Girona – inoffizielle Hauptstadt der Triathlonwelt

Nördlich die katalanischen Pyrenäen, südlich die Costa Brava und die Metropole Barcelona. Wenn Girona wirklich so etwas wie die Hauptstadt der Triathlonszene wäre, dann natürlich mit dem einzig wahren Jan Frodeno als König. Wenn er morgens mit dem Espresso Doppio aus der Lamarzocco Maschine auf seine Terrasse tritt, liegt ihm die Stadt wortwörtlich zu Füßen. Denn seine Villa liegt auf einer Anhöhe direkt neben dem Stadtzentrum, mit all seinen schmalen, gepflasterten Gassen und unzähligen Hipster Kaffees und Restaurants. Und ganz ehrlich, ich kann auch verstehen warum Girona Frodos Wahlheimat geworden ist. Der 50m Pool ist nicht weit, es gibt gute Trails zum Laufen und vor allem die Radstrecken sind ein Traum. Umgeben von bewaldeten Hügeln, liegt die Stadt in einer großen Ebene, sodass man von flachen bis sehr bergigen Routen alles abdecken kann. Und das auf sehr schönen, kaum befahrenen und kleinen Straßen…

Doch was hab ich mit dem Ganzen zu tun? Die Saison ist doch schon fast vorbei oder? Fast, aber noch nicht ganz! Zwei Rennen stehen definitiv noch auf dem Programm: als erstes ein Europacup in Barcelona am 10. Oktober und das zweite wird definitiv spannend, meine Premiere auf der Mitteldistanz bei der Challenge Mallorca!

Zur Vorbereitung dieser beiden Rennen bin ich jetzt hier in Girona und werde von hier aus zunächst nach Barcelona und am Mittwoch darauf nach Mallorca reisen. Viel Zeit für die Vorbereitung auf die Mitteldistanz bleibt jetzt nicht mehr, daher werden wir im Trainingsalltag nicht viel verändern und ähnliche Einheiten wie bei der Vorbereitung auf die WM über die olympische Distanz trainieren. Den Europacup nehme ich daher noch voll aus dem Training mit, was bei einer Sprintdistanz ja auch meistens ganz gut funktioniert…

Girona war aber definitiv die Reise im Vorfeld wert und wir haben beschlossen auch nächstes Jahr ein oder zwei Trainingslager hierher zu verlegen. Die Zeit gerade dient also auch dem “Scouten” für nächstes Jahr;) Hier jetzt noch ein paar Bilder von den ersten Trainingstagen:

Girona bei Nacht

Ausfahrt an Tag 3:

96km/ 3:15h/ 1000hm

Tag 4: Costa Brava Loop 116km/ 3:55h / 1400hm

Coffee stop 😉

Bisschen Touri Mode muss auch sein…

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Bundesligafinale in Saarbrücken

Bundesligarennen sind immer richtig cool. Vor allem dieses Jahr wurden hier ein paar neue und erfrischende Formate ausprobiert, die auch mir als Athlet sehr viel Spaß gemacht haben. Das Rennen am vergangenen Samstag war ebenfalls ein besonderes Format: Jedes Team stellte vier Athleten an den Start. Die ersten drei Athleten mussten zunächst nacheinander 600m im Becken schwimmen und warteten anschließend vor der Wechselzone auf den vierten Athleten. Der Schlussschwimmer der Staffel musste dann nach 650m direkt aus dem Wasser zum Rad laufen und zusammen mit den wartenden Athleten aus seinem Team auf die Radstrecke gehen. Rangefahren wurden 20km, wobei Windschatten fahren im Team erlaubt, aber zusammen mit anderen Teams verboten war. Zum Abschluss wurden dann noch fünf Kilometer auf einer welligen Strecke gelaufen und im Ziel zählte die Zeit des dritten Athleten. Man durfte also einen Athleten im Laufe des Rennens “verlieren”.

Das Optimum wären also vier sehr starke – und in den Disziplinen – ausgeglichene Athleten, die sich gegenseitig in der Führung abwechseln können und so möglichst schnell das Ziel erreichen würden. Vor allem durfte aber kein Athlet eine starke Schwäche im Schwimmen haben, da die Schwimmstrecke mit addiert 2450m, überproportional lang war (im Verhältnis zum Radfahren und Laufen). In unserem Fall hatten wir vier sehr unterschiedliche Athletentypen, die sich aber in einem Teamrennen sehr gut ergänzen konnten. Ich zähle mal kurz unsere Aufstellung in Startreihenfolge auf:

  1. Timo Hackenjos: sehr guter Schwimmer, übergibt vermutlich in Führung; kann auf dem Rad das Backup machen und als großer Athlet unserem kleinen Franzosen Arnaud viel Windschatten geben 😉 hat im Laufen wahrscheinlich nicht ganz die schnellen Beine um mitzulaufen aber kann bis zum Radabstieg möglichst viel Arbeit übernehmen und uns einen Vorteil im Schwimmen verschaffen
  2. Ich: guter Schwimmer; versuche den Vorsprung von Timo zu halten und an Eric zu übergeben; kann erholt aufs Rad steigen und hier viel arbeiten; wenn nötig Arnaud im Laufen schieben
  3. Eric Diener: Schwimmt etwas schwächer als ich aber wird nicht entscheidend viel im Wasser verlieren; ebenfalls stark auf dem Rad und kann sich mit mir in der Führung abwechseln; hat im Laufen auch keine Schwierigkeiten mitzulaufen oder mal Arnaud zu schieben
  4. Arnaud des Boscs: ähnlich wie Timo sehr guter Schwimmer; muss aber direkt aufs Rad steigen und dann versuchen dranzubleiben; hatte im Laufen eine verletzungsbedingte Pause, kann aber auch gut laufen

Wir rechneten vor dem Wettkampf unsere Chancen durch und kamen im Optimalfall auf Rang drei, da Buschhütten das Team Saar auf jeden Fall stärker einzuschätzen waren, aber auch das Team aus Süßen und Darmstadt eine gute Mannschaft am Start hatten. Ich persönlich hatte aber einfach nur mega Bock auf den Wettkampf und vor allem die Radstrecke sah vor dem Rennen mit zwei Anstiegen pro Runde und vielen technischen Passagen sehr vielversprechend aus.

Langer Vorbericht, kurzer Rennbericht. Unser Plan ging auf! Im Schwimmen hatte ich zwar nicht so gute Arme wie erhofft, aber wir kamen zusammen mit Buschhütten und Darmstadt, aber bereits 25sek hinter Team Saar aus dem Wasser. Auf dem Rad fühlte ich mich dafür richtig gut und wechselte mit ca. 50/50 mit Eric ab und wir konnten Darmstadt distanzieren und an den Vorjahressiegern aus Buschhütten dranbleiben. ich merkte allerdings schon, dass Arnaud hier ganz schön zu kämpfen hatte und musste hier dosiert um die Kurven und in die Anstiege fahren, um ihn hier nicht zu verlieren.

Saarbruecken, Deutschland – August 28: Henseleit Simon (42), Eric Diener (43), hep Team NSU, Triathlon Bundesliga 2021 in Saarbruecken. (Photo by JoKleindl)

Team Saar spielte hier voll seinen Heimvorteil aus und fuhr neben der reinen Wattleistung, vor allem auch die technischen Passagen richtig stark. Wir stiegen zusammen mit Buschhütten ca. 55sek hinter den Führenden aus dem Saarland vom Rad und gingen nun auf die Laufstrecke.

Saarbruecken, Deutschland – August 28: Simon Henseleit (42), Eric Diener (43), Arnaud Des Boscs (44), Timo Hackenjos (41), hep Team NSU, Triathlon Bundesliga 2021 in Saarbruecken. (Photo by JoKleindl)

Timo konnte am Anfang unserem Tempo leider nicht mehr ganz folgen, aber Arnaud hielt sich mit ein bisschen Anschieben gut. Wir hatten auch nicht den riesigen Stress, denn wir hatten uns auf dem Rad gut absetzen können und vor dem vierten Team aus Süßen ca. 1min Vorsprung. Ziemlich geärgert hat mich aber dann doch die 10sek Zeitstrafe die wir wegen “Blockig” auf dem Rad bekommen haben und beim Laufen absitzen mussten. Fast schon typisch für ein solches Rennen mit Windschattenverbot. Hier muss ich aber wirklich unsere Unschuld beteuern, denn Buschhütten hat uns in der zweiten Runde an einem sehr ungünstigen Zeitpunkt überholt (Am Ende des Uniberges vor einer Abfahrt mit ein paar Kurven) und nur zwei von vier Athleten kamen an unserer Gruppe vor der Kurve vorbei. Das legten die Kampfrichter so aus, als hätten wir nicht alle überholen lassen, aber dafür war einfach zu wenig Platz vor der Kurve… aber halb so schlimm, hat uns keine Platzierung gekostet und mir eigentlich auch wenig ausgemacht.

Saarbruecken, Deutschland – August 28: Simon Henseleit (42), Eric Diener (43), Arnaud Des Boscs (44), hep Team NSU, Triathlon Bundesliga 2021 in Saarbruecken. (Photo by JoKleindl)
Saarbruecken, Deutschland – August 28: Simon Henseleit (42), Eric Diener (43), Arnaud Des Boscs (44), hep Team NSU, Triathlon Bundesliga 2021 in Saarbruecken. (Photo by JoKleindl)

Am Ende landeten wir also auf Platz drei und konnten uns in der Saisongesamtwertung noch auf Rang vier vorarbeiten. Ein Bonus war noch mein zweiter Platz in der Einzel-Gesamtwertung der Bundesliga, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hatte!

Saarbruecken, Deutschland – August 28: Simon Henseleit, Lasse Nygaard Priester, Jannik Schaufler, Triathlon Bundesliga 2021 in Saarbruecken. (Photo by JoKleindl)

Ein gelungener Abschluss also für das letzte Rennen der Bundesliga!

Diese Woche steht dann vor allem wieder etwas Grundlagentraining an und am Wochenende bin ich mit meinem Hauptsponsor “hep” bei der Challenge Roth als Zuschauer unterwegs. Also mal etwas Zeit um nach den letzten Wochen in Kanada und dem direkt folgenden Rennen in Saarbrücken etwas runterzukommen und sich mental zu erholen…

Bis nächste Woche!

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Acht Tage Schwarzwald

Gerade befinde ich mich im Schwarzwald, genauer gesagt in der Casa Männer in Zell im Wiesental. Magnus war so nett und hat ein paar Jungs aus Nürnberg und mich zu sich nach Hause eingeladen – ein mini Trainingslager sozusagen. Dementsprechend kurz wird der heutige Beitrag, da die Tage ganz schön vollgepackt mit Training sind!

Fokus ist hier ganz klar das Radfahren, da man hier in der Gegend einfach die traumhaft schönen und langen Anstiege ausnutzen muss! Die ersten paar Tage waren auch ein ganz schöner Schock für’s System, da es nach zehn Minuten im Flachen, meistens direkt bergauf geht. Und zwar nicht so wie in Nürnberg, sondern auch meistens länger als 30 Minuten. Der Anfang ist mit den müden Beinen vom Vortag zwar meistens ziemlich zäh, aber nach ein paar Minuten findet man seinen Rhythmus. Vor allem der gestrige Anstieg über 50 Minuten und 800 Höhenmetern hat richtig Spaß gemacht und hatte definitiv etwas meditatives an sich!

Diese Woche stehen aber auch wieder schnellere Einheiten auf dem Trainingsplan, denn das nächste wichtige Rennen ist schon in zwei Wochen. Am Wochenende vom 17. und 18.06. wird in Ungarn, im Rahmen eines Europacups, das letzte Ticket für die U23 WM in Edmonton vergeben. Das ist auf jeden Fall das größte Ziel in dieser Saison und ich hoffe, ich kann den Aufwärtstrend der letzten Rennen mitnehmen und mir in Ungarn das Ticket sichern!

Bis dahin genieße ich aber noch die Zeit hier im Schwarzwald, sammle ein paar Kilometer auf dem Rad und versuche, auch der Laufform noch den letzten Schliff zu verpassen. Für die letzte wichtige Einheit am Wochenende geht’s aber dann schon wieder zurück nach Nürnberg, damit die unter den Augen von Coach Roland auch perfekt läuft 😉

Bis nächste Woche!

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What´s up next?

Weil letzte Woche nicht wirklich viel passiert ist, gibts heute einen Ausblick auf meine nächsten Rennen.

Europacup Caorle Rad // Quelle: Silva Ultralite Triathlon

Mit meiner Leistung in Caorle letzte Woche bin ich zwar noch nicht hundert Prozent zufrieden, aber der 15. Platz ist rückblickend doch mehr wert als ich dachte. Damit habe ich mir grade noch so die Weltcup Quali gesichert und außerdem wurde ich letzte Woche für die Europameisterschaft in Kitzbühel nominiert! Diese findet vom 18.-20. Juni über das Format der Supersprintdistanz statt. Am Freitag werden die Halbfinals über 500m Schwimmen, 12km Radfahren und 3km Laufen ausgetragen. Die Besten aus jedem Semifinale qualifizieren sich dann für das Finale am Samstag (vermutlich 30 Athleten). Es wird auf jeden Fall cool als Elite Athlet an der Startlinie zu stehen, denn der Triathlon in Kitzbühel und ich kennen uns schon ziemlich lange;) Das erste Mal bin ich hier vor über 10 Jahren gestartet! (Damals natürlich noch bei den Schülern) Meine Eltern, meine Schwester und ich fuhren früher immer mit unserem VW Bus zu den Rennen und übernachteten auf Campingplätzen oder direkt am See an der Wettkampfstrecke. Kitzbühel war auf jeden Fall immer eine Reise wert, auch wenn es in meiner Erinnerung dort immer geregnet hat.

Radabstieg EC Caorle // Quelle: Alessio Fioravanti

Bevor es für mich nach Kitzbühel geht, steht aber noch ein weiteres Highlight auf dem Programm: DM Elite in Berlin am 05./06.06. Diese wird im Rahmen der 1. Triathlon Bundesliga und “den Finals” (ein Zusammenschluss mehrer nationaler Titelkämpfe aus den verschiedensten Sportarten) ausgetragen und daher auch im ZDF/ ARD übertragen. Dazu dann aber nächste Woche noch genauere Infos.

Wechselzone EC Caorle // Quelle: Silca Ultralite Triathlon

Das Training diese Woche ist ziemlicher Standard. Ein paar harte Einheiten (auch gekoppelt) aber allzu viel passiert nicht mehr im Hinblick auf Berlin. Eine Empfehlung kann ich euch für die Woche aber noch geben: Am Mittwoch Vormittag (Start 10:30 Uhr) wird in Kienbaum der interne Wettkampf der DTU für die letzten Olympiatickets ausgetragen. Das Format: Einzelstart mit Windschattenverbot über die Mixed Team Relay Distanz (ca. 300m/ 7km/ 1,9km). Angeblich gibt es auch einen Livestream also schaut einfach mal auf den Kanälen/ der Website der DTU vorbei, denn das wird auf jeden Fall spannend und vermutlich wird die Entscheidung innerhalb weniger Sekunden fallen.

Einen guten Start in die Woche und nächsten Montag gibts wieder mehr Text;)

Simon

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Schon wieder Montag

Es ist wie es ist, schon wieder Montag. Der Titel verrät heute auch einiges über meine Laune, als ich heute früh aufgewacht bin. Heute verstehe ich voll und ganz, warum viele Leute den Montag hassen. Das Wochenende erscheint ewig weit weg, man muss früh zur Arbeit und das zurückliegende Wochenende war zwar schön, aber viel zu kurz und nicht erholsam genug. Ich musste heute auch früh raus und wusste die erste Hälfte des Tages würde lang werden.

Meine heutige Gefühlswelt

6:45 Uhr: der Wecker klingelt. Viel zu früh! Fühle mich wie von einem Zug überrollt, aber hilft ja nichts. Aufstehen, bereue direkt, gestern Abend nach dem Abendessen nur noch auf der Couch gelegen zu haben, anstatt nochmal zu dehnen und die Muskeln mit der Blackroll zu lockern. Verdammt meine Waden sind echt zu! Erstmal in die Küche, vielleicht hilft ja der doppelte Espresso… ah schon besser. Next step: Frühstück. Habe schon wieder richtig Hunger, aber eigentlich keine Lust schon wieder Haferflocken zu essen. Ist aber einfach das Beste für langsame Energiefreisetzung und das anstehende Krafttraining + Schwimmen. Bisschen Zimt, Honig, Hafermilch, Walnüsse und Apfel rein. Schmeckt eigentlich ganz gut, also rein damit.

7:30 Uhr: Raus aus dem Haus, ab aufs Stadtrad. Zumindest regnet es nicht, aber nur zwei Grad… echt jetzt es ist inzwischen Mai! Air Pods rein, Musik an. Bisschen Deutschrap um wach zu werden. Erster Kilometer geschafft, ich war auch schonmal schneller auf dem Weg zum Schwimmbad. Fünf Kilometer später, bin langsam warm geworden und am Bad angekommen. Maske auf, rein und umziehen.

8:00 Uhr: Beginn Krafttraining. Wir sind zu Fünft im Kraftraum. Ein kurzes “Guten Morgen”, aber mehr Kommunikation gab auch nicht. Jeder macht sich auf seiner eigenen Matte warm, paar Mobilisationsübungen bevor das angeleitete Training beginnt. Den Anderen gehts wohl so wie mir. Keiner hat Lust was zu sagen und jeder arbeitet still vor sich hin.

8:15 Uhr: Roland stellt uns kurz das heute Training dar und routinemäßig machen wir uns an die Stationen. Koordinationsleiter, Stützvariationen mit dem Petziball, Wadenheben und natürlich auch ein paar Bauchübungen. Langsam steigt auch bei allen die Laune und wir quatschen über die Sportevents am Wochenende und werfen uns mit den Bällen ab;) fühle mich langsam wieder ganz gut.

8:45 Uhr: Jetzt noch ein bisschen Arbeit an den Gewichten. Zwei Sätze a 8 Wiederholungen, schnellkräftig ausgeführt. Das ermüdet einen nicht zu stark, aber setzt einen guten Reiz. Heute auf dem Programm: Bankdrücken, Ruderzug, Kreuzheben, Klimmzüge, Dips und Ausfallschritte mit Langhantel. Krafttraining macht echt Spaß! Außer Klimmzüge, da geht bei mir einfach nichts vorwärts und nach zwei Mal Sechs Stück bin ich KO!

9:15 Uhr: Rein in die Badehose und runter in die Schwimmhalle. Die restliche Trainingsgruppe kommt dazu. Kurze Mobilisation inklusive Tratschrunde. Noch schnell einen Riegel essen und dann ab ins Wasser. Heute auf dem Plan: fünf Kilometer mit Sprints und Schnelligkeitsausdauer.

9:30 Uhr: Der erste Kilometer fühlt sich wie immer nach dem Krafttraining zäh an. Ich habe kein Wassergefühl und schwere Arme. Nach den ersten Technikübungen wird es aber besser und die ersten Sprints fühlen sich wieder gut an! Merke aber wie die Energie langsam knapp wird und nehme noch ein Gel. Noch einen 50er auf Zeit: 27,6 sek. Ok für die Vorbelastung und mit schweren Armen. Nur noch ein bisschen ausschwimmen zum Lockern.

11:20 Uhr: Training beendet, kurze Besprechung für die nächste Einheit morgen und dann ab nach Hause.

12:00 Uhr: Liege auf der Couch und schreibe den Blog, der Rest des Tages ist frei! Laune ist wieder gut und der Montag doch gar nicht so verkehrt.

Anmerkung der Freundin: “Frei hast du erst wenn dein Teil des Haushalts erledigt ist.”

Stimmt, Montag ist der einzige Tag an dem ich dafür Zeit habe… aber danach hab ich dann frei!

Machts gut und guten Start in die Woche!

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Wochenrückblick #1 – Durchhänger

Letzte Woche hab ich hier noch groß getönt. Das harte Wintertraining sei vorbei und der Sommer solle vor der Tür stehen. Wenn man jetzt aber aus dem Fenster guckt, ist es eher grau und nass, als sonnig und warm. Noch dazu sind meine beiden Buddys Max und Magnus ab in den Süden nach Gran Canaria. Nach guten vier Monaten Training an einem Ort hab ich ihn jetzt doch bekommen… den Durchhänger!

Warum nicht mit nach Gran Canaria

Warum ich nicht mit nach Gran Canaria alias GC geflogen bin ist eigentlich relativ schnell beantwortet. Erstens ist mir das Risiko einer Coronainfektion während einer Reise aktuell noch zu hoch. Zweitens ist auch das gesamte Drum und Dran nicht 100% gesichert. Haben die Pools vor Ort durchgehend geöffnet, steigen die Infektionszahlen plötzlich an. Dadurch können sich Mutationen schneller ausbreiten aus als gedacht… Natürlich kann auch alles glatt gehen und man findet perfekte Trainingsbedingungen. Definitiv wäre es eine willkommene Abwechslung für den Kopf! Ich will meine beiden Kumpels auch gar nicht verurteilen und verstehe die Entscheidung für ein Trainingslager vollkommen. Ich persönlich hätte mir wahrscheinlich direkt einen Flug für den nächsten Tag gebucht. Zum Glück habe ich noch die Stimme der Vernunft, in Person meiner Freundin Michelle ;). Sie bereitet sich gerade auch intensivst auf ihr Physikum (Zahnmedizin) vor. Ich versuche ihr hier mal etwas zurückzugeben, so wie sie mich auch immer während intensiven Trainingsphasen unterstützt. Sie schlägt meine durchschnittliche Trainingszeit pro Tag, mit ihren acht Stunden lernen, auf jeden Fall deutlich!

Entspannt bleiben und Kuchen essen

Dazu kam, dass das Training letzte Woche überhaupt nicht lief. Ich habe mich von Einheit zu Einheit geschleppt und habe mich nie richtig erholt. Der Umfang ist zur Zeit meistens um die 25-30h/ Woche. Wenn man da einmal zu viel in einer Einheit investiert, wird es einfach schwer wieder aus diesem Defizit rauszukommen. Naja, am Wochenende habe ich daher im Training etwas rausgenommen. Und heute fühle ich mich schon wieder richtig gut und bereit für die nächste Woche! Auch mental komme ich -glaube ich – jetzt wieder besser klar. Es kann nicht jede Einheit perfekt laufen und zum Glück ist es ja auch erst Mitte März. Somit noch reichlich Vorbereitungszeit bis zum ersten Rennen der Saison! Also immer schön entspannt bleiben und Kuchen essen.

It’s Podcast time

Was mir definitiv auch wieder beim entspannen geholfen hat, war der Podcast am Samstag Abend. Zusammen mit Julian Müller (Arzt, Physio und Kumpel – nicht immer in dieser Reihenfolge) nehme ich nun schon seit einem Jahr den Podcast “Muskelmeisterei” auf. Hier quatschen wir einfach über aktuelle Sportereignisse – wie die Challenge Miami am Wochenende – Anekdoten oder sonstige Themen auf die wir Bock haben. Hört doch mal in die neue Folge rein:

https://open.spotify.com/show/2bBBJDYfGXU5VCENblQU02?si=VvZklfQpTdaPu7RS3duUeQ

Ansonsten einfach auf Spotify unter – Muskelmeisterei

Muskelmeisterei: Die neue Episode von Samstag Abend: Anzeige geht raus!

In diesem Sinne wars das für heute

Euer Simon

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Sportblog Simon Henseleit!

Hey meine lieben Freunde!

Mein letzter Blogeintrag ist schon eine Weile her, aber jetzt bin ich definitiv wieder zurück im Blogger-Business 😉 Der Sportblog Simon Henseleit 2.0 ist da!

ipp ist jetzt offiziell mein Sponsor und wird mich auf meinem Weg im Profitriathlon begleiten!

Ich hoffe, dass das hier erst der Beginn meiner Karriere ist. Damit die gemeinsame Reise noch ein paar Jahre dauert! Ich werde jetzt auf jeden Fall regelmäßiger diesen Blog schreiben. Um euch einfach ein paar mehr Insights als auf Social Media geben. Das soll hier auch keine ausschweifende Kolumne werden. Auf Instagram ist meistens einfach kein Platz für Beiträge mit viel Textinhalt. Wenn man mal ehrlich zu sich selbst ist, schaut man sich einen Post nicht länger als ein paar Sekunden an. Vielleicht liest man noch die erste Zeile der Unterschrift aber dann scrollt man auch schon weiter. Wer also Lust hat einmal die Woche ein bisschen zu lesen, ist hier richtig. Themen werden hauptsächlich meine Trainingsinhalte, wichtige Wettkämpfe oder sonstige Events.

Lange Ausfahrt letzten Mittwoch in die fränkische Schweiz/ 143km / 5:20h / 2100hm

Die letzten Tage war das Training etwas ruhiger und ich hatte mal wieder Zeit mich richtig zu regenerieren. Damit ich den Speicher aufladen kann. Das Training geht zur Zeit sehr gut voran aber ist auch ziemlich fordernd. Daher habe ich die letzten vier ruhigeren Tage wirklich gut gebrauchen können.

Auch wenn wir hier in der Trainingsgruppe schon seit Anfang Dezember zusammen trainieren, gab es zum Glück noch keinen Lagerkoller. Ich denke auch, dass wir uns alle zusammen auf ein neues Leistungslevel gehoben haben! Leider steht ein Trainingslager noch nicht in Aussicht (die Corona-Neuinfektionszahlen im Ausland sind einfach noch zu hoch). Dafür werden die Tage hier in Nürnberg immer länger und schöner. Für mich persönlich ist jetzt also das harte und zähe Wintertraining geschafft und der Sommer kann kommen!

Hometraining am 10.03.2021 um 18:30Uhr auf der Clubplattform unserclub.de

Fürs Erste würde ich mich freuen wenn ihr am Mittwoch auf Zoom bei einer entspannten halben Stunde Athletik mitmacht! Inhalt sind laufspezifische Athletikübungen inklusive ein paar Koordinationsaufgaben. Mein Partner “der Goldene Ring” hat in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Nürnberg und der Community Plattform des 1. FC Nürnbergs “unser Club” die “Hometraining” Reihe ins Leben gerufen. Hier bieten alle Sportler des Goldenen Rings unterschiedliche Trainingseinheiten oder Vorträge an, welche im Bezug zu ihrer Sportart stehen. Diesen Mittwoch bin ich an der Reihe. Wenn dich neue Trainingsinhalte interessieren, gehts zur Anmeldung:

https://bit.ly/3bdqklX

Ansonsten hören wir uns in den nächsten Wochen wieder!

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Simon Henseleit – Porträt

Name: Simon Henseleit

Geburtsdatum: 15.01.2000

Sportart: Triathlon

Disziplin: Sprintdistanz

Kader: Perspektivkader (B-kader)

Hobbys: Skifahren, Lesen, Netflix

Was ich besonders mag: Das Gefühl nach einer harten und erfolgreichen Trainingseinheit

Was ich gar nicht mag: Verletzungen

Lieblings-Essen: egal was, Hauptsache viel

Getränk: Cola

Band: Logic

Schulfach: Geographie

Serie: Game of Thrones

Film: Drive

Schauspielerin/Schauspieler: Robert Downey Jr.

Buch: Illuminati

Sportlerin/Sportler: Jan Frodeno

Was ich noch sagen will: Danke an alle die mich auf meinem Weg begleiten und unterstützen, denn ohne euch wäre das nicht möglich.

Sportliche Erfolge:

Saison 2019:

  • 1. Platz Europameisterschaft Junioren Team Relay – Weert
  • 1. Platz Superleague Junioren – Jersey
  • 1. Platz Deutsche Meisterschaften Junioren – Grimma
  • 1. Platz Europacup Junioren – Tiszaujavaros
  • 1. Platz hep challenge Heilbronn Sprint
  • 2. Platz Elite Rennen Ihringen
  • 6. Platz Deutsche Meisterschaft Elite (U23- Wertung Platz 3) – Die Finals Berlin
  • 7. Platz Europameisterschaft Junioren Einzel – Weert
  • 10. Platz 1. Bundesliga Herren – Düsseldorf
  • 10. Platz Junioren Weltmeisterschaft – Lausanne

Saison 2018:

  • 1. Platz Heilbronner Stimme Firmenlauf
  • 1. Platz Triathlon Neckarsulm
  • 2. Platz Junioren Europacup – Tabor
  • 3. Platz Bayerische Meisterschaften Elite – Trebgast
  • 21. Platz 1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga – Binz
  • 22. Platz 1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga – Kraichgau
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Simon Henseleit Triathlon-Blog: Wintertrainingslager Rabenberg

Vor den besinnlichen Weihnachtstagen stand noch einmal ein hartes Trainingslager an. Anders als in den letzten Jahren fuhr ich dieses Jahr mit dem Bayernkader nicht in der ersten Januarwoche, sondern bereits vor Weihnachten für fünf Tage in den Schnee. Das Trainingszentrum hier auf dem Rabenberg – in der Nähe von Johanngeorgenstadt – bietet mit einem hauseigenen 50 und 25 Meter Pool, eigenen Turnhallen und einem großen Kraftraum hervorragende Voraussetzungen um ein intensives Trainingslager durchzuführen. Außerdem hat man direkt Anschluss an gut präparierte Langlauf Loipen, die hinauf zur tschechische Grenze führen und von dort aus in einem kilometerlanges Loipennetz münden.

Da der Lehrgang nur fünf Tage dauerte, versuchten unsere Coaches Roland Knoll und Stephen Bibow, das Training möglichst effektiv zu gestalten. Der Fokus lag hierbei ganz klar auf dem Schwimmen und auf der Schwimmtechnik. Ich nehme euch gerne mal auf einen Trainingstag mit:

Mittwoch 19.12.18:
6:20: Wecker klingelt; aufstehen und erstmal Espresso zum Wach werden trinken
6:45: aufwärmen in der Schwimmhalle
6:55: Sprung ins kalte Wasser; auf dem Programm: 4km mit Fokus auf Technikübungen und Anwendung der Technik bei Renngeschwindigkeit über kurze Strecken
7:30: Schwimmtraining Ende, Duschen, Umziehen und ab zum Frühstück
8:00: Frühstück bis ca. 9:00
10:15: Treffpunkt an der Langlaufloipe; kurzes Gruppenfoto, anschließend 1:40 Stunden skaten, 25 Kilometer mit 450 Höhenmeter, Durchschnittspuls: 146bpm
12:15: Koppellauf 5km in zügigem Tempo (simuliert laufen nach Radfahren), 5km in 18:10min auf geschlossener Schneedecke, Durchschnittspuls: 156bpm
12:45: Ski aufräumen. duschen, umziehen und ab zu Mittagessen
13:00: Mittagessen bis ca. 13:45
14:00: 20min Power-nap
15:00: Koordinationsschulung fürs Laufen und 30min Zirkeltraining in der Halle mit anschließendem Hockeyspiel
16:30: Dehnung zum lockern
17:15: Abendessen mit Besprechung des nächsten Tages
18:45: Treffpunkt in der Schwimmhalle zum Zweiten Schwimmen
19:00: Sprung ins Wasser, jetzt auf dem Programm: 5km mit Hauptserie 7*400m Kraul, als Nachbereitung noch ein paar schnelle 50er
20:45: fertig für den Tag, ab aufs Zimmer und Fernseher an zur Entspannung
22:00: 6:30h Training in den Knochen; Licht aus und schlafen

Der Donnerstag war dafür etwas ruhiger und es standen nur vier kürzere Einheiten auf dem Programm. Das Ziel war für Freitag morgen noch einmal Kräfte zu sammeln, da gestern 1500m gesteigert im Schwimmen auf dem Plan waren. Ich wusste es war nicht mehr viel übrig im Tank und so war ich mit meiner Zeit von 18:52min recht zufrieden und kann auf eine sehr erfolgreiche Trainingswoche zurückblicken.

Gerade sitze ich entspannt vor dem Fernseher und schaue Wintersport. Heute werde ich mich nur mal kurz auf die Rolle setzten, wenn später Biathlon läuft und die Beine lockern. Die nächsten Tage dienen der Erholung und das Training steht dann eher im Zeichen der “Bewegungstherapie”. Erst kurz vor Sylvester werde ich mich dann wieder etwas schneller bewegen um den Körper auf den alljährlichen Sylvesterlauf einzustellen. Dieses Jahr werde ich in Kempten 5 Kilometer laufen und mit ein paar Kumpels hoffentlich um den Sieg kämpfen.

In diesem Sinne
Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr

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