoch Abend mit unserem gesamten Gepäck (bis auf die Fahrräder) nach Port de Soller gefahren und mit leerem Auto wieder nach Sant Jordi. Am Donnerstag mussten wir dann nur noch den Rest in einen Rucksack packen und konnten eine entspannte Inseldurchquerung mit dem Rad machen.

Am Wochenende konnte ich mich dann endlich wieder gut erholen und auch mal den Touri in Palma spielen. Ansonsten gab viele Kaffeepausen und viel gutes Essen!

Zwischen den Sightseeing Aktivitäten, gab natürlich auch ein paar lockere Einheiten um die Gegend zu erkunden und mir gefällt es hier wirklich sehr gut! Die nächsten Tage fahre ich das Training dann wieder langsam hoch, bevor wir am Donnerstag mit der Fähre nach Barcelona übersetzen und von dort aus direkt weiter nach Girona fahren.

Dort gehts dann wieder voll los und ich freue mich auch schon, meine gewohnte Trainingsgruppe aus Nürnberg wiederzusehen!

Euch allen einen guten Start in die Woche!

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Woche 5: Entspannung sieht anders aus

Was für eine Woche… Ich weiß gar nicht wie ich diesen Blog hier anfangen soll, aber die ersten Worte sollten auf jeden Fall an die Menschen gehen, die in der Ukraine aktuell unter der schlimmen Situation leiden. Niemand hier kann sich vermutlich vorstellen was die Menschen dort gerade durchmachen müssen und man kann sich nur eine schnelle Stabilisation der Lage und Beendigung des Konfliktes wünschen! Politik ist zwar nicht mein Steckenpferd, aber ich will den heutigen Blog nicht einfach stumpf mit meinem belanglosen Trainingslager – Gequatsche starten und das Thema beschäftigt mich zur Zeit einfach auch sehr stark. Keine Ahnung ob gerade jemand den Kopf für einen Sportblog hat, aber so ein bisschen Routine und Ablenkung tut mir persönlich auf jeden Fall gut. Hier läuft es gerade leider nicht ganz nach Plan und ich war diese Woche nicht nur wegen den Nachrichten aus der Ukraine gestresst.

Als ich ankam gab es leider schon einen bestätigten Corona Fall in der Gruppe und auch wenn die Trainer schnell reagiert haben, kamen leider noch ein paar weitere Fälle dazu. Ich selbst habe zwar immer versucht genug Abstand von der Gruppe zu halten, aber so ganz kann man sich eben nie sicher sein und ich muss zugeben, dass ich mir an dem ein oder anderen Tag auch schon Symptome eingebildet habe. Falls die Tests und auch das Gefühl im Training, in den nächsten Tagen weiterhin unauffällig bleiben, haben wir aber mit großer Sicherheit die Infektionskette durchbrochen und noch einmal Glück gehabt! Das ist jetzt das erste Mal, dass ich aus erster Hand eine solche Infektionskette mitbekommen habe und es ist wirklich faszinierend und erschreckend zugleich, wie wenig Kontakt ausreicht, um sich zu infizieren! Gleichzeitig kann man aber auch sagen, dass sich niemand angesteckt hat, der an der frischen Luft oder mit Maske im Innenraum, Kontakt zu positiven Fällen hatte. Zumindest darauf kann man sich also noch verlassen!

Das Training hat den Umständen entsprechend jetzt nicht immer mega viel Spaß gemacht und ich war öfter mal mit den Gedanken woanders. Vor allem auf meine lange Radtour hatte ich letzten Donnerstag alleine überhaupt keine Lust und habe diese dann auch um zwei Stunden gekürzt. Seit dem Wochenende bin ich aber wieder mehr bei der Sache und versuche die guten Trainingsbedingungen hier zu genießen. Am Donnerstag geht es dann sowieso schon in den Norden der Insel, zusammen mit Michelle. Dort ist dann wirklich mal Entspannung angesagt und das Training dient nur zur aktiven Erholung und dem Erkunden der Umgebung. Ich denke dort werde ich dann auch wieder das Handy öfter in die Hand nehmen und auf Social Media wieder aktiver werden. Darauf hatte ich in der letzten Woche nämlich überhaupt keine Lust;)

Bleibt gesund und bis nächste Woche!

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Schwimmblog Taliso Engel: Erster Wettkampf des Jahres

Hey,

ich habe im Januar endlich meine Seminararbeit fertiggeschrieben und abgegeben, zudem kamen dann noch einige Klausuren. Dies hat den Januar für mich zu einem insgesamt sehr stressigen Monat gemacht hat. Auch im Training lief alles sehr chaotisch, da ich leider immer wieder kurze, coronabedingte Trainingsausfälle hatte.
Mich hat Corona bis jetzt zum Glück immer noch verschont. Allerdings ich hatte immer wieder sehr engen Kontakt zu positiven Fällen, weshalb ich ein paar Tage zu Hause bleiben musste. Um sicher zu stellen, dass ich nicht infiziert bin und ich niemanden in meiner Mannschaft anstecke fiel dann doch einiges an Training aus.
Seit Ende Januar läuft jetzt zum Glück wieder alles ein bisschen geordneter und ich hätte vergangenes Wochenende sogar meinen ersten Wettkampf in diesem Jahr schwimmen können. Allerdings musste ich diesen leider krankheitsbedingt absagen. Trotzdem bin ich zurzeit recht zufrieden mit dem Training und fühle mich sehr gut im Wasser. 

Außerdem habe ich euch noch gar nicht erzählt, dass ich seit Ende letzten Jahres stolzer Teil des AMSPORT Teams bin und somit  einen neuen Partner für Nahrungsergänzungsmittel habe.
Das Ganze kam Ende letzen Jahres zustande. Bei der bei der Veranstaltung zur Wahl des Juniorsportlers des Jahres der Sporthilfe habe ich Mark Warnecke kennengelernt und wir haben uns direkt sehr gut verstanden haben.
Ich bin Mark und seiner Firma AMSPORT sehr sehr dankbar für die Unterstützung und freue mich schon sehr auf die weitere Zusammenarbeit. 

Nun hoffe ich, dass ich bald wieder richtig ins Training einsteigen kann. Ich bin schon total gespannt auf meine nächsten Wettkämpfe, die hoffentlich bald schon vor der Tür stehen.

Bis dann, 

Euer Taliso

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Woche 4: Malle ist nur einmal im Jahr

Das erste Camp – drei Wochen Fuerteventura – ist durch! Neben dem sehr guten Training, nehme ich vor allem auch viel Motivation und Inspiration für die kommende Saison mit. Vor den drei Wochen war sich wahrscheinlich jeder etwas unsicher, ob so ein Trainingslager gut funktionieren würde. Unterschiedliche Trainingsgruppen, verschiedene Trainer und Trainingsphilosophien und natürlich jeder als individueller Athlet mit seinem eigenen Kopf. Trotzdem hat sich eine einheitliche und harmonische Gruppe gebildet in der wir viel zusammen trainieren konnten und doch jeder sein spezielles und individuelles Training umsetzen konnte. An dieser Stelle auch einmal vielen Dank an die DTU, die das Ganze zusammen mit unseren Trainern optimal umgesetzt hat.

Das war also der erste Teil der Reise durch Spanien. Gerade bin ich auf dem Weg nach Colonia Sant Jordi (Mallorca). Hier werde ich erst einmal ein paar ruhige Tage verbringen und dann wieder ins normale Training einsteigen. Dabei werde ich mich der Junioren Gruppe aus Nürnberg unter der Leitung von Stephen Bibow und Jonny Zipf anschließen. Da bin ich schon gespannt was mich so erwartet, nachdem ich jetzt schon ein paar Jahre aus dem Nachwuchs raus bin und hier viele neue Gesichter dabei sein werden.

Shooting für Schwalbe // Quelle: Tom Meyer

Nach dem intensiven drei-Wochen-Block freue mich vor allem auch auf die Erholung. Erfahrungsgemäß fällt mir das am Anfang gar nicht so leicht und ich persönlich finde es meistens sogar leichter, im Trainingsrhythmus zu bleiben. So fährt der Körper natürlich erst einmal runter und man fühlt sich eher schlechter als vor dem Trainingslager 😉 Hier muss man sich aber bewusst die Zeit nehmen, wirklich Ruhe geben und das Training wirken lassen, dann kommt die Form von alleine!

Mehr aus Mallorca dann nächste Woche!

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Woche 2: “Der Freitag”

Ich bin voll im Trainingslagerrhythmus angekommen und die Tage bestehen aktuell eigentlich nur aus Training, Schlafen und Essen. Letzte Woche habe ich einen Aufruf gestartet, Fragen oder Wünsche für dieses Format hier zu stellen und die meisten von euch interessieren sich für Trainingsumfang und -inhalt. Damit das Ganze hier also nicht zu langweilig wird und sich für die nächsten Wochen wiederholt, gibts heute mal einen kompletten Trainingstag analysiert inkl. Umfang, Pace, Watt, Laktat und allen sonstigen Werten, die ich für die Trainingssteuerung benutze. Viel Spaß beim Lesen:

Wie der Titel schon verrät geht es heute um den Freitag der letzten Woche. Zur Einordnung: Am Donnerstag hatte ich einen langen Lauf in der Früh und eine lockere Schwimmeinheit mit anschließendem Krafttraining am Nachmittag – ein etwas ruhigerer Tag also. Dafür ging es am Freitag dann ziemlich rund. Intensiver Lauf, intensives Schwimmen und direkt im Anschluss eine lockere Radeinheit zum Abschluss.

Das Laufprogramm

Los ging’s in der Früh mit einem kleinen Frühstück und kurzem Warm-up bzw. Mobilisation. Auf dem Plan standen: 20min einlaufen + 3x(5x40sek bergan hart, Pause bergab + 6min “easy speed” + 3min locker) + 10min auslaufen

Nach der fünften Berglauf-Wiederholung und den sechs Minuten “easy speed/ sweet spot” wurde immer Laktat abgenommen, um den Intensitätsbereich zu kontrollieren. Ziel der Einheit war es, durch die kurzen Bergläufe die VO2max und den anaeroben Stoffwechsel zu triggern und in den anschließenden sechs Minuten, das Laktat wieder zu verstoffwechseln und knapp unterhalb der Schwelle zu laufen. Insgesamt war es eine sehr coole Einheit, da ich mich am Berg ordentlich ausbelasten konnte aber in den sechs Minuten danach gut ins Laufen gekommen bin und nicht die ganze Zeit auf der Stelle den Berg rauf und runter gerannt bin. Die folgenden Wattwerte messe ich mithilfe des Stryd Sensors.

Ich bin alle drei Durchgänge sehr konstant und gleichmäßig gelaufen und die Laktatwerte haben auch von Anfang an gut gepasst, daher bleibe ich der Einfachheit halber bei einer Auflistung für alle drei Durchgänge:

  • 40sek bergan: ca. 500W, 3:20min/km, Puls bis 180bpm, Laktat jeweils nach dem Fünften Berglauf 4,8-5,3mmol
  • 6min easy speed: 428-431W, 3:17min/km, 162-167bpm im Schnitt, Laktat 2,8-3,5mmol
  • Insgesamt: 19,8km, 1:20h, 4:04min/km, 144bpm, 346hm

Das Schwimmen

Nach einem großen zweiten Frühstück stand dann um 12:00 Uhr eine intensivere Schwimmeinheit auf dem Plan. So gut wie ich mich aktuell im Laufen fühle, so schlecht läuft es gerade im Schwimmen. Vielleicht auch eine direkte Ursache und Wirkung durch den höheren Laufumfang, aber im Wasser fühle ich mich zur Zeit einfach (noch) nicht wohl.

Auf dem Programm standen 4,5km mit 3x5x100m GA2 als Hauptserie. Nach jedem Fünftem 100er sind wir 300m locker geschwommen. Insgesamt würde ich das Set nicht als sehr umfangreich und super anstrengend einschätzen, aber mich hat es an diesem Tag trotzdem ziemlich gefordert. Die Vorgaben für die Pace beim Schwimmen waren für jeden individuell und ich hatte mit 1:10-1:11min eine der langsamsten Vorgaben der Gruppe. Damit komme ich eigentlich mental auch ganz gut klar, aber das eigene Gefühl passt hier aktuell noch nicht so zu den Zeiten.

  • 1. Serie: 1:11-10min
  • 2. Serie: 1:10min
  • 3. Serie: 1:10-1:09min

Ich habe mich trotzdem ganz gut in die Aufgabe eingearbeitet und bin hinten raus immer etwas schneller geworden, ohne mich komplett auszubelasten. Die Laktatmessung nach dem letzten 100er bestätigte dann aber das schlechte Gefühl und war mit 5,1mmol schon relativ hoch. Zur Einschätzung: Die anderen Jungs waren immer 1-2sek pro 100m schneller. Hier muss ich aber einfach entspannt bleiben und auf das Training vertrauen, dann kommt die Schwimmform schon wieder von alleine.

Direkt aufs Rad

Die letzte Einheit des Tages war dann relativ entspannt, aber gleich unmittelbar nach dem Schwimmen. Hier ging es einfach nur noch ums entspannte bewegen und nach der intensiveren Schwimm- und Laufeinheit wieder locker zu werden. Nach 1:50h gab einen entspannten Cortado am Meer und nach guten zwei Stunden (61km, 205W, 109bpm) waren wir wieder zuhause im Hotelzimmer.

Am Abend ging’s für mich dann nur noch zum Abendessen und auf die Liege zum Physiotherapeuten. Wir haben das Privileg, dass hier zwei Physios mit dabei sind und mir persönlich bringt es enorm viel, nach so einem belastenden Tag noch einmal durchgecheckt zu werden.

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Zurück zur Routine

Der Titel ist Programm! Nach dem etwas anderen Trainingsstart im Dezember auf Fuerteventura, den Weihnachtsfeiertagen zuhause in Steingaden und der Zeit zwischen den Jahren, bin ich wieder voll in meiner wöchentlichen Routine angekommen. So gerne ich auch in Trainingslagern und auf Wettkampfreise bin, so schön ist doch auch die Routine zuhause hier in Nürnberg.

Ich muss ehrlich sein, wenn der Zeitraum nicht zu lange ist, ziehe ich auch wirklich gerne das Training in der Winterkälte durch. Vielleicht ist das mein Background als Skifahrer oder auch nur mein Hang zur Selbstquälerei – der hier durchschlägt 😉 aber es hat einfach was, in der Früh durch die Kälte zu laufen oder eine längere Einheit indoor auf der Rolle durchzuziehen.

Wie sieht die Routine aus?

Im Moment liegt der Fokus im Training auf dem Schwimmen und Laufen. Dabei waren die letzten drei Wochen eher umfangsorientiert und bei den härteren Einheiten wechselte die Intensität meist zwischen VO2max (also kurzen schnellen Intervallen) und klassischem Schwellentraining. Zur Zeit bin ich sechs Mal die Woche im Wasser, fünf Mal Laufen und vier bis fünf Mal auf dem Rad. Montag und Donnerstag steht zusätzlich nach dem Schwimmen noch Krafttraining auf dem Programm.

Der letzte Trainingsblock in Zahlen

  • Schwimmen: 73km / 23h
  • Rad: 675km / 24h (90% indoor)
  • Laufen: 240km / 18:30h
  • Kraft: 6h
  • Ski Langlauf: 70km / 4h
  • Gesamt: 75:30h

Diese Woche ist Entlastungswoche, auch wenn es nicht so entspannt wird, wie die Gesamtstunden erst einmal vermuten lassen würden. Es geht nämlich ab nach Leipzig zum großen Check up. Neben Herzultraschall, Blutbild und orthopädischer Untersuchung, stehen vor allem drei Leistungsdiagnostiken im Fokus: jeweils ein Stufentest in allen drei Disziplinen. Die Testverfahren sind vielleicht nicht mehr die modernsten, aber sie sind sehr ehrlich, ohne jegliche Hochrechnung und vor allem die Schwellenleistung lässt sich dadurch gut bestimmen. Im Vergleich zu letztem Jahr bin ich zwar noch deutlich kürzer im Training, aber trotzdem schon gespant und muss zugeben, ein bisschen Vorfreude auf die harten Tests ist auch mit dabei;)

Es wird auf jeden Fall ziemlich anstrengend!

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1st week in Queens

Hey aus Amerika:)

seit genau einer Woche bin ich jetzt schon hier, an der Queens University of Charlotte. Diese Woche ist auf jeden Fall super schnell vergangen und vor allem in den ersten paar Tagen konnte ich es gar nicht glauben wirklich hier zu sein. Am Dienstag vor einer Woche saß ich auf einmal im Flugzeug, hab ein paar gute Filme geschaut, versucht möglichst wenig zu schlafen um gleich mal ein wenig gegen den Jetlag anzukämpfen (hat nur so halb geklappt;). Dann stand ich plötzlich am Flughafen, zum Glück hat alles gleich mit meinem Visum und Einreiseformularen geklappt – dafür ist dann gleich mal der Reißverschluss von meinem einen Koffer gerissen haha.

Am Flughafen wurde ich dann mit einem Unishuttle abgeholt und gleich zur Uni gebracht. Vor Ort habe ich dann gleich mal meine Schlüssel bekommen und habe die anderen „neuen“ Triathletinnen getroffen. Mit mir sind noch drei neue Triathletinnen nach Queens gekommen, 2 aus Südafrika und eine Athletin aus Neuseeland. Also gleich mal ganz schön international:)

No one here

Durch Corona wurde der Unistart um eine Woche nach hinten verschoben und so ist unsere 1. Uniwoche nur online. Letzte Woche war dann erst mal kaum jemand hier am Campus und das war ganz schön seltsam zuerst. Seit dem Wochenende kommen aber immer mehr Studenten wieder zurück an den Campus und es füllt sich langsam. Am Montag hatte ich meine ersten Unikurse und bis jetzt bin ich total happy mit meinen Professoren. Hoffentlich geht es ab Montag dann aber wieder normal weiter und wir haben unsere Kurse wieder in Präsenz.

NBA

Am Wochenende war ich auch noch gleich auf meinem ersten NBA Game und auch wenn ich ehrlich gesagt davor noch nie so richtig Basketball geschaut habe war es richtig cool. (Und dann haben die Charlotte Hornets auch noch gewonnen also hey was will man mehr:)

Training

Natürlich bin ich nicht nur auf irgendwelchen Spielen unterwegs sondern auch am trainieren. Noch ist es hier mit dem Training relativ entspannt und wir dürfen viel frei (zwar in der Gruppe aber ohne Trainer) trainieren. Die College Triathlon Saison ist hier erst im Herbstsemester, deswegen hat das Team gerade noch etwas off season bevor das richtige Training dann im Februar los geht. Bis dahin haben wir aber trotzdem die Möglichkeit normal zu trainieren. Momentan trainieren ich also noch mehr nach den Plänen von meinem Trainier in Deutschland und bin auf jeden Fall schon sehr gespannt wie es dann ab Februar so ist.

Bis jetzt gefällt es mir aber schon richtig gut. Klar, ich bin hier gerade mal eine Woche und muss mich noch an ganz schön viel gewöhnen aber ich habe schon richtig coole Leute kennen gelernt und das ist schon mal viel wert:)

See ya

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Neujahrsvorsätze und so – Teil 2

Heute gibt es, wie angekündigt, einen kleinen Ausblick auf meine Saisonplanung. Natürlich ist da zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts in Stein gemeißelt und vor allem im Hinblick auf die sich ständig ändernden Coronaregeln kann man nichts sicher planen. Daher will ich auch noch gar nicht auf meine Wettkampfplanung eingehen, sondern erst einmal die anstehenden Trainingslager und den Aufbau bis zum ersten Rennen planen. Nach letztem Jahr komplett ohne Trainingslager in der Vorbereitung, will ich auf jeden Fall nicht nur in Nürnberg trainieren. Meiner Meinung nach kann man gut einen gewissen Teil der Saisonvorbereitung gut in der Kälte und auf der Rolle absolvieren. Ein Tapetenwechsel ist aber trotzdem wichtig um im Kopf frisch zu bleiben!

Saisonstart

Quelle: Projekt Classof22

Dieses Jahr bin ich ziemlich spät ins Training gestartet und das merke ich auch aktuell noch deutlich im Training. Durch die lange letzte Saison, den Bundeswehrlehrgang und meine Ellenbogenverletzung, ging es für mich erst im Dezember wieder los. Im Vergleich zu letzter Saison war ich Anfang Januar schon zwei Monate länger im Training und die Einheiten waren schon deutlich intensiver. Da muss man aber einfach cool bleiben und auf den Trainingsplan und den Trainer vertrauen. Bis zu den ersten Rennen ist es noch ein ganzes Stück und ich habe noch das ein oder andere Trainingslager vor mir, die mir dann hoffentlich noch den nötigen Formboost geben 😉

Trainingslager numero uno

Quelle: Tom Meyer

Die aktuelle Planung sieht vor, dass ich Anfang Februar mit der Nationalmannschaft nach Fuerteventura ins Trainingslager gehe. Darauf freue ich mich schon ziemlich, weil es dort wieder neue Gesichter und Abwechslung im Training geben wird. Außerdem werde ich zu diesem Zeitpunkt sechs Wochen hier in Nürnberg trainiert haben und für das ist für mich genau die richtige Dauer, bevor es in der Kälte hier zäh wird durchzuziehen.

Trainingslager numero dos

Quelle: mein Handy

Nach diesen drei Wochen werde ich aber auch wieder froh sein von der eintönigen Vulkaninsel runterzukommen. Die nächsten zwei Wochen sind noch nicht ganz spruchreif, aber eventuell (wenn die Flugverbindung passt) werde ich von Fuerte direkt nach Mallorca fliegen und mich der jüngeren Trainingsgruppe aus Nürnberg anschließen. Dort ist Michelle als Trainerin mit dabei und ich kann meine ersten ruhigen Tage nach den intensiven Wochen in Fuerte genießen und ein bisschen Zeit mit meiner besseren Hälfte verbringen 😉 Danach wird natürlich wieder hart trainiert und Mallorca ist einfach immer eine Reise wert!

Trainingslager numero tres

Um die Reise durch den Süden perfekt zu machen, habe ich dann vor mit der Fähre ans Festland überzusetzen und von Barcelona mit dem Zug nach Girona zu fahren. Dort werde ich wieder mit der Gruppe aus Nürnberg zusammentreffen und den Rest des März in DER Triathlon- /Radsportstadt trainieren. Wir haben dort letztes Jahr sehr gute Erfahrungen gemacht und die Kombination von Trainingsbedingungen, Kaffees und Stadtleben ist sicher einzigartig.

Mal sehen ob das alles so klappt, aber es wäre auf jeden Fall ein richtig cooles Erlebnis und nicht nur Trainingslager, sondern auch ein bisschen Urlaub und Abenteuer… mit gerade mal drei relativ kurzen Flügen, auch noch mit meinem Umwelt-Gewissen zu vereinbaren.

Ich halte euch hier auf jeden Fall auf dem Laufenden!

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Neujahrsvorsätze und so – Teil 1

Das wars also mit 2021! Damit das hier aber kein langweiliger Jahresrückblick wird, denn davon gab es sicherlich schon genug, werde ich in diesem Blog mal einen vorsichtigen Blick auf das vor uns liegende Jahr werfen und meine persönlichen Vorhaben aufschreiben. So etwas soll ja bekanntlich bei der Verwirklichung helfen… Wer trotzdem noch nicht genug von Rückblicken hat, kann sich aber natürlich gerne die letzte Episode der Muskelmeisterei anhören.

Grundsätzlich bin ich kein Fan davon, jedem Jahresende bzw. -beginn entgegenzufiebern und mir alle möglichen Vorsätze fürs neue Jahr vorzunehmen. Das vergangene Jahr wird dadurch ja nicht gelöscht und man vergisst vielleicht, die guten Dinge ins neue Jahr mitzunehmen. Trotzdem kann ich mich der ganzen Besinnung über die Feiertage nicht völlig entziehen und nehme mir auch gerne die ein oder andere Sache fürs neue Jahr vor.

Ich würde mich eher als einen analytischen Typ bezeichnen und daher habe ich mir zwei Dinge für das neue Jahr vorgenommen, die im Letzten vielleicht nicht perfekt liefen.

intensity control / train smart

Wow englische Begriffe. Hört sich aber einfach besser an als „Intensitätskontrolle und trainiere schlau!“ – finde ich zumindest… Was ich damit meine: Der Sport Triathlon ist als klassischer Ausdauersport, mit viel Fleiß im täglichen Training verbunden. Trotzdem wird wahrscheinlich nicht der Athlet gewinnen, der am meisten und am härtesten trainiert, sondern derjenige, der in den richtigen Bereichen trainiert. Letztes Jahr habe ich zusammen mit meinem Coach wieder viel über meinen Körper dazugelernt und zu wenig und zu langsames Training war sicher nicht das Problem am Anfang der Saison 😉 daher gilt also für dieses Jahr: schlau und in den richtigen Bereichen im Training zu agieren.

Lebe den Moment! 

Dieses Mal deutsch, dafür aber eine ganz schön abgedroschene Phrase. Im eigentlichen Sinn aber sehr schön und meiner Meinung nach ein guter Neujahrsvorsatz. Ich neige schnell dazu, immer ans Nächste zu denken und entspannte Momente zu wenig wertzuschätzen. Der Ehrgeiz der mir im Sport sicher hilft erfolgreich zu sein, steht mir hier öfter mal im Weg. Daher finde ich den Vorsatz sehr passend für mich, die schönen Momente dieses Jahr mehr zu genießen – im Sport aber auch abseits davon.

So viel zu meinen Vorsätzen für 2022. Wem der Beitrag zu philosophisch war – Pech gehabt. Nächste Woche gibts dafür wieder mehr Triathlon und ich stelle euch meine geplanten Trainingslager und Wettkämpfe für die nächsten Monate vor, so gut es geht bei der aktuellen Situation. 2022 ist wohl doch nicht so anders als 2021 🙁

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Schon wieder so weit?

Wie jedes Jahr gehts dann doch auf einmal immer super schnell und es ist der letzte Tag des Jahres. Ganz klassisch, dass natürlich heute ein kleiner Post dazu kommt. Aber ich möchte diesen Blog gar nicht wirklich dazu nutzen um auf das vergangene Jahr zurück zu blicken – viel mehr möchte ich in das neue Jahr schauen, denn da wird es für mich so einige Veränderungen geben!

Bevor ich aber dazu komme, ach vielleicht doch noch ein kleiner Rückblick – aber nicht um in Erinnerungen zu schwelgen – aber so versteht man meine Zukunftspläne denke ich ein wenig besser;)

Rückblick: ganz kurz:)

Dieses Jahr war bei mir ganz schön viel los und so ist dieser Blog Post auch immer weiter nach hinten gerutscht… dafür wollte ich mir aber heute auf jeden Fall noch kurz Zeit nehmen und somit, los geht‘s!

Eine der größten Aufgaben dieses Jahr war für mich mit Sicherheit das Abitur. Neben meiner Triathlonsaison wollte ich unbedingt ein richtig gutes Abi schreiben und habe im Winter über ganz schön rausgenommen im Training. Nachdem es die letzten Jahre doch immer sehr viel war im Sport unterwegs zu sein und nebenbei noch gut in der Schule sein zu wollen, haben meine Trainier und ich ganz bewusst entschieden dieses Jahr alles daran zu setzen mich verletzungsfrei, entspannter und somit auch einfach glücklicher durch den Winter zu bringen. Den Fokus auf den Sport wollten wir dann vermehrt wieder nach den ganzen Abiprüfungen setzen. Leider hat das mit dem verletzungsfrei nicht zu 100% geklappt, sehr lange Ausfälle blieben mir dieses Jahr aber zum Glück erspart. Nach so einer Vorbereitung habe ich mich dann sehr überraschend für die EM in Kitzbühel qualifiziert und durfte in meinem letzten Juniorenjahr hier nochmal an die Startlinie treten.

Weiter ging es dann mit einem absolut geilem Trainingslager in der Toskana, meiner Abi Abschlussfeier von der ich dann direkt zur geplanten Heim DM in Schongau gefahren bin (die dann leider aber wegen Hochwasser und gefährlichen Rennbedingungen abgesagt wurde), dafür dann einem Heim Bundeliga Rennen in Nürnberg, einem Mannschaftspodium in Saarbrücken bei der Bundesliga und zu guter letzt noch einer letzten Deutschen Meisterschaft im Juniorenbereich. Vielleicht war es nicht ganz das letzte Juniorenjahr das ich mir als ältester Jahrgang dieser Altersklasse vorgestellt hätte, trotzdem durfte ich so viele tolle Erfahrungen machen, habe unglaublich viel für mich mitgenommen und spannende Entscheidungen getroffen die anders vielleicht nie entstanden wären!

Saarbruecken, Deutschland – August 28: Herrmann Felipa (13), Henseleit Franca (16), Neubert Tanja (15), ProAthletes KTT 01, Triathlon Bundesliga 2021 in Saarbruecken. (Photo by JoKleindl)
@triathlonpics

Tapetenwechsel

Ganze fünf (5!) Jahre war ich jetzt am Bundesstützpunkt Triathlon in Nürnberg. Zuerst im Internat, dann noch in einer Athleten WG und ehrlich, ich hatte einer hammer Zeit dort! Und jetzt ist das alles vorbei? Vorbei auf jeden Fall nicht aber es wird mit Sicherheit ein wenig anders wenn ich das nächste mal nach Nürnberg komme.

Nach der abgesagten Deutschen Meisterschaft im Juli war ich erst einmal sehr aufgeschmissen um ehrlich zu sein und wusste so gar nicht was ich denn jetzt machen soll. Klar, das war nur ein Rennen (und wurde später auch noch nachgeholt) aber es lag genau in meiner „Nach-Abi-Zeit“ und auf einmal tauchte in jeder Konversation auf einmal die Frage auf: „Und wie geht es jetzt weiter bei dir? Was machst du jetzt nach dem Abi?“. Mm – gute Frage. Ich hatte gar nie groß darüber nachgedacht nach dem Abi NICHT in Nürnberg zu bleiben. Dort gefällt es mir, die Trainingbedingungen sind gut und ich habe tolle Leute um mich herum. Und trotzdem; als die Mietvertragsverlängerung für meine Wohnung in meinem Postfach lag und immer mehr Menschen nach meinem Plan für die nächste Zeit fragten, wurde mir immer mehr klar, dass die „einfach in Nürnberg bleiben“ Variante zwar nicht schlecht war, ich aber auch nicht zu 100% zufrieden damit war.

Also fing ich an zu überlegen – long story short – (die Entscheidung fiel tatsächlich auch super schnell): ich möchte studieren, gleichzeitig aber auch noch weiter Leistungssport machen. Eine etwas schwierige Kombi… und so kam ich also auf Amerika. Hier gibt es eine ganz gute Möglichkeit Studium und Sport über die Uni zu verbinden. Dort habe ich ein Stipendium bekommen (eine Kombination aus einem Akademischen- und einem Sportstipendium) und werde schon nächste Woche dorthin aufbrechen!

Jetzt ist es vielleicht ein wenig verständlicher warum die letzen Wochen ganz schön viel bei mir los war und wenige ruhige Phasen blieben. Neben den Vorbereitungen für meine Abreise durfte ich im Dezember noch ins Trainingslager nach Fuerteventura, dann war schon wieder Weihnachten, die Feiertage und zu guter letzt jetzt schon Silvester – und meine Abreise nach Amerika in schon 4 Tagen!

@reyemotion (Tom Meyer Sportphotograph)

Am 4. Januar geht es also los an die Queens University of Charlotte in North Carolina. Dort gibt es Triathlon als Unisportart mit einer starken Trainingsgruppe und gleichzeitig darf ich mein Psychologiestudium beginnen. Mehr zum Ablauf des Studiums, meinem Stipendium, den Wettkämpfen, Unileben &allem Möglichen gibts dann ganz bestimmt beim nächsten Mal und im Laufe des Jahres.

Jetzt gehts aber gleich zum Silvesteressen und noch länger möchte ich euch jetzt mit dem Blogpost auch nicht aufhalten:)

Feiert schön und einen guten Start ins neue Jahr!

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Schwimmblog Taliso Engel: Jahresrückblick

PARA SCHWIMMEN (KOTO-KU), JAPAN – September 1: ENGEL, Taliso (GER), paralympische Klassifikation S13/SM13/SB13. Maenner Endlauf 100 Meter Brustschwimmen in der Klasse SB13. Rennen. Sieger. Champion. Jubel. Florian Schwarzbach / DBS

Hiii, 

das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu, deshalb wird es langsam Zeit auf dieses wunderschöne, ereignisreiche Jahr zurückzublicken und sich auf 2022 zu freuen. 

Dieses vergangene Jahr 2021 war – mit dem Gewinn der Gold Medaille bei der EM auf Madeira, nur ein paar Wochen später dem erfolgreichen Abschluss meines Fachabis und zu guter Letzt dem 1. Platz mit zwei Weltrekorden bei den Paralympics in Tokyo und allen daraus entstandenen Veranstaltungen und Ehrungen wie beispielsweise dem „Sporthilfe Club der Besten“ und der Verleihung des Silbernen Lorbeerblatts durch Bundespräsident Steinmeier – ein ganz besonderes und unvergessliches Jahr für mich, auf das ich auf jeden Fall immer mit einem großen Lächeln zurückblicken werde. 

Zwei besondere Erlebnisse in 2021

Es gab für mich persönlich in diesem Jahr zwei besonders schöne Erlebnisse, die sich ganz klar von allen anderen absetzen. 

Das erste ist natürlich, wie sollte es anders sein, der Gewinn der Goldmedaille über die 100m Brust in Tokyo. Ich stellte dort bereits im Vorlauf einen neuen Weltrekord auf, welchem ich im Finale dann sogar nochmal knacken konnte. Mein ursprüngliches Ziel über die 100m Brust war es eigentlich eine Medaille zu gewinnen – egal welche. Das dann eine Goldmedaille und zwei Weltrekorde direkt bei meinen ersten Paralympics rauskommen war für mich lange schwer zu realisieren.

Das Rennen von Tokyo könnt ihr euch hier nochmal anschauen: https://tokio.sportschau.de/tokio2020/paralympics/videos_audios/Schwimmen-Taliso-Engel-gewinnt-Gold-ueber-die-100-Meter-Brust,paralympics3564.html

Zu dem zweiten Bild brauche ich eigentlich nicht mehr viel sagen – schaut es euch einfach an. 

Es fällt mir echt schwer diese unvergessliche Woche nochmal in Worte zu fassen. Nach all den trainingsreichen Jahren, die zudem mit Coronaeinschränkungen gespickt waren, war es fast surreal, einfach dort im „Sporthilfe Club der Besten“ glücklich mit einem kühlen Drink am Strand zu sitzen und mal komplett abzuschalten. Kein Druck, kein Stress und alles was gerade in der Heimat passiert einfach zu vergessen…

Ich habe in dieser Woche so unglaublich viel erlebt, soviel gelacht und so viele tolle Leute kennengelernt, wofür ich der Deutschen Sporthilfe unfassbar dankbar bin!

Allgemein möchte ich mich bei allen, die mich in diesem besonderen Jahr begleitet und unterstützt haben, ganz herzlich bedanken!
Ich freue mich schon sehr auf ein schönes und erfolgreiches Jahr 2022 mit euch!

Bleibt alle gesund und kommt gut ins neue Jahr!

Bis bald,

Euer Taliso

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Schwimmblog Taliso Engel: Kleines Update und Frohe Weihnachten

Hi,

eigentlich hatte ich euch ja versprochen von meinen kommenden Veranstaltungen zu erzählen.
Nun ja, leider wurde nach der Verleihung des Silbernen Lorbeerblatts so gut wie jede weitere Veranstaltung und Ehrung aufgrund von Corona abgesagt. Unter anderem auch die Veranstaltung zum Para Sportler des Jahres 2021. Die Ergebnisse der Wahl wurden trotzdem noch bekannt gegeben und die Gewinner zum ZDF eingeladen. Ich durfte mich dieses Mal über den 2. Platz freuen, worüber ich sehr stolz bin. Nachträglich auch hier nochmal einen ganz herzlichen Glückwunsch an die Gewinner der einzelnen Kategorien. 

Den Plan, vor ungefähr einer Woche, einen kleinen Wettkampf bei uns am Landesstützpunkt iim Langwasserbad zu veranstalten konnte uns Corona zum Glück nicht versauen. Allerdings konnte ich leider 1,5 Wochen aufgrund meiner Booster-Impfung nicht trainieren, wodurch ich zum Zeitpunkt des Wettkampfes erst knapp eine Woche wieder im Training war. Dementsprechend war mein Start an diesem Wettkampf eher spontan. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mit meinen Ergebnissen nach dieser Zwangspause sehr zufrieden bin.

Ich startete über:

100 Brust (1:05,69) 

50 Kraul (24,88)

100 Kraul (54,63)

50 Schmett (27,22)

Auch beim Skin Race am Ende des Wettkampfes schnitt ich besser ab, als ich erwartet hätte und konnte hier noch den 3. Platz erreichen. Das Preisgeld für die Siegerehrung des Skin Races stellt ipp zur Verfügung und Volker kam zur Übergabe sogar höchst persönlich vorbei. Vielen Dank, dass ihr unseren Sport immer wieder so großartig unterstützt!

Weihnachten habe ich dann ganz entspannt mit meiner Familie verbracht. Ich hoffe, ihr hattet auch alle ein paar entspannte Tage und konntet die Zeit genießen.

Eigentlich wäre für mich über Silvester ein Trainingslager mit der Nationalmannschaft in Belek auf dem Programm gestanden. Dieses habe ich aber leider auch abgesagt, denn nun heißt es für mich, dass ich mich auf meine Seminararbeit konzentrieren muß.
Denn auch schulisch war vor Weihnachten leider echt viel los, wie ihr wisst bin ich ja gerade in der Abiklasse…und echt froh wenn der Stress dann auch irgendwann ein Ende hat.

Zum Glück haben wir hier am Stützpunkt in Nürnberg aber auch die Möglichkeit in den Ferien zu trainieren und somit kann ich Schule und Training hier besser kombinieren.

Ich werde mich dann kurz vor Silvester nochmal mit einem kleinen Jahresrückblick bei euch melden.

Bleibt gesund, 

Euer Taliso

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Der Weihnachtsblog

Heute gibts kein langes Gelaber sondern nur kurze Weinachtswünsche und ein paar Bilder der letzten Tage. Der Cut könnte dabei nicht drastischer sein, denn nach +20 Grad auf Fuerte, warteten frostige -7 Grad in München auf uns. Der Kälteschock blieb grade so aus und seit gestern ist es ja (leider) auch schon wieder wärmer. Heute war ich auf jeden Fall entspannt mit der Familie skaten und genieße die nächsten ruhigen Tage, mit wenig Training und dafür umso mehr Plätzchen, Kaffee und gutem Essen. In diesem Sinne: Hohoho, frohe Weihnachten euch allen!

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