10 days of sunhine… oder doch eher ein Infoblock

Endlich mal wieder Trainingslager! Über ein Jahr ist es jetzt schon her, dass ich ein richtiges Trainingslager gemacht habe. Kaum vorstellbar in einer Zeit ohne Corona, in der ich mich gefühlt nur von Trainingslager zu Trainingslager bewegt habe, dazwischen noch ein paar Wettkämpfe hatte und die Schule auch noch irgendwie dabei war. Gerade in den Sommermonaten 2019 war das der Fall und ich kann mich noch gut erinnern, als ich sechs Wochen vor den Sommerferien eigentlich schon gar nicht mehr in der Schule, sondern schon vollkommen in der WM Vorbereitung war und zwischen Trainingslager und Wettkämpfen gependelt bin. Schule? Um mal ganz ehrlich zu sein – vor den Sommerferien passiert wirklich nicht mehr so viel, aber ich habe mich auch immer gut um meine Unterlagen gekümmert und alles nachgearbeitet. Tzzzzz…. Schule, jetzt nicht mehr hehe!

Abitur 2021

Bevor ich gleich auf mein Trainingslager in der Toskana zurückkommen werde, möchte ich mal ein paar Worte zu meiner Schule in Nürnberg schreiben und so vielleicht auch den Einen oder Anderen ein wenig über die Koordination von Leistungssport und Schule informieren. Insgesamt bin ich nun schon seit knapp fünf Jahren in Nürnberg und trainiere dort am Bundesstützpunkt Triathlon. Warum nach Nürnberg? Im September 2016 habe ich mich mit gerade mal 13 Jahren dazu entschlossen meinem großen Bruder Simon nachzueifern und ins Sportinternat, das Haus der Athleten, in Nürnberg zu ziehen. Ja, womöglich war es doch ein wenig früh mit knapp 14 Jahren schon zu Hause auszuziehen und ich will auch nicht lügen – ganz einfach war es sicher nicht immer. Aber ich habe die Entscheidung damals für mich getroffen, musste meine Eltern ganz schön davon überzeugen, mich gehen zu lassen und fand es einfach viel zu aufregend in eine Stadt zu ziehen, in einem Internat zu sein, ganz viel selber zu machen… Und ganz ehrlich: ein Teil der Familie war ja immer da, ein großer Bruder ist einfach Gold wert!

Foto: Tom Meyer

Sportklassen und Leistungssport

Jetzt aber mal zur Schule: die Bertolt-Brecht-Schule ist eine Partnerschule des Leistungssports. Sie ist also keine reine Sportschule, doch hat pro Jahrgangsstufe eine Sportklasse. Diese Sportklassen haben einen etwas anderen Stundenplan als die “normalen” Klassen. Das bedeutet, dass die Schüler der Sportklassen die Möglichkeit haben 3x pro Woche morgens zu trainieren. Somit beginnt der Unterricht nicht ganz normal um 8 Uhr, sondern erst um 9:45 Uhr. Die ersten beiden Stunden morgens werden dann jedoch nachmittags wieder nachgeholt, sodass die Sportler natürlich genauso viel Unterricht haben wie die anderen Klassen. Für mich sah das in der neunten und zehnten Klasse dann ungefähr so aus: Montag und Mittwoch von 8-15:45 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9:45-15:45 Uhr und Freitag von 9:45-13 Uhr. Schon ganz schön viel auf den ersten Blick und entspannt ist es auch ehrlich nicht, umso besser wird es dann aber in der Oberstufe! (Keine Angst, es war trotzdem sehr machbar:) ) Hier kommt nämlich der eigentliche Vorteil der Sportklassen erst ins Spiel! Als Leistungssportler an der BBS hat man die Möglichkeit, die Oberstufe statt der zwei Jahre zu strecken und somit in drei Jahren zu absolvieren. Dadurch reduzieren sich die Wochenstunden natürlich immens. Anstelle einer 36+ Stundenwoche, hat sie Sportklasse ca. zwischen 22-24 Stunden Unterricht. Somit bleibt mehr Zeit für Lernen, natürlich auch Training aber vor allem auch Regeneration!

Immer wieder scheitern Sportler an den harten Anforderungen, Schule und Leistungssport unter einen Hut zu bekommen. Ganz ehrlich? Ich war mehr als froh über die Möglichkeit, die Schule um ein Jahr zu strecken und so ein wenig Entspannung in das Ganze zu bekommen.

Klappt es auch?

Meine Trainer bezeichnen das Abiturjahr immer ein wenig als Wundertüte. Trotz Streckung bleibt es eine Belastung und je nach persönlichen Zielen wird diese Belastung dann eben mehr oder weniger. Vor dem Abitur habe ich mir nicht wirklich viele Gedanken über das letzte Schuljahr gemacht und dachte auch nicht, dass es mich dann doch recht stressen wird. Ich wollte Sport und Schule immer perfekt koordinieren und dachte, dass es doch mit der Streckung recht entspannt bliebe. Gerade mit dem Anspruch, es nicht zum “Problem” werden zu lassen, habe ich mich dann aber doch ein wenig übernommen. Ich bin mit sehr hohen Ansprüchen an mich in das Abitur gegangen und wurde auch belohnt – ein wenig Einbußen gab es dafür aber im Sport. Erst nach dem Abi habe ich eigentlich gemerkt, dass mein mentaler Fokus wirklich super stark auf meiner Abi-Note lag. Das ist ja auch völlig in Ordnung und seitdem ich das realisiert habe, fällt es mir um einiges leichter, meine aktuelle sportliche Leistung besser einzuordnen und auch damit zufrieden zu sein.

Heimrennen: DM Schongau

Am 18. Juli ist es soweit – Deutsche Jugend und Junioren Meisterschaft in Schongau! Ein Heimrennen! Ach darüber könnte ich jetzt auch noch super viel schreiben und eigentlich fehlen ja auch noch ein paar Infos zu meinem TL in der Toskana. Die DM verschiebe ich mal auf meinen nächsten Blog in ein paar Tagen, dafür jetzt noch ein paar Stories zum neidisch werden aus der Toskana 😉

Endlich wieder Toskana!

Mein absolutes Lieblingstrainingslager! Toskana. Nachdem es im letzten Jahr natürlich nicht ansatzweise realisierbar war und auch dieses Jahr die Karten recht schlecht aussahen, bin ich umso glücklicher, dass es dennoch geklappt hat! Nach meiner kleinen Rundreise nach der EM in Kitzbühel war mein letzter Stopp also das Trainingscentrum Poggio al`Agnello in der Toskana. Viel muss ich dazu eigentlich gar nicht schreiben. 10 Tage – nur Sonne – top Training und eine noch coolere Zeit mit der Trainingsgruppe 🙂 Vielleicht noch ein paar Fotos 😉

Bis in ein paar Tagen!

Bitte teilen:

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*