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Michelle Braun Triathlon-Blog: Phantomkurs 2

Nach viel zu kurzen Semesterferien ging es am 11. September wieder mit der Uni los, genauer gesagt mit dem Phantomkurs 2. Im dritten Semester hatte ich ja bereits den Phantomkurs 1 erfolgreich bestanden, das bedeutet, ich wurde für den letzten vorklinischen Kurs vor dem Physikum zugelassen. Der Inhalt des Kurses brachte uns zum ersten Mal an einen echten Patienten, zum Glück wurden wir aber nur aufeinander losgelassen. Die Aufgaben bestanden darin, eine Zahnschiene für einen Kommilitonen, genauer gesagt eine Äquilibrierungsschiene, herzustellen und zwar von Anamnese bis zum fertigem Endprodukt. Da es mir schon letztes Semester sehr gut gefallen hatte klinisch zu arbeiten, freute ich mich auf die Herausforderung. Der erste Schritt war die Anamnese. Hierbei wurde der Gesundheitszustand des Gebisses, sowie eventuelle muskuläre Beschwerden in Nacken- und Kopfbereich gecheckt. Anschließend mussten die Abdrücke zum Erstellen der Schiene genommen werden. Das stellte sich schon als erste Herausforderung dar, denn Herbert, unser Plastikphantomkopf, hatte sich nie über herabtropfendes Alginat, Würgereiz oder zu starken Zug beschwert. Bei einem echten Patienten muss genau auf Hygiene und korrektes Arbeiten geachtet werden. Nach mehreren Anläufen klappte es dann aber ganz gut und die Abdrücke waren bereit für das Erstellen der Gipsmodelle. Im nächten Schritt wird ein sogenanntes Stützstiftregistrat erstellt, um die Bewegungen des Unterkiefers aufzuzeichnen und so die genaue persönliche Relation des Kiefers im Gesicht zu bestimmen. Dabei wird eine Art lockere Zahnspange modelliert und im Oberkieferteil der Zahnspange, der Schreibstift und im Unterkieferteil, die Schreibplatte befestigt. Dies ist nötig, um die Schiene im Zahntechniklabor perfekt für den Träger anzupassen. Erst nach diesem Schritt wird dann die eigentliche Schiene erstellt. Ziel ist es, das der Patient mit allen Backenzähnen Kontakt mit der Schiene hat. Beim Vorschieben des Unterkiefers sollte er jedoch nur Kontakt mit den Schneidezähnen und bei dem seitlichen Verschieben mit den Eckzähnen haben. Diese Vorraussetztungen zu erfüllen ist nicht so einfach und ich habe einige Stunden damit verbracht, die Schiene so einzuschleifen, dass sie passend war. Anschließend wird poliert, im Patientenmund eingepasst und erneut poliert. Circa 2 Wochen haben wir für den ganzen Prozess gebraucht, aber am Ende war ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

fertige Äquilibrierungsschiene
Gipsmodell zum Erstellen der Schiene

Da jeder praktische Kurs auch Theorie beinhaltet, gab es für jeden noch eine müdliche und eine schriftliche Abschlussprüfung, sowie ein wissenschaftliches Referat zu meistern. Heute habe ich die Ergebnisse des Kurses erhalten und kann mit besandenem Phantom 2 Kurs und gutem Gefühl, in das eigentliche vierte Semester starten.

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Sportblog Simon Henseleit: Superleague Event

Was für ein surreales Wochenende! Es war mein erstes Superleague Event und ich startete bei den Junioren. Ich freute mich schon die letzten Wochen auf das Rennen weil ich wusste, dass mir kurze Strecken liegen und mir auch das technische Radfahren in die Karten spielen würde. Aber das der Samstag mit einer Finalqualifikation für das Rennen der Profis enden würde, hatte ich trotzdem nicht erwartet! 

Doch zunächst einmal: was ist Superleague? Gegründet vor zwei Jahren von Triathlonlegende Chris McCormack, für die schnellsten Profitriathleten der Welt. Hier stehen besondere Rennformate an und natürlich auch (damit die Profis auch zu den Rennen kommen) gibt es viel Geld zu gewinnen und live Übertragung und viel Medienaufmerksamkeit. Das Ziel ist, möglichst spannende Rennen durch innovative Formate, wie dem „Enduro“ (drei Triathlons am Stück ohne Pause) zu veranstalten und den Eliteathleten eine Bühne zu geben. 

Seit letztem Jahr gibt es bei diesen Wettkämpfen auch eine Juniorenkategorie und hier startete ich dieses Wochenende in Jersey (Insel im Ärmelkanal). Das besondere hier ist, dass der Sieger der Junioren bei den Profis starten darf und so die Chance hat, sich mit den schnellsten und bekanntesten Athleten der Kurz- und Mitteldistanzszene zu messen. Mein Ziel war es, mir diesen Spot zu sichern!

Das Juniorenrennen wurde wegen kalten Außentemperaturen zunächst auf swim/bike/run/bike/run verkürzt und ich konnte von Anfang an das Tempo machen und mir beim zweiten radfahren einen Vorsprung von knapp 10sek erarbeiten und auf dem abschließenden Lauf verteidigen.

ST HELIER, JERSEY – SEPTEMBER 28, 2019: The Junior Boys Enduro Race during the RBC Super League Triathlon Jersey on September 28, 2019 in St Helier, Jersey. (Photo by Tommy Zaferes/Superleague Triathlon)
ST HELIER, JERSEY – SEPTEMBER 28, 2019: The Junior Boys Enduro Race during the RBC Super League Triathlon Jersey on September 28, 2019 in St Helier, Jersey. (Photo by Darren Wheeler/Superleague Triathlon)
ST HELIER, JERSEY – SEPTEMBER 28, 2019: The Junior Boys Enduro Race during the RBC Super League Triathlon Jersey on September 28, 2019 in St Helier, Jersey. (Photo by Darren Wheeler/Superleague Triathlon)
ST HELIER, JERSEY – SEPTEMBER 28, 2019: The Junior Boys Enduro Race during the RBC Super League Triathlon Jersey on September 28, 2019 in St Helier, Jersey. (Photo by Darren Wheeler/Superleague Triathlon)

Mit dem Ticket für das Eliterennen in der Tasche, versuchte ich mich bestmöglich zu erholen, denn der Wettkampf war am selben Tag nur 8h später. Ich war natürlich nicht mehr ganz frisch aber auf einmal, befand ich mich im selben Raum wie Mario Mola, aktueller Weltmeister Vincent Luis und unterhielt mich mit 70.3 Weltmeister Gustav Iden. 

ST HELIER, JERSEY – SEPTEMBER 28, 2019: The Mens Semi Final Group B race during the RBC Super League Triathlon Jersey on September 28, 2019 in St Helier, Jersey. (Photo by That Camera Man / Superleague Triathlon)

Es gab zwei Halbfinals bei den Profis und die besten fünf aus jedem qualifizierten sich für das Finale am nächsten Tag. Außerdem durften die nächsten fünf Zeitschnellsten auch am Finale teilnehmen. Mein Ziel war es von Anfang an alles zu geben und zu versuchen, mich vorne zu zeigen. Ich hoffte einfach den Eliminierungen zu entgehen (bei 1min hinter Führendem erfolgt Eliminierung aus dem Rennen) und mir gelang es tatsächlich, nach einem guten Schwimmen, das Radfahren mitzugestalten und ein paar Plätze gutzumachen. Auch wenn mir beim Laufen noch einiges zur Spitze fehlt, konnte ich mich durch das zweite Radfahren wieder vorne positionieren und als Fünfter auf die letzte Laufstrecke gehen. Hier büßte ich wieder ein paar Plätze ein aber setzte mich noch im Schlusssprint durch und landete auf Platz neun. Ich hätte nie mit einer so guten Platzierung gerechnet und war mehr als zufrieden. Als dann auch noch der Renndirektor auf mich zukam und mir mitteilte dass ich mich als einer von 15 Athleten für das Finale qualifiziert hatte, war die Erschöpfung wie weggeblasen! 

ST HELIER, JERSEY – SEPTEMBER 28, 2019: The Junior Boys Enduro Race during the RBC Super League Triathlon Jersey on September 28, 2019 in St Helier, Jersey. (Photo by Tom Shaw/Superleague Triathlon)
ST HELIER, JERSEY – SEPTEMBER 28, 2019: The Mens Semi Final Group B race during the RBC Super League Triathlon Jersey on September 28, 2019 in St Helier, Jersey. (Photo by That Camera Man / Superleague Triathlon)
ST HELIER, JERSEY – SEPTEMBER 28, 2019: The Mens Semi Final Group B race during the RBC Super League Triathlon Jersey on September 28, 2019 in St Helier, Jersey. (Photo by That Camera Man / Superleague Triathlon)

Mein Trainer und ich beschlossen dann allerdings, am nächsten Tag nicht an den Start zu gehen, da die Belastung nach fünf Triathlons am Samstag einfach zu hoch gewesen wäre und so musste ich leider auf einen weiteren Auftritt in der Superleague verzichten. Das Format war auf jeden Fall super spannend und hat noch mehr Spaß gemacht als ich mir vorstellen hätte können! Vielleicht bekomme ich ja in nächster Zeit noch eine Chance!

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Michelle Braun-Triathlon Blog: Europacup Kecskemét

Mitte August war es für mich mal wieder an der Zeit, einen internationalen Wettkampf zu bestreiten. Nachdem es für mich die letzten Monate sehr stressig war und kaum Zeit für den Triathlon blieb, stehen jetzt erstmal ein paar freie Wochen an, bis es am 11.09 wieder mit der Uni losgeht. Schon in der Bundesliga bekam ich zu spüren das mit so wenig Training der Abstand zur Spitze deutlich gewachsen ist. Trotzdem wollte ich nochmal den Versuch wagen, auch da Europacups immer schöne Veranstaltungen sind und man Orte zu sehen bekommt, an denen man nicht umbedingt Urlaub machen würde.

Also ging es am Freitag mit dem Mietwagen und zwei Trainingskolleginnen los nach Kecskemét, Ungarn. Nach ca. 9 Stunden Fahrt erreichten wir die siebtgrößte Stadt Ungarns, 8km südlich von Budapest. Am Samstag ging es dann zur Streckenbesichtigung und Wettkampfbesprechung mit anschließender Pastaparty, sowie in die Stadt zum obligatorischen Vorwettkampfeis. Denn jeder weiß: Eis macht schnell.

Sonntag um 10 Uhr fand das Frauenrennen statt, also hieß es früh aufstehen. Geschwommen wurde im Baggersee, anschließend ging es auf 3 Rad- und Laufrunden. Insgesamt eine sehr schöne Wettkampförtlichkeit, auch wenn die schlechten Straßen das Radfahren etwas technischer gestalteten. Ich hatte eine recht gute Nummer und konnte mir deshalb eine guten Startplatz aussuchen. Ich kam am Start gut weg, doch mir fehlt leider, durch den Trainingsrückstand, die Schnelligkeit und so fand ich mich schnell im Gedränge wieder. Ich kam schlecht um die erste Boje, konnte dann aber noch einige Plätze gut machen und kam nicht schlecht aus dem Wasser. Leider verpasste ich durch einen schlechten Wechsel knapp die zweite Radgruppe, konnte dann aber mit Hilfe meiner Trainingskolleginnen durch eine gute Radleistung, die Gruppe wieder auffahren. Somit befand ich mich in der großen Verfolgergruppe. Trotz guter Führungsarbeit gelang es uns jedoch nicht die Lücke zur Spitze zu schließen und wir stiegen mit 50 Sekunden Abstand nach Vorne vom Rad. Beim Laufen merke ich das fehlende Training einfach am meisten und hatte große Schwierigkeiten mit zu halten. So ging es für mich eher darum ins Ziel zu kommen, als eine gute Platzierung zu erreichen. Am Ende wurde es Platz 35 mit dem ich absolut nicht zufrieden bin.

Vorstartanspannung

Das hat mir nochmals vor Augen geführt, dass eine Sportart, die so trainings- und zeitintensiv ist wie Triathlon, nicht mit einem Studium wie Zahnmedizin zu vereinbaren ist. Darum habe ich im gemeinsamen Gespräch mit meinem Trainer beschlossen, mich die kommenden Semester voll auf mein Studium zu konzentrieren und als Ausgleich das Laufen zu fokussieren. Ich werde trotzdem noch etwas Schwimmen und Radfahren um, wenn ich wieder mehr Zeit haben sollte, wieder zum Triathlon zurückkehren zu können. In Zukunft wird auf diesem Blog also mehr Kontent über den Laufsport und mein Studium zu finden sein.

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Michelle Braun Triathlon-Blog: Semesterende und Bundesligasaison

Lange gab es nichts von mir zu hören doch jetzt melde ich mich mit guten Nachrichten zurück. Das dritte Semester ist für mich erfolgreich zu Ende gegangen und alle Prüfungen sind bestanden. Zudem habe ich seit April mein erstes Staatsexamen in der Tasche, das Vorphysikum, zugegeben auch das leichteste. Trotzdem hatte ich sehr viel zu lernen und viele Stunden Uni. Das dritte Semester ist eines mit dem meisten Uni Pflichtstunden (um die 37h) plus ca. alle 4 Wochen eine Prüfung. Das bedeutet jede freie Minute muss zum Lernen genutzt werden. Der Fokus lag in diesem Semster auf dem Präperierkurs und damit der topographischen Anatomie sowie dem Phantom 1 Kurs, einem zahntechnischen Kurs. Die Arbeiten im Kurs umfassten diesmal eine Brücke mit Kunststoffverblendung, mehrere Provisorien und das Präparieren von Kunststoffzähnen als Vorbereitung für Kronen oder Brücken. Zum ersten Mal ging es dafür in voller zahnmedizinischer Montour in die Klinik. Das „Opfer“ unserer ersten Versuche wurde „Herbert“- unser Phantomplastikkopf. Er war ein sehr dankbarer Patient, hielt immer brav den Mund offen und verzieh großzügig die Anfängerfehler. Nach einigen Zähnen hatte man dann den Dreh raus und es fing an Spaß zu machen. Vor der abschließenden praktischen Prüfung hatte ich dann allerdings doch ganz schön Bammel, doch dank meiner guten Assistentin Kathi, die mich immer überzeugte, dass ich eine ordentliche Leistung ablieferte, ging alles glatt und ich konnte einen weiteren Haken setzten. Im Studium arbeitet man meist in zweier Teams, ein Student arbeitet und einer assistiert. Auf dem Foto sind also Kathi und ich bei einer von Herberts vielen Behandlungen zu sehen.

Doch nicht nur das dritte Semester ging im Frühjahr wieder los, auch die Bundesligasaison 2019. Da ich mein Training auf Grund des Studiums stark zurück fahren musste (von ca. 23h auf 9h), musste ich auch meine Erwartungen an meine Leistungsfähigkeit anpassen. Es ist nicht leicht zu akzeptieren das man nun nicht mehr so gut sein wird, wie man es unter normalen Trainingsbedingungen wäre und man muss sich selbst immer daran erinnern, das man diese Entscheidung bewusst getroffen hat. Doch ich wollte trotz meiner Umstände mein Team, TuS Neukölln Berlin, dieses Jahr in der ersten Bundesliga unterstützen und so gehe ich alle vier Rennen an den Start. Drei sind bereits Geschichte, Kraichgau, Düsseldorf und Tübingen. Bei allen drei Reannen konnte ich solide Leistungen bringen, mit denen ich, den Umständen entsprechend, zufrieden bin. In Kraichgau wurde es für mich Platz 20, da hatte ich noch gute Trainingsreserven, weil das Semester noch nicht so weit fortgeschritten war. Mit zunehmendem Prüfungsstress, hieß es für mich sogar auch am Wettkampftag für die Uni zu lernen. Das hilft zumindest gegen die Vorstartnervosität, jedoch nicht umbedingt für konzentrierte Stoffaufnahme. Das spiegelte sich auch in meinen Leistungen wieder, Platz 22 und 25, mit denen ich immernoch sehr zufrieden bin. Das letzte Rennen der Bundesligasaison findet dieses Jahr im Rahmen der „Finals“ in Berlin statt. Ein Wochenende ganz im Zeichen des Deutschen Spitzensports, mit Deutschen Meisterschaften in 10 Sportarten. Mit dabei sind Leichtathletik, Schwimmen und neben Triathlon noch viele weitere spannende Sportarten. Das Rennen wird am Samstag den 03.08 um 10:15 live in der ARD übertragen. Ich freue mich, Teil dieses Großereignisses zu sein und hoffe eine möglichst gute Leistung zeigen zu können, denn für meinen Verein ist das schließlich das Heimrennen. Ich würde mich freuen wenn einige zusehen und nach der Nummer 18 Ausschau halten werden.

Suche nach Konzentration trotz Prüfungsstress in Düsseldorf, Foto: Joerg Schueler

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Triathlonblog Simon Henseleit: EM Quali Saarbrücken

Was für ein Rennen! Heute konnte ich mich mit einem zweiten Platz für die Junioren Europameisterschaft in Weert qualifizieren!

Ich fühlte mich vor dem Rennen schon ziemlich gut und das Ziel war natürlich auch unter die Top 2 zu kommen. Allerdings wusste ich, dass es mir die starke Konkurrenz nicht leicht machen würde. Der Startschuss fiel um 14:15 Uhr im 50m Schwimmbad am Triathlon Stützpunkt in Saarbrücken. Die 750m gingen mehr oder weniger schnell vorbei und ich sah schnell, dass ich in der Führungsgruppe mit dabei war. Nach 8:48min stieg ich dann aus dem Wasser und rannte zu meinem Rad in die Wechselzone. Auf der Sprintdistanz sind schnelle Wechsel das A und O und ich schaffte es an fünfter Position auf das Rad zu springen. Die erste Runde fuhr ich ziemlich hart an und schloss die 10sek Lücke zu den zwei Führenden. Die 18km lange Radstrecken teilte sich in 8 bergige und kurvige Runden auf und war sehr anspruchsvoll. Nach zwei Runden befand ich mich in einer fünf köpfigen Spitzengruppe und ich versuchte mich taktisch klug in der Gruppe zu verhalten. Das bedeutet für mich als stärkeren Radfahrer, die Kurven und Berge von vorne zu fahren um das Tempo zu bestimmen und den anderen möglichst weh zu tun. Mit einer Normalized Power von 355W gelang mir das glaube ich auch sehr gut und ich konnte einen sehr guten Läufer aus der Gruppe fahren.

Der Wechsel aufs Laufen gelang mir auch gut und ich lief als erster aus der Wechselzone. Schnell fiel noch ein weiterer Athlet zurück und ich lief mit zwei verbleibenden Athleten um zwei begehrte Tickets für die JEM.

Auf der letzten der zwei Laufrunden, konnte ich dann einer Attacke von Nick Ziegler mitgehen und so liefen wir zu Zweit um den Sieg. Den Zielsprint verlor ich dann zwar deutlich, doch bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden!

Die nächsten zwei Wochen verbringe ich jetzt mit dem Bayernkader in der Toskana im Trainingslager und hoffe noch einmal eine solide Basis für die Wettkämpfe im Sommer legen zu können. Auf jeden Fall vielen Dank an Volker Klügl für die Unterstützung und ich hoffe natürlich Deutschland bei der EM in Weert am 01.06 würdig vertreten zu können.

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Michelle Braun Triathlon-Blog: Meine Jahresplanung 2019

Meine Jahresplanung 2019

Hier zum Download: Jahresplanung Michelle Braun 2019

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Simon Henseleit Triathlon-Blog: Meine Jahresplanung 2019

Meine Jahresplanung 2019

Hier zum Download: Jahresplanung Simon Henseleit 2019

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Triathlon-Blog Simon Henseleit: nationaler Leistungstest Nürnberg

Der nationale Leistungstest der deutschen Triathlon Union, ist jedes Jahr im Frühjahr und besteht aus 800m schwimmen und 5000m laufen. Dazwischen ist eine vier stündige Pause und so kommt wird beim Laufen mit den Abständen aus dem Schwimmen gestartet. Da ich ja erst am Dienstag eine zweiwöchige Trainingspause beenden konnte, wusste ich, dass der Test dieses Jahr ziemlich hart werden würde.

Meine Trainer gaben mir vor, das schwimmen langsam anzugehen und dann auf der Zweiten Hälfte das Tempo hochzuhalten. Den Umständen entsprechend lief es auch gut und ich konnte mit einer Zeit von 9:31min zumindest nicht ganz hinter meinen Erwartungen zurückzubleiben.

Das Wetter am Samstag war ziemlich windig und daher versprach der Lauf ziemlich taktisch zu werden. Ich startete als gesamt fünfzehnter (7. Junior) nach dem schwimmen mit 32sek Rückstand auf den Führenden. Mein Ziel war es, die Top 10 der Junioren zu halten um mich so für den Wettkampf in Saarbrücken am 06. April zu qualifizieren. Dort werden in einem Triathlon zwei Junioren-Europameisterschafts-Tickets für die zwei schnellsten Athleten vergeben.

Bereits nach dem ersten Kilometer (2:58min) merkte ich, dass die Krankheit mich um einiges zurückgeworfen hatte und dass das Tempo, des vor mir Laufenden Athleten, zu hoch für mich war. Ich versuchte so lange wie möglich im Einschätzen mitzulaufen aber müsste schließlich bei Kilometer drei abreißen lassen. Trotzdem verbesserte ich mich noch um vier Plätze und war mit der Laufzeit von 15:41min auch relativ zufrieden.

In den nächsten drei Wochen finde ich hoffentlich meinen Rythmus wieder und bin gesund in Saarbrücken, zur JEM Qualifikation, am Start!

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Michelle Braun Triathlon-Blog: Semesterbeginn und Saisonstart

Nach der Studenten-WM in Kalmar standen eigentlich noch mehrere Wettkämpfe an, doch eine Erkältung machte mit einen Strich durch die Rechnung. So beendete ich meine Saison nach diesem Rennen, um mich zum Semesterstart erstmal auf die Uni zu konzentrieren. Außerdem bin ich von Zuhause ausgezogen, um näher an den Trainingsstätten zu sein und einen kürzeren Weg in die Uni zu haben. Es war also viel los und meine erste Prüfung habe ich auch schon hinter mir. Dieses Semster habe ich deutlicher zu spüren bekommen, wir hart es ist, zwei so zeitaufwendige Dinge wie Zahnmedizin und Triathlon zu vereinbaren. Zwar habe ich momentan weniger Pflichtvorlesungen, aber dafür einen eigenen Haushalt und viele Prüfungen. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele Strukturen im Schädel gibt, aber da es wirklich spannend ist, fiel mir das Lernen nicht so schwer und ich kann einen Haken hinter das bestandene Schädeltestat machen.

Doch nicht nur das Semester ist in vollem Gange auch die Saison 2018/19. Nachdem die Bertolt-Brecht-Schule jetzt Bundesstützpunkt Triathlon ist, haben wir einen zweiten Trainer bekommen. Stephen Bibow ist ein junger Sportwissenschaftler, der uns mit seinem Wissen unterstützt und dazu angeregt hat, mehr Trainingstests durchzuführen. Bis jetzt waren es ein 30-Minuntenlauf und ein 30-Minuten-Schwimmtest. Bei beiden konnte ich ein gutes Ergebnis abliefern und war sehr zufrieden damit.

Der erste Crosslauf fand ebenfalls schon statt, der Olympia Almcross in München. Zum ersten Mal lief ich den Top-Lauf mit, bei dem es ein ordentliches Preisgeld gab, was bedeutete, dass immer gute Läuferinnen am Start sind. Zwei Tschechinnen und eine Kenianerin belegten die ersten Plätze. Ich wurde knapp 4te und ging somit leer aus. Die 6,6 km hatten mir ordentlich Respekt eingeflößt, sodass ich etwas zu verhalten angegangen war. Das kostete mich dann auch das Treppchen, da ich die Lücke nach vorne zum Schluss nicht mehr schließen konnte. Doch mit nur 10 s Rückstand auf die Dritte kann ich mit meiner Leistung sehr zufrieden sein. Aus den taktischen Fehlern habe ich gelernt und beim nächsten Mal läuft es in der Hinsicht sicher besser.

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Michelle Braun Triathlon-Blog: 5. Platz bei der Studentenweltmeisterschaft in Kalmar

Als ich mich am 30. August erneut nach Schweden begab, um dort bei einem weiteren Wettkampf zu starten, hätte ich wirklich nicht erwartet, dass so ein tolles Wochenende vor mir liegt. Ende Juli bekam ich Bescheid, dass ich mich, zusammen mit zwei weiteren Athletinnen, für die Studentenweltmeisterschaften in Kalmar qualifiziert hatte. Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband organisierte das komplette Wochenende für uns und stattete uns auch mit Rucksack, T-Shirt, Short und Kapuzenpulli aus. Der Veranstaltet FISU organisierte ein großes Rahmenprogramm, und so war bereits am Donnerstag die Anreise von München nach Kopenhagen geplant und von dortaus weiter nach Kalmar. Ich flog zusammen mit Gabriel Allgayer, einem Freund, der ebenfalls im Bayernkader ist und sogar unser Trainer Roland Knoll kam als Betreuer des Studenten-WM-Teams mit.

In Kalmar waren alle Nationen in dem selben Hotel untergebracht, was ich so auch noch nicht erlebt hatte. Das war mal etwas Neues und sehr angenehm. Man kam so schnell ins Gespräch mit Athleten aller Nationen und wir trafen auch Freunde wieder, die wir bereits bei anderen Rennen kennengelernt hatten. Die Grundstimmung war ebenfalls anders als gewohnt, nicht so angespannt, denn es ging hier auch um den Kontakt zu Athleten aus aller Welt und den akademischen Austausch, wie bei der Eröffnungsfeier verkündet wurde. Ich freute mich vor allem auch zurück in Schweden zu sein, da es mir bereits in Malmö sehr gut gefallen hatte. Kalmar ist eine beschauliche Kleinstadt, welche aber schon große Erfahrung bei der Wettkampforganisation von Triathlons hat, denn es findet auch jedes Jahr ein Ironman statt, bei dem genauso viele Triathleten wie Einwohner in der Stadt verweilen. So war wirklich alles top organisiert und es gab kaum Probleme und falls doch, wurde einem sofort geholfen.

Am Samstag wurde es dann ernst. Zusammen mit 53 Athletinnen aus aller Welt ging es ins Rennen um den Weltmeistertitel. Da die WM für mich ganz im Zeichen neuer Erlebnisse stand, setzte sich das bei der Schwimmstrecke fort. Es gab keinen Wendepunkt sondern es ging 750 m gerade den Burggraben hinunter und unter zwei Brücken durch. Die einzigen Bojen befanden sich zum Ausstieg hin, der in einer L-Form angeschwommen wurde. Zudem gab es einen Wasserstart, was sehr unüblich für ein internationales Eliterennen ist, da zu viele Athleten am Start sind, die ein ähnlich hohes Niveau besitzen. So kam es beim Start zu Rangeleien, da sich das Feld nicht auseinander zog. Mir wurde bei dem dichten Gedränge die Brille heruntergeschlagen, sodass ich sie richten musste. Dabei sah ich die Wand von Schwimmerinnen vor mir, durch die es kein Durchkommen gab. So hielt ich kurz inne und suchte nach Platz. Den fand ich auch, in der Mitte war das Gedränge nicht so groß und ich konnte frei schwimmen. Bis zu den Bojen, machte ich immer mehr Boden gut und konnte noch vor dem Ausstieg zur Spitzengruppe aufschließen. Bei Radfahren befand ich mich dann in der ca. 17 Mann bzw. Frau großen Führungsgruppe. Da es regnete, existierte ein hohes Sturzrisiko. Doch diese Rennen bei Regen und kühlen Temperaturen liegen mir am besten. Ich hielt mich vorne in der Gruppe auf, die leider nicht so gut zusammen arbeitete, doch wir konnten den Abstand nach hinten halten.
Die Entscheidung fiel also im Laufen. Da Laufen nicht unbedingt meine Stärke ist, war mir klar, dass es für ganz vorne nicht mehr reichen würde, denn die Amerikanerin, die Französinnen und meine deutsche Kollegin Nina ( welche heute bei der U23 WM in Australien 7te werden konnte, Glückwunsch! an dieser Stelle) waren starke Läuferinnen. Trotzdem konnte ich eine gute Laufleistung zeigen und wurde 5te. Ich bin sehr zufrieden damit, endlich zu sehen, dass ich nach meiner OP im Januar, langsam wieder dahinkomme, wo ich letztes Jahr aufgehört habe. Da die Jungs ebenfalls sehr gut abschnitten, sammelten wir von jeder Medaille eine: Lars Pfeifer holte Gold, Gabriel Silber und Nina Bronze und so waren wir, dank der guten Ergebnisse aller deutschen Starter, die erfolgreichste Nation des Wochenendes.

Doch es war noch nicht vorbei. Am Sonntag stand noch der Tri-Team-Mixed-Relay an. Zwei Männer, zwei Frauen und vier Supersprint-Rennen (300m Schwimmen, 6km Rad, 1,5 Lauf). Der Spannungsfaktor ist hoch, doch der Spaß auch. Ich startete an erster Position und hatte so wieder das Vergnügen eines Wassermassenstarts. Doch diesmal konnte ich mich sehr gut platzieren, da ich im voraus mit dem Streckenposten sprach, der mir versicherte, man könne die erste Boje so umschwimmen wie man wollte, da sie nur für die nachfolgenden Staffelteilnehmer von Bedeutung war. So stellte ich mich nach rechts, hatte den kürzesten Weg zur Wendeboje und konnte, während sich die meisten anderen an der unwichtigen Boje gegenseitig behinderten, frei schwimmen. Ich fand mich wie bereits am Vortag in der Führungsgruppe wieder. Beim Laufen konnte ich die Französin und die Amerikanerin leider nicht halten, doch schaffte eine gute Ausgangsposition für Jan Stratmann. Nachdem alle weiteren meiner Kollegen ebenfalls alle gute Leistungen zeigten, mussten wir uns nur den Teams aus Frankreich und Großbritanien geschlagen geben. So kam ich auch noch zu meinem Blumenstrauß und der Medaille aus Kalmar.

Am Abend fand noch ein großes Abschlussdinner statt, bei dem getauscht wurde was ging. Pins, T-Shirts und landestypische Spezialitäten. Wir hatten alle extrem viel Spaß und ich konnte noch nie mit so vielen Erlebnissen, Eindrücken und neu gewonnenen Freunden nach Hause fliege, mit der Hoffnung all das in zwei Jahren bei den nächsten Weltmeisterschaften wieder erleben zu dürfen. Vielen Dank auch an den ADH, der all das erst möglich gemacht hat und die bestmögliche Betreuung stellte. Ein Viedo das der ADH über die Rennen gefilmt hat findet ihr hier: https://www.facebook.com/hochschulsportverband/videos/vb.138467189533328/295607751250673/?type=2&theater

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Michelle Braun Triathlon: Europacup Malmö und Szekesfehervar

Zum ersten Mal diese Saison ging es für mich ins Ausland, nach Malmö, zu meinem ersten Elite Europacup. Bereits letztes Jahr durfte ich schoneinmal „reinschnuppern“ in ein internationales Elite Rennen, beim Weltcup in Tiszy. Da ich auch dieses Jahr gerne einen Weltcup starten würde muss ich mich vorerst bei einem Europacup qualifizieren. Mit diesem Ziel machte ich mich also auf den Weg, erst nach Kopenhagen und von dort über die Öresundbrücke nach Malmö.

Der Wettkampf fand am Samstag Mittag statt, bei heißen 30 Grad. Da es diesen Sommer sogar in Schweden überdurchschnittlich warm war, konnten wir ohne Neopren schwimmen. Der Schwimmkurs verlief in einem Hafenbecken, wobei die Wendebojen sich im offenen Meer befanden. Ich hatte eine relativ schlechte Startnummer und wurde als eine der letzten auf den Ponton gerufen, so musste ich mich recht weit rechts platzieren. Doch da der Weg zur ersten Boje fast 400m betrug, hatten alle relativ gleiche Chancen. Ich hatte einen guten Start und fand schnell die richtigen „Füße“ an die ich mich hängen konnte. So lief bis zur Boje alles glatt, dort angekommen erwartete uns starker Wellengang, der mich etwas überraschte, da wir das geschützte Becken verlassen hatten. Ich konnte mich trotzdem gut halten und verließ das Wasser im ersten Viertel. Nach einem guten Wechsel erwischte ich den „Norden-Express“, heißt das Hinterrad der Silbermedalliengewinnerin von London 2012, Lisa Norden. Mit ihr zusammen schloss sich die Lücke auf eine kleine Spitzengruppe und somit befand ich mich in einer ca. 15 Frau starken Radgruppe. Leider wurde mal wieder nicht mitgearbeitet und so bummelten wir vor uns hin. Mir war klar das die radstarke Lisa Norden versuchen würde wegzufahren, um sich so einen Vorsprung für das Laufen zu sichern. Genau das tat sie dann auch, im technischem Teil der Radstrecke. Obwohl ich damit gerechnet hatte gelang es mir nicht ihr zu folgen, da ich wirklich schlechte Beine hatte. Nachdem wenige der anderen Athletinnen bereit waren Führungsarbeit zu leisten, holten wir Lisa auch nicht mehr ein. Auf der Laufstrecke bekam ich ebenfalls meine müden Beine zu spüren und kämpfte mich so schnell wie möglich ins Ziel. Als 9te verpasste ich leider um einen Platz die Qualifikation (Top 8), jedoch bin ich mit dem Ergebnis trotzdem zufrieden. Zwar hatte sich das Rennen nicht gut angefühlt doch das Ergebnis war zufrieden stellend.

Eine Zweite Chance die Weltcupnorm zu erfüllen bot sich in Szekesfehervar, Ungarn. Die Wochen davor hatte ich mit meinem Freund in Portugal verbracht und musste dort feststellen, das alle öffentlichen Schwimmbäder im August geschlossen hatten. So konnte ich nur Laufen trainieren und ging mit wenig Erwartungen ins Rennen. Mein Ziel war alles auf das Laufen zu setzten und zu hoffen dort eine gute Zeit zu erreichen.
Die Order meines Trainiers: klug schwimmen. Das versuchte ich auch platzierte mich neben guten Schwimmerinnen um deren Wasserschatten zu erwischen. Doch der Plan ging nicht auf, ich wurde zur Seite gedrängt und musste weite Teile der Strecke alleine schwimmmen, was bei einer schlechten Schwimmform alles andere als optimal war. So verpasste ich die erste Radgruppe und fand mich in der Verfolgergruppe wieder. Da es allerdings fast immer das gleiche ist und wenige Athletinnen bereit sind sich an der Führung zu beteiligen, schafften wir es nicht die Lücke nach vorne zu schließen. So stieg ich mit ca 40s Rückstand zur Spitze vom Rad, verpazte auch noch meinen Wechsel und hatte somit einiges gut zu machen. Ich nahm die Beine in die Hand und rannte alles was ging. In den letzten zwei Runden bekam ich allerdings Magenprobleme und musste etwas Tempo rausnehmen. Letztendlich wurde ich 12te was unter diesen Umständen durchaus ok ist. Damit konnte ich zwar wieder die Qualifikation nicht erfüllen, aber ich hatte ja auch nicht mit 2 Wochen Schwimmpause gerechnet.

Weiter geht es für mich jetzt mit den Studenten Weltmeisterschaften in Kalmar am 1&2 September.

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Michelle Braun Triathlon-Blog: Bundesliga Münster – Es geht aufwärts!

Letzten Sonntag ging es wieder los. Ab ins Münsterland, nach Münster, dem Tätigkeitsfeld der Tatortermittler Prof. Boerne und Kriminalhauptkommissar Thiel und dem dritten Stopp der 1. Triathlonbundesliga. Ich reiste an, mit dem Willen endlich wieder zeigen zu können, dass mit mir zu rechnen ist. Nachdem ich meine Fehler aus Düsseldorf analysiert habe, war klar, die dürfen nicht wieder passieren. So versuchte ich locker zu bleiben, um gespannt und konzentiert an der Startlinie zu stehen.

In diesem Fall zu schwimmen, da es mit einem Wasserstart auf die 750 m lange Schwimmstrecke im Hafenbecken von Münster ging. Ich konnte mich gleich zu Beginn an schnelle Füße heften und kam gut positioniert an die erste Boje. Allerdings ging es dort wie immer ziemlich hart her, sodass ich mehrmals zurückgezogen und runtergedrückt wurde. Zum Glück gab es nur zwei Boje und ich konnte auf dem langen Rückweg wieder ordentlich Plätze gut machen und stieg als hervorragende 13. aus dem Wasser. Damit bin ich sehr zufrieden, da viele starke internationale Schwimmerinnen am Start waren. Leider setzte dann mein Kopf aus und ich rannte in der Wechselzone weit an meinem Rad vorbei. Dieser Anfängerfehler kostete mir wertvolle Sekunden und die erste Radgruppe. Die ersten drei der fünf Radrunden arbeite ich hart mit meiner bayerischen Kollegin Anabel Knoll zusammen, um auf die erste Gruppe aufzufahren. Doch nach einer Attacke in dieser, konnten einige daraus dem Tempo nicht mehr folgen. So splittete sich die Führungsgruppe auf und wir schafften es einen Teil davon einzuholen. Nachdem einer meiner Betreuer mir mitteilte, dass sich nur laufstarke Athletinnen in der Spitze befanden, schonte ich mich etwas für die kommende Disziplin. Trotzdem wollten wir das Tempo hoch halten, damit die schwächeren Radfahrerinnen wertvolle Kraft verloren, die ihnen dann beim Laufen fehlte. Nach einem sehr guten zweiten Wechsel, ging ich als erste meiner Gruppe auf die Laufstrecke, musste dann aber doch noch einige Athletinnen ziehen lassen. Die Beine fühlten sich gut an und ich bin sehr zufrieden mit meiner Laufleistung. Leider bekam ich auf den vierten und fünften Runde Probleme mit meinem Fuß, was mich etwas bremste. Doch ich hatte immer noch die 15. Laufzeit und wurde gesamt 14te. Bei diesem stark besetztem Rennen war ich mit dem erreichten Ergebnis sehr zufrieden. Ich wurde 6te Deutsche und mit dem Team ebenfalls 6ter, und unsere Leistung schob uns auf den 5ten Platz der Gesamtwertung.

Mein nächstes größeres Rennen ist dann der Europacup in Malmö am 4. August.

 

 

 

 

 

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Michelle Braun Triathlon-Blog: Zeit zum Durchatmen

Lange gab es von mir jetzt kein Update, was meinem knappen Zeitmanagement zu verdanken ist. Wer Zahnmedizin und Leistungsport unter einen Hut bringen will, der muss sich im Klaren sein, dass für Freizeit kaum Zeit bleibt. Zwei Einheiten pro Tag, neben bis zu 8 Stunden Uni, da ist der Tag gefüllt. Dienstag war es mir, beispielsweise gar nicht möglich zu trainieren, da ich von 8:00 bis 19:00 Uhr entweder Vorlesung hatte oder im Labor war. Doch es hat mir große Freude bereitet, Neues zu lernen. Vor allem aber mochte ich die Arbeit im Labor. Mein Hightlight des ersten Semesters war definitiv das Herstellen einer Verblendkrone in Metall und Kunststoff. Der handwerkliche Charakter der Zahnmedizin sagt mir sehr zu und ich konnte erfolgreich den ersten Kurs, damit mein erstes Semester, hinter mich bringen. Jetzt heißt es erstmal den Kopf wieder frei zu bekommen und mich optimal auf die bevorstehenden Rennen vorzubereiten. Nachdem ich im Winter operiert werden musste, verschob sich meine Wettkampfplanung deutlich nach hinten. Zwei Rennen habe ich schon bestritten, den Rothseetriathlon und die Deutsche Meisterschaft der Elite.

Der Rothseetriathlon lief gut für mich, zwar musste ich mich Anja Beranek und Lena Gottwald geschlagen geben, doch ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung in den Einzeldiziplinen. Ich hatte ein gutes Schwimmen und ging gleich als erste Frau auf die Radstrecke. Dort wurde ich erstmal eingesammelt, da ich ohne Zeitrad und Auflieger unterwegs war, was bei starkem Gegenwind ein deutlicher Nachteil war. Doch umso besser lief das Laufen. Ich hatte gute Beine und konnte sogar schneller als letztes Jahr laufen, eine 37:47 bei starkem Wind.

Leider ging es nicht so positiv weiter. In Düsseldorf verpasste ich die erste Radgruppe und musste 20km alleine in der Führung fahren. Danach machte der Kopf nicht mehr mit und das Rennen war für mich gelaufen. Ich finishte als 22., mehr als enttäuschend. Doch der Klausurenstress der letzten Wochen ging wohl doch nicht spurlos an mir vorbei und trug seinen Teil zu dieser schlechten Leistung bei.

Jetzt heißt es nach vorn blicken am kommenden Wochenende, geht es auf nach Münster, zur dritten Station der Triathlon-Bundesliga.

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Simon Henseleit Triathlon-Blog: Zwangspause durch Radunfall

Noch eine Woche bis zur deutschen Meisterschaft in Grimma und wieder mal muss ich mir das Rennen von der Seitenlinie aus ansehen…

Gestern noch freute ich mich auf eine entspannte Woche, nachdem ich zur finalen Vorbereitung mit dem Bayernkader fünf Tage in Ingolstadt trainiert hatte. Dieser Traum nahm ein jähes Ende als mich eine Frau -am Ende der gestrigen Radausfahrt- vom Rad herunterfuhr. Die folgende Rettungskette funktionierte gut und im Krankenhaus stellte sich heraus, dass außer ein paar Muskelquetschungen „nur“ mein linker Mittelhandknochen gebrochen ist.

Das tut natürlich umso mehr weh, da ich einen top Saisonstart hatte und mich außerdem keine Schuld bei dem Zusammenprall traf. Nach meinem Schienbeinbruch letztes Jahr muss ich nun also schon wieder eine Zwangspause einlegen -auch wenn diese mit den diagnostizierten vier Wochen noch relativ kurz ausfällt. Jetzt heißt es mal wieder Kopf hoch und stärker zurückzukommen als ich ging…

Vielen Dank für all die Genesungswünsche und ich hoffe, dass ich in Thübingen für die 1. Bundesliga wieder an der Startlinie stehen kann!

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Simon Henseleit Triathlon-Blog: Deutschland Cup Forst

Letzten Sonntag wurde es ernst. Neben den Deutschen vergeben auch die Schweizer hier in Forst das Ticket für die Junioren Europameisterschaft und daher war das 50 Mann starke Starterfeld hervorragend besetzt. Genau vor einem Jahr brach ich mir hier, auf den letzten 300 Metern vor dem Ziel, das Schienbein. Natürlich war ich daher etwas angespannt als ich an der Startlinie stand.

An den Bojen gab es ein ziemliches Gerangel um die vorderen Plätze, aber auf den letzten Metern konnte ich noch einmal zur Spitzengruppe aufschließen. Die Radgruppe lief zwar nicht besonders gut aber unsere 20 Mann starke Gruppe konnte den Vorsprung von 30sek in die zweite Wechselzone retten. Die abschließenden 5 Kilometer auf der flachen Laufstrecke, wurden aufgrund des langsamen Radahrens nun natürlich richtig schnell und nach dem ersten Kilometer befand ich mich mit fünf weiteren Jungs hinter der fünfköpfigen Führungsgruppe. Nachdem ich meinen Laufrythmus gefunden hatte, verschärfte ich das Tempo und nur mein Teamkollege Fabian Kraft konnte noch folgen. Wir schlossen immer weiter zu den vorderen Läufern auf und lieferten uns bis zum Ende ein hartes Rennen. Im Schlusssprint musste ich mich dann leider knapp geschlagen geben doch mit dem siebten Platz bin sehr zufrieden! Nur ein Schweizer war vor mir und jetzt weiß ich, dass ich noch an meiner Schnelligkeit arbeiten muss um den ersten Kilometer vorne mitgehen zu können.

Ab nächster Woche sind wir dann nochmal mit dem Bayernkader im Trainingslager und dann rückt auch schon mein 1. Bundesliga-Debut in Kraichgau näher! Mal sehen wie ich mich gegen die Elite Deutschlands und des Auslandes so behaupten kann…

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Michelle Braun Triathlon-Blog: Experiment – Zahnmedizinstudium und Leistungssport Triathlon

Letztes Jahr um diese Zeit musste ich mich ordentlich reinhängen um die zeitliche Doppelbelastung Triathlon und Abitur zu meistern. Genau ein Jahr später gehts für mich jetzt wieder los mit dem lernen und dem knappen Zeitplan. Nachdem ich im Herbst noch beschlossen hatte, mich ein Jahr nur auf den Sport zu fokussieren, mir aber leider meine Krankheit einen Strich durch die Rechnung machte, beschloss ich mich schon jetzt meinem zweitem Traum, dem Zahnmedizinstudium zu widmen. Am 9.April startete ich in Erlangen in mein erstes Semester. Im Gegensatz zu anderen Studiengängen hat man in Zahnmedizin fast nur Pflichtvorlesungen und viele Stunden Uni. Zudem gibt es kaum Möglichkeiten, dass auf Leistungssportler Rücksicht genommen wird. Das ist für mich sehr schade, denn in fast allen anderen Studiengängen ist dies möglich. Im medizinischen Bereich gibt es definitiv noch Nachholbedarf um eine duale Karriere möglich zu machen. Ich werde jedoch solange wie möglich versuchen beides unter einen Hut zu bringen, denn ich bin noch nicht bereit die Triathlonschuhe an den Nagel zu hängen. Der Wille ist da und hoffentlich auch ein Weg.

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Simon Henseleit Triathlon-Blog: Triathlon in Neckarsulm

Am Sonntag den 22.04 war es endlich so weit – Mein erster Triathlon seit einem Jahr verletzungsbedingter Pause. Die Ursache meiner geringen Knochendichte ist zwar noch nicht geklärt, aber mein Trainer und ich haben einen Weg gefunden, mit wenig Laufumfang in Form zu kommen. Der Wettkampf am Sonntag stellte den Härtetest dar, ob dieser Weg auch wirklich zum Ziel geführt hat.

Nach dem Streckencheck war klar, der Neckarsulmer Triathlon wird nicht umsonst als äußert hart bezeichnet. Auf der 21km langen Radstrecke sammeln sich rund 400 Höhenmeter an und auch die anschließende Laufstrecke hatte es in sich. Nach einer guten Schwimmzeit, sprang ich in Führung liegend aufs Rad und quälte mich mit müden Beinen durch die Radstrecke. Der anschließende 5km Lauf ging dann aber erstaunlich gut und so konnte ich meinen Vorsprung nochmals ausbauen und ein solides erstes Rennen der Saison abliefern.

In der nächsten Woche steht nochmal ein harter Trainingsblock an, bevor es dann vor dem ersten Deutschlandcup (in Forst am 13.05) heißt – Beine hochlegen und entspannen.

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Michelle Braun Triathlon-Blog: Trainingslager Toskana Ostern 2018

Wie jedes Jahr waren wir auch diesmal wieder, mit dem Bayernkader, in Poggio all Agnello, im schönen Italien. Nachdem ich dieses Jahr ja leider erst sehr spät ins Training einsteigen konnte, zählte für mich vorallem der Formaufbau. Langsam die Umfänge wieder steigern und den Körper an die Belastung gewöhnen. Man denkt es vielleicht nicht, doch ein halbes Jahr ohne Sport hinterlässt deutliche Spuren. Doch konnte ich mich, über die zehn Tage schon wieder gut ein den Trainingsalltag einfinden, wenn auch mit deutlich weniger Trainingseinheiten als für ein Trainingslager üblich. Gegen Ende durfte ich sogar schon wieder ein wenig schnelle Kilometer laufen, womit ich wirklich sehr zufrieden bin. Wettertechnisch hatten wir mal ebenso Glück und nur am letzten Tag Regen, von dem wir uns wie man auf den Bildern sieht nicht unterkriegen haben lassen.


Vor der Radtempoeinheit trotzdem gute Laune


Erste Schnelle Schritte 1km-1,5km-2km-1,5km-1km

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Frederic Funk Triathlon-Blog: Die Saison kommt in Fahrt

Nachdem ich mir letzten Oktober mein Schlüsselbein gebrochen hatte und die Saison frühzeitig beenden musste, war der Fokus den Winter über die verlorene Grundlage wieder aufzubauen, um eine erfolgreiche Basis für die nun anstehende Saison zu schaffen. Dies ist mir bis jetzt sehr gut gelungen und die ersten Trainingslager und Laufwettkämpfe sind bereits hinter mir.

Gemeinsam mit dem Bayerischen Triathlon Kader konnte ich im Februar in Colonia St. Jordi auf der spanischen Insel Mallorca einige wichtige Kilometer sammeln. Nur eine Woche später fanden in Ruhstorf an der Rott die Bayerischen Meisterschaften im Crosslauf statt.

Als jüngster Starter in der Elite erreichte ich das Ziel der 5km langen Strecke auf dem vierten Platz.

Leider musste ich das Training kurz darauf krankheitsbedingt eine Woche pausieren. Seit zwei Tagen trainiere ich nun wieder und morgen finden bereits die Deutschen Meisterschaften im Crosslauf in Ohrdruf (Thüringen) statt, wo ich in der U23 an den Start gehen werde. Da man als Triathlet meistens sowieso schlecht gegen die besten Laufspezialisten aussieht, geht es für mich hauptsächlich um ein gutes Teamergebnis mit LAC Quelle Fürth.

Hoffentlich bringt mich dieser Wettkampf dann auch endlich in den Wettkampfmodus, denn nächste Woche messen sich die besten Triathleten Deutschlands über 800m Schwimmen im Becken und 5000m Laufen auf der Bahn. Zwar hat dies meiner Meinung nach wenig mit Triathlon zu tun, da es einerseits ganz anders ist im Freiwasser zu schwimmen und neben dem Radfahren einfach auch die Dreifachbelastung fehlt, die diesen Sport zu der Ausdauersportart macht, die sie ist. Trotzdem ist es manchmal gut zu wissen, wo man in Vergleich zu den Anderen steht.

Kurz darauf geht es dann auch schon in das nächste Trainingslager mit dem Bayerischen Triathlon Kader. Neben weiteren „Kilometer schrubben“ kommen in der Toskana dann auch schon intensivere Einheiten wie Koppeltraining mit ins Spiel, was für mich besonders wichtig sein wird, denn Mitte April steht der erste Triathlon an: Beim Elite Europa Cup im spanischen Mellila über die Olympische Distanz will ich in die TOP 10, um mir eine Startberechtigung für Welt Cups zu sichern, welches eins der Hauptziele für diese Saison ist.

Anfang Mai starte ich dann im italienischen Riccione meine erste Mitteldistanz, worauf ich schon sehr gespannt bin, da ich denke, dass mein Talent auf den längeren Distanzen liegt.

Welche weiteren Wettkämpfe ich diese Saison geplant habe, könnt ihr in meiner Jahresplanung nachsehen.

Nun bin erstmal froh meine Verletzung zu 99% auskuriert zu haben (Die Platte kommt erst nach der Saison raus) und ich freue mich auf die anstehenden Trainingseinheiten und Wettkämpfe.

Bis dahin

Frederic

 

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Michelle Braun Triathlon-Blog: Wiedereinstieg nach langer Zwangspause

Nun melde ich mich endlich, nach langer Zeit wieder zurück. Jedoch hatte ich die letzten Monate nicht wirklich etwas zu berichten. Wer meine Einträge regelmäßig verfolgt, der weiß, dass ich immer wieder mit langen Krankheiten zu kämpfen habe. Zuletzt war es so schlimm, dass ich nach den Weltmeisterschaften in Rotterdam im September, bis Dezember nicht mehr gesund geworden bin. Das kann man natürlich sonicht hinnehmen, da es nicht nur meine sportliche Karriere stark negativ beeinflusst, sondern auch ein normales Leben mit Arbeit oder Studium unmöglich macht. So begann die Ursachenforschung und an der Universitätsklinik in Berlin wurde der Grund, der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung gefunden. Anfang des Jahres wurde ich operiert und musste mich noch davon erholen. Doch jetzt kann ich endlich wieder ins Training starten.

Ich bin zunächst sehr froh überhaupt wieder Sport machen zu können, da es für jemand der normal ca 20h die Woche trainiert, wirklich schrecklich ist den ganzen Tag im Bett zu liegen. Weiterhin hoffe ich meine Form für diese Saison noch auf zu bauen und wieder Erfolge zu feiern. Traumhaft wäre es, wenn meine ständigen gesundheitlichen Rückschläge, jetzt wirklich Geschichte wären und ich wieder voll angreifen kann.

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